Heinz Strunk - Fleckenteufel

===Buchdaten===
Autor: Heinz Strunk
Titel: Fleckenteufel
Originaltitel: -
Verlag: rororo
Erschienen: 2009
ISBN-10: 3499252244
Seiten: 224
Einband: TB
Kosten: 12,00Euro
Serie:




===Inhaltsangabe===



Wir befinden uns im Jahre1977: Thorsten ist 16 Jahre alt, und fährt mit der Kirchengemeinde in den Urlaub. Es ist das erste Mal, dass er so lange mit gleichaltrigen wegfährt. Über seine Erlebnisse und Gedanken während dieses Urlaubs wird geschrieben. Dabei geht es nicht nur um Selbstbefriedigung, Männerspiele, Pfurzen, Kacken und ab und an auch um Mädchen.

===Meine Meinung===
Eigentlich ist es kein Buch, was ich mir persönlich gekauft hätte, aber da es nun mal im Buchpaket war, wollte ich es auch lesen. Der Einstieg in das Buch beginnt mit einem bildhaften und jugendlichen Stil. Ich befand mich vor der Dorfgemeinde und wurde erstmal mit Thorsten vertraut gemacht, bevor alle anderen Mitreisenden eintrafen. Die ersten Seiten waren auch noch schön zu lesen. Danach kam der Schock. Thorsten musste dringend auf Klo. Kacken. Ok, vulgär, aber in der heutigen Zeit normal. Als dann aber Pfurze in den buntesten Farben geschildert wird geht es schon mal recht eklig weiter. Selbst die herausgepresste Wurst wird detailliert beschrieben. Größe, Gewicht etc. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass viele Männer sich gerne mit diesen Themen auseinandersetzen. Dies aber im Buch zu lesen fand ich einfach nur ekelhaft. Ich finde, dass die Gerüche aus dem Allerwertesten definitiv authentisch beschrieben worden sind. Ich möchte nicht wissen, wie lange der Autor dafür herumprobiert hat. Am Anfang war ich schockiert, aber dann wurde es noch etwas lustig. Hätte er diese Aspekte ein oder zweimal eingebunden. Es wäre gut gewesen, aber stattdessen geht es darum nur in diesem Buch. Bei Frauen weiß man, dass sie ihren ersten Kuss von der besten Freundin / Schwester bekommen können, aber bei Männern. Irgendwann war der Punkt erreicht, wo ich das Buch am Liebsten aus dem Fenster geworfen hätte. Es ist vulgär und eklig. Es soll zwar jugendlich sein, aber ich hätte mir doch eher Erfahrungen mit Mädchen gewünscht und weniger Darmwinde. Außerdem wiederholt der Autor ständig alle Punkte. Ornanieren, Pfurzen, Kacken. Achja und Popel in allen Varianten. Vergessen hab ich hier nichts. Hier ein kleines Zitat:"Ich lasse erst mal eine Ladung Entlastungspupse kommen. Igitt. Ein stiller Kriecher, mit dumpf-erdiger Blume, in die sich im Abgang eine beißende Note einschleicht." Hier wird nichts ekliges ausgelassen. Zum Beispiel riecht sein Zeltkamerad an den abgerissenen Zehnägeln, bevor er sie im Glas sammelt. Zum Glück sind nicht alle Männer komplett so wie im Buch. Ein gewisser Teil reicht schon.

Gelesen habe ich das Buch an einem Tag. Der Stil ist nun mal einfach und umgangssprachlich gehalten. Da brauche ich nicht lange. Ich musste mich wegen dem Inhalt aber wirklich zwingen das Werk auch zu Ende zu lesen. Am Ende war ich wirklich froh es zu Ende gebracht zu haben. Es ist abgeschlossen und lässt keine richtigen Fragen offen. Werden Rosetten wirklich schwarz? Wie kommt er darauf und warum hab ich davon noch nie gehört. Leider habe ich bis dato keine Antwort gefunden.

Empfehlen kann ich das Buch jugendlichen Mädchen. Bitte versteht diese Empfehlung nicht falsch. Wie oben erwähnt erkennt man das männliche Geschlecht darin sehr gut wieder. Und ich denke, so sehen Mädchen, ab 16 zum Beispiel, wie Jungen denken.

===Bewertung===
Wie ihr merkt kann man das Buch lesen, muss man aber nicht. Außer man liest gerne wirklich abartiges. Da er die Männerwelt aber gut beschreibt, auch wenn man es teilweise gar nicht wissen will, gibt es zwei Sterne.
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