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Rolf Brednich - Die Maus im Jumbo-Jet

===Buchdaten===
Autor: Rolf Brednich
Titel: Die Maus im Jumbo-Jet
Untertitel: Neue sagenhafte Geschichten von heute
Verlag: Beck
Erschienen: 1992
ISBN-13: 978-3406510922
Seiten: 147
Einband: TB
Kosten: 1,00€ im Paket
Serie: -
   
===Klappentext===
Eine Frau verschwindet in einer Pariser Modeboutique in der Umkleidekabine und ist trotz intensiver Nachforschungen nicht mehr aufzufinden. Fünf Jahre später wird sie auf den Philippinen gesehen - an Armen und Beinen verstümmelt als besondere Attraktion eines Wanderzirkus. Solche Geschichten liest man in der Sensationspresse oder hört sie von Bekannten, die wiederum Bekannte haben, die sich für die Wahrheit verbürgen. Die spektakulären, skurrilen und verblüffenden "Vorfälle" sind jedoch oft nie wirklich passiert. Es sind "internationale Wandersagen", die mehr über unsere Ängste, Wunschträume und Vorurteile Aufschluß geben als über die Realität. Insofern freilich sind sie "wahr". Sie sind kein Abbild der Wirklichkeit, sondern ein Spiegel unserer selbst. Rolf Wilhelm Brednich hat als erster im deutschen Sprachraum solche "modernen Sagen" gesammelt und in seinem Buch "Die Spinne in der Yucca-Palme" veröffentlicht. Er hat daraufhin eine Flut von Leserzuschriften mit neuen Hinweisen auf "sagenhafte Geschichten" erhalten. "Die Maus im Jumbo-Jet" ist der Nachfolgeband von "Die Spinne in der Yucca-Palme". Die neuen Geschichten, vom verschwundenen Hotelzimmer, vom vergifteten Brautkleid, von der Meisterwurz oder von der unfreiwilligen Organspende sind merkwürdig witzig und manchmal grausig. Und alle sind absolut wahr!

===Inhaltsverzeichnis===
I. DDR-Geschichten
II. Auto und Verkehr
III. Die Tücken des ganz alltäglichen Lebens
IV. Urlaub und Fremde
V. Sexualität
VI. Essen und Trinken
VII. Tiere
VIII. Unerwartete Todesfälle
IX. Merkwürdige Zufälle

===Meine Meinung===
Die auf dem Klappentext erwähnten Beispiele hatten mich so neugierig gemacht, dass ich hohe Erwartungen an das Werk hatte.
Das super lange Vorwort mit vielen Quellenangaben ließen die Vorfreude sinken. Zumindest ging ich davon aus, dass damit dieser Teil abgehakt sei. Das Inhaltsverzeichnis, welches sich ganz hinten im Buch befindet, wurde von mir erst am Ende wahr genommen. Daher war ich erstaunt, als ich die Überschrift DDR gelesen habe. Die erste Geschichte war sogar noch sehr amüsant und auch nachfolgende Geschichten hatten einen gewissen Reiz. Zu jedem Hauptthema gibt es viele kleine Geschichten. Die Meisten sind nicht länger als eine halbe Seite. Neugierig blickte ich nach dem ersten Lesen auf die etwas kleine Schrift unter dem Text. Wieder Quellenangaben. Diesmal woher die Geschichte genau stammt, wer davon irgendwie gehört hat oder in welcher anderen Form die Geschichte vorgekommen ist. Es gibt Quellenangaben, die sind deutlich länger als der eigentliche Inhalt.
Also fing ich an, diesen Teil meist zu überspringen und mich lediglich auf die Begebenheiten zu konzentrieren. Die Idee an sich ist wirklich gelungen und die Geschichten sind auch in einem bildhaften, einfachen Stil. Nachdem der vierte Ostdeutsche einfach ein Paket, Kind oder ähnliches mitgenommen hat mit der Begründung das hatte er ja damals nicht, war ich schon etwas genervt. Aber nicht nur das. Manche Geschichten gibt es in Variante a zu lesen, gefolgt von Variante b. Zwei Seiten später kommt wieder was ähnliches. Mir kam langsam die Frage auf, sind dem Autoren die Ideen ausgegangen, hätte er es nicht kompakter verfassen können oder doppelte / ähnliche gänzlich weglassen.
An sich sind die Geschichten teilweise super lustig. Das Auto, dass nach einem Rasierschaumbad seinen Lack verliert. Ein Reicher will einparken, der Parkplatz wird von einem kleinen Twingo geklaut, wofür das Auto einmal platt gedrückt wird. Die lieben Ostdeutschen, die alles klauen, weil sie es nie hatten. Das Mädchen, das eine Maus mit an Bord eine Flugzeuges nimmt.

Vieles klingt sehr real und nicht unbedingt nach einer Sage. Trotzdem war ich als Leser sehr enttäuscht und fand die Geschichten nach der x-ten Wiederholung oder Abwandelung einfach nur gähnend langweilig.

Gelesen habe ich das Buch an einem Tag, da es doch recht dünn ist.

Empfehlen kann ich das Buch, wenn man merkwürdige Geschichten gerne liest. Es ist auf jeden Fall was anderes, als man sonst kennt.

===Bewertung===
Von mir bekommt es wegen der langen Quellenangaben und Infos nur drei Sterne.



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