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Lewis Perdue - Die Da-Vinci Verschwörung

===Buchdaten===
Autor: Lewis Perdue  
Titel: Die Da-Vinci-Verschwörung
Originaltitel: The Da Vinci Legacy
Verlag: Ullstein
Erschienen: 2006
ISBN-13: 978-3548264080
Seiten: 384
Einband: TB
Kosten: 8,95€
Serie: -

===Klappentext===
Ein Da-Vinci-Experte auf der Suche nach einem verschollenen Codex, eine mächtige religiöse Bruderschaft und ein Geheimnis, das die Welt in ihren Grundfesten erschüttern könnte? Die Übereinstimmungen sind frappierend: Hat Dan Brown abgeschrieben? Ein amerikanisches Gericht klärt derzeit, ob sein Bestseller Sakrileg als Plagiat bezeichnet werden kann.

===Meine Meinung===
Durch den Prozess, den der Autor mit Dan Brown geführt hat, wollte ich natürlich wissen, was dran ist. Welches Buch basiert nicht auf einem anderen älteren Buch. Da ich sehr viele alte Werke lese, sehe ich oft Ähnlichkeiten zu neueren Werken. Namen, Orte und der Stil werden etwas geändert, sind aber von der Thematik her gleich. Daher kann ich den Wirbel nicht ganz nachvollziehen. Durch die Amazon-Rezensionen wird schnell deutlich, dass der Wirbel höchst wahrscheinlich entstanden ist, weil dieses Werk eher langweilig sein soll und nicht so hervorragend umgesetzt wurde, wie „Sakrileg“.

Der Einstieg beginnt gleich mit einem Mord in einer Kirche. Danach lernte ich eine der Hauptcharakteren kennen. Dieser Teil zog sich sehr in die Länge, auch wenn er auf seiner Reise mehrere verstorbene Personen aufsucht und sich ein Mordschema abzeichnet. Es war interessant zu lesen, aber wirklich gefesselt hat es mich erst deutlich später. Nach 150 Seiten wird es immer spannender und eine tödliche Aktion folgt der Nächsten. Ebenso zeichnet sich die Verschwörung und deren Ausmaße immer deutlicher ab. Was den Inhalt betrifft, habe ich schon deutlich schlechtere Werke gelesen. Die ganze Kritik bei Amazon konnte ich nicht nachvollziehen. Zwar habe ich das Gegenstück von Dan Brown nur im Kino gesehen und kann mich mit dem Stil und der Umsetzung nicht auseinandersetzen oder Vergleiche ziehen. Mir hat das Lesen Spaß gemacht.

Der Stil ist illustrativ, spannend und gut strukturiert. Die Charaktere, Orte und Situationen werden bis ins kleinste Detail beschrieben, sodass ich keine Probleme hatte mir alles vorzustellen und dem Geschehen zu folgen. Die Verschwörungstheorie an sich ist nicht besonders ausgereift und fand ich teilweise sehr an den Haaren herbeigezogen, aber bei welcher Verschwörungstheorie würde ein normal Sterblicher anders denken. Lediglich die Kapitelaufteilung fand ich wirklich störend. Das Buch hat 22 Kapitel. Am Anfang sind diese noch vermehrt und im Verlauf kann es zu größeren Lücken bis zum nächsten Kapitel kommen. Wenn man erstmal gefesselt ist, stört es weniger, da ich das Buch ab diesem Punkt eh ungern aus der Hand gelegt habe. Durch die wenigen Kapitel kommt es aber auch innerhalb eines Kapitels zu Orts- oder Personenänderungen. Gerade bei einer langatmigen Passagen, die ich doch mal gerne überspringe, wenn man von Vance weggeht und die Hintergrundfiguren langweilige Gespräche führen, war es mir einmal passiert, dass ich den Anschluss verpasst habe und durch Blättern erst wieder den Einstieg fand. Danach habe ich das Überspringen gelassen.

Gelesen habe ich das Buch an fünf Tagen. Wobei ich davon 3 Tage bis Seite 150 gebraucht habe und erst danach richtig im Geschehen war.

Empfehlen kann ich das Buch jedem, der einmal einen Vergleich ziehen möchte, von Dan Brown nicht überzeugt ist oder gerne solche Thriller liest.



===Bewertung===
Wegen der Sprünge, manchmal langweiligen Gespräche und den ersten 150 Seiten bekommt das Werk lediglich vier Sterne. Mehr kann ich nicht abziehen, da ich es ja zum Schluss regelrecht verschlungen habe.

Kommentare

  1. Ich hab mir gleich gedacht, dass an den Plagiatsvorwürfen nicht viel dran sein kann. Da war irgendjemand, der vor langer Zeit mal ein ähnliches Buch geschrieben hat, neidisch auf Dan Browns Erfolg und wollte was vom Kuchen abhanben. Sowas kommt doch dauernd vor.

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