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David Ellis - Die Schuldigen

===Buchdaten===
Autor: David Ellis
Titel: Die Schuldigen
Originaltitel: Life Sentence
Verlag: Aufbau
Erschienen: 2004
ISBN-13: 978-3352007095
Seiten: 448
Einband: TB
Kosten: 8,90€ damals und heute 2,00€ auf dem Flohmarkt
Serie: -

===Klappentext===
Jon Soliday, ein junger Anwalt, führt ein Leben auf der Überholspur. Sein Freund und Förderer Grant Tully ist Senator und hat beste Aussichten, Gouverneur zu werden. Doch dann laufen die Dinge aus dem Ruder. Soliday, der den Wahlkampf des Senators leitet, wird erpreßt: Er soll 250.000 Dollar zahlen, damit niemand ein dunkles Geheimnis aus seiner Vergangenheit erfährt. Ausgerechnet als er neben der Leiche eines angesehenen Anwalts steht, taucht ein Sicherheitsmann auf. Soliday begreift, daß man ihm eine Falle gestellt hat. Irgend jemand möchte gefährliche Dinge wieder ans Tageslicht bringen, die fünfundzwanzig Jahre zurückliegen

===Meine Meinung===
Das Cover des Buches finde ich sehr ansprechend. Die vier hohen Säulen und der blaue Himmel darüber, zeigen für mich Justiz und Freiheit. In gelber Schrift steht der Verlag, der Autor und das Genre. In einer silbernen und erhöhten Schrift sticht der Titel besonders hervor.

Der Klappentext lässt auf einen spannenden Thriller schließen. Laut Handelsblatt:“ Rasant erzählt, voller Rätsel und überraschender Wendungen. Ein ausgefeilter Plot“. Klingt sehr vielversprechend.

Der Einstieg beginnt mit einem Einbruch. Der Hausbewohner, ein Anwalt, wird im Schlaf überrascht und erschießt den Einbrecher. Fängt also schon mal mit viel Tempo und Spannung an. Dieser Teil wird in der dritten Person erzählt, was mein Lieblingserzähltstil ist Nach dieser guten Einleitung geht es in der Ich-Form weiter. Hierbei schlüpft man in die Rolle von Jon. Nach einer kleinen Umdenkphase war ich schon mitten im Geschehen. Ich bekam einen kleinen Einblick wer der Hausbewohner war und in welcher Verbindung er mit Jon stand. Beide waren im Wahlkampf des Senators tätig. Womit wir schon beim Hauptproblem des Buches angelangt wären. Politik. Ich war noch die der große Fan von Politik, hatte aber in diesem Fall einfach die Hoffnung, dass mehr auf das Geheimnis gesetzt wird und der Wahlkampf eher am Rande steht. Diese Einschätzung war jedoch falsch. Mittels Rückblende erfährt der Leser vom Geheimnis, welches in meinen Augen definitiv spannend ist. Leider wird der dadurch entstehende Spannungsaufbau ständig von den langezogenen Politikeinlagen unterbrochen, geht verloren und muss neu aufgebaut werden. Am Anfang habe ich mich durchgekämpft, da es aber immer häufiger zum Thema wurde, fing ich an, diese Passagen zu überspringen. Da vom Aufbau nicht klar gezeigt wird, wo dieser Part aufhört, muss man sehr genau überblättern, um nicht den Anschluss zum spannenden Teil zu verpassen. Dadurch geht das Lesevergnügen etwas unter.

Der Stil ist gemischt. Einerseits ist packend, bildhaft und fachlich wie ein Grisham, aber auf der anderen Seite ist es langweilig und langatmig, wenn es um den politischen Aspekt geht. Alles in allem sind die Charaktere sehr lebendig und authentisch beschrieben. Orte, Situationen und Emotionen sind bildhaft geschildert. Dadurch konnte ich mir alles gut vor meinem inneren Auge vorstellen.

Gelesen habe ich das Buch, mit ungefähr 40% überspringen, denn so hoch ist der Politik-Anteil so hoch, an vier Tagen. Durch das Überblättern macht das Lesen oftmals keinen Spaß und ich habe einfach mehr Pausen eingelegt.

Empfehlen kann ich das Buch Leseratten, die sich auch für politische Themen interessieren. Ansonsten könnte es schnell frustrierend werden, wie in meinem Fall.

===Bewertung===
Eine nette Idee, die durch zuviele langweilige Passagen unterbrochen wird. Lediglich die Charaktere sind ein Highlight. Ein Buch das keine Fragen unbeantwortet lässt und über ein ansprechendes Cover verfügt.

 


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