Haderer, Georg - Der bessere Mensch

==Der perfekte Mensch==



===Einleitung===
Heute möchte ich euch einen Krimi vorstellen, welcher zur Schäfer-Krimi-Reihe gehört und damit der dritte Band ist. Nachdem ich den zweiten Teil sehr interessant und spannend empfand, wollte ich nicht verpassen, wie es weitergeht. Ob dieser neue Teil mithalten kann.... Lest selbst.

===Buchdaten===
Autor: Georg Haderer
Titel: Der bessere Mensch
Verlag: Haymon
Erschienen: 2011
ISBN-10: 3852186315
ISBN-13: 9783852186313
Seiten: 328
Einband: HC
Kosten: 19,90€
Serie: Schäfer-Krimi Band 3

===Schäfer-Reihe bisher===
  1. Schäfers Qualen
  2. Ohnmachtsspiele
  3. Der bessere Mensch

===Zitierter Klappentext===
Schäfer ist zurück und er ist besser gelaunt denn je. Schließlich war der Polizeimajor in seinem letzten Fall dem Wahnsinn wesentlich näher als der Aufklärung der Morde. Der Pharmaindustrie sei Dank geht es ihm nun bestens. Fast zu gut, findet Assistent Bergmann, als sich sein Chef pillengestärkt und manisch rechthaberisch in die Ermittlungen stürzt: Ein Nationalrat im Ruhestand liegt tot in seinem Arbeitszimmer. Von seinem Kopf ist nicht mehr viel übrig, nachdem der Täter ihn mit Phosphorsäure übergossen hat. Die DNA-Spur allerdings führt zu einem Verbrecher, der seit fünfzehn Jahren tot ist. Wenig später wird ein türkisches Mädchen mit einem Messer in der Brust in der elterlichen Wohnung gefunden. In heiligem Zorn auf den tyrannischen Vater übt Schäfer Selbstjustiz und wird geradewegs nach Salzburg strafversetzt, wo der Fall eine so bizarre wie dramatische Wendung erfährt
Konsequent entwickelt Georg Haderer in Der bessere Mensch den Charakter seines liebenswert eigenwilligen Ermittlers weiter und erschließt eine neue Ebene der kriminalliterarischen Kunst furios, komisch und berauschend in jeder Beziehung.

===Meine Meinung===
Der Titel „Der bessere Mensch“ ist der dritte Teil einer Krimi-Reihe rund um den Kommissar Schäfer. In seinem letzten Fall, der erst harmlos anfing, musste Schäfer sich um einen Serienmörder der besonderen Art kümmern.

Endlich ist Schäfer wieder zurück und dank einiger Pillen ist er auch wieder einsatzfähig, was nach seinem letzten Fall eher schlecht aussah. Für Schäfer geht es auch gleich zur Sache. Ein bekannter Pensionär wird tot in seinem Arbeitszimmer aufgefunden. Selbstmord kann er hier ausschließen, denn wer übergießt seinen Kopf freiwillig mit Säure. Sein potentieller Mörder ist jedoch schon seit einigen Jahren verstorben, was Schäfer vor ein gewaltiges Rätsel stellt. Doch damit nicht genug. Eine weitere Leiche, ein junges Mädchen, wird mit einem Messer tot aufgefunden. Für Schäfer ist diese Leiche zu viel und er begeht Selbstjustiz am vermeintlichen Täter. Diese Aktion führt weitreichende Konsequenzen mit sich, die Schäfer anfänglich nicht überblicken kann. Aber Schäfer wäre nicht Schäfer, wenn er daraus nicht das Beste machen würde und ihn sämtliche Komplikationen nicht noch mehr anspornen würden.

Da mir Schäfer schon ein bekannter Protagonist aus seinem vorherigen Fall war, dauerte es nur wenige Seiten bis ich wieder in dieser Figur steckte. Wer Schäfer nicht kennt, wird einige Seiten mehr brauchen, aber durch die gelungene Auffrischung und die zusätzlichen Details kann es gar nicht lange dauern, bis man sich in diesen Charaktere hineinversetzen kann. Anfänglich empfand ich den „neuen“ Schäfer jedoch etwas befremdlich, da er auf den ersten Blick durch seinen letzten Fall doch etwas aus der Bahn geworfen wurde. Nichtsdestotrotz sind seine Handlungen und Gedanken nachvollziehbar und werden später sogar wieder sympathischer.

Auch der neue Fall hat es in sich. Spannend, mitreißend und detailliert, wird der Leser an das Mordopfer und die gesamte Situation herangeführt. Wer nach dem Klappentext Angst bekommt, dass es vielleicht zu detailliert und damit nichts für schwache Nerven ist, kann hiermit beruhigt werden. Zwar verwendet Georg Haderer einen sehr bildhaften, lebendigen und authentischen Stil, trotzdem achtet er darauf, dass es nicht zu brutal und blutrünstig zugeht. Leichen werden nicht bis ins blutigste Detail beschrieben. Vieles erahnt man, anderes liest man und zusammen bekommt man einen guten Überblick des Tatortes.
Durch immer neue Wendungen, Indizien und Verbindungen kommt beim Lesen kaum Langeweile auf. Man versucht als Leser mitzuraten wie alles zusammenhängt und wird erst am Schluss durch einen absolut packenden Schluss auf die richtige Fährte gelenkt. Dieser ist logisch, lässt keine Fragen offen und passt zur eigentlichen Reihe. Was will man also mehr von einem Krimi.

Während mich im letzten Buch noch die langatmigen Passagen rund um die Personalisierung des Morddezernates gestört haben, kann ich hier nicht sagen, dass mich auch nur ein Punkt, wie zum Beispiel die Selbstjustiz, der Pillenkonsum oder ähnliches gestört haben. Es passte alles perfekt hinein und nahm dem Krimi an keiner Stelle die Spannung. Diesmal hat es der Autor rundum geschafft mich mit seinem Werk zu überzeugen. Daher kann ich es ohne Einschränkung empfehlen.

===Bewertung===

Der dritte Fall von Georg Haderer in der Schäfer-Reihe besticht durch absolute Spannung, einmalige Kriminalentwicklungen und durch authentische Charaktere. Er lässt den Leser bis zum Schluss im Dunkeln tappen und bekommt dafür fünf Sterne.


===Leseprobe oder Zitat zum Einblick in den Stil===

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