Morris L. West - In den Schuhen des Fischers

===Buchdaten===
Autor: Morris L. West
Titel: In den Schuhen des Fischers
Originaltitel: The Shoes of the Fisherman
Verlag: Knaur
Erschienen: 1978
ISBN-13: 978-3426601303
Seiten: 309
Einband: TB
Kosten: Im Paket 1,00€
Serie: -

===Buchangabe===
Zur Zeit des Kalten Kriegs: Nach zwanzig Jahren in einem sibirischen Arbeitslager ist der katholische Erzbischof Kiril Lakota wieder auf freiem Fuß und unterwegs nach Rom, wo er vom Papst zum Kardinal ernannt wird. Als der Papst stirbt, wird Lakota zu seinem Nachfolger gewählt. Doch der neue Papst Kiril leidet an Selbstzweifeln nach seiner Zeit in Gefangenschaft, und weiß wenig über die Welt, die im zu Füßen liegen soll. Durch einen beispielgebenden Verzicht der Kirche auf materielle Güter versucht er, einen neuen Weltkrieg zu verhindern.

===Meine Meinung===
„Das Meisterwerk“ aus der Feder von Morris L. West habe ich recht gerne gelesen. Trotzdem konnte ich mich nicht zu diesem Buch durchringen. Ich interessiere mich weniger für Päpste und hatte daher wenig Lust auf dieses Thema. Da es nun aber gekauft war und im Regal stand, musste es irgendwann gelesen werden. Zu diesem Buch gibt es einen gleichnamigen Film, der schon zu den Klassikern zählt.

Der Einstieg in die Geschichte beginnt mit dem Tod des alten Papstes. Das ist in meinen Augen ein guter Einstiegspunkt. Leider fand ich den Stil sehr schwer, sodass ich starke Schwierigkeiten hatte dem Inhalt weiterhin zu folgen. Das lag aber auch an der Wahl der Perspektive. Diese sprang ständig zwischen dem päpstlichen Tagebuch Kyrills und der Außenperspektive. Leider sind die Sprünge für mich oftmals nicht auf den ersten Blick sichtbar gewesen und stellte es somit erst beim Lesen des weiteren Textes fest. Regelmäßig wird auch abgeschweift auf die Liebesgeschichte von Herrn Faber. Erwähnenswert, aber doch nicht so ausführlich. Für mich war dieses Werk bis zum Schluss ein Kampf und das Ende enttäuschend, wenn man sieht, dass dieser Mann auch nur ein Mensch ist und ihn kleine Dinge schon so aus der Bahn werfen.

Trotzdem schreibt der Autor authentisch und haucht den Figuren leben ein. Ich habe mir nach dem Buch noch den Film angesehen und kann sagen, dass ich mir die Figuren genau so vorgestellt hatte. Außerdem fand ich diese 1963 entwickelte Idee brillant, wenn man bedenkt, dass einige Jahre später ein solcher Papst kam. Faszinierende Fantasie oder doch Hellseher?!

Der Film fasst die im Buch langgezogenen Passagen besser zusammen, dadurch ist man vom Inhalt eher gefesselt. Beim Buch war ich oft in Versuchung einige Seite zu überblättern.

Gelesen habe ich das Buch an drei Tagen, die für mich ein harter Kampf waren. Hätte ich es aber pausiert oder neben einem anderen Buch gelesen, ich hätte es wohl aufgegeben.

Empfehlen kann ich das Buch nur jemanden, der es wirklich lesen will. Ansonsten kann ich eher zum Film raten.

===Bewertung===
Da mich das Buch von der Perspektive, den teilweise langen Passagen und dem Stil nicht sonderlich überzeugt hat, gibt es lediglich zwei Sterne.



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