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Hohlbein, Wolfgang: Die Druiden von Stonehenge


==Neues von Robin Hood==



===Einleitung===
Nachdem ich vor einigen Tagen zufällig über eine Rezension zum Buch „Die Druiden von Stonehenge“ gestoßen bin, war ich so neugierig auf den letzten Teil dieser Trilogie geworden, dass ich ihn gestern gleich lesen musste. Wie er mir als Quereinsteiger gefallen hat, lest selbst....

===Buchdaten===
Autor: Wolfgang Hohlbein
Titel: Die Druiden von Stonehenge
Verlag: Bastei Lübbe
Erschienen: 1995
ISBN-10: 3404186079
ISBN-13: 9783404186075
Seiten: 236
Einband: HC
Alter: ab 10
Kosten: gebraucht ab 3,95€ bei Amazon
Serie: Kevin von Locksley Bd. 3

===Autor/in===
Wolfgang Hohlbein, 1953 in Weimar geboren, ist der meistgelesene und erfolgreichste deutschsprachige Fantasy-Autor. Seine Bücher decken die ganze Palette der Unterhaltungsliteratur ab - von Kinder- und Jugendbüchern über Romane und Drehbücher zu Filmen, von Fantasy über Sciencefiction bis hin zum Horror. Der Durchbruch gelang ihm 1982 mit dem Jugendbuch "Märchenmond", für das er mit dem Fantastik-Preis der Stadt Wetzlar ausgezeichnet wurde. 1993 schaffte er mit seinem phantastischen Thriller "Das Druidentor" im Hardcover für Erwachsene den Sprung auf die Spiegel-Bestsellerliste. Die Auflagen seiner Bücher gehen in die Millionen und immer noch wird seine Fangemeinde Tag für Tag größer. Der passionierte Motoradfahrer und Zinnfigurensammler lebt zusammen mit seiner Frau und Co-Autorin Heike, seinen Kindern und zahlreichen Hunden und Katzen am Niederrhein. (Quelle: Amazon.de)

***Weitere Werke***
  • Dreizehn

  • Magog

  • Teufelsloch


===Die eigentliche Trilogie===
1: Kevin von Locksley
2: Der Ritter von Alexandria
3: Die Druiden von Stonehenge
4: Der Weg nach Thule

===Zitierter Klappentext===
Zurückgekehrt von aufregenden Abenteuern im Heiligen Land, wo es ihm gelungen war, König Richard Löwenherz vor den finsteren Ränken zweier Magier zu warnen, befindet sich Kevin von Locksley wieder in England. Hier will er, begleitet von den getreuen Will und Arnulf, seinen Bruder Robin in Sherwood Forest treffen. Der Weg dorthin führt jedoch durch ausgedehnte Wälder, in denen nicht nur räuberische Banditen ihr Unwesen treiben. Deutlich spürt Kevin die Anwesenheit von etwas weitaus Bedrohlicherem. Und bald muß er feststellen, daß sein Kampf gegen die dunklen Mächte noch lange nicht zu Ende ist...

===Meine Meinung===
Wolfgang Hohlbein ist ein Autor, der mich immer wieder aufregt. Manche seiner Werke sind so genial, dass man sie gar nicht mehr aus der Hand legen mag, viele andere Werke sind jedoch deutlich nur auf schnelles Geld aus. Vor jedem neuen Werk, welches ich aus seiner Feder lese, hoffe ich, dass es diesmal zu der ersten Kategorie gehört.

Die Druiden von Stonehenge“ ist ein Kinderbuch und eine Trilogie, zu der ich lediglich den dritten Teil besitze. Seine Kinderbücher können mich meist überzeugen, aber den letzten Teil einer Trilogie zu lesen, ist so eine Sache.

Kevin ist mit Arnulf und Will auf dem Weg zu Robin Hood in den Sherwood Forest. Er ist gerade auf dem Rückweg vom Heiligen Land, wo er König Löwenherz vor einer bösen Intrige gerettet, und so manches Abenteuer mit den Tempelrittern bestanden hat. Kaum in England angekommen, muss er sich jedoch im Verborgenen bewegen, damit ihn niemand erkennt. So beschließt die Gruppe den unwegsamen und längeren Weg durch den Wald zu nehmen, als ihnen zufällig Astred, ein armer Bauer über den Weg läuft. Dieser wird von Borg, einem angeblichen Helfer Robin Hoods gejagt. Obwohl ihm keiner glaubt, das Robin Hood nun unter die Bösen gegangen ist, kann Kevin nicht anders und rettet Astred vor dem sicheren Tod. Ihr weiterer Weg führt sie in das Dorf, in dem Astred wohnt. Dort wollen sie die Nacht verbringen, stoßen jedoch auf Ablehnung. Wenig später erfährt Kevin auch den Grund dafür. Darkon ist ihm auf den Fersen und setzt als Druide alle Mittel in Bewegung ihn in seine Fänge zu bekommen.

Der Einstieg als Quereinstieg hatte ich mir bei diesem Werk schwerer vorgestellt. In groben Zügen bekommt der Leser die wichtigen Einblicke in die vorherigen Teile und ist somit zumindest im Wesentlichen informiert. Diese wenigen Hinweise stören Altleser nicht, machen Quereinsteiger aber auf die vorherigen Bände neugierig. Nach wenigen Seiten ist man in dem aktuellen Abenteuer involviert. Wolfgang Hohlbein gelingt es authentisch den Leser die damalige Zeit zu vermitteln. Tempelritter, Schurken, düstere Wälder - ich konnte alles direkt vor meinem inneren Auge sehen. Lediglich mit dem Protagonisten Kevon hatte ich so meine Schwierigkeiten. Zwar wird die Hauptfigur ausführlich beschrieben, aber ein Bild entstand nicht direkt. Das tut jedoch der Geschichte nichts. Schließlich ist Kevin eh ein Protagonist mit dem ich mich nicht unbedingt identifizieren konnte. Hilfsbereit, aber leicht naiv, wie er erscheint, ist er kein Vergleich zu Robin Hood.

Beim Lesen wird schnell deutlich, dass es sich eigentlich um ein Kinderbuch handelt. Eine recht große Schrift, wunderschöne schwarz-weiß Zeichnungen und ein kindgerechter Stil sprechen für sich. Lediglich die Kapitel fand ich als Elternteil für ein Kinderbuch etwas zu lang. Als Kind legt man öfters mal eine Pause ein oder liest abends die eine oder andere Seite. Auch wenn dann die Schrift groß ist, sind teilweise 30 Seiten doch zu lang. 10Jährige, wie es die Altersempfehlung vorgibt, sind zwar ausdauernder aber verlieren auch schnell die Konzentration.
Der Inhalt selbst wird eher Jungen fesseln, da viele detaillierte Kampfszenen zu Pferd und mit dem Schwert oder anderen typischen Waffen ausgetragen werden. Spannung baut sich trotz der vielen Action nur wenig auf. Man weiß, dass dem Protagonisten nicht viel passieren wird und dadurch, wie die Kämpfe ausgehen werden. Im Vergleich zu anderen Dingen werden die Kampfszenen sehr ausgeschmückt, dass es manchmal auch zu langatmig erscheint und die Spannung dadurch minimiert wird.

Während die Seiten voranschritten, kam bei mir immer wieder die Frage auf, was dieses Abenteuer mit Druiden zu tun, wie der Titel schließlich erahnen lässt. Die Frage wird nach rund 150 Seiten endlich geklärt und das auf eine Art und Weise, die mir persönlich irgendwie Fehl am Platze erschien. Vorher geschahen nur handfeste, authentische Dinge und plötzlich baut Wolfgang Hohlbein Fantasy-Ansätze ein. Ab diesem Zeitpunkt setzt der Autor auf Spannung pur und versucht den Leser durch rasante Szenen zum Mitfiebern zu bringen. Das ist ihm auch gelungen. Selbst einen älteren Leser konnte er damit überzeugen, wobei Kinder sicherlich noch faszinierter sein werden. Der Schluss selbst passierte binnen weniger Sätze und war im Vergleich zu anderen Beschreibungen in meinen Augen arg kurz gehalten. Was mich jedoch überraschte, war die Tatsache, dass damit die angebliche Trilogie nicht abgeschlossen war. Dabei steht auf der letzten Seite im Buch extra noch einmal der Hinweis auf diese Romantrilogie. Stattdessen schließt er zwar diese Geschichte ab, baut aber neue Elemente ein, die auf einen weiteren Roman schließen lassen, wie sich ja auch bestätigt hat.

Robin Hood, auf den ich mich persönlich sehr gefreut hatte, kam leider bis zum Schluss nicht vor. Mich hat diese Tatsache enttäuscht. Ansonsten ist dieses Buch ein interessanter Jugendroman der historische Dinge mit einem Hauch Fantasy kombiniert. Egal ob einzeln oder der Reihe nach, dieses Buch lässt sich sehr gut lesen und sorgte für einen gelungenen Leseabend. Trotz kleiner Mängel, kann ich dieses Werk empfehlen.

===Bewertung===

Der dritte Band, der angekündigten Kevin von Locksley Trilogie besticht durch zahlreiche Kämpfe und einem Hauch Fantasy, wird jedoch durch blasse Charaktere, einen offenen Schluss, einem vierten Teil und extrem detaillierten Kämpfen minimal geschwächt, wodurch das Werk vier Sterne bekommt.

===Leseprobe oder Zitat zum Einblick in den Stil===

Probe zum Stil S. 29:


Kevin überlegte, ob er seine Armbrust benutzen sollte. Er war ein guter Schütze, und auf diese Distanz wäre es ihm ein leichtes, einen oder vermutlich sogar zwei der Männer aus dem Sattel zu holen, bevor die übrigen sich von ihrer Überraschung erholten. Es würde das Kräfteverhältnis entscheidend verändern, dennoch zögerte er.

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