Brüggemann, Jens: Beruf Fotograf


==Vom Hobby-Fotograf zum absoluten Profi==

===Einleitung===
Heute möchte ich euch ein Buch vorstellen, welches ich über Blogdeinbuch.de zur Rezension erhalten habe. Es handelt sich um ein Sachbuch, welches den Beruf Fotograf von allen Seite beleuchten soll. Zudem soll es zahlreiche Hilfestellung enthalten, die einem Hobby-Fotografen den Einstieg in den Beruf erleichtern sollen. Wie mir das Buch gefallen hat, lest selbst.

===Buchdaten===
Autor: Jens Brüggemann
Titel: Beruf Fotograf
Verlag: mitp
Erschienen: 2011
ISBN-10: 3826691261
ISBN-13: 9783826691263
Seiten: 232
Einband: TB
Kosten: 29,95€
Serie: -

===Zitierter Klappentext===
Spielen Sie mit dem Gedanken, Ihr Hobby Fotografie zum Beruf zu machen? Der Profi-Fotograf Jens Brüggemann zeigt die verschiedenen Wege in die Berufsfotografie und gibt unzählige Praxistipps zur Selbstständigkeit als Fotograf. Mit dem nötigen Wissen zur Ausrüstung, Werbung, zum Fotorecht und mit den Steuer-Infos sowie den Erfahrungsberichten anderer Fotografen kommen Sie Ihrem Traum einen großen Schritt näher.

===Inhaltsübersicht===
  1. Fotografen-Klischees und die Wirklichkeit

  2. Fotografische Eignung sowie sachliche und monetäre Voraussetzungen für den Beruf Fotograf

  3. Verschiedene Wege in die Berufsfotografie: Praktika und Assistenzen, klassische Ausbildung, Studium, Private Fotoschulen und der Quereinstieg

  4. Hilfe bei der Positionierung und Zielsetzung als Fotograf

  5. Eigenes Studio versus Mietstudio

  6. Nötige Investition in Equipment und Datensicherung

  7. Behördengänge und Berufsverbände

  8. Erfolgversprechende Werbemaßnahmen: Von der Visitenkarte bis zur Gestaltung des Schaufensters oder der Internetpräsenz

  9. Basiswissen Fotorecht mit Musterverträgen

  10. Tipps zur Auftragsabwicklung vom Angebot über die Preiskalkulation bis zum Mahnwesen

  11. Steuerinfos für Selbstständige

  12. Wertvolle Erfahrungsberichte von Berufsfotografen aus den unterschiedlichsten Fotobereichen


===Meine Meinung===
Fast jeder Mensch besitzt eine Kamera und viele bezeichnen sich als Hobby-Fotografen. Da kommt gerne mal die Frage auf, warum macht man sein Hobby nicht zum Beruf. Genau an dieser Stelle setzt das Buch an. Es klärt den Interessenten genau über den Beruf Fotograf auf und erklärt, wie es mit der Selbstständigkeit aussieht.

Auf den ersten Blick erkennt sogar der Laie, dass Jens Brüggemann vom Fach ist und sein Handwerk versteht. Optisch sehr schön gestaltet, mit zahlreichen Fotografien, ist das Buch ein absolutes Highlight und zeigt, was ein Fotograf wirklich können muss, um sein Hobby zum Beruf zu machen. Die ausgewählten Fotos sind wirklich anschaulich und gelungen. Allerdings dominieren deutlich die weiblichen Motive, was nicht unbedingt jeden Leser anspricht, aber zu diesem Beruf dazugehört.

Diese Liebe zum Detail findet sich leider in den einzelnen Kapiteln nicht unbedingt im Text wieder. Zwar wird deutlich, dass sich der Autor in diesem Bereich als Selbstständiger auskennt, aber er hakt in meinen Augen den Sprung in die Selbstständigkeit zu oberflächlich ab. Auf grundlegende Aspekte geht er nur minimalistisch ein und Problematiken werden in meinen Augen verharmlost. Es ist eben die Sichtweise eines Fotografen, der es in seinem Beruf zu etwas gebracht hat. Die Informationen bringt er sachlich und verständlich rüber, aber lässt Tipps, Tricks und Kniffe, die er in seinen Berufsjahren gesammelt hat, einfach unter den Tisch fallen. Und genau solche Tipps und Tricks gehören in meinen Augen in ein solches Werk. Zudem hätte es mir gefallen, wenn er einfach mal aufgezeigt hätte, was ein wirklich guter Fotograf können muss und wie er sich von einem Hobby-Fotografen unterscheidet. Wer findet seine Fotos selbst nicht immer gelungen. Ansonsten weiß der Leser jedoch im Groben, wie er am Besten den Weg als Fotograf einschlägt, welche Behördengänge notwendig sind, wie Preise kalkuliert werden, Verträge auszusehen haben, wie es mit den Steuern funktioniert oder wie eine Mahnung sein muss. Zudem gibt es einige Erfahrungen aus dem Alltag eines Fotografen.

Im Großen und Ganzen ist dies ein sachliches, aber sehr einseitiges Buch, dem einfach praktische Hilfestellungen fehlen. Die trockene Materie allein macht kein gutes Buch aus. Zudem hätte ich mir einige Kniffe aus erster Hand gewünscht, wie man sich Aufträge sichert, gute Motive findet oder sogar einige Hilfestellungen, um das perfekte Bild zu knipsen. Aus diesem Grund denke ich, dass das Werk mit mehr Seiten tiefgehender gewesen wäre. So bleiben am Ende noch einige Fragezeichen stehen. Auf 232 Seiten kann einfach nicht alles detailliert erklärt werden. Es bleibt immer etwas unausgesprochen.

Trotzdem finde ich die Idee ,ein solches anschauliches Werk auf den Markt zu bringen, sehr gut. Aus diesem Grund kann ich das Buch empfehlen. Es richtet sich jedoch eher an die Leute, die den Entschluss zur Selbstständigkeit schon gefasst haben, und wissen möchten, wie sie ihren Traumberuf in die Tat umsetzen können. Aufklärung über den Beruf an sich ist hier genauso dürftig, wie wirklich gute Hilfestellungen.

===Bewertung===

Jens Brüggemann ist mit dem Buch „Beruf Fotograf“ ein Werk gelungen, dass sein Können in den schillerndsten Fotos darstellt und oberflächlich erklärt, wie man selbst diesen Beruf ergreifen kann. Fehlende Hilfestellungen und eine schlechte Aufklärung über den Beruf an sich, sorgen für zwei Sterne.

===Leseprobe oder Zitat zum Einblick in den Stil===

Wer einen Blick in das Buch werfen will, kann dies tun:



© Sarahs Bücherwelt für diverse Seiten, den 26.08.2011


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