Zimmer Bradley, Marion: Die Teufelsanbeter


==Ich bete zu Satan==



===Einleitung===
Nun möchte ich euch mein letztes Buch von Marion Zimmer Bradley vorstellen. Es hat den Titel „Die Teufelsanbeter“ und klang inhaltlich auch sehr vielversprechend. Auch dieses Werk ist einzeln oder im Sammelband erhältlich. Wie es mir gefallen hat, lest selbst.

===Buchdaten===
Autor: Marion Zimmer Bradley
Titel: Die Teufelsanbeter
Originaltitel: Dark Satanic
Verlag: Heyne
Erschienen: 1996
ISBN-10: 3453057066
ISBN-13: 9783453057067
Seiten: 180
Einband: TB
Kosten: gebraucht ab 1€ bei Ebay
Serie: -

===Autor/in===
Marion Zimmer Bradley wurde am 3.6.1930 in Albany geboren und verstarb am 25.9.199 in Berkeley. Sie war eine große Schriftstellerin, die sich besonders im Fantasy-Bereich einen Namen gemacht hat.

***Weitere Werke***

  • Die Nebel von Avalon

  • Herrin der Stürme

  • Herrin der Falken



===Zitierter Klappentext===
Der Autor Jock Cannon hat bereits acht Bücher über Zauberei und Teufelskult geschrieben, als er eines Tages einen Drohbrief erhält: Sollte er sein neues Werk, "Hexerei im New York unserer Tage", veröffentlichen, wäre dies sein Todesurteil. Cannon hält dies zunächst für einen schlechten Scherz, und auch sein Verleger James Melford sieht keinen triftigen Grund, das Buch zurückzuziehen. Er ahnt nicht, daß er damit Cannons Todesurteil unterzeichnet und sich selbst in höchste Gefahr bringt!

===Meine Meinung===
Nachdem in meiner Sammlung nun ein Sci-Fi und ein mittelmäßiger Fantasy-Ansatz vorkamen, war ich überrascht, dass der dritte Band in dieser Sammlung ungekürzter Romane ein Thriller sein sollte. Marion Zimmer Bradley und das Genre Thriller passte irgendwie gar nicht zusammen. Schlimmer als die letzten beiden Versuche konnte es aber nicht werden.

Der bekannte Autor Jock Cannon will mit seinem neusten Buch über die Praktiken von Satanisten informieren und löst mit diesem Manuskript eine riesige Lawine aus. Nachdem er das Buch seinem Verleger überlassen hat, stirbt er augenscheinlich an einem Herzanfall, während Jamie, sein Verleger, regelrecht terrorisiert wird. Dieser beschließt trotz aller Warnungen das Werk zu veröffentlichen und unterschreibt damit sein Todesurteil.

Wie oben erwähnt verbinde ich Marion Zimmer Bradley mit Fantasie und eventuell auch noch mit Sci-Fi, aber ein Thriller dieser Art hätte ich nicht von ihr erwartet. Eine Sammlung verschiedener Werke bringt immer Überraschungen mit sich. Diesmal gelingt es der Autorin mit ihrem Ausflug in ein anderes Genre den Leser von der ersten bis zur letzten Seite durch Action und Nervenkitzel zu fesseln. Das was ich bei den anderen Werken, die ich in den letzten Tagen gelesen hatte, bemängelte, setzte sie hier perfekt um. Die Protagonisten wirkten zwar auch hier etwas flach und blass, aber die Story war durchaus spannend. Man merkt, dass sie sich vorab gut über das Thema übersinnliche Dinge und Sekten informiert hat. Ihr erworbenes Wissen gibt sie informativ, aber trotzdem nicht zu sachlich an den Leser weiter.

Für schwache Nerven ist dieses Werk definitiv nichts. Kadaver und anderer Psychoterror wird mehr als bildhaft beschrieben und lässt sogar erfahrene Thriller-Leser nicht unberührt. Man fiebert mit, ob es dem Verleger gelingen wird, sich aus der Schlinge zu ziehen und vor allen Dingen wer dahinter steckt. Als Viel-Leser solcher Thriller habe ich natürlich stets mitgeraten und meine Vermutungen gehabt. Trotzdem habe ich erwartet, dass ich mit diesen Ideen falsch liege und am Ende mit einer Wendung gänzlich überrascht werde. Dies ist schließlich üblich, wenn schon sehr früh zu erahnen ist, wer hinter dieser Sache steckt. In diesem Thriller war das leider nicht der Fall und darüber bin ich dann doch etwas enttäuscht. Was nützt ein spannendes Werk, wenn man schon nach wenigen Seiten die Hintergründe und die Drahtzieher kennt. Selbst wer zum ersten Mal ein solches Werk liest, wird erkennen, worauf das Buch hinausläuft.

Dazu kommt, dass der Stil alles andere als überzeugend ist. Das liegt aber nicht an Marion Zimmer Bradley, sondern an der gänzlich schlechten Übersetzung. Ich lese zwar keine Werke in der ursprünglichen Sprache, aber sonst ist der Stil der Autorin wirklich klasse. Hier fallen mir jedoch viele Wiederholungen und schlecht Übersetzte Sätze und Wörter auf. Auch die Zeiten wirken oft nicht gerade passend. Ich bin auch nicht perfekt und mache sicherlich viele Fehler was Grammatik und Rechtschreibung angeht, aber aus diesem Grund bin ich auch kein Profi, sondern Laie. Von einem Profi erwarte ich jedoch mehr. Teilweise klangen die Dialoge richtig lustig, durch die zeitlichen Fehler.

Nichtsdestotrotz ist die Geschichte mal etwas spannender und interessanter, als ihre sonstigen alten Werke. Aus diesem Grund kann ich es empfehlen.

===Bewertung===

Die Teufelsanbeter“ ist ein Thriller, der durch eine gute Story besticht, aber vorhersehbar ist. Die Übersetzung sorgt für Schmunzler und sorgt für einen dürftigen Stil. Für mich drei Sterne.

===Leseprobe oder Zitat zum Einblick in den Stil===

Zum Einblick in den Stil, ein kurzes Zitat von S. 422 (Sammelband):


Selbstverständlich nicht“, sagte er. „Er starb an einem Herzanfall, im Städtischen Krankenhaus, in Anwesenheit eines Arztes und einer Krankenschwester, sowie seiner Frau und mir. Aber es ist eine böse Koinzidenz, und ich denke, daß der Groll John Cannon gegolten haben könnte.“

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