Michael Stewart - Todesvision


===Buchdaten===
Autor: Michael Stewart
Titel: Todesvision
Originaltitel: Blindsight
Verlag: Heyne
Erschienen: 1991
ISBN-10: 3453048733
ISBN-13: 978-3453048737
Seiten: 346
Einband: TB
Kosten: 0,50€ gebraucht bei Ebay im Paket
Serie:
  


===Meine Meinung===
Als ich das Buch aus dem Karton genommen habe, sprang mich gleich das düstere Cover und der Titel an. Der Inhalt passte irgendwie nicht ganz dazu, aber klang auf seine Art und Weise sehr interessant.

Der Einstieg in diese Geschichte beginnt mit einem Hinweis zu dem Verfahren im Buch und das Fachwörter am Ende des Buches in einem Glossar erklärt werden. Als ich das gelesen habe, musste ich mir dies natürlich als erstes ansehen. Es erinnerte mich stark an das Buch „Der Compton Effekt“. Fachbegriffe aus der Medizin werden mit neuen Fachbegriffen erklärt. Kurz, davon habe ich nichts verstanden. Wer hier etwas verstehen will, der sollte sich lieber auf das Internet verlassen. Danach geht es mit Guy und seiner Lebenssituation los. Dabei beschreibt der Autor alles so genau, dass ich genau nachvollziehen konnte, wie grausam es sein muss, sein Augenlicht zu verlieren. Ich selbst habe es sogar mal ausprobiert, um mich besser in den Charakter hineinversetzen zu können. Auf der Arbeit haben wir eine Toilette, die ohne Lampe stockdunkel ist. Nicht mal ein Schimmer durch die Türritze. Ist man da einmal ohne Licht auf Klo gegangen, weiß man, wie sich ein Blinder fühlt. Dementsprechend kann ich sagen, dass dieses Buch sehr realistisch geschrieben ist. Spannend wird es aber nicht nur durch die vielen Details, sondern auch die Hoffnung, dass Guy bald wieder sehen kann und das komische Verhalten seines Sohnes. Ehe man sich versieht ist man mitten in dieser Handlung eingebunden und kann das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Aber nicht nur eine gewisse Spannung kommt auf, sondern auch die Liebesgeschichte zwischen Guy und Lisa ist sehr schön zu lesen, gerade mit dem Tod seiner Frau im Hintergrund. An sich ist damit die Handlung eigentlich schon interessant genug. Als dann die erste Todesvision aufkommt, weiß man woher der Titel seinen Namen hat, aber man fragt sich, wie das alles zusammenhängt.

Der Schluss war etwas sehr gewöhnungsbedürftig und kurz ausgefallen. Der Sohn versucht Lisa umzubringen und ehe man sich versieht, eine halbe Seite und der Sohn liebt Lisa, wie eine Mutter. Unverständlich und man merkt, dass dem Autoren sonst kein Ausweg eingefallen ist.

Ich habe drei Tage für dieses Werk gebraucht. Wären nicht so viele Fremdworte vorgekommen, die ich googlen musste, hätte ich es auch schneller durchgelesen.

Empfehlen kann ich das Buch jedem, der gerne mal ein authentisches Buch zum Thema Blindwerden lesen möchte, verpackt in einer spannenden Handlung.



===Bewertung===
Es ist definitiv ein spannendes Buch, mit einem interessanten Hintergrund. Trotzdem hat mir der Schluss nicht gefallen und daher bekommt das Buch lediglich drei Sterne von mir.



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