Martin Gray - Licht am Ende der Nacht

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===Buchdaten===
Autor: Marting Gray
Titel: Licht am Ende der Nacht
Untertitel: Die Fortsetzung von 'Der Schrei nach Leben'
Verlag: Goldmann
Erschienen: 2. Auflage 1989
ISBN-13: 978-3442090822
Seiten: 318
Einband: TB
Kosten: gebraucht ab 15,19€ bei Amazon
Serie: -

===Zitierter Klappentext===
Mitten in der Nacht, im Februar 1977, habe ich das Glück wiedergefunden: Meine Frau Virginia hat ein kleines Mädchen zur Welt gebracht, Barbara. Endlich kam wieder Licht in mein dunkles Leben.

Und trotzdem, Angst schnürte mir die Kehle zu. Mein Lebensweg war zu unruhig gewesen, mein Schicksal zu dunkel, als dass ich das Glück so plötzlich annahmen konnte. Tag für Tag musste ich den dunklen Weg noch einmal zurücklegen, noch einmal musste ich die beklemmenden efühle heraufbeschwören, die mich seit dem Flammentod meiner Familie im Oktober 1970 verfolgt hatten. Alles, was ich seitdem unternommen und erlebt hatte, musste ans Tageslicht kommen.

===Meine Meinung===
Licht am Ende der Nacht“ ist die Fortsetzung des bekannten und verfilmten Werkes „Der Schrei nach Leben“. Während Martin Gray im ersten Buch über seine Erlebnisse im zweiten Weltkrieg detailliert und doch sachlich berichtet und mit dem Tod seiner eigenen Frau und Kinder im Jahre 1970 endet, sind in der Fortsetzung schon einige Jahre ins Land gezogen. Inzwischen befinden wir uns im Jahr 1977 und der Autor ist zum zweiten Mal verheiratet. Mit seiner Frau bekommt er eine neue Tochter geschenkt, die ihn jedoch nur nach und nach aus seiner trüben Gedankenwelt der letzten Jahre befreien kann.

Ich selber mag Biographien und manchmal fragte auch ich mich, wie es mit der betreffenden Person weitergegangen ist. Gerade in diesen Lesemomenten musste ich feststellen, dass es nur selten eine Fortsetzung gibt. Dies sind Schicksalsberichte oder Teilbiographien, die in sich abgeschlossen sind, aber man wissen möchte, ob die betreffende Person es geschafft hat. Nachdem ich „Der Schrei nach Leben“ zu Ende gelesen hatte, kam dieses Gefühl nicht auf. Hätte das Buch kurz nach dem zweiten Weltkrieg geendet, hätte es mich sicherlich auch noch interessiert, wie er mit all den Schicksalsschlägen, die er im zweiten Weltkrieg erlebt hat, umgeht. Da das Buch jedoch mit dem schrecklichen Tod seiner Frau und den Kindern 1970 endet, weiß jeder Leser, dass dieser Mann ein Stehaufmännchen ist und nichts mehr kommen kann, was mich fesseln könnte.

Licht am Ende der Nacht“ setzt den vorherigen Teil definitiv voraus. Schon vor wenigen Wochen hatte ich versehentlich nach diesem Werk gegriffen und schnell gemerkt, dass dies alleine nicht lesbar ist. Viele Erinnerungen basieren auf dem ersten Buch und um Martin Gray und seine Gefühlswelt besser begreifen zu können, musste ich es erstmal beiseite legen und mir den erste Teil vornehmen. Mit den genügenden Vorkenntnissen war ich schnell in dieser neuen Situation
Auch hier setzt Martin Gray auf einen sachlichen, aber trotzdem bildhaften Stil. Er versucht jedoch nichts mit Adjektiven zu beschönigen oder zu verlängern. Trotzdem er sich an den bekannten Stil hält, konnte er mich mit dieser Fortsetzung nicht fesseln. Viele Rückblenden, viele noch unbekannte Erlebnisse, aber in meinen Augen ist nichts wirklich interessant. Schon nach rund 100 Seiten hatte ich keine große Lust mehr weiter zu lesen. Mit einem bestimmten Hintergrund, wie zum Beispiel aktuelle Krankheit oder Drogensucht, oder als Zeitzeuge einer bestimmte Epoche, kann man mich überzeugen. Allerdings war Martin Gray in dieser Fortsetzung weder das eine, noch das andere. Zwar ist seine Vergangenheit stets präsent, aber in diesem Buch hatte ich nicht das Gefühl etwas neues, interessantes zu erfahren. Es hätte eine x-beliebige langweilige Biographie sein können. In meinen Augen hätte er es beim ersten Teil belassen sollen.

Ich hatte oft das Gefühl, dass der Autor an seinen alten Erfolg einfach anknüpfen wollte, um vielleicht noch mehr Geld für die Stiftung seiner verstorbenen Frau zu sammeln. Für mich ist die Nachfolge nicht empfehlenswert, da es einfach nicht packen kann.

===Bewertung===
Rückblenden, Auffrischungen und ansonsten wenig interessante Erlebnisse machen diese Fortsetzung zu keinem Erfolg. 318 Seiten, die eher langatmig wirken, obwohl der Stil wirklich leicht zu lesen ist. Ein guter Stil kann keinen langweiligen Inhalt retten. Daher zwei Sterne.

  
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