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Barbara Schinko - Rabenfeder

===Buchdaten===
Autor: Barbara Schinko
Titel: Rabenfeder
Verlag: Arcanum
Erschienen: 10/2010
ISBN-13: 978-3-939139-42-3
Seiten: 63
Einband: Heftroman
Kosten: 4,95€
Genre: Fantasy
Serie: Weltenwanderer Bd. 12

===Autor/in===
Geboren 1980 in Linz/Österreich, schreibt seit ihrem zehnten Lebensjahr und kann auf mehrere Veröffentlichungen in Zeitschriften und Anthologien verweisen. In der wirklichen Welt ist sie nach Abschluss eines Wirtschaftsstudiums im Finanzbereich tätig.

"Rabenfeder", ihr erster Roman, erschien 2010 im Arcanum Fantasy Verlag (www.arcanum-fantasy-verlag.de). Anfang März 2011 folgt im Dieter Frieß Verlag (www.dieter-friess-verlag.de)ihr erstes Kinderbuch mit dem Titel "Eine Insel nur für Patti-Lee". (Quelle: Schreiblust Verlag)

===Weltenwanderer-Reihe===
Die Reihe Weltenwanderer ist keine übliche Fantasy-Reihe eines Autors, sondern setzt sich aus verschiedenen Fantasy-Geschichten zusammen. Jede Geschichte stammt aus einer anderen Feder. Somit haben weder Figuren, Orte noch Situationen mit einem anderen Werk etwas zu tun. Alle Werke stammen aus einem Wettbewerb und werden nun nacheinander veröffentlicht.

===Klappentext===
Mit dem Schattenspieler Calvin und der Zauberin Juwel flieht Maradita aus der Stadt. Bei den Rabenbrüdern, den Herrschern der Jahrmärkte, findet sie Zuflucht; doch wird Rabe sie vor dem Unheil beschützen, das ihr dicht auf den Fersen ist? …

===Meine Meinung===
„Rabenfeder“ ist der 12. Band aus der Weltenwanderer-Reihe und stammt aus der Feder von Barbara Schinko. Es handelt sich hierbei um Geschichten verschiedener Autoren, die bei einem Wettbewerb ausgewählt wurden. Nachdem ich den 14. Teil kannte, war ich gespannt, wie die Qualität dieser Autorin sein würde, da mir Barbara Schinko bis dato kein Begriff war.

Der 12. Band entführt mich in die Welt der 12jährigen Maradita. Ständig wird sie von ihrem Onkel geschlagen und am liebsten möchte sie bei Calvin, dem Schattenspieler, bleiben. Lange muss sie darauf nicht warten. An diesem Abend wird im Ort die Leiche eines Mannes gefunden. Feen sollen ihn getötet haben. Als Calvin und Maradita sich näher mit diesem Mann beschäftigen, bestätigt sich dieser Verdacht, denn sein Schatten fehlt. Und wie jeder weiß, ernähren sich Feen von Schatten. Sie machen ihre Opfer nackt. Zusammen mit Calvin und seiner Freundin, der Zauberin Juwel, flüchtet Maradita und findet Unterschlupf bei den Rabenbrüdern, den Herrschern der Jahrmärkte. Doch sie sind nicht allein, denn der Schattenfresser ist ihnen gefolgt. Ist es die alte Dame, die Maradita trifft, oder jemand aus ihrer Nähe? Sie muss es herausfinden, bevor alle ihre Schatten verlieren und sterben müssen.

Einmal angefangen, konnte ich mit diesem Heftroman nicht mehr aufhören. In der Regel denkt man bei dem Begriff „Heftroman“ an billigen Schund. Dieser Verlag beweist jedoch das Gegenteil. Wie schon zuvor „Zwischen den Toren“ ist auch „Rabenfeder“ ein Fantasy-Kurzroman auf höchstem Niveau.
Bildhaft führt mich Barbara Schinko in das Leben von Maradita ein. Ihre Situation, ihre Freunde, ihr Aussehen, alles wird liebevoll in vielen kleinen Details verpackt. Das Kopfkino beginnt hier wie von alleine. Schon nach wenigen Sätzen hatte ich Maradita in mein Herz geschlossen. Liebenswert, frech und irgendwie zerbrechlich. Die Welt um sie herum erinnert anfänglich gar nicht an einen Fantasy-Roman, sondern eher ans Mittelalter. Fahrende Jahrmärkte, die von Pferden gezogen werden; die käufliche Medizin, die Straßen und die Kleidung sprachen dafür. Umso überraschter war ich, als die Autorin plötzlich Feen einbaute. Dazu noch Feen, die sich von Schatten ernähren. Ich dachte immer, Feen sind süß und klein, so wie Tinkerbell. Ungewöhnlich, aber damit hatte mich Barbara Schinko gepackt. Die dort aufgebaute Spannung baut sie mit jeder Seite aus. Es werden neue, unheimliche, rätselhafte Figuren eingebaut, überraschende Wendungen und genügend Schreckmomente. Langweilig wurde es mir an keiner Stelle.

Viele werden denken, 63 Seiten, wie kann ein Autor da genügend Details einbauen. Für eine Kurzgeschichte ist es zu lang, aber ein richtiger Roman ist es auch noch nicht. Was manche bekannte Autoren wie zum Beispiel Wolfgang Hohlbein auf 800 Seiten nicht schaffen, dass schafft Barbara Schinko auf 63. Ihre Geschichte ist fesselnd, spannend, lustig, sympathisch und von der ersten bis zur letzten Seite logisch. Sie beschränkt sich bei ihrem Werk auf das Wesentliche. Unnötige Details, langatmige Erklärungen oder Beschreibungen fehlen gänzlich. Knackig und ohne Umwege, so würde ich dieses Werk bezeichnen.

Wen das Wort „Heftroman“ abschreckt, sollte hier einmal über seinen Schatten springen, denn nicht auf die Hülle, sondern auch den Inhalt kommt es an. Diese schlichte Verpackung beinhaltet ein gelungenes Fantasy-Abenteuer, welches ich gerne empfehlen werde. Selbst jüngeren Lesern ab 12 Jahren würde ich dieses Werk ans Herz legen. Es ist leicht verständlich, spannend, die Protagonistin ist selbst ein Kind und genau diesem Alter passt sich die Spannung an. Eltern können „Rabenfeder“ ohne Bedenken ihrem Kind zu lesen geben. Für jung und alt ein wahres Lesevergnügen.

===Bewertung===
Auf den ersten Blick schlicht, nach den ersten Seiten lebendig und farbenfroh. Voller liebevoller Details, sympathischer Charaktere und spannender sowie witziger Situationen ist die Geschichte von Barbara Schinko. 

===Von der Autorin genehmigte Leseprobe===
»Wer bist du?«, flüsterte sie. »Du bist nicht er.«
Calvin verzog das Gesicht zu einem breiten Grinsen. Feuerrotes Haar spross aus seiner Glatze und seinen Wangen, eine rote Mähne, ein Bart – und zugleich bückte er sich und begann zu schrumpfen. Rotes Fell bedeckte jetzt sein Kinn, sein Hemd, seine Hose; und seine Hände wurden zu Pfoten, seine Füße ebenfalls. Alles ging so schnell, dass es Maradita kaum fassen konnte. Erschrocken riss sie die Arme hoch, als der Fuchs auf sie zu- und über sie hinwegsprang und mit einem mächtigen Satz in der Dämmerung verschwand.

Kommentare

  1. Ich hab das Heftlein heute auch beendet und mir hat die Geschichte ebenfalls sehr gut gefallen, lediglich das Ende fand ich etwas hektisch.

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