Dee Brown - Du folgtest dem Falken, Amayi

===Buchdaten===
Autor: Dee Brown
Titel: Du folgtest dem Falken, Amayi.
Unterltitel: Eine indianische Familiensaga
Verlag: Knaur
Erschienen: 1999
ISBN-10: 3426011662
Seiten: 482
Einband: TB
Kosten: 0,50€ im Paket
Serie: -

===Klappentext===
Die Geschichte von Amayi, der stolzen Häuptlingstochter der Creek Indianer, ist eine faszinierende Reise zurück nach Amerika als die Indianer noch mit den weißen Siedlern kämpften. Die schöne Amayi (deren wohl bekanntester Name Creek Mary ist) heiratet einen Weißen um des Friedens Willen zwischen ihren Stämmen und den Siedlern. Doch auch durch Verbindungen und Versprechen wird der Frieden zwischen den so verschiedenen Völkern nicht gewahrt. Der blutige Krieg zwischen den Ureinwohnern und den brutalen weißen Männern fordert seine Opfer. Creek Mary heiratet schließlich den Häuptling eines bekannten Stammes und kämpft für ihre Heimat. Amayis Weg führt durch die Freiheit der Jugend bis zur Dunkelheit des Krieges weiter auf dem Weg nach Osten. Creek Mary ist heute noch eine hochangesehene Frau bei den Ahnen der Indianern und ihre Geschichte ist mehr als nur mitreißend.

===Meine Meinung===
Das Cover des Buches ist sehr schlicht gehalten. Ein dunkles Braun als Hintergrundfarbe. Vorne die Fotographie einer jungen, hübschen Indianerin. Der Klappentext klang im Grunde interessant, ließ bei mir aber die Frage aufkommen: Legende oder wahre Begebenheit? Diese Frage habe ich bis zum Ende des Buches leider nicht herausbekommen.

Vorne im Buch befindet sich sowohl eine Landkarte, als auch ein Stammbaum. Dadurch kann man den Inhalt des Buches besser nachvollziehen und hat einen guten Überblick.

Der Einstieg in die Geschichte beginnt mit der Ankunft des Reporters bei Dane. Dieser ist ein Enkel von Creek Mary und erzählt dem Autoren ihre Geschichte. Immer Abschnittsweise bekommt das Leben von Mary Konturen, bis es einen Gesamtüberblick bildet. Von der Jugend über die Hochzeit mit einem Weißen bis hin zu ihrer Hochzeit mit einem anderen Stammeshäuptling. Es zeigt wie stark die Frauen in der damaligen Zeit waren. Die Stammesgeflogenheiten, Namen und das harte Leben waren mir völlig fremd und werden sehr gut beschrieben. Man benötigt keine Vorkenntnisse zu dem Buch. Nebenbei geht es immer wieder in die Gegenwart zurück. Die Sprünge sind zwar mitten im Kapitel, sodass man etwas aufpassen sollte, aber sie sind durch einen neuen Absatz abgegrenzt. Kapitel selbst gibt es sehr viele. Für Leseratten, welche unterwegs in der Bahn lesen, gibt es alle zehn Seiten ein Kapitel. Dadurch kann man immer gut eine Pause einlegen.

Besonders interessant fand ich die ganzen Beschimpfungen, welche sich die Indianer von den Weißen angeeignet haben. Zum Beispiel Wundarsch für Arschloch. Fand ich mehr als witzig und mein Mann ist von dem Ausdruck begeistert. Bei anderen kommt aber die Frage auf, ob wirklich damals schon solche Worte verwendet wurden.

Der Autor hat einen Stil gewählt, der sehr gut zu dem Thema passt. Die historischen Aspekte, Landschaft, Figuren, der Lebensstil und Emotionen werden nicht nur farbenfroh, authentisch und informativ geschilder, sondern es der Text ist auch gut strukturiert. Ich wurde in eine mir völlig fremde Welt entführt.

Gelesen habe ich das Buch an zwei Tagen, da ich einfach Zeit hatte und die Geschichte so interessant ist.

Empfehlen kann ich das Buch jedem, der gerne historische Bücher über Indianer liest.


===Bewertung===
Von mir bekommt das Buch fünf Sterne. Die Geschichte ist authentisch, packend und interessant.



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