Jack Higgins - Eishölle

===Buchdaten===
Autor: Jack Higgins
Titel: Eishölle
Verlag: Goldmann
Erschienen: 1981
ISBN-13: 978-3442065431
Seiten: 182
Einband: TB
Kosten: Damals 7DM, heute ab 0,50€ gebraucht
Serie: -

===Klappentext===
Charterpilot Joe Martin kämpft sich mit drei Männern und einer Frau durch die gnadenlose Eishölle Grönlands. - Auf der Suche nach einem Flugzeugwrack entdecken sie ein grausames Verbrechen...

===Meine Meinung===
Als ich das Buch bei einem Tauschspiel gesehen hatte, musste ich einfach zugreifen. Es ist zwar schon recht alt, aber mir gefiel der Inhalt und das Buch „Goldspur des Todes“ war fesselnd und spannend. Da ich nicht auf die Seitenzahl geachtet hatte, war ich schon etwas überrascht, wie dünn das Buch doch war. Das hat ja im Grunde nichts zu sagen.

Der Einstieg beginnt damit, dass ich eine kurze Einführung über Joe erhielt und ihn auf seinen Reisen begleiten durfte. Zunächst fliegt er zu einem bekannten Schauspieler, der in der Abgeschiedenheit auf Bärenjagd geht. Die ganze Zeit fragte ich mich, wann endlich das Flugzeugwrack eingebaut wird und wie das mit den bisherigen Charakteren im Zusammenhang steht. Männer und Frauen wurden zu genüge eingebaut. Aus diesem Grund war ich sehr überrascht, als ich feststellen musste, dass nach seiner Rückkehr mit dem Schauspieler eine weitere Geschichte eingebaut wird. Eine Versicherungsgesellschaft bittet ihn um Hilfe, da sie zu dem Wrack wollen. Mich hat dies sehr verwirrt. Wozu wurden die anderen Charaktere so detailliert eingeführt, wenn am Ende doch andere Leute auf die Reise gehen. Auch wenn diese durch Affären verknüpft werden, fand ich es doch etwas schwach. Bis dahin dümpelte die Geschichte einfach nur vor sich hin. Alleine der Alptraum am Anfang oder die Bärenjagd war noch etwas spannend. Das Augenmerk des Autors richtete sich auf die Charaktere. Diese bekamen eine Vorgeschichte verpasst. Die Landschaft, für die Grönland bekannt ist, wird jedoch nur am Rande erwähnt. Ich konnte nur erahnen wie gewaltig, voller Eis und Kälte dieses Land ist. Das fand ich ebenfalls sehr schade, auch wenn es ein Thriller ist, hätte mehr darauf eingegangen werden können.
Nachdem die neuen Figuren eingeführt wurde, kam etwas Leben in die Geschichte. Die Frage, was suchen sie wirklich beim Wrack, war allgegenwärtig. Die Auflösung fand ich faszinierend und schlecht zugleich. Faszinierend fand ich, dass der Autor auf so einen Schluss überhaupt gekommen ist. Ganz nach dem Motto: Ich brauche einen Schluss, weiß aber nicht welchen, also suchen wir einen halbwegs logischen. Schlecht fand ich den Schluss, weil er überhaupt nicht passte. Joe wurde so klasse eingeführt, ich hatte das Gefühl ihn zu kennen und dann bekommt er eine andere Identität, um dann das Ende des Buches einzuläuten. Ich hatte echt das Gefühl, dass er eine spannende Geschichte konstruieren wollte, gemerkt hat, das klappt nicht und dann einfach irgendwas geschrieben hat, um das Konzept und die Zeit nicht wegwerfen zu müssen.

Gelesen habe ich dieses recht kurze Buch an zwei Tagen. Mir fiel es schwer es zügiger zu lesen, da die ersten 100 Seiten einfach keine richtige Spannung aufkommt.

Empfehlen kann ich das Buch jedem, der Higgins Fan ist und das Buch noch nicht kennt. Wer alle anderen Bücher kennt, sollte es einmal gelesen haben. Ansonsten kann ich nur sagen: Finger weg.

===Bewertung===
Die Idee und die Charaktere sind wirklich klasse. Der Rest wurde aber einfach nicht durchdacht. Aus diesem Grund kann ich dem Buch lediglich drei Sterne geben. Die Geschichte auf 300 Seiten ausgebaut, hätte sicherlich für einen besseren Thriller gesorgt. Der eigentliche Thriller hier, geht über 80 Seiten. Alles andere ist Nebensache.




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