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Alan Bard Newcomer - Sirenklänge

===Buchdaten===
Herausgeber: Alan Bard Newcomer
Titel: Sirenenklänge
Untertitel: Neue Fantasy-Stories von Marion Zimmer Bradley und vielen anderen
Verlag: Bastei Lübbe
Erschienen: 1990
ISBN-13: 978-3404201457
Seiten: 221
Einband: TB
Kosten: 1,00€ gebraucht ersteigert
Genre: Fantasy Anthologie
Serie: -
   

===Eigene Inhaltsangabe===
Diese Anthologie besteht aus sechs einzelnen Geschichten.

Mercedes Lackey – Der Weg des Gleichgewichts
Ein Magier hat sich entschieden die Seiten zu wechseln. Martis hat nun die Aufgabe ihren ehemaligen Schüler zum Guten zurückzuführen oder ihn zu töten. Begleitet wird sie durch den Schwerkämpfer Lyran.

Mercedes Lackey – Drachenzähne
Martis und Lyran sind seit dem Kampf gegen ihren Schüler ein ungleiches Liebespaar, dass nun in ein neues Abenteuer muss. Diesmal sind es Kinder die eine Macht beherrschen, ihr aber nicht gewachsen sind.

Marion Zimmer Bradley – Die Hündin
Eigentlich ist Lythande eine Frau, die sich aber als Mann ausgibt. Schließlich dürfen nur Männer Magier sein. Eines Tages trifft sie einen alten Freund, der ihr anbietet ihn zu einer alten Schenke zu begleiten, um dort zu nächtigen. Als sie nachts aufwachen sind beide in Hunde verwandelt.

Marion Zimmer Bradley – Jäger der Finsternis
Lythande ist wieder unterwegs, als sie an einen Gasthof kommt, wo Gäste in Schweine verwandelt werden. Hinaus kann sie nicht, denn dort wartet der Jäger der Finsternis auf sie und ihre Seele. Im Haus muss sie jedoch um ihr menschliches Dasein bangen.

Jennifer Roberson – Von der Ehre des Löwen
Zwei Könige bekriegen sich über Jahre, bis sie beschließen Frieden zu schließen. Besiegelt soll dies durch die Hochzeit ihrer beiden Kinder werden. Doch diese sind alles andere als begeistert.

Ru Emerson – Die Wahl der Liebe
Liatt wird von einem Magier verfolgt, dem sie einen bösen, aber gerechten Streich gespielt hat. Nun hat er sie gefunden und will ihren Tod. Dämonen unterstützen ihn bei seinem Werk.

===Meine Meinung===
Eigentlich bin ich nicht sonderlich der Fan von Kurzgeschichten. Kaum habe ich mich an einen Charakter oder eine Situation gewöhnt, ist sie auch schon zu Ende. Bei einer Anthologie von verschiedenen Autoren bekomme ich zwar einen guten Überblick über das jeweilige Können, kann mich aber nicht direkt an einen Stil gewöhnen.

Der Titel Sirenenklänge klang vielversprechend und Marion Zimmer Bradley ist eine interessante Autorin. Leider ist der Titel sehr irreführend, denn keine einzige Geschichte heißt Sirenenklänge oder geht auch nur um dieses Thema. Darauf hatte ich mich allerdings gefreut. Die Geschichten der vier Autoren befassen sich im Grunde mit Magiern. Theoretisch ist dies auch nicht schlecht, aber dem Titel nach hätte ich lieber etwas über Sirenen gelesen.

Die Storys sind zwar von unterschiedlichen Autoren, aber zwei Autoren verfassten jeweils zwei fortlaufende Geschichten. Dadurch war es mir möglich gerade kennengelernte Charaktere erneut in Aktion erleben zu dürfen. Das ist aber nicht unbedingt ein klarer Vorteil. Ich würde sogar eher vom Gegenteil sprechen. Schon die erste Geschichte bedeutete einen mühsamen Einstieg. Einer der Charaktere benutzte in der wörtlichen Rede immer die dritte Person. Gerade beim Lesen verwirrt dies, trotz der Kenntnis. Es klang nicht merkwürdig, sondern auch geschwollen und total überzogen. Zwar sind die Charaktere voller Leben und Eigenschaften, aber sie konnten mich nicht überzeugen. Diese in einem weiteren Teil erneut zu treffen, war zwar angenehm, da ich mich nicht neu einstellen musste, aber eben doch enttäuschend. Genauso war es auch bei der nächsten Autorin. Die Geschichte mag vielleicht nett gewesen sein und ließ sich auch locker lesen. Aber ich wurde nicht mitgerissen.
Lediglich die letzte Geschichte von Ru Emerson empfand ich als überraschend, interessant und sogar teilweise spannend. Das lag aber sicherlich auch daran, dass dies die längste Geschichte war und fast die Hälfte des Buches eingenommen hat. Bei den anderen war es gar nicht möglich, einen solchen Handlungsablauf aufzubauen.
Die restlichen fünf Geschichten waren definitiv nett, aber mehr auch nicht. Spannung kam zwar vor, wurde aber innerhalb von zwei Seiten aufgebaut, behandelt und abgebaut. Selbst Kampfszenen oder die Auseinandersetzungen mit dem Hauptgegner, sind einfach nur kurz, unspektakulär und nur mit einem Hauch von Spannung. Oftmals verpufft die Spannung schon vor der Auseinandersetzung. Die Ideen und Ansätze waren in meinen Augen vielversprechend. Durch die wenigen Seiten wurde aber an Details gespart. Es wirkte lieblos und fesselte in keinster Weise. Das ganze Drumherum wurde einfach übersprungen. Ich wurde als Leser mitten in dieser Situation hinein katapultiert und diese wurde einfach nur linear abgearbeitet. Das ist in meinen Augen kein Lesegenuss. Ich entwickelte das Gefühl einfach abgefertigt zu werden wie an einem Bahnhof. Die Bahn angekündigt, sie kommt langsam mit quietschenden Rädern eingefahren, es wird hektisch beim Ein- und Aussteigen, und schon ist man wieder unterwegs. Womit wir bei der nächsten Geschichte wären.

Dieses Buch klang in meinen Augen sehr lesenswert und ich wurde von den Geschichten, ausgenommen einer Kurzgeschichte, enttäuscht. Nicht jeder Autor schafft es einer Kurzgeschichte genauso viel Leben einzuhauchen, wie einem Roman. Dafür muss auf wenigen Seiten einfach zu viel passieren. Das ist in jedem Genre der Fall. Ich finde aber, wenn das Talent zu Kurzgeschichten nicht gegeben ist, sollte man die Finger lieber davon lassen. Von Marion Zimmer Bradley weiß ich zum Beispiel, dass ihre anderen Werke durch Länge und Details bestechen. Das kann sie in den kurzen Seiten aber nicht einsetzen. Aus diesem Grund hab ich mich drei Tagen durch diese Lektüre gekämpft. Der Kampf hat sich bei der letzten Geschichte gelohnt, aber das macht noch lange keine gute Anthologie aus.

Empfehlen kann ich das Buch nicht wirklich. Ich bin enttäuscht und ein Buch wegen einer einzigen Geschichte zu empfehlen, empfinde ich als unzureichend.

===Bewertung===
Die Anthologie besticht durch bekannte Fantasy-Autoren, kann jedoch durch langweilige, merkwürdige und holprige Umsetzungen nicht überzeugen. Lediglich die letzte Geschichte ist lohnenswert. Aus diesem Grund bekommt das Buch lediglich zwei Sterne von mir.



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