Michael Coleman - Die goldene Diskette

===Buchdaten===
Autor: Michael Coleman
Titel: Die goldene Diskette
Originaltitel: Net Bandits
Verlag: Arena Verlag
Erschienen: 1997
ISBN-10: 3401047132
ISBN-13: 978-3401047133
Seiten: 126
Einband: HC
Alter: ab 10
Kosten: 0,50€ gebraucht über ein Buchforum
Serie: Die Internet- Detektive

===Eigne Inhaltsangabe===
An der Abbey School in Portsmouth werden die Computer ans Internet angeschlossen. Tamsyn und Josh sollen ein Referat für die Vor- und Nachteile des Internets recherchieren. Dabei lernen sie Rob, einen Jungen im Rollstuhl, kennen. Seinen Eltern gehört eine große Computerspiele-Firma, die kurz vor der Veröffentlichung ihres neuen Spiels steht. Aus der Anfangs feindseeligen Emailbekanntschaft, wird bald ernst. Als Rob überfallen wird, um so an die Sofware zu kommen, kann er noch einen Notruf senden, den Tamsyn nun entschlüsseln muss. Dies gelingt ihr nur mit Hilfe von Josh, und Robs Emailfreunden Lauren aus Toronto, Mitch aus New York und Tom aus Perth. Diese Situation schweißt die Kinder zusammen und sie müssen nun alles daran setzen Rob nicht nur zu retten, sondern auch noch die geheime Software verteidigen.


===Meine Meinung===
Das Cover des Jugendbuches ist recht farbenfroh, sodass es sofort ins Auge sticht, aber es wirkt nicht besonders originell. Der Inhalt hingegen klang in meinen Ohren sogar interessant, zumindest, wenn man wie ich gerne Jugendbücher aus dem Detektiv-Genre, wie die ???, liest.

Es handelt sich bei dem „Krimi“ um eine Reihe von, so weit ich über Google herausgefunden habe, von fünf Bänden. Ich selbst habe nur Band 1-4.

Der Einstieg in die Geschichte beginnt mit dem Kennenlernen von Rob, wobei die Tatsache, dass er im Rollstuhl sitzt, erst später deutlich wird. Der Leser ist von Anfang an dabei, als er Tamsyn und Josh kennenlernt. Zu damaliger Zeit, 1997, war das Internet noch nicht so geläufig. Aus diesem Grund wird nicht nur ausführlich beschrieben, worum es sich handelt und was man damit alles anstellen kann, sondern durch Abbildungen der Fenster, bekommt der Leser auch noch etwas für das Auge. Die Fenster haben natürlich keine Ähnlichkeit mit den heutigen Internet- oder Programmfenstern. Jede Email wird in einem solchen Fenster zum Selbstlesen gezeigt. Anfangs ist dies noch recht amüsant, aber als auf fast jeder Seite ein solches Fenster kommt, fühlte ich mich etwas betrogen, denn so wirkte der eigentliche Text so viel kürzer. Für das Verständnis war dies sicher recht hilfreich, aber ich fand die ersten 50 Seiten eher etwas langweilig. Zwar war der Inhalt für später wichtig, um das Rätsel, der geheimen Botschaft selbst lösen zu können, aber trotzdem fand ich die Story erst so richtig spannend, als die Diebe ins Spiel gekommen sind und Rob gefangen genommen haben. Danach steigt die Spannungskurve bis nach oben, geht aber genauso schnell auch wieder nach unten. In meinen Augen ist es eine kindgerechte Spannung.

Vom Alter her bin ich der Meinung, dass das Buch ab 10 Jahren angemessen ist. Zwar passiert nichts brutales im Buch, so dass auch jüngere Leseratten das Abenteuer lesen können, aber ob sie alle Fachausdrücke vom Computer verstehen ist fraglich, wobei dieses Wissen ja schon immer früher in Schulen vermittelt wird.

Ich selbst habe das Buch in einer Stunde durchgelesen. Erneut würde ich es nicht lesen und auch mein Ziehsohn fand den Inhalt nicht sonderlich spannend, als ich ihm vorschlug, dass ich es ihm vorlese.

Daher kann ich dieses Werk auch nur Kindern empfehlen, die sich für Detektiv-Bücher und den Computer bzw. das Internet interessieren.

===Bewertung===
Von mir erhält das Buch drei Sterne. Die Idee mag gut sein und sicher auch viele Kinder ansprechen, aber der Anfang hätte spannender losgehen können. Mir hat etwas Spannung gefehlt und bei den vielen Jugendbüchern, die ich lese, denke ich, kann ich dies beurteilen.

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