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Wolfgang Hohlbein - Die Zauberin von Märchenmond

===Buchdaten===
Autor: Wolfgang und Heike Hohlbein
Titel: Die Zauberin von Märchenmond
Verlag: Ueberreuter
Erschienen: 2006
ISBN-13: 978-3800054725
Seiten: 863
Einband: HC
Kosten: 14,95€
Genre: Fantasy Jugendbuch
Serie: Märchenmond
===Zitierter Klappentext===
Ausgerechnet im langweiligen Crailsfelden muss Rebekka mit ihren Eltern Urlaub machen. Aber dann öffnet sie in einem alten verfallenen Haus eine Tür - und gerät in eine magische Welt: Märchenmond. Doch das Reich der Träume und Legenden hat sich verändert. Überall herrschen Düsternis und Verfall; Gorywynn, die gläserne Hauptstadt, scheint ausgestorben. Bei ihrer verzweifelten Suche nach dem Rückweg trifft Rebekka auf den Gräuel, ein geheimnisvolles Zwergenwesen, der eine schreckliche Nachricht für sie hat: Der Untergang Märchenmonds steht bevor - und nur sie kann es retten!“

===Meine Meinung===
Nachdem ich gerade alle Teile der Märchenmond Trilogie gelesen habe, wollte ich die Jahre später erschienene Fortsetzung „Die Zauberin von Märchenmond“ lesen. Zwar waren die Kritiken bei Amazon sehr gemischt, aber da mich Märchenmond vorher schon begeistert hat, wollte ich unbedingt auch dieses Buch lesen.

Als ich den Klappentext gelesen hatte, war mein erster Gedanke – Wo ist Kim?! In allen anderen Teilen war Kim der Held von Märchenmond. Rebekka sagte mir zwar etwas, schließlich war sie seine Schwester und er ging sie in Märchenmond retten, aber wie passt Rebekka in dieses Konzept. Also ging ich davon aus, dass ich nun die Geschichte, wie Rebekka damals in Gefangenschaft geriet, gelesen würde. Sozusagen die Vorgeschichte zu der Märchenmond Trilogie. Doch bis auf den Namen und der Tatsache, dass sie Märchenmond irgendwoher kennt, war nichts zu erfahren. Ständig suchte ich die Verbindung zu den alten Teilen.

Rebekka ist mit ihren Eltern auf dem Lande. Dort verbringen sie ihre Ferien. Als sie mit ihren neuen Freunden in ein baufällig Haus geht, gerät sie über den dortigen Keller in das Land von Märchenmond. Ihr einziger Gedanke ist, wie sie zurückkommen soll. Dabei stellt sie fest, dass das neue Märchenmond mit dem, was sie aus Erzählungen kennt, gar nichts zu tun hat. Auf ihrer Reise nach Hause muss sie nicht nur viele Gefahren meistern, sonder bekommt noch Hilfe von zahlreichen Freunden.

Ich habe als Leser Ähnlichkeiten in der Situation und einigen Schauplätzen gefunden, aber das war es auch schon. Keine bekannten Gesichter kommen in der Handlung vor. Das Schlimme aber ist, dass der Wolfgang Hohlbein bei diesem Teil völlig gesichtslose Charaktere verwendet. Weder Rebekka noch ihre treuen Begleiter wurde so detailliert beschrieben, dass ich ein klares Bild vor Augen gehabt hätte. Wenn ich noch an Bröckchen denke oder an Twix, dann sehe ich sie immer noch vor meinen Augen. Hier gibt es zwar ähnliche Figuren, wie zum Beispiel ein hässliches Wesen oder eine stotternde Elfe, aber ich finde sie weder süß noch sympathisch. Es gehört einfach dazu. Auch sonst merkt man, dass Hohlbein hier eher auf die Länge, als auf Qualität gesetzt hat. Viel Spannung, viele Schauplätze und andere Dinge, aber es wirkt so künstlich in die Länge gezogen. Das fängt schon mit Kleinigkeiten an. Ständig wird sich ausgiebig über Nichtigkeiten gestritten. Jeder streitet mit jedem. Danach kommt wieder eine rasante Fluchtphase und kaum sind sie halbwegs sicher, da wird wieder gestritten. Stirbt mal eine der Personen oder wird schwer verletzt, kann Rebekka sie heilen oder ins Leben zurückholen. Auch wenn dies auf unterschiedliche Weisen funktioniert, ist der Grundton der Gleiche. Dabei baut sich doch keine Spannung auf. 500 Seiten hätten hier ausgereicht.

Den Sprachstil, den Hohlbein hier verwendet, ist sehr leicht und kindgerecht geschrieben. Wolfgang Hohlbein setzt auf viele Details. Dies hat er auch in den vorherigen Teilen schon gemacht. Dort wirkte alles passend, aber hier hatte ich das Gefühl, dass einfach nur wahllos Adjektive angefügt wurde, die einfach deplatziert wirken. Zum Beispiel: „Die Welt ist so schön.. .“ Schön – Hier erwartet man eine ganz andere Beschreibung, als schön ohne nennenswerte Beschreibung. Auch dieses Stottern wirkte am Anfang noch liebenswert, aber da nie genau geklärt wird, warum die Elfe stottert, bekommt man bei der Menge ihrer Monologe und Dialoge das Gefühl, dass hier definitiv in die Länge gezogen wird.

Ich habe mich schon nach 400 Seiten total gelangweilt und mich immer wieder gefragt, wo der alte Charme von Märchenmond geblieben ist. Früher störte mich schon teilweise die düsteren Ansätze. Hier besteht Märchenmond aus Ruinen, Kämpfen, bösen Wesen und einigen Figuren, die vielleicht niedlich wirken sollen. Da ich aber einfach wissen wollte, wie es ausgeht. Das Buch war schon am Anfang durch die blassen Figuren, die vielen Streitigkeiten und die flache Spannung eine Enttäuschung. Der Schluss allerdings setzte dem Ganzen die Krone auf. Keine Spannung, teilweise vorhersehbar und dann stellt sich heraus, dass nicht mal am Ende eine Verbindung zu den alten Märchenmond-Teilen besteht.

Vom Alter her, ist das Buch für Kinder ab 12 Jahren geeignet. Alle 20-30 Seiten gibt es ein neues Kapitel, sodass Kinder nicht überfordert werden. Nachdem beim letzten Märchenmond-Teil keine Kapitel verwendet wurden, war ich hier sehr erfreut, welche zu finden.

Empfehlen kann ich das Buch wirklich. Es ist leicht zu lesen, aber fast 900 Seiten ohne Spannung, ohne idyllische und liebevolle Welt, sympathische Charaktere, dass macht keinen Spaß.

===Bewertung===
Eine nette Idee die Welt von Märchenmond erneut zum Leben zu erwecken. Ohne Herz, sondern nur auf Kommerz, dass reizt nicht. So macht lesen kein Spaß. Lieblose Charaktere, unnötige Details, keine Spannung und ellenlange Streitereien, dass macht dieses Buch aus. Daher gibt es einen Stern.

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