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Dreisbach, Elisabeth: Steffa MAtt



==Folgenschwerer Sex==
 
 


===Buchdaten===
Autor:
Elisabeth Dreisbach
Titel:
Steffa Matt
Verlag:
Christliches Verlagshaus
Erschienen:
1964
ISBN-10:
3767570084
ISBN-13:
9783767570085
Seiten:
189
Einband:
HC
Kosten:
gebraucht ab 0,96€ bei Amazon.de
Serie:
-



===Zitierter Klappentext===
Steffa Matta,
die begabte und feinsinnige Tochter eines Gebirgsbauern, lernt in der
Abgeschiedenheit ihres Sennerinnendaseins einen Münchner Künstler
kennen, der die Schönheit des Kleinen Walsertals malt. Dieses Bild
soll sein Meisterwerk werden. Immer stärker wird das feine,
unverdorbene Naturkind von der Liebe zu Tobias Heidmann erfüllt.
Eines Tages verlässt er sie, kehrt nach München zurück, um von
dort aus ins Ausland zu reisen. Mit der Erkenntnis, dass sie Mutter
seines Kindes werden würde, beginnt für Steffa ein bitterer
Leidensweg. Sie wird von der eigenen Mutter verstoßen. Aber auf
wunderbare Weise wird sie mit der prächtigen Mutter Tobias
Heidemanns zusammengeführt, die ihr zu großem inneren Gewinn wird.
Frau Heidemann ist es gegeben, über Abgründe des Hasses und der
Unversöhnlichkeit Brücken der Liebe zu schlagen.


===Meine Meinung===
Bücher aus dem
„Christlichen Verlagshaus“ sind mir in der letzten Zeit besonders
positiv aufgefallen. Sie sind lehrreich und trotzdem leicht zu
verdauen. Dazu kommt, dass sie nur minimal christliche Werte
vermitteln. Für Zwischendurch ist dies genau nach meinem Geschmack,
sodass ich immer wieder gerne ältere Werke lese. Von Elisabeth
Dreisbach ist es mein zweites Werk. „Glied in der Kette“ hatte es
nicht schwer mich zu überzeugen.


In diesem Werk
begleitet der Leser die junge Steffa Matt, die als Sennerin in der
abgeschiedenen Bergwelt völlig aufgeht. Dort lernt sie Tobias kennen
und verliebt sich in den jungen Mann. Die gemeinsame Nacht bleibt
nicht ohne Folgen und neun Monate später bekommt sie einen Sohn.
Tobias hingegen ist zurück in die Stadt, und zurück zu seiner Frau.
Erst als seine Mutter ihrem unglücklichen Sohn zur Hilfe eilt,
erkennt sie, was für ein Glück er hier gefunden hatte. Die
Erkenntnis kommt jedoch zu spät.


Auf den ersten
Blick klingt der Inhalt schon vom Klappentext her ansprechend.
Genauso hatte ich mir das Buch von Elisabeth Dreisbach vorgestellt.
Realistisch und nicht immer auf Happy End ausgelegt.
Der Einstieg in
die Geschichte von Steffa Matt beginnt zu einem Zeitpunkt, wo sie
schon ihren Sohn geboren hat. An Hand von Rückblenden erfährt der
Leser nach und nach die Anfänge mit Tobias. Ihre Gefühlswelt
hingegen wird in einem kleinen Buch festgehalten. Damit kommt schon
das erste Manko auf. Es ist immer sehr schwer zu unterscheiden, was
in ihrem Tagebuch steht und was sie selbst erzählt. Ich habe solche
Wechsel lieber immer offensichtlich eingebaut, um nicht mitten beim
Lesen diesen Aha-Effekt vorzufinden.


Neben diesen Manko
ist die Geschichte, die wirklich ansprechend beginnt, schon nach rund
50 Seiten gänzlich uninteressant. Der angekündigte Leidensweg von
Steffa wird gut beschrieben, endet allerdings abrupt und traurig.
Damit habe ich nicht gerechnet und bin ehrlich gesagt davon
ausgegangen, dass dieser Weg ausführlicher beschrieben wird. Im
Anschluss ist es einfach nur enttäuschend und wirkt in die Länge
gezogen. Bis zum Schluss konnte mich das Werk nicht mehr in seinen
Bann ziehen.


Auch der Stil ist
diesmal nicht sonderlich überzeugend. Steffa Matt ist eine der
wenigen Charaktere, die ich mir vor meinem inneren Auge vorstellen
konnte. Tobias, seine Mutter oder Steffas Mutter blieben immer
verschwommen. Auch die Landschaft, die stets hervorgehoben wird,
wirkt arg blass. Gerade in einer solchen Kulisse sollte ein Autor
genügend Details einbauen, damit sich die Leser den Schauplatz
besser vorstellen können. Lediglich beim religiösen Anteil fand ich
es ansprechend, dass hier nur wenig drauf eingegangen wurde, und nur
ab und an etwas bezüglich des Ehebruchs und der Bibel gesagt wurde.
Gerade bei einem solchen Verlagshaus finde ich es immer wieder
faszinierend, wie gerne auf Ehebruch eingegangen wird. Gerade in der
damaligen Zeit, das Buch wurde ca. 1950 geschrieben, ist dieses Thema
noch recht selten gewesen.


  
Obwohl ich sonst
ältere Werke meist überraschend gut fand, konnte mich das Werk
„Steffa Matt“ nicht überzeugen. Es war weder spannend noch
wirklich bewegend. Anfänglich noch gut umgesetzt, fällt die
Handlung rapide ab. Aus diesem Grund kann ich es persönlich nicht
empfehlen, auch wenn eine so häufige Auflage für ein ansprechendes
Buch spricht. Für mich zwei Sterne.



©
Sarahs Bücherwelt für diverse
Seiten, den 3.9.11



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