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Anita Hintz - Galgenwald - Das Mädchen vom Waldrand



===Buchdaten===
Autor: Anita Hintz
Titel: Galgenwald – Das Mädchen vom Waldrand
Verlag: BoD
Erschienen: 2010
ISBN-13: 978-3839180884
Seiten: 154
Einband: Taschenbuch
Kosten: 9,90€
Genre: Kinderbuch
Serie: Galgenwald

===Genehmigter Klappentext===
Galgenwald - Das Mädchen vom Waldrand Ausgerechnet nach Hannbach, denkt sich Carina als sie mit ihrer Mutter in das kleine abgelegene Dorf zieht das an einem unheimlichen Wald grenzt. Alle warnen vor diesem Wald. Doch Carina, wie von einer unsichtbaren Macht getrieben, hält sich immer öfter in seiner Nähe auf und begegnet dort einem geheimnisvollen Mädchen. In der Schule lernt sie einen Jungen kennen.Jan, - den Carina ziemlich nett findet. Doch Tatjana, ein Mädchen aus ihrer Klasse betrachtet Jan als ihr Eigentum und droht ihr. Schon bald muss sich Carina fragen wie gefährlich Tatjana wirklich ist.Und was hat es mit dem Mädchen vom Waldrand auf sich? Was hat sie vor? Gruselbuch für Jugendliche

===Meine Meinung===
Der vorliegende Band ist der erste Teil der Galgenwald-Reihe von Anita Hintz. Das Cover dieses Buches ist recht düster gestaltet und wirkt durch das bleiche Gesicht richtig gespenstisch. Ein Blick auf den Klappentext und mir fiel sofort „Fearstreet“ ein.

Carina, welche neu in die Stadt zieht und feststellen muss, dass es mit dem naheliegenden Wald etwas geheimnisvolles auf sich hat. Aber nicht nur der Wald ist unheimlich, sondern auch von Tatjana, ihrer Nachbarin und Mitschülerin, geht eine tödliche Gefahr aus.

Der Galgenwald ist eine neue Reihe voller Spannung und Gruselfaktoren. Daher fand ich den Einstieg seitens der Autorin gut gewählt. Gleich zu Beginn des Buches wurde mir als Leser beschrieben, wie der Wald zu seinem Namen gekommen ist. Der dort gewählte Schreibstil ist kindgerecht und steckt voller Details. Für mich persönlich plätscherte diese Einführung jedoch etwas dahin. Einerseits ist diese Vorgeschichte wichtig, um die Angst vor diesem Wald zu verstehen, aber ich fühlte mich nicht gepackt. Am Ende dieser Vorgeschichte hatte ich schon Bedenken, ob meine Einschätzung mit „Fearstreet“ gerechtfertigt sei.

Während die Einführung noch etwas lasch beginnt, geht es in der Hauptgeschichte rasant los. Mir wurde eine lebendige Protagonistin vorgestellt, die mit ihrer Mutter von der Großstadt in ein kleines Dorf zieht. Die komplette Situation wird von Anita Hintz total lebendig vermittelt. Mit jeder weiteren Seite baut die Autorin mehr Spannung ein. Dabei klingt nichts gekünstelt oder erfunden. Ich konnte mir genau vorstellen, wie es sich anfühlt, wenn man in eine neue Klasse kommt und einen so schlechten Start hat. Vom ersten Moment an war mir die Protagonistin sympathisch. Ich entwickelte durch die bekannten Details ein Bild von einer 14-jährigen Schülerin. Die Überraschung, als mir im Verlauf des Buches mitgeteilt wurde, das Carina schon 17 ist, war groß. Mein Bild von Carina zerbrach vor meinen Augen. Diese gruselige Spannung, die sich bis zu diesem Zeitpunkt aufgebaut hatte, passte genau in meine Vorstellung vom Leseinteresse 10-15-jähriger. Auf der anderen Seite passte das neue Alter besser zu der zweiten Handlung mit Tatjana. Im Grunde besteht das Buch aus einem Mix zwischen „Fearstreet“ und „Gänsehaut“. Mir persönlich gefällt diese Mischung. Wobei ich es besser gefunden hätte, wenn das anfängliche Bild bis zum Ende bestehen geblieben wäre.

Ansonsten ist das Buch durch seine zwei verwebten Geschichten, viele Höhepunkte bis zum Schluss spannend. Anita Hintz gelingt es ähnlich wie R.L.Stine den Leser zu verwirren. Ständig kam die Frage auf, ob meine Vermutung richtig liegt oder aber eine typische Wendung wie bei „Fearstreet“ den Schluss komplett verändern würde. Dadurch konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen. Der Schluss selbst ist spannend, kindgerecht und hat mich durch die eingebaute Auflösung überzeugt.

Das Buch eignet sich in meinen Augen für Leser ab 10 Jahren, da der Text einfach gehalten ist und die vorhandene Gewalt kindgerecht gehalten ist. Mein 7-jähriger Stiefsohn war von der Geschichte begeistert. Das zeigt, dass nicht nur ich außerhalb der Zielgruppe, sondern auch die eigentliche Zielgruppe angesprochen wird.

Empfehlen kann ich das Buch jedem, der schon alle Bände von „Fearstreet“ oder „Gänsehaut“ gelesen hat. Für mich ist Galgenwald eine gute Konkurrenz für den etablierten R.L.Stine. Und der zweite Teil ist auch schon bald erhältlich. Man darf gespannt sein, wie die enthaltene Leseprobe weitergeht.

===Bewertung===
Anita Hintz ist mit dem ersten Teil der Galgenwald-Reihe ein fast perfekter Start gelungen. Spannung, Gruselfaktor, eine sympathische Protagonistin und ein authentischer Schauplatz bieten eine ernsthafte Alternative gegenüber Büchern der Fearstreet-Reihe. Lediglich das Alter der Protagonistin sorgt für einen Punktabzug, sodass der erste Band vier Sterne erhält.

===Leseprobe===

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