Manfred Kluge - Das Leben genießen. Ein heiteres Lesebuch

===Buchdaten===
Autor: Manfred Kluge
Titel: Das Leben genießen
Untertitel: Ein heiteres Lesebuch
Verlag: Heyne
Erschienen: 1994
ISBN-13: 978-3453075702
Seiten: 330
Einband: TB
Kosten: 0,50€ auf dem Flohmarkt
Genre: Humor / Satire
Serie: -

===Zitierter Klappentext===
Humor, Witz und gute Laune – das ist das Motto dieses heiteren Lesebuchs, das Erzählungen, Satiren und Glossen bekannter Schriftsteller enthält. Wer gerne lacht und Spaß versteht, kommt hier voll auf seine Kosten.


===Meine Meinung===
Bei 37 Geschichten zu Themen wie Hochzeit, Tafelfreuden, Familie, Gauner oder Tieren, konnte ich eigentlich nur Lachtränen erwarten. Schließlich waren mir die meisten Autoren, wie Erich Kästner, Ephraim Kishon, Roald Dahl, Kurt Tucholsky und Willy Breinholst bekannt. Die Werke dieser Autoren haben mich stets begeistert. Was sollte also an dieser Sammlung falsch sein.

Ich kann es euch sagen – Lachen, Schmunzeln oder Lächeln ist hier so selten wie ein zehn Euro Schein auf der Straße. Es ist möglich, aber die Wahrscheinlichkeit ist sehr gering. 37 Geschichten und bei lediglich zwei Storys musste ich Lächeln. Viele sind sehr nett verfasst in einem lockeren Stil, aber als heiter würde ich sie persönlich nicht titulieren. Es gibt sogar Geschichten, wie zum Beispiel „Die exakte Wissenschaft von der Ehe“, welche ich als langweilig bezeichnen würde. Vielen Geschichten fehlt es an einer klassischen Wendung, einem Höhepunkt oder an Biss. Es ist lesbar, aber kein Buch, wo ich sagen würde, ich muss weiter lesen bzw. möchte ich in der Wanne lesen. Es gibt Sammlungen, die ich regelrecht verschlungen habe. Jede Geschichte passte hinein, war witzig oder spannend.

Vom Sprachstil her sind die Geschichten sehr unterschiedlich. Viele sind älteren Semesters und das merkt man ihnen auch an. Es kann gut sein, dass damals ein anderes Verständnis von Humor existierte.

Ich mag nicht unbedingt Kurzgeschichten, da schon nach dem Kennenlernen, die Charaktere verschwinden. In diesem Fall sind die meisten Geschichten um die sechs bis zehn Seiten lang. Es gibt auch welche mit nur drei oder vier Seiten, aber viele sind auch deutlich länger. Von der Länge her finde ich sie gut. Nur die Auswahl ist in meinen Augen schlecht getroffen worden. Ich musste mich regelrecht zwingen das Buch nicht abzubrechen. Ehrlich gesagt, habe ich manche Geschichten, welche nur langweilig waren, sogar nur noch im Schnelldurchgang gelesen. Dieses Buch habe ich nur noch nebenher gelesen, weil einzig und allein, wäre es zu eintönig geworden. Die wenigen Highlights reißen das Ruder nicht rum. Daher habe ich zehn Tage an dieser Lektüre verbracht.

Wer einfach mal auf dem Klo sitzt und statt einer Zeitung eine Geschichte lesen will, wird mit dem Buch viel Freude haben. Ansonsten kann ich nur sagen, lasst die Finger davon.

===Bewertung===
Von mir bekommt das Buch zwei Sterne. Diese gibt es für meine beiden Lachgeschichten von Kästner und Breinholst. Der Rest verdient leider keiner Sterne. Ein Buch, welches man definitiv nicht lesen muss.


   
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