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Knowles, Anne: Ich helf dir in den Sattel



==Ich leide an Muskeldystrophie==
 
 


===Buchdaten===
Autor:
Anne Knowles
Titel:
Ich helf dir in den Sattel
Originaltitel:
The Stirrup and the Ground
Verlag:
Schneider Buch
Erschienen:
1991
ISBN-10:
3505042870
ISBN-13:
9783505042874
Seiten:
155
Alter:
ab 12
Einband:
gebundene Ausgabe
Kosten:
gebraucht ab 1€
Serie:
-



===Zitierter Klappentext===
Anne Knowles
erzählt von einem verwunschenen, alten Haus in England, von einer
kleinen Ponystute und von einem Mädchen und einem Jungen, zwischen
denen eine besondere Freundschaft beginnt.


===Meine Meinung===
Ich
helfe dir in den Sattel“ ist ein Buch, welches in mehrere Sparten
passt. Pferde, Freundschaft und Mädchenbuch sind so die groben
Richtungen. Dadurch richtet sich die Lektüre eher an Mädchen ab 12
Jahren.


Der Leser
begleitet Cathy, die mit ihren Eltern auf einen alten Hof zieht, den
ihr Vater geerbt hat. Dieser Hof steht mitten in einem Wald und
eignet sich hervorragend für den landwirtschaftlichen Betrieb, den
sich ihr Vater schon seit Jahren wünscht. Nicht weit vom Wohnhaus
entfernt, wohnt Mark mit seiner Mutter. Als Cathy und er sich
kennenlernen, prallen zwei Welten aufeinander. Cathy ist völlig
gesund,während Mark an einer Muskeldystrophie leidet und im
Rollstuhl sitzt. Nach und nach bahnt sich eine tiefe Freundschaft an.
Für Cathy ist es daher nur selbstverständlich Mark zu helfen, als
dieser immer depressiver wird. Er wünscht sich laufen und frei
fühlen zu können. Beides kann er nur auf dem Rücken eines Pferdes,
aber in der näheren Umgebung ist dies nicht möglich. Kurzer Hand
beschließt die Familie für Mark ein Pferd zu kaufen. Das passende
Pferd wird gefunden, aber um es sich leisten zu können, muss Cathy
mit der vorherigen Besitzerin Freundschaft schließen. Leichter
gesagt als getan, denn nach einem Reitunfall ist das Mädchen
ebenfalls leicht behindert und drei Welten zu vereinen ist fast
unmöglich. Doch dann geschieht ein Wunder.


Der Einstieg in
das Buch beginnt mit den Umzug nach Immenhort. Der Leser erfährt die
Hintergründe und lernt die beteiligten Protagonisten kennen. In
meinen Augen ist die Vorstellung der Hauptfiguren jedoch spärlich
gehalten. Zum Beispiel fragte ich mich bis zur letzten Seite wie alt
Cathy und Mark eigentlich sind. Der Leser kann es grob ahnen, wenn
man von der Altersempfehlung des Buches aus betrachtet, aber
ansonsten gibt es keinerlei Hinweise. Das gleiche gilt auch für das
Land. Ahnen ja, aber ich hätte es besser gefunden, wenn es konkrete
Hinweise gegeben hätte.
Nichtsdestotrotz
kam ich gut in die eigentliche Handlung. Die blassen Charaktere
schadeten der eigentlichen Geschichte nur minimal. Das eigentliche
Augenmerk von Anne Knowles ist auf die Thematik „Behinderung bei
Jugendlichen“ gerichtet. Hier beschreibt sie ausführlich die
Problematiken, Ängste und Wünsche solcher Kinder. Anfänglich
beleuchtet sie das Thema nur aus der Sichtweise von Mark. Dieser
leidet an einer angeborenen Krankheit und ist an den Rollstuhl
gefesselt. Seine Gefühlswelt beschreibt sie ausführlich und
anschaulich, sodass selbst ein „gesunder“ Mensch sich
hineinversetzen kann. Nur die Krankheit selbst erwähnt sie lediglich
am Rande. Was sich genau dahinter verbirgt hätte in meinen Augen mit
mehr Fakten erklärt werden müssen. Selbst als jüngere Leserin
hätte mich dies interessiert. Wenn ich schon von einer unbekannten
Krankheit erfahre, dann will ich auch mehr darüber wissen. Zwar
konnte ich nachlesen und an Hand der wenigen Hinweise erahnen, welche
Krankheit dahintersteckt, aber erahnen wollen Kinder nicht. Neben
dieser angeborenen Krankheit versucht die Autorin auch aufzuzeigen,
wie sich Kinder fühlen, die nach einem Unfall eine Behinderung
haben. Die unterschiedlichen Gedanken und Ängste werden authentisch
wiedergegeben.
Um die traurige
Grundstimmung rund um Mark und Fiona etwas aufzulockern, wird
nebenbei die Geschichte von Immenhort erzählt. Es ist interessant zu
lesen und peppt das Buch in meinen Augen gewaltig auf. Zudem versucht
Anne Knowles mehr Leser anzusprechen, indem sie ebenfalls eine
Pferdegeschichte einbaut. Beide Ideen hat sie gut umgesetzt.
Allerdings kommt während der gesamten Schilderung keinerlei Spannung
auf. Für ein Kinderbuch ist zumindest ansatzweise Spannung wichtig.
Alles klappt, es gibt keine größeren Steine und auch sonst passiert
nichts, wo ich sage würde, dass es mitreißt und zum Lesen animiert.
Die Idee ist nett und es lässt sich auf Grund des leichten,
kindgerechten Stils perfekt lesen, aber es ist kein Buch, welches ich
als Kind oder auch jetzt als Mutter ein weiteres Mal lesen würde.


Meine Nichte hat
ebenfalls das Buch gelesen und fand es interessant einmal in die
Gedankenwelt einer behinderten Person einzutauchen. Sie versteht nun
manche Handlungen und Ängste wesentlich besser. Allerdings fand auch
sie es schade, dass aus dem vorhandenen Material nicht zumindest ein
kleiner Spannungshöhepunkt eingebaut wurde. Einmal lesen ok, aber
das war es dann auch schon.


Empfehlen kann ich
das Buch, aber auch nur, weil ich die Thematik rund um behinderte
Kinder sehr wichtig finde. Es ist keine Seltenheit und viele
Jugendliche gehen mit einer solchen Situation anfänglich völlig
falsch um, wenn sie auf eine solche Person treffen.


===Leseprobe oder Zitat zum Einblick
in den Stil===


Leseprobe, die auf dem Klappentext
zu finden ist:




Als Major Elton
die zierliche Ponystute aus der Box des geplegten, alten Stalles
führte, wußte Cathy mit absoluter Sicherheit: Dies war das Pony,
nach dem sie gesucht hatten. Moirag hatte glänzendes, cremefarbenes
Fell, einen langen, blauschwarzen Schweif, und von der gleichen
dunklen Brombeerfarbe waren Mähne und Stirnlocke, die ihr über Hals
und Ohren fielen. Gelassen und zutraulich sah das Pony sie an ...



===Bewertung===

Ich
helf dir in den Sattel“ ist ein Werk, welches ein wichtiges Thema
anschaulich erklärt. Ansonsten nutzt die Autorin die vorhandenen
Bereiche nicht genügend aus, um Spannung oder Fesselung zu erzeugen.
Aus diesem Grund gibt es lediglich drei Sterne.





©
Sarahs Bücherwelt für diverse
Seiten, den 18.9.11


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