Szrama, Bettina: Der Henker von Lemgo

==Exzellent recherchierter historischer Roman==



Wenn man sie schon für eine Zauberin hielt, dann wäre es doch am klügsten, auch als eine solche aufzutreten.
»Was wollt ihr von mir?«, schrie sie laut über die Köpfe hinweg, beugte ihnen den Oberkörper entgegen und stemmte die Fäuste in die Hüften. »Habt ihr euch nicht bei meinem Vater um Jahr und Tag mit Freibier die Bäuche vollgesoffen? Euch mit seinem Brot vollgefressen? Hast du, Catharina Böndel, nicht gar oft um Feuer gebeten und wenn dir mal das Salz ausging, auch welches erhalten? Sind wir nicht seit Jahren gute Nachbarn?«(Zitat aus der Leseprobe http://www.autorin-bettinas-schatzkiste.de/Die%20letzte%20Hexe.html)


Dieses Zitat stammt aus einer Leseprobe, die die Autorin Bettina Szrama auf ihrer Homepage veröffentlicht hat. Sie stammt aus ihrem neusten historischen Roman, der von Kennern und Liebhabern seit Monaten erwartet wurde. Bekannt für ihre exzellenten historischen Romane, kann man nur gespannt sein, wie sie die Geschichte um die Hexenverfolgung in Lemgo 1681 umgesetzt hat. Klar, dass ich euch das Buch nicht vorenthalten möchte.
===Zitierter Klappentext===
Ihre Großmutter wurde als Hexe verbrannt, ihr geliebter Lehrer vor ihren Augen als Hexer hingerichtet. Maria, die reiche Tochter des Dechen und Ratsherrn von Lemgo, Curd Rampendahl wird als Einzige von achtzehn Schülern verschont. Doch seitdem folgt ihr der Ruf, eine Hexe zu sein. Ihr Leben liegt in der Hand des Bürgermeisters und unerbittlichen Hexenverfolgers Hermann Cothmann. In Liebe zu ihr entbrannt, vermag er den Lauf ihres Schicksals zu ändern. Doch sie verweigert sich ihm und besiegelt damit ihr Todesurteil. Ein dramatischer Kampf um Leben und Liebe beginnt, bei dem es keine Gewinner geben kann ...

===Meine Meinung===
Ein historischer Roman kann etwas ganz besonderes sein. Der Leser wird in eine fremde, längst vergangene Welt entführt und bekommt Einblicke, wie es damals war zu leben. Einige dieser Romane sind sogar historische Belege für wahre Begebenheiten, die mehr oder weniger in Vergessenheit geraten sind. Doch leider ist es nicht immer gewährleistet, dass eine gute Idee überzeugen kann. Eine schlechte Recherche, trockene Ideen, ein altbackener Stil oder langatmige Passagen zerstören oft den guten Ansatz. Bei Bettina Szrama weiß ich durch den Roman „Die Hure und der Meisterdieb“, dass sie nicht nur einen brillanten, fesselnden Stil besitzt, sondern man mit jeder Zeile die langwierige Recherche spürt. Gerade bei dem Thema wie der „Hexenverfolgung in Lemgo“ war ich neugierig, wie sie diese umsetzen würde.

Bettina Szrama versetzt den Leser in die Zeit um 1681 in Lemgo, wo Hexenverfolgungen an der Tagesordnung stehen. Maria ist die Tochter des angesehenen Ratsherrn von Lemgo, Cordt Rampendahl. Die Hexenverfolgung macht auch in ihrer Nähe keinen halt. Ihre Großmutter wurde verbrannt, ihr Lehrer samt den 17 Schülern hingerichtet. Nur sie wird anfänglich verschont, denn der Bürgermeister und Hexenverfolger der Stadt, Hermann Cothmann, hat sich unsterblich in das junge, hübsche Mädchen verliebt. Doch Liebe kann man mit einem solchen Akt nicht immer erkaufen, wie auch Hermann bald feststellen muss, denn Maria verweigert sich ihm gänzlich. Damit besiegelt sie ihr Schicksal.

Die Idee zu dieser Umsetzung hatte Bettina Szrama schon viel früher, denn das Manuskript zu diesem Roman wurde schon im Jahre 2005 fertiggestellt. Mit ihm errang die Autorin den 2. Platz beim internationalen Schrifstellerwettbewerb Writemovies in Hollywood.

Mit diesem Sieg zeichnete sich schon der Erfolg dieses Manuskripts aus. Trotzdem dauerte es Jahre, bis endlich ein renommierter Verlag dieses Werk veröffentlichte. In meinen Augen eine Schande, dass dies nicht schon viel früher der Fall war.

Man merkt in jeder Zeile des Werkes, wie viel Herzblut, Schweiß und Aufwand hinter dieser Geschichte steckt. Alle Figuren, die im Buch vorkommen, sind zur damaligen Zeit reale Personen gewesen. Aus diesem Grund musste sich die Autorin an einen gewissen Wahrheitsgehalt in der Handlung halten. Statt jedoch nur gewisse Personen authentisch einzuflechten, kann man bei Bettina Szrama sagen, dass sie sich die extreme Mühe gemacht hat und 98% ihrer Handlung die wahren geschichtlichen Aspekte und Hintergründe beinhaltet. Bei dieser Prozentzahl ist es nur verständlich, dass die Recherche von über 200 Hexenprozessakten sie über zwei Jahre in Anspruch nahm. Herausgekommen ist ein brillant recherchierter Roman, der nicht nur die kaltblütigen Hexenprozesse, die Liebesgeschichte und die beeindruckende Protagonistin Maria perfekt wiedergibt, sondern auch bis ins kleinste Detail die damalige Atmosphäre wiederspiegelt. Ich konnte mich ohne Probleme in die Gedankengänge, Ängste, Handlungen der Figuren hineinversetzen, und sah durch die zahlreichen lebendigen Beschreibungen nicht nur Menschen, sondern auch Schauplätze direkt vor meinem inneren Auge.

Schon vor dem ersten Kapitel erwartet den Leser eine Liste mit allen wichtigen Protagonisten, damit es keine Verwechslung gibt und man jeder Zeit noch einmal nachsehen kann. Hab ich dies noch in einem ihrer vorherigen Werke bemängelt, weil dies ans Ende verbannt war, ist es hier genau an der richtigen Stelle.

Danach legt die Autorin mit einem spannenden, authentischen und fesselnden ersten Kapitel, einen gelungenen Einstieg hin. Man erkennt das historische Fachwissen, aber auch die Liebe zu den einzelnen Figuren. Zwar ist der Stil, den die Autorin hier wählt nicht ganz so modern, wie ich es von „Die Hure und der Meisterdieb“ gewohnt war, aber trotzdem kommt man nicht ins Stocken oder empfindet es als schwer. Auch die deutlich mehr Absätze und Szenenwechsel fallen deutlich mehr ins Auge. Hier hätte ich mir einfach ein paar Kapitel mehr gewünscht, um es besser im Überblick zu haben. Zudem hätte ich so öfters einen Ruhepol gehabt, wo ich über das Gelesene, welches das Herz nicht nur berührt, sondern den Leser teilweise an die Nieren geht, hätte nachdenken und es hätte sacken lassen können.

Obwohl ich schon zahlreiche Lektüren über die Thematik der Hexenverfolgung gelesen habe, kann ich nur sagen, dass ich keins in meiner Erinnerung gefunden habe, welches auch nur ansatzweise so authentisch, bewegen, lebendig und gut recherchiert war. Aus diesem Grund kann ich das Buch jeden ans Herz legen. Auch wenn Bettina Szrama dieses Werk nicht wie sonst im bekannten Gmeiner Verlag veröffentlicht hat, merkt man keine qualitativen Verschlechterungen. Im Gegenteil, hier finden Leser einen erstklassigen historischen Roman, der es Wert ist gelesen zu werden.

=== Sarahs Fazit=== 
Der Henker von Lemgo“ ist ein Buch bei dem ich nur sagen kann: Unverständlich, warum es nicht den ersten Platz gemacht hat. Spannend, fesselnd, dramatisch, tragisch, lebendig und authentisch, wie sonst kaum ein Buch. Fünf Sterne

Pro: Thema, Umsetzung
Contra: zu wenig Kapitel
Empfehlung: ja und noch mal ja


Autor: Bettina Szrama, Titel: Der Henker von Lemgo, Verlag: Emons, Erschienen: 13.10.2011.
ISBN-13: 9783897058644, Seiten: 352, Kosten: 11,90€


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Maier, Marialuise: Die Kinderapotheke für Zuhause

==Absolute Geheimtipps bei Kinderkrankheiten==


Copyright liegt beim Verlag
Die so genannten „Dreimonatskoliken“ können ganz schön nervenaufreibend sein. Zur Linderung gibt es einige krampflösende Maßnahmen und Mittel.(Zitat S. 95)


So beginnt das Kapitel, welches zahlreiche Mütter von Jungen mit großer Freude lesen würden. „Dreimonatskoliken“ sind bei fast jedem Jungen normal und quälen nicht nur die Kleinen, sondern auch die Eltern, da sie mit den Kindern leiden und sie das viele Weinen und Schreien irgendwann fertig macht. Welche Methoden man hier anwenden kann, und was man bei den zahlreichen anderen Kinderkrankheiten und Wehwehchen machen kann, findet man in diesem Buch, was ich euch gerne Vorstellen möchte.
===Zitierter Klappentext===
Was tun, wenn mein Kind krank ist? Viele typischen Kinderkrankheiten können auch mit den Heilmitteln der Natur gut behandelt werden. Doch was ist dran an Schüssler-Salzen, Bachblüten und Co.? Wie setze ich sie richtig ein? Und wann ist der Gang zum Arzt auf jeden Fall nötig?
Die erfahrene Apothekerin und Pharmazeutin Marialuise Maier schafft nun Ordnung im unübersichtlichen Angebot an Naturheilmitteln. Als Profi auf dem Gebiet der Schul- ebenso wie auf dem der Komplementärmedizin bringt sie uns in diesem Nachschlagewerk ihr Wissen näher: Leicht verständlich und übersichtlich führt sie in die verschiedensten Heil- und Behandlungsmethoden ein, schildert deren Wirkungsweise und räumt Missverständnisse aus dem Weg. Detailliert beschäftigt sie sich mit den häufigsten Kinderkrankheiten, beschreibt deren Symptome und erklärt, wie und womit sie behandelt werden können. Sie gibt einfache Anleitungen zur Zubereitung von Tees, Ölen oder zur Anwendung von Wickeln zeigt aber auch auf, wann die Grenze der Selbstbehandlung erreicht und der Gang zum Arzt unbedingt notwendig ist.

===Sarahs Meinung===
Als frischgebackene Mutter ist es selbstverständlich, dass man auf alle Eventualitäten vorbereitet sein möchte. Bauchschmerzen, Durchfall, Fieber, Verstopfung, Zahnen, Schnupfen, Dreimonatskoliken, Durchschlafprobleme oder eine Ohrenentzündung sind nur einige der Themen, die einen früher oder später bei einem Kind beschäftigen werden. Damit man nicht immer zu harten Medikamenten greifen muss, gibt es die Homöopathie, kleine Tricks / Kniffe und die alternative Medizin, die bei so manchen Problem helfen kann. Doch leider wissen viele Eltern gar nicht, wie dies funktioniert. Aus diesem Grund hat die Autorin ihr gesammeltes Wissen rund um Kinderkrankheiten in einem Ratgeber festgehalten, der in keiner Kinderapotheke fehlen sollte.

Ich selbst bin von Homöopathie und Naturheilkunde nur bedingt überzeugt. Während meiner Schwangerschaft haben manche Dinge geholfen, bei andren hatte ich das Gefühl nur Zuckerperlen zu naschen. Trotzdem glauben und verlassen sich viele Menschen auf die Art von Medizin. Und gerade bei kleinen Kindern oder Säuglingen gehöre ich stets zu den Menschen, die nur in äußerst wichtigen Fällen zu harten Medikamenten greifen. Dementsprechend war ich neugierig, was mir das Buch an Alternativen aufzeigen würde.

Vorne im Buch gibt es eine gute Übersicht, sodass bestimmte Themen sofort gefunden werden, wenn man sie dringend benötigt. Die Übersicht zeigt, dass wirklich alle wichtigen Kinderkrankheiten vertreten sind.

Jedes Kapitel beginnt mit einem kurzen Hinweis, welche Symptome jede Krankheit hat. In einfachen Worten wird genau beschrieben, wie es sich bei einem Kind bemerkbar macht. Anschließend gibt die Autorin zahlreiche Tipps zum Besten, wie man manche Krankheiten umgehen kann, die Symptome lindern kann und vieles mehr. Zum Beispiel wird bei den Dreimonatskoliken, die viel Eltern von Jungen erleben das richtige Trinkverhalten erklärt, die Bauchmassage beschrieben und welche Tees oder homöopathischen Mittel ebenfalls kleine Wunder bewirken. Besonders gerne geht die Autorin auf Salze und Tees ein. Wer nichts von einer solche Behandlung hält, kann im jeden Fall auf einen der alternativen Tipps zurückgreifen. Zum Beispiel im Bereich Verstopfung oder Windeldermatitis, welche sich mein Sohn auf der Frühchenstation eingefangen hat, kann ich aus Erfahrung sagen, dass die dort genannten Tipps wirklich helfen. Zinksalbe wirkt wahre Wunder bei einem wunden Po, und mit dem Kinderwagen spazierenfahren hilft ebenfalls. Dies sind nur zwei Beispiele, bei denen ich schon eigene Erfahrungen gesammelt habe.

Die Tipps, die die Autorin zum Besten gibt, reichen von der Geburt bis ins frühe Schulalter, wo sie auf ADHS, Schulprobleme oder Läuse eingeht.

Ich muss zwar sagen, dass man viele Hausmittel, die hier angegeben wurden schon kennt, aber es gibt so viele Alternativen, dass man definitiv nur ein Zehntel wirklich kennt. Zudem ist das Buch so übersichtlich, dass wenn man mal etwas vergisst, es jeder Zeit im Notfall nachschlagen kann.

Auch der Aufbau des Buches ist sehr ansprechend gestaltet. Wichtige Punkte oder Hinweise, wann ein Arztbesuch angebracht wären, hebt die Autorin in einer anderen Farbe hervor. Unterpunkte werden mit separaten Überschriften hervorgehoben. Zahlreiche Bilder untermalen das aktuelle Thema und lockern das sachliche Thema auf.

Generell verwendet die Autorin einen Stil, der alles sachlich und bildhaft vermittelt, sodass man selbst als Neuling auf diesem Gebiet alles sofort verstehen kann. Hier macht sogar mal ein Sachbuch Spaß zu lesen.

Ich finde dieses Buch absolut empfehlenswert. Es bietet ein breites Spektrum an Kinderkrankheiten und zeigt gute Möglichkeiten, wenn man nicht gleich mit Zäpfchen, Tabletten und Co. helfen möchte. Es wird aber auch hingewiesen, dass zum Beispiel bei extrem hohen Fieber solche Mittel nicht umgangen werden können, wenn man dem Kind nicht schaden möchte. Für die übliche Hausapotheke eine wirklich gute Ergänzung. Wer zu Hause ein Kind und noch wenig Erfahrungen hat, oder sein erstes Kind erwartet, sollte sich diesen Titel merken, er ist sein Geld wert.

===Sarahs Fazit=== 
Von Fieber über Durchfall bis hin zu Läusen - „Die Kinderapotheke für Zuhause“ zeigt gute Alternativen zur normalen Medizin auf. Anschauliche Beschreibungen und Hilfestellungen sorgen für eine problemlose und schnelle Umsetzung der Möglichkeiten. Aus diesem Grund fünf Sterne.

Pro: Alle wichtigen Kinderkrankheiten, übersichtlich, informativ, hilfreich
Contra: nichts
Empfehlung: ja

Autor: Marialuise Maier, Titel: Die Kinderapotheke für Zuhause, Verlag: Löwenzahn
Erschienen: 2011, ISBN-13: 9783706624824, Seiten: 184
Kosten: 24,95€


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Nabokov, Vladimir: Lolita

==Pädophilie – Zwischen Sünde und wahrer Liebe==




"Lolita, Licht meines Lebens, Feuer meiner Lenden. Meine Sünde, meine Seele. Lo-li-ta: die Zungenspitze macht drei Sprünge den Gaumen hinab und tippt bei Drei gegen die Zähne. Lo. Li. Ta.“...„Meine Damen und Herren Geschworene, Beweisstück Nummer eins ist, was die Seraphim neideten, die schlecht unterrichteten, naiven, edelbeschwingten Seraphim. Ergötzen Sie sich an diesem Dorngestrüpp“(Zitat S. 12)


Diese beiden Zitate stammen von der ersten Seite eines Weltklassikers, der seinesgleichen sucht. Als mir dieser Klassiker geschenkt wurde, den ich nur von seiner Verfilmung her kannte, war es für mich nur eine Frage der Zeit, bis er von meinem Stapel ungelesener Bücher endlich ins Regal der gelesenen Werke wandern würde. Nachdem dies nun der Fall ist, möchte ich euch „Lolita“ nicht vorenthalten.
===Zitierte Kurzbeschreibung von Amazon===
Der Roman schildert die unselige Leidenschaft des 1910 in Frankreich geborenen Literaturwissenschaftlers und Privatlehrers Humbert Humbert zu der kindhaften und gleichzeitig frühreifen 12-jährigen Dolores (Lolita) Haze. Humbert Humbert ist Mädchen zwischen neun und vierzehn Jahren verfallen; deren vollkommene Inkarnation findet er in Lolita. Um in ihrer Nähe bleiben zu können, heiratet er ihre Mutter, die Witwe Charlotte Haze; er verursacht indirekt deren Tod und beginnt mit Lolita – aus Furcht vor Entdeckung seiner verbotenen Leidenschaft – ein unstetes Reiseleben durch die USA. Humbert Humbert stellt bald fest, dass sie verfolgt werden, und eines Tages ist Lolita, offenbar mit dem Verfolger im Bunde, verschwunden. Als er sie nach Jahren wiedersieht – verheiratet, schwanger und in ärmlichen Verhältnissen lebend –, weigert sie sich, zu ihm zurückzukehren, doch gelingt es ihm, den Namen des damaligen Nebenbuhlers zu erfahren.

===Meine Meinung===
Lolita“, dieser Titel ist jung und alt ein Begriff. Verfilmt und auch als Buch ein Welterfolg, gibt es kaum jemanden, der mit diesem Titel nicht „Pädophilie“ verbindet.

Der Leser wird in die Welt von Humbert Humbert entführt, der seine Geschichte aus dem Gefängnis für die Nachwelt festhält. Der Ich-Erzähler, der seine Leser mit „Sie“ anspricht, wurde 1910 geboren und hatte alles, was man sich als Kind wohlsituierter Eltern wünschen konnte. Im Alter von 13 Jahren lernt er auf einer Reise die gleichaltrige Annabel kennen und lieben. Doch immer wieder wird ihre Leidenschaft gestört. Letzten Ende hindert sie der Tod von Annabel daran ihrer Lust freien Lauf zu lassen. Seit dieser Zeit ist Humbert von ähnlichen Mädchen besessen. Von Kleinmädchenparks über den Kinderstrich ist es nur allzu verständlich, dass er sich nach seinem psychischen Zusammen in die 12jährige Lolita verliebt, die er auf der Suche nach einer Bleibe zur Entspannung kennenlernt. Ihretwegen zieht er zu ihrer Mutter Charlotte Haze und heiratet sie sogar, um Lolita nahe zu sein. Als ihre Mutter bei einem Autounfall ums Leben kommt, gehört die kleine Nymphe nur noch ihm. Doch das Verhältnis zu seiner Lolita fordert seinen Verstand.

Wer eine der beiden Verfilmungen gesehen hat, wird beim Lesen des Buches überrascht sein. Obwohl die Thematik brisant, tiefgründig und schockierend ist, würde man einen leichten Roman erwarten. Das ist jedoch keineswegs der Fall. Schon die ersten Sätze zeigen, dass der Autor versteht mit Worten umzugehen. Verschachtelte Sätze und zahlreiche Fremdworte erschweren den Lesefluss ungemein. Gerade am Anfang musste ich, da ich französisch nicht als Fremdsprache beherrsche, viele Sätze via Internet übersetzen lassen, da der Autor französische Sätze nicht übersetzt, sondern so im Raum stehen lässt. Zudem wirken die verschachtelten Sätze nicht nur alt, sondern man muss sie teilweise mehrfach lesen, um den eigentlichen Sinn zu begreifen. Man muss sich stark konzentrieren und kann das Buch nicht zwischendurch lesen. Selbst nach 100 Seiten hat man sich nicht wirklich an diesen Stil gewöhnt. Dies hat jedoch den Vorteil, dass man viel intensiver liest. Zudem ist es eine Freude diese Wortkunst zu lesen, denn kaum ein Autor beherrscht die Welt der Worte noch imposant. Das Besondere an diesen Werk ist, wie Nabokov die sexuelle Beziehung, die Gelüste und Wünsche von Humbert schildert. In zarten, und doch sofort verständlichen, bildhaften und schockierenden Worten umschreibt er diese Szenen. Auch sonst gelingt es dem Autor seine Schauplätze, Figuren und Handlungen lebendig und realistisch zu beschreiben, sodass das Kopfkino ein Selbstgänger ist. Er verwendet nur Details, die für den weiteren Verlauf relevant sind. Stellenweise wirken sie langatmig, aber immer wieder wird der Leser erkennen, dass dies nur so scheint, und diese Ausführlichkeit für ein weiteres Verständnis wichtig ist.

Die Thematik „Pädophilie“ ist schon immer ein heikles Thema gewesen, wie man an diesem Werk erkennt, denn es wurde schon 1955 veröffentlicht. Nabokov muss sich lange mit diesem Gebiet beschäftigt haben, das merkt der Leser an dem ausführlichen Gedankengut, mit dem er Humbert ausstattet. Er beschreibt authentisch und schockierend die Gefühlswelt eines Pädophilen, sodass es dem Leser kalt den Rücken hinunterläuft. Das erschreckende an seiner Beschreibung ist, dass man sogar stellenweise Mitleid mit dem im Grunde abscheulichen Protagonisten bekommt. Genauso authentisch wie Humbert dargestellt wird, bekommt der Leser auch Lolita geschildert, die ihrer Kindheit beraubt wurde, aber auf der anderen Seite diese Gefühle genoss.

Genau diese Situation wird den Leser zum Nachdenken veranlassen. Es wirft Fragen auf, wie zum Beispiel „Wie kann ein Mann nur solche Neigungen haben“, „Wie kann ein Mädchen jahrelang so etwas mitmachen“, aber vor allen Dingen fragt man sich „Wie kann ein Autor so detailliert die Fantasien eines Pädophilen beschreiben“. Doch nicht nur die Ansichten eines Pädophilen spielen in diesem Buch eine große Rolle. Es geht auch darum, inwieweit eine 12jährige Recht und Unrecht unterscheiden kann. Aber auch der Hintergrund dieser Geschichte spielt eine tragende Rolle. Es zeigt ein gelungenes Bild des ach so konservativen Amerikas, hinter dessen Fassade es schon immer brodelte. Umso faszinierender ist die Tatsache, dass diese Geschichte anfänglich in den USA keinen Verlag fand, weil der Inhalt einfach zu heikel war. Erst nach seinem einschlägigen Erfolg in Europa, wurde dieses Werk auch in den USA zu einem anerkannten Bestseller und inzwischen Klassiker.

In meinen Augen ist Nabokov ein echter Klassiker gelungen, der auch nach über 50 Jahren nichts an seiner Ernsthaftigkeit und Aktualität verloren hat. Nach wie vor gelingt es dem Autor erschreckende Bilder entstehen zu lassen, ohne dabei ins Perverse zu gehen. Trotz der verschachtelten Sprache, die das Lesen deutlich erschwert, ist sie trotzdem ein wahrer Genuss, denn kaum ein heutiger Autor vermag so mit Worten umzugehen.

===Bewertung===
Lolita“ ist ein Klassiker, der seinesgleichen sucht. Ein brillanter Umgang mit Worten gepaart mit einem so wichtigen Thema und solch einer Umsetzung verdient in meinen Augen fünf Sterne.

Pro: wortgewandter Stil, Umsetzung
Contra: verschachtelte Sätze
Empfehlung: ja



Autor: Nabokov, Vladimir, Titel: Lolita, Originaltitel: Lolita. Verlag: Rowohlt
Erschienen: 1964, ASIN: B0000BLW9V, Seiten: 446

Mirjam: Aries


==Geklaut vom Bestseller„Der träumende Delphin“?==


"Hallo, du komische Alte oder Alter, wie auch immer. Darf ich das sagen, oder bist du noch jung? Du siehst schon ziemlich verbraucht aus, und deinem Rücken nach zu urteilen bist du schon lange im Ozean unterwegs."
"Ich bin eine Riesenschildkröte, du kleiner Dummer", sagte sie.
"Ach so, ist das was Besonderes?"
"Eigentlich nicht, aber ich bin schon 100 Jahre im Ozean unterwegs und kenne mich besser aus als du, du Naseweis." (Von der Autorin genehmigtes Zitat S.16)


Dieses Zitat stammt aus einem Buch, welches mich beim ersten Anblick das das Buch „Der träumende Delphin“ von Sergio Bambaren erinnerte. Dieses Werk stammt jedoch aus der Feder von Mirjam, die durch eine Begegnung mit einem Delphin in Irland hat inspirieren lassen. Was es nun über das Buch zu sagen gibt, lest selbst.
===Zitierter Klappentext===

Ein Buch, das den Menschen, die sich darauf einlassen, die Augen öffnen kann. Der Delphin Aries entführt uns Menschen in eine Welt, die die meisten nicht mehr kennen, weil sie durch materielles Denken und Fühlen verdeckt ist. Aber sie existiert, ganz tief in unserem Inneren, und jeder, der wie Aries auf die Reise zu sich selbst geht, wird sie dort wiederfinden.


===Meine Meinung===
Delphine sind wunderbare Wesen, und seit dem Bestseller „Der träumende Delphine“ von Sergio Bambaren kann ich nur sagen, dass ich solche Selbstfindungsbücher, die auf Delphinen basieren, wirklich sehr ansprechend finde. Aus diesem Grund war meine Neugierde geweckt, wie die Autorin diese Geschichte umsetzen würde.

Das Buch ist in drei Abschnitte unterteilt. Im ersten Teil „Die Geburt der Delphine“ wird der kleine Delphine Aries geboren. Er entwickelt sich vom kleinen, wissbegierigen, mutigen und verspielten Kind, zum imposanten Aries, der er am Schluss ist. Er hilft den Menschen und hat eine Lebensaufgabe gefunden.
Im zweiten Teil“ Die Regenbogenbrücke“ ist Aries inzwischen alt geworden und wo er sich auf das Leben nach dem Tod vorbereitet und nur noch den Wunsch hat Gott und seinen Sohn endlich zu treffen.

Im letzten Teil „Himmliche Weiten“ erreicht Aries seinen größten Traum. Er trifft auf den Sohn Gottes und kann ihn Fragen stellen, die er sich schon seit seiner Kindheit fragt.

Man merkt der Geschichte, aber auch der Umsetzung an, dass Mirjam sich intensiv mit Delphinen und Gott beschäftigt hat. Ihr ist ein Buch gelungen, dass sich wirklich für alle Altersklassen eignet. Vom Stil her tendiert es eher in Richtung Kinderbuch. So wie Aries in seiner Kindheit drauf los plappert, erinnert er an jedes neugierige Kind, dass kein Blatt vor den Mund nimmt. Es ist lehrreich und erklärt Kindern unterschiedliche Aspekte, die sie für das spätere Leben verwenden können. Diese Lerninhalte werden kindgerecht in die Geschichte eingebaut. Auf der anderen Seite sind diese Inhalte so wertvoll, dass auch Erwachsene ihre Freude daran haben werden, und noch einiges mit in ihr Leben nehmen können. Manche Dinge wiederum werden eher ältere Leser interessieren. Besonders die religiösen Fragen sind eher etwas für reifere Leser. Über diese kann man als Elternteil jedoch gut mit seinen Kindern reden, denn es sind nicht sehr viele. Hauptsächlich beschäftigt sich Mirjam mit tiefgründigen Weisheiten und der Suche nach einer erfüllenden Lebensaufgabe.
Die Kombination aus diesem lockeren, kindlichen und trotzdem ernsthaften Stil, macht das Buch absolut liebenswert, sodass man es gar nicht aus der Hand legen kann. Das Buch wird junge, aber auch ältere Leser noch lange nachdem Lesen beschäftigen und zum Nachdenken anregen.

Unterstützt und aufgelockert wird die Handlung mit Zeichnungen der Autorin, die sich zeitgleich als Malerin austobt. Zum Inhalt passende und doch moderne Bilder laden zum Entdecken und Verweilen ein. Besonders Kinder finden diese Bilder genial.

Ich habe das Buch an einem Abend durchgelesen, und kann es wirklich nur jedem empfehlen. Zudem ist mein achtjähriger Sohn ebenfalls sehr angetan von dieser humorvollen und doch so tiefgründigen Geschichte. Besonders der junge Aries hat es ihm angetan. Hätte sich die Autorin nur auf den jungen Aries beschränkt und die Handlung mehr ausgebaut, wäre ihr ein 1A Kinderbuch gelungen. Lediglich das zusammentreffen mit Jesus empfand er als etwas langweilig, obwohl er sich in der Schule noch sehr für das Thema Religion interessiert. Hier fehlte ihm der Humor und der lockere Ton von Aries.

Während des gesamten Lesen kam bei mir immer wieder ein Gedanke auf, dass mich an den Namen Aries etwas störte. Auf den letzten Seiten ist mir dann auch eingefallen, was mich daran so störte. Aries ist lateinisch und bedeutet bei uns Widder im Bereich der Sternbilder. Ich weiß nicht, ob die Autorin diesbezüglich nur schlecht recherchiert hat oder egal war, denn dass es beabsichtigt ist, kann ich mir nicht vorstellen.

Im Großen und Ganzen ist das Buch wirklich sehr schön geworden. Die lehrreichen Aspekte, die sich sowohl für junge, als auch ältere Leser eignen sind perfekt kombiniert mit dem angenehmen Stil. Lediglich der Name und die manchmal für Kinder eher uninteressanten Fragen hätten anders umgesetzt werden können.

Am Ende kann ich sagen, dass die Idee zwar ähnlich ist, aber keineswegs geklaut wurde. Dafür ist der Aufbau und der Inhalt dann doch zu unterschiedlich.

===Bewertung===
Der Autorin ist eine schöne Geschichte, mit einem lehrreichen und tiefgründigen Hintergrund gelungen, die durch den lockeren, leicht frechen und humorvollen Stil jung und alt verzaubern wird. Kleinere Schwächen sorgen für vier Sterne.

Pro: Stil, Idee, Bilder, Geschichte
Contra: Name, manche lehrreiche Aspekte
Empfehlung: ja


Autor: Mirjam, Titel: Aries – Himmlische Erfahrungen eines Delphines, Verlag: Edition Fischer
Erschienen: 2009, ISBN-13: 9783899504620, Seiten: 128, Kosten: 9,80€
 


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Selig, Theresa: Zum Traumman in 30 Tagen


==In 30 Tagen zum Traummann – So gehts==


Herzlich Willkommen zu Ihrem neuen Schnellkurs “Zum Traummann in 30 Tagen“. Wir freuen uns sehr, dass Sie bei diesem absolut lebensnotwendigen Thema ausgerechnet uns vertrauen. (Zitat S. 6)

Dies ist die Begrüßung zu einem Schnellkurs, den sicherlich viele Frauen seit Monaten erwartet haben. Die Frage, wie man sich einen Traummann angelt, ist so wichtig und doch so schwer. Klar, dass man da jeden Tipp annimmt. Doch ob es mit dieser Anleitung nun funktioniert, ich werde es euch verraten. Als glücklich verheiratete Frau, die viele Jahre mit der Suche nach Mr. Right zugebracht hat, möchte ich euch nun aufklären, ob man mit einem solchen Buch Erfolg haben kann. Mal schauen, was meine Erfahrungen dazu sagen.


===Fakten===
Autor: Theresa Selig
Titel: Zum Traummann in 30 Tagen
Erschienen: 1.10.2011
ISBN-10: 3468738358
Seiten: 160
Kosten: 12,99€


===Zitierter Klappentext===
Wie angelt man sich einen Traummann in 30 Tagen. Theresa Selig verrät es Ihnen in ihrem Buch 'Zum Traummann in 30 Tagen'. Der humorvolle Schnellkurs im Männerangeln führt Sie garantiert zum Ziel. Der Erfolgskurs für starke, selbstbewusste Frauen.

  • Ihr persönlicher Schnellkurs: mit vielen Tipps, Tricks und Übungen.
  • Wie greife ich im Büro, beim Sport und an der Wursttheke meinen Traummann ab?
  • Mit welchen Strategien komme ich in Zug, Flugzeug und auf Geschäftsreisen am schnellsten ans Ziel?
  • Falls doch was schiefgehen sollte, gibt es natürlich einen Notfallplan für Tag 29.
  • Inklusive 'Long-Life-Garantie': Den Traummann behalten ab Tag 30 – Ihr Plan für die nächsten 50 Jahre!

===Meine Meinung===
Zum Traummann in 30 Tagen“ ist ein Werk, dass sicherlich bei zahlreichen Frauen auf große Freude stoßen wird. Viele Frauen sind seit Jahren auf der Suche nach einem Traummann, und da wird gerne jeder Strohhalm genutzt. Doch, was bringt dieses Buch. Ist es möglich, dass es sein Versprechen hält?

Der Schnellkurs ist in insgesamt zehn Lektionen unterteilt, die sich mit unterschiedlichen Punkten befassen. Ein Test soll abklären, wie verzweifelt man schon ist. Danach kann es logehen. Es beginnt mit den Orten, wo man alles seinen Traummann kennenlernen kann, worauf es zu achten gilt und diverse Tipps und Tricks. Vom Büro über die Disko bis zum Flirt in der Bahn ist alles dabei. Hilft das alles nichts, geht es mit dem Internet und einem gewissen Notfallprogramm weiter. Zum Abschluss gibt es noch ein extra Kapitel, dass sich mit der Beziehung befasst und es der glücklichen Frau ermöglichen soll, ihren Traummann für die nächsten 50 Jahre zu erhalten.

Da ich selbst immer sehr ungern Single war, hätte ich dieses Buch sicherlich in meinem Single-Frust gekauft, alleine um zu gucken, ob 30 Tage wirklich machbar sind. Die zehn Kapitel sollten nach und nach abgearbeitet und abgehakt werden. Zahlreiche Beispiele, Tipps und „No Goes“ sollen den Singles, egal ob Mann oder Frau, helfen in den unterschiedlichen Situationen den richtigen Partner fürs Leben zu finden. Schon bei den ersten Tipps merkt man, dass die Autorin auf wirklich wichtige Aspekte achtet. Zum Beispiel ein Kollege, der häufiger sein Geld zu Hause vergisst, gehört eher zur Kategorie Schmarotzer. Ein anderer Tipp ist, wer Informationen sammeln möchte, braucht zuverlässige Quellen, wie zum Beispiel Sekretärinnen oder Hausmeister, die sich mit einem gratis Kaffee oder einem Kompliment gerne bestechen lassen. An diesen Tipps merkt man, dass es wirklich nützliche Dinge sind, die einem auf dem Weg zum Partner wirklich helfen können.
Selbst Frauen, die durchaus berechnend an die Suche gehen, und einen Millionär oder Arzt ergattern möchten, bekommen kleine Hinweise.
Bis zum Punkt Onlinedating war auch für mich vieles neu. Hier jedoch habe ich einige Erfahrungen gesammelt und auch dort meinen Traummann gefunden. Aus diesem Grund kann ich nur sagen, dass zwar der eine oder andere Tipp schon bekannt ist, aber manches ist gerade für Neulinge sehr nützlich. Im Grunde kann ich nur sagen, diese Lektion hilft und bewahrt vor einigen Enttäuschungen. Es ist absolut hilfreich. Wer sich an diese Punkte hält und etwas Ausdauer an den Tag legt, wird seinen Traummann auf diese Art und Weise finden. In 30 Tagen ist allerdings schon verdammt schnell und für die meisten Personen eher unrealistisch.

Aus diesem Grund hat die Autorin einen Notfallplan entworfen, damit es auch wirklich in 30 Tagen klappt. Er ist lustig, aber hätte auch ausbleiben können. Es sind unnötige Dinge, wie einen Mann schön trinken oder ins Kloster gehen. Stattdessen sollte man lieber den Internetpunkt intensivieren.

Zu guter Letzt gibt es für alle, die die Lektionen erfolgreich bestanden und ihren Traummann gefunden haben, die letzte Lektion, wie man seinen Traummann behält. Diese Tipps sind allgemein gehalten, wie nicht einengen, ihm Hobbies lassen, unter gewissen Aspekten Kinder bekommen und ähnliches. Auch diese Tipps sind sehr hilfreich, aber definitiv keine Garantie für 50 Jahre Traummann.

Gut finde ich auch, dass das Buch explizit auch auf alleinstehende Mütter / Väter eingeht, denn davon gibt es ebenfalls zahlreiche.

Das Buch selbst ist ansprechend und modern gestaltet. Wichtige Punkte, wie Tipps, Hinweise, Hilfestellungen, „No Goes“, Checklisten und ähnliches sind farblich hervorgehoben und fassen das gerade gelesene in kurzen, einprägsamen Sätzen zusammen. Wer nur diese Punkte allein liest, wird wissen, worum es im Buch geht und worauf es ankommt.

Der normale Text ist sachlich, aber trotzdem locker und ansprechend formuliert. Er lässt sich leicht lesen.

Zwar habe ich schon meinen Traummann gefunden, aber aus meinen Erfahrungen, die ich auf dem Weg bis zu diesem Ziel gesammelt habe, kann ich nur bestätigen, dass dieses Buch wirklich hilft, nur in 30 Tagen ist es eher etwas unrealistisch. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass 90 Tage realistischer sind, was aber nicht heißen soll, dass es in 30 Tagen nicht machbar wäre. Aus diesem Grund kann ich das Buch wirklich nur empfehlen.

===Sarahs Fazit=== 
Zum Traummann in 30 Tagen“ ist ein Schnellkurs der Singles helfen soll, den richtigen Mann zu finden. Es gibt zahlreiche Hilfestellungen, zeigt auf, was man vermeiden sollte und erklärt alles in einem verständlichen und modernen Stil, der zur bunten Gestaltung des Buches passt. Für mich fünf Sterne.

Pro: Idee, Umsetzung
Contra: 90 Tage wäre realistischer
Empfehlung: ja



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Levy,Marc: Kinder der Hoffnung


==Kinder des 2. Weltkrieges==


Und ich weiß nicht, dass ich in zehn Jahren am Denkmal von Auschwitz in einem etwa fünf Meter hohen Berg von Brillen das Gestell wiedererkennen werde, das mein Vater, als ich ihn zum letzten Mal im Café des Tourneurs gesehen hatte, in die Brusttasche seiner Jacke steckte. Mein kleiner Bruder Claude weiß nicht, dass ich ihn bald holen werde und dass, wenn er nicht ja gesagt hätte und wir diese Jahre nicht gemeinsam durchgemacht hätten, keiner von uns überlebt hätte. (Zitat von S. 11)

Dieses Zitat stammt vom Anfang des Buches „Kinder der Hoffnung“. Es handelt sich um einen Roman über den Widerstand im zweiten Weltkrieg. Da ich gerne solche Werke lese, habe ich es von meiner Mutter geschenkt bekommen. Wie mir das Werk vom Bestseller Autor Marc Levy gefallen hat, lest selbst.


===Buchdaten===
Autor: Marc Levy
Titel: Kinder der Hoffnung
Originaltitel: Les efants de la liberté
Verlag: Knaur
Erschienen: 2011
ISBN-10: 3426500205
ISBN-13: 9783426500200
Seiten: 368
Kosten: gebraucht ab 3,01€ bei Amazon

===Zitierter Klappentext===
Toulouse in den vierziger Jahren: Frankreich ist von den Deutschen besetzt, täglich werden Juden und politische Gegner deportiert – auch die Eltern des achtzehnjährigen Raymond und seines jüngeren Bruders Claude. Eines Tages steigt Raymond in eine Straßenbahn. Als er sie wieder verlässt, nennt er sich Jeannot und hat den Beschluss gefasst, zusammen mit Claude in der Résistance zu kämpfen – ein folgenschwerer Entschluss, denn zusammen mit ihren jungen Kameraden riskieren die beiden mehr als einmal ihr Leben. Was sie antreibt, ist der Glaube an die gerechte Sache, und was sie beseelt, die Hoffnung, dass ihre eigenen Kinder einmal in einer besseren Welt und in Freiheit leben werden.

===Meine Meinung===
Bücher über den zweiten Weltkrieg gibt es zahlreich. Warum nicht auf den Zug aufspringen und als Bestseller Autor sein Bestes zu diesem Thema geben. Das dachte sich wohl auch Marc Levy, als er sich an das Buch „Kinder der Hoffnung“ setzte. Wie viele Leser gehöre ich zu den Skeptikern, da es einfach zu viele Werke gibt, die sich mit diesem Thema beschäftigen. Da aus der Menge positiv hervorzustechen, ist gar nicht so einfach. Dementsprechend gespannt war ich, wie ein so bekannter Autor den zweiten Weltkrieg sieht.

Der Leser wird in „Kinder der Hoffnung“ in das Frankreich der 40er Jahre entführt. Raymond alias Jeannot und sein Bruder Claude schließen sich dem Widerstand an, um gegen die Nazis und die französischen Sympathisanten zu kämpfen. Aus dem Untergrund versuchen sie die Nazis mit Sabotage zu schwächen. Ihre Aktionen bleiben nicht unentdeckt, sodass es immer wieder zu blutigen Kämpfen mit Verlusten auf beiden Seiten kommt. Es kommt, wie es kommen muss, sie werden verhaftet. Sie werden Zeugen von Folter, Exekutionen und den anderen Gemeinheiten, die sich die Nazis ausdenken. Kurz vor Ende des Krieges werden sie nach Deutschland gebracht. Für die Brüder bleibt nur noch eine Hoffnung zu Überleben – sie müssen fliehen.

Eigentlich bietet dieser Inhalt alles was eine spannende Geschichte benötigt – einen bewegenden Hintergrund, dramatische Ereignisse, etwas Blutvergießen und zahlreiche Höhepunkte. Doch eine gute Idee alleine reicht selbst bei einem bekannten Autoren wie Marc Levy nicht aus. Man merkt, dass der Autor hauptsächlich durch seine Liebesromane berühmt wurde. Mit diesem Werk konnte mich der Autor überhaupt nicht überzeugen.

Es beginnt schon mit den Protagonisten. Der Ich-Erzähler, aber auch die anderen Protagonisten bleiben für mich blass und schwammig. Es entstand bis zum Schluss kein Bild vor meinem inneren Auge. Dadurch ist es beim Lesen schwer die Handlungen, Gedanken und Emotionen nachzuvollziehen. Für mich erschwerte dieser Aspekt das Lesen ungemein. Besonders der Einstieg wurde für mich dadurch sehr schwer. Der Stil, den Marc Levy verwendet, erschwert das Ganze noch mal eine Spur. Abgehackte, kurze Beschreibungen und zahlreiche Sprünge lassen keine Spannung oder Verbundenheit aufkommen. Zudem geht der Autor nach einem Schema vor, das sämtliche Spannung im Ansatz zu Grunde richtet. Kaum wird eine Figur umgebracht, folgt die nächste Figur. Es ändert sich lediglich die Art und Weise. Sicherlich hätte dies auch spannend dargestellt werden können, wenn der Stil nicht so gähnend langweilig und abgehackt gewesen wäre. Teilweise wirken die Beschreibungen monoton. Hier hätte der Autor lieber zusammenhängender und ausführlicher manche Szenen beschreiben müssen, um mich als Leser zu überzeugen. Es wirkte auf die Dauer eher verwirrend durch die immer neuen Charaktere, die dann doch wieder sterben. Irgendwann kommt der Punkt, wo man die Lust am Lesen verliert. Trotz zahlreicher Kämpfe und der dramatischen Grundsituation mit den Nazis ist es zähflüssig, alles andere als spannend, sodass ich mich nicht gefesselt fühlte. Auf den letzten Seiten ändert sich diese Schwäche jedoch schlagartig. Plötzlich gelingt es dem Autor mit einem flüssigen und zusammenhängenden Text zu überzeugen, der einen bis zur letzten Seite mitfiebern lässt. Besonders überrascht der Schluss mit der Tatsache, dass es hierbei um eine familiäre Geschichte seitens Marc Levy handelt.

Der Schluss alleine kann den schlechten Anfang jedoch nicht verblassen lassen. Die schwachen Charaktere und Beschreibungen, sowie der abgehackte Stil konnten mich persönlich nicht überzeugen. Die Geschichte selbst ist weniger spannend, aber wirkt trotzdem authentisch, wenn man selbst die damalige Zeit kennt oder zumindest schon viel darüber gelesen hat. Für meinen Geschmack hätte Marc Levy bei seinen Liebesromanen bleiben sollen.

===Bewertung===
Marc Levy ist ein Bestseller Autor, der mit seinen Liebesromanen zahlreiche weibliche Leser überzeugen konnte. Obwohl es sich um eine familiäre Begebenheit handelt, gelingt ihm die Umsetzung eines so wichtigen Buches nicht. Unspannend, ruckelig und blass wirkt der Großteil des Buches. Für den guten Schluss gibt es jedoch zwei Sterne.

Pro: Idee, Schluss
Contra: Stil, Charaktere
Empfehlung: Nein


Mirjam: Tapetenwechsel


==Lehrreicher Geheimtipp für Kinder==




Carstens Wald“ nannte Anna uns zwei und war stolz, zwei Bäume für ihren Enkel gepflanzt zu haben. Gefunden hat sie uns außerhalb des Ortes, weit weg, da standen wir als kleine unscheinbare Birken mitten im Gestrüpp, und hätte uns Anna nicht ausgegraben, wären wir heute schon lange einer Straße zum Opfer gefallen. Heute stehen da Einkaufszentren, und unsere Wiese ist zum Asphalt geworden.“ (Von der Autorin genehmigtes Zitat S. 7/8)


Dieses Zitat stammt aus einem Buch der recht unbekannten Autorin, die sich kurz Mirjam nennt. Anfänglich skeptisch, muss ich sagen, dass ihr ein Werk gelungen ist, welches eine ganz andere Zielgruppe anspricht, als sie wohl beabsichtigt hat. Genau aus diesem Grund möchte ich euch das Buch einmal vorstelle, denn der Titel schreckt doch eher ab.

===Buchdaten===
Autor: Mirjam
Titel: Tapetenwechsel: Das Geheimnis einer Birke
Verlag: BoD
Erschienen: 11.7.2011
ISBN-10: 3842368186
ISBN-13: 9783842368187
Seiten: 88
Kosten: 11,90€
Serie: -

===Zitierter Klappentext===
TAPETENWECHSEL Das Geheimnis einer Birke Warum suchst du draußen, was in dir ist? fragt immer wieder die Birke Leo ihren Gefährten Aaron, der stets neue Erfahrungen sucht und menschliche Gefühle erleben will.Leo dagegen braucht keinen Tapetenwechsel, weil er das Geheimnis der Natur längst erkannt hat.Die Lippen des Waldes, sie flüstern die Geheimnisse des ewigen Universums. Du, Mensch, kannst sie nicht verstehen, aber um zu verstehen:Gehe in die Stille Deines Herzens und suche Dein ewiges Selbst.Und wenn Du es gefunden hast, dann wirst Du glücklich und zufrieden sein, so wie die beiden Birken Leo und Aaron.

===Meine Meinung===
Tapetenwechsel“ ist ein recht unspektakulärer Titel, der aber passender nicht hätte sein können. Während die Autorin sonst eher für ihre religiösen Gedanken, Liebesbriefe oder Gedichte bekannt ist, die sie für ihre erwachsenen Leser geschrieben hat, sticht dieses Buch mit einer Geschichte hervor.

In dem Buch entführt Mirjam die Leser in die Welt von den beiden Birken Leo und Aaron. Während es die eine Birke eher zu Hause hält, geht die andere Birke mittels ihrer Fantasie an die verschiedensten Orte. Dieser Tapetenwechsel bringt ihn zahlreiche neue Erfahrungen, die er bei seiner Rückkehr zum Besten gibt. Sein Freund belächelt ihn jedoch stets, denn er hat schon lange erkannt, dass er diese Erfahrungen auch ohne eine Tapetenwechsel sammeln kann.

Genau dieser Inhalt machte mich anfangs skeptisch, aber ich muss sagen, dass die Autorin nicht nur mich positiv überrascht hat.
In einem lockeren, bildhaften und besonders für Kinder ansprechenden Stil befasst sich die Autorin mit wichtigen Fragen des Lebens und erklärt die Natur anschaulich und authentisch. Dadurch gelingt es ihr sogar Großstadtkindern, die einen Wald noch nie gesehen haben, ein engeres und besseres Verständnis zur Natur zu vermitteln. Zeitgleich beantwortet sie wichtige Fragen, was zum Beispiel Liebe oder Angst bedeutet, in einem so lebendigen und kindgerechten Stil, dass Kinder hier fürs Leben lernen können. Mein achtjähriger Sohn hat aus Langeweile mit diesem Werk angefangen und mit zahlreichen Fragen las er es an drei Tagen durch.

Unterstützt wird der Text gerade am Anfang von zahlreichen Naturfotos, wie es auf dem Cover schon der Fall ist. Zum Ende des Buches werden die Bilder jedoch weniger. Der Grund hierfür liegt allerdings schnell auf der Hand. Hier geht es eher um Erklärungen und Vermittlungen von lehrreichen Aspekten, die schwer in Bildern darzustellen sind. Für junge Leser hätte man sich hier zwar was einfallen lassen können, aber mich persönlich hat es beim Lesen nicht gestört.

Mirjam ist eine Autorin, die sich neben der Natur sehr mit Gott beschäftigt und stets eine gewisse Verbindung zwischen diesen beiden Dingen zieht. Dies merkt der Leser auch bei dieser Geschichte. Immer wieder baut sie kurze Passagen und Erklärungen ein, die Natur und Gott verbinden. Gerade Kinder, die sich in den ersten Klassen mit Religion etwas mehr beschäftigen, finden diese Kombination aus lehrreich, Natur und einem winzigen Hauch von Religion sehr interessant, wie ich bei meinem Sohn feststellen durfte. Selbst Eltern, die wenig von Religion halten, werden feststellen, dass der Anteil so minimal ist, dass er kaum auffällt, geschweige denn stört. Trotzdem wird es einige Skeptiker geben, die selbst dieser Hauch stören wird. Aber kaum ein Buch findet bei jedem Leser Anklang.

Ich persönlich finde das Buch nicht nur lehrreich, sondern auch fantasievoll und trotzdem authentisch. Mir hat es sehr viel Spaß bereitet das Buch zu lesen. Dazu kommt der Aspekt, dass besonders Kinder sehr viel Nutzen daraus ziehen und die Geschichte sogar sehr interessant finden. Wenn man bedenkt, dass das Buch eigentlich für Erwachsene geschrieben wurde, ist es erstaunlich, dass es gerade bei jüngeren Lesern so gut ankommt. Das liegt aber nicht nur am Inhalt, sondern auch am liebevollen und leichten Stil. Dazu kommt eine grooße Schrift, die es selbst Leseanfängern leicht macht.
Selbst als Erwachsener können die lehrreichen Dinge, die die Autorin einbaut, noch einiges vermitteln oder wieder ins Gedächtnis rufen.

Allerdings gibt es einen Punkt, der mir persönlich nicht so gut gefallen hat. Wie oben erwähnt ist der Stil und die Geschichte in meinen Augen eigentlich hervorragend für Kinder geeignet. Bei einigen lehrreichen Ansätzen, wie Umweltverschmutzung oder Trauer, baut Mirjam Kinder ein, wodurch die jungen Leser sich eingebunden fühlen und es besser nachvollziehen können. Andere Ansätze sind jedoch eher etwas für Erwachsene, sodass Kinder erst nachfragen müssen, ob es zu begreifen. Hier hätte die Autorin sich in meinen Augen mehr für eine Seite entscheiden müssen. Meines Erachtens bei einer solchen Geschichte für die Kinderseite, und dementsprechend auch nur Beispiele mit und für Kinder verwenden sollen.

Nichtsdestotrotz ist dieses unscheinbare Buch wirklich sehr lehrreich, sodass ich es nicht nur Eltern und jungen Leseratten empfehlen kann, sondern auch Lehrern, denn das Buch bietet genügend lehrreiche Aspekte, eine gute Wertevermittlung und viele interessante Dinge über die Natur. Manche Kinder wissen zum Beispiel nicht einmal was eine Birke ist. Aus diesem Grund kann ich das Buch wirklich nur empfehlen, auch wenn es von einer so unbekannten Autorin und einem für viele degoutanten Verlag stammt.

===Bewertung===
Tapetenwechsel“ ist ein Buch, dass lehrreich, interessant, liebevoll und zugleich kindgerecht daherkommt. Trotz abschreckenden Titels und einer unbekannten Autorin lohnt sich dieses Buch für junge Leser, die gerne etwas lernen. Verdiente vier Sterne.

Pro: lehrreich, fürs Leben, kindgerechter Stil, Bilder
Contra: Vereinzelte Beispiele eher aus der Erwachsenenwelt
Empfehlung: ja


©  Sarahs Bücherwelt



Burkowski, Ursula: Draußen!


==Mein Leben nach dem Horror-Kinderheim==



Wenn sie es mißhandelt oder vernachlässigt zum Beispiel; für das Jugendamt gibt es viele Gründe. Ich habe von alledem nichts getan. Meine Schuld liegt nur darin, daß ich nach dem Gesetz noch keine Mutter sein darf. Ich bin noch nicht 18 Jahre alt und bin nicht mündig. Die Natur hat da wohl einen Fehler gemacht, als sie die Menschen nicht wie im Gesetz vorgesehen erst mit der Volljährigkeit auch zeugungs- und empfängnisbereit machte. Jetzt ist mein Kind weg. Nicht weit von mir, nein, darauf haben die Behörden geachtet, aber trotzdem für mich unerreichbar: in einem Kinderheim, in dem ich zuvor 14 Jahre lebte. Rückkehr ins Heim (ZITAT S. 7)


Nachdem ich schon das Werk „Weinen in der Dunkelheit“ gelesen hatte, wollte ich auch wissen, wie es weiter geht. Da ich den Doppelband zu Hause im Regal stehen hatte, war es selbstverständlich, dass ich die Fortsetzung ebenfalls lesen würde, auch wenn mir das erste Buch nicht gänzlich gefallen hat. Nun möchte ich euch meine Leseerfahrungen nicht vorenthalten.
 

===Buchdaten===
Autor: Ursula Burkowski
Titel: Draußen!
Verlag: Bastei Lübbe
Erschienen: 1995
ISBN-10: 3404612493
ISBN-13: 9783404612499
Seiten: 347
Kosten: ab 3,00€
Serie: Bastei Lübbe Erfahrungen 
   

===Zitierter Klappentext===
Nach Jahren unsäglichen Leidens in Heimen der ehemaligen DDR wird Ursula Burkowski endlich mit ihrem kleinen Sohn Timo in die Welt entlassen. Eine düstere Ostberliner Hinterhofwohnung wird ihre erste Zuflucht. Doch schon bald muss sie ihren Sohn zur Großmutter geben. Liebevoll nimmt diese den Kleinen auf. Um so größer ist Ursulas Schock, als sie erfährt, daß die Oma heimlich das Sorgerecht für Timo beantragt ..

===Was vorher geschah===
Als die zweijährige Ursula Burkowski und ihre Geschwister im Winter 1953 von ihrem Großvater gefunden werden, ist ihre Mutter schon eine Woche verschwunden. Sie hat sich aus Ostberlin in den Westen abgesetzt. Die Kinder sind halbverhungert, die Haare der Jüngsten an den Gitterstäben des Kinderbettchens festgefroren.Ursula wird in das Kinderheim Königsheide eingewiesen, eine Vorzeigeanstalt der DDR. Hier erfährt sie die Einsamkeit der Gruppenerziehung: Stubenappelle und Stubenarrest, Politdrill und Fähnchenschwenken bei Staatsfeiern, homosexuelle Praktiken eines Erziehers und die Schwangeschaft einer dreizehnjährigen Freundin. Sie lernt früh, daß von Erwachsenen nicht viel zu erwarten ist, und sie lernt, sich zu wehren ...

===Meine Meinung===
Draußen!“ ist die Fortsetzung von „Weinen in der Dunkelheit“. In dem ersten Teil begleitete der Leser die junge Ursula durch ihre Kindheit, die sie in einem Heim verbracht hat. Das Buch endet mit der Geburt ihres Sohnes. Genau an diesem Punkt setzt die Fortsetzung an. Timo ist inzwischen im Heim, bis seine Mutter 18 Jahre alt ist, über eine Wohnung und ein Kinderbett verfügt. Der 18te Geburtstag kommt, aber so leicht, wie es sich Ursula vorgestellt hat, ist es nicht, wenn man „draußen“ ist. Wie sie ihr Leben außerhalb des Heims meistert, was sie in den ersten Jahren erlebt, und wie es mit ihrem Sohn weitergeht, erfährt der Leser in der Fortsetzung.

Das Buch setzt wirklich genau dort an, wo der erste Band aufhört. Als Leser kann man gar nicht verstehen, das eine Mutter so von ihrem Kind abgeschirmt wird. Mit dieser schockierenden Einleitung hatte mich die Autorin doch gepackt. Man fühlt sofort mit ihr und fragt sich, wie ein Land so etwas zulassen kann. Leider ist es mit diesem Aufhänger auch schon wieder getan.
Binnen weniger Seiten kommt die Autorin in ihren gewohnten Tagebuchstil-Trott hinein und setzt auf absolute Naivität. Alle paar Seiten kann der Leser nur den Kopf schütteln. Nach rund 100 Seiten hatte ich einfach die Nase voll. Dieses Leben danach ist definitiv bewegender, als ihr Leben im Heim und das Leben „außerhalb“ ist immer schwer. Das sieht kennt man vielleicht aus seinem eigenen Leben, wenn man von der Schule plötzlich ins Berufsleben oder ins Studium kommt und nun nicht alles vorgekaut bekommt, sondern eigenständig handeln muss. Andere Frauen bekommen unter noch härteren Voraussetzungen ein Kind, und wachsen mit der Herausforderung. Ursula wirkt auch nach einigen Monaten mit ihrem Sohn völlig kindlich. So macht das Lesen gar keinen Spaß. Immer wieder kommt man ins Kopfschütteln. Zwischendurch geht sie wie gewohnt auf uninteressante Situationen ein. Auch hier fehlen wieder Bilder, sodass alles etwas blass wirkt. Mit jeder neuen Seite wird mir die Person Ursula Burkowski immer unsympathischer.
Bei diesem Buch muss ich zum ersten Mal in den letzten Monaten zugeben, dass ich es abgebrochen habe. Die Autorin versucht mit ihrem Schicksal nur Geld zu machen. Wer wirklich ein ernsthaftes Schicksalsbuch lesen will, sollte um dieses Buch einen großen Bogen machen.

===Bewertung===
Langatmig, Naiv und kindlich erzählt Ursula ihre Lebensgeschichte nach der Geburt ihres Sohnes weiter. Für mich ein Buch, dass sich alles andere als lohnt. Da ich es abgebrochen habe, gibt es nur einen Stern.

Pro: Setzt perfekt an den ersten Teil an
Contra: Stil, Inhalt
Empfehlung: Nein



Burkowski, Ursula: Weinen in der Dunkelheit


==Meine qualvolle Kindheit in einem DDR-Heim==




Ich war froh, nach fast sechs Jahren mit Pflegeeltern nun wieder für mich zu sein. In den letzten Jahren hatten mich meine Pflegeeltern Wochenende für Wochenende geholt, einschließlich des Urlaubs und der Feiertage, aber ich fühlte mich dort nie zu Hause. Später bin ich nur noch mitgegangen, wenn ich eine Freundin mitnehmen durfte. In all den Jahren hatte mich meine Pflegemutter nicht ein einziges Mal in die Arme genommen oder gedrückt. (Zitat S. 89)


Dieses Zitat stammt aus einem Schicksalsroman aus dem Hause Bastei Lübbe. Als Kind habe ich zusammen mit meiner Mutter zahlreiche Werke dieser Reihe gelesen. Inzwischen wurde diese Reihe in dieser Form eingestellt und daher freue ich mich wieder, wenn ich ein Exemplar ertauschen kann oder es mir geschenkt wird. Nun möchte ich euch das Schicksal von Ursula näher bringen.

===Buchdaten===
Autor: Ursula Burkowski
Titel: Weinen in der Dunkelheit
Verlag: Bastei Lübbe
Erschienen: 1994
ISBN-10: 3404612442
ISBN-13: 9783404612444
Seiten: 256
Kosten: gebraucht ab 1€
Serie: Bastei Lübbe Erfahrungen

===Zitierter Klappentext===
Als die zweijährige Ursula Burkowski und ihre Geschwister im Winter 1953 von ihrem Großvater gefunden werden, ist ihre Mutter schon eine Woche verschwunden. Sie hat sich aus Ostberlin in den Westen abgesetzt. Die Kinder sind halbverhungert, die Haare der Jüngsten an den Gitterstäben des Kinderbettchens festgefroren.Ursula wird in das Kinderheim Königsheide eingewiesen, eine Vorzeigeanstalt der DDR. Hier erfährt sie die Einsamkeit der Gruppenerziehung: Stubenappelle und Stubenarrest, Politdrill und Fähnchenschwenken bei Staatsfeiern, homosexuelle Praktiken eines Erziehers und die Schwangeschaft einer dreizehnjährigen Freundin. Sie lernt früh, daß von Erwachsenen nicht viel zu erwarten ist, und sie lernt, sich zu wehren ...

===Meine Meinung===
Schicksalsromane gibt es wie Sand am Meer. Einen wirklich guten Roman herauszufischen ist bei der Masse gar nicht so leicht. Aus diesem Grund habe ich stets gerne Werke aus dem Bastei Lübbe Verlag gelesen, denn hier gibt es abwechslungsreiche Schicksale, die auch nach vielen Jahren das Herz bewegen.

Das Leben in einem Heim ist nie leicht, wie es sich in der DDR jedoch verhält, ist für einen „Westdeutschen“ noch fremder. Nach der Wende versuchte Ursula Burkowski ihr Schicksal den „Wessis“ aufzuzeigen.

Ihre Autobiographie beginnt mit einer Zeit, an die sie sich nicht wirklich erinnert. Sie ist zwei Jahre alt, als ihr Opa sie und ihre anderen Geschwister allein zu Hause, halb erfroren und ohne Essen findet. Ihre Mutter ist einfach in den Westen geflohen. Ursula kommt kurzer Hand in ein Heim. Damit beginnt für sie eine Kindheit und Jugend voller Entbehrungen, Neid, Qualen und vor allen Dingen ohne Liebe. Auf der Suche nach Liebe wird sie immer wieder ausgenutzt und ist am Ende im Alter von 17 Jahren ungewollt schwanger. Damit beginnt die Heimgeschichte für ihren Sohn von Neuem.

Wenn man sich den Klappentext durchliest, dann bekommt der Leser einen kleinen Vorgeschmack auf ein brutales und schockierendes Kinderleben in einem Heim. Wer ein solches Buch schreibt, der muss schon mit solchen Schilderungen aufwarten, um einen Leser zu berühren. Krebs, Aids oder Missbrauch wurde schon so häufig aufgegriffen, dass ein solches Schicksalsbuch schon eher selten ist. Leider blieb es bei einer guten Idee, denn das Schicksal, welches Ursula als qualvoll und grausam angibt, ist zwar bewegend, aber definitiv nicht qualvoll oder grausam. Die wirklich schockierenden Aspekte wurden schon in der Kurzbeschreibung genannt. Aus diesem Grund zog sich das Buch auch nur in die Länge. Ihr Schicksal unterscheidet sich in meinen Augen überhaupt nicht von anderen Schicksalen. Da gibt und gab es sicherlich tragischere Kindheiten. Um diese aufzuzeigen, geht sie neben ihrer Geschichte stets auf Freundinnen und ihre Probleme ein.
In kurzen Kapiteln geht die Autorin auf wesentliche Zeitpunkte ihres Lebens ein. Dabei achtet sie auf eine chronologische Reihenfolge. Von ihren ersten Tagen im Heim, der Einschulung, dem ersten Kuss, Parteitreffen, dem ersten Sex bis zur Geburt ihres Sohnes. Über die DDR selbst erfährt der Leser einige Informationen, die aber im Nachhinein betrachtet eher oberflächlich sind.
Stellenweise geht die Autorin auf so unwichtige Dinge ein, oder versucht zu zeigen, wie unterschiedlich die Kindheiten in Ost und West verliefen, dass man einfach nur gelangweilt den Kopf schütteln kann. Kinder aus dem Westen wurden sicherlich nicht wie Könige behandelt. Auch dort hatten es die Kinder in den Heimen mehr als schwer. Sie haben die gleichen Probleme und Ängste. Die Autorin stellt dies aber so dar, als wäre es in einem Ost-Heim alles viel tragischer gewesen.
Gerade die langweiligen Passagen, wo es dann um unwichtige Partys und Ausflüge geht, möchte man das Buch am Liebsten aus der Hand legen. Nichtsdestotrotz ließt man das Buch zu Ende, um einfach zu erfahren, wie es weitergeht, oder Dinge zu erfahren, die man wissen möchte.
Der Stil von Ursula Burkowski trägt nicht gerade zu einem Bestseller bei. Obwohl sie schon wesentlich älter ist, und einen ganz anderen Blickwinkel auf bestimmte Dinge hat, beschreibt sie ihr Leben aus einer naiven Sichtweise. Ihr Stil erinnert mich an das Tagebuch einer 13jährigen Schülerin. Es lässt sich zwar flüssig und leicht lesen, aber der gewisse Pepp fehlt einfach. Zudem gibt es in dem gesamten Buch nicht ein einzige Foto. Selbst in Zeiten der DDR gab es schon Fotos, die man hätte einbinden können.

Im Großen und Ganzen ist das Buch eher nur mittelmäßig. Eine gute Idee reicht definitiv nicht aus. Wer ein flaches Schicksal lesen will, wird hingegen glücklich.

===Bewertung===
Kindlicher Stil, naive Sichtweise, fehlende Fotos und stellenweise langatmige Passagen, da können nicht einmal die tragischen Momente einen guten Ausgleich bieten. Für mich schwache drei Sterne.

Pro: Idee
Contra: langatmige Passagen, naiv, wenig interessant
Empfehlung: nein





Adler-Olsen, Jussi: Erbarmen


== Ein dämonischer Psychothriller==




Copyright by dtv
Sie kratzte sich an den glatten Wänden die Fingernägel blutig und hämmerte mit den Fäusten an die dicken Scheiben, bis sie ihre Hände nicht mehr spürte. Immer wieder tastete sie sich in der vollständigen Dunkelheit bis an die Stahltür heran und bohrte ihre Nägel in den Spalt. (Zitat S. 7)


So beginnt der erste Roman der Serie „Carl Mørck“. Nachdem ich schon den dritten Teil gelesen hatte, wollte ich wissen, wie die Reihe begann. Aus diesem Grund habe ich mir den ersten Teil ertauscht. Nun möchte ich euch das Buch vorstellen.

===Buchdaten===
Autor: Jussi Adler-Olsen
Titel: Erbarmen
Originaltitel: Kvinden i buret
Verlag: dtv
Erschienen: 2011
ISBN-10: 3423212624
ISBN-13: 9783423212625
Seiten: 432
Kosten: 9,95€
Serie: Carl Mørck

***Die Reihe***
Erbarmen: Der erste Fall für Carl Mørck
Schändung: Der zweite Fall für Carl Mørck
Erlösung: Der dritte Fall für Carl Mørck

===Zitierter Klappentext===
Der Albtraum einer Frau.
Ein dämonischer Psychothriller.

Die verzerrte Stimme kam aus einem Lautsprecher irgendwo im Dunklen: »Herzlichen Glückwunsch zu deinem Geburtstag, Merete. Du bist jetzt hier seit 126 Tagen, und das ist unser Geburtstagsgeschenk: Das Licht wird von nun an ein Jahr lang eingeschaltet bleiben. Es sei denn, du weißt die Antwort: Warum halten wir dich fest?«

Am 2. März 2002 verschwindet eine Frau spurlos auf der Fähre von Rødby nach Puttgarden, man vermutet Tod durch Ertrinken. Doch sie ist nicht tot, sondern wird in einem Gefängnis aus Beton gefangen gehalten.

Wer sind die Täter?
Was wollen sie von dieser Frau?
Und: Kann ein Mensch ein solches Martyrium überleben?

Der erste Fall für Carl Mørck, Spezialermittler des neu eingerichteten Sonderdezernats Q bei der Kopenhagener Polizei, und seinen syrischen Assistenten Hafez el-Assad, der seinen Chef nicht nur durch unkonventionelle Ermittlungsmethoden überrascht ...

===Meine Meinung===
Erbarmen“ ist der erste Roman rund um den Ermittler Carl Mørck. Inzwischen gibt es schon den dritten Fall. Dieser war auch mein erster Jussi Adler-Olsen, sodass ich, nachdem er mich überzeugt hat, auch den ersten Teil kaufen musste.

In seinem ersten Fall trifft der Ermittler Carl Mørck, der zu der neu eingerichteten Sondereinheit Q gehört, auf eine verschwundene Frau. Am 02.03.2002 verschwindet Merete spurlos. Anfangs geht jeder davon aus, dass sie von der Fähre heruntergefallen und ertrunken ist. Damit ist der Fall eigentlich erledigt, aber was sie nicht wissen ist, das sie festgehalten wird in einem Beton-Gefängnis. Ihre Akte kommt zu den ungeklärten Todesfällen. Inzwischen sind fünf Jahre seit dem Verschwinden der Politikerin vergangen. Wie ein Tier wurde sie die ganzen Jahre festgehalten und nur mit dem Nötigsten versorgt. Ihr Geburtstag bietet mit der jährlichen Frage „Warum halten wir dich fest“ eine kleine Abwechslung, denn sie bekommt stets ein kleines Geschenk, wie zum Beispiel eine Taschenlampe. Carl Mørck rollt nun den Fall noch einmal auf und sein einziger Hinweis ist ihr jüngerer Bruder Uffe, der seit dem Tod seiner Eltern traumatisiert und stumm ist, denn er war an dem Tag dabei.

Schon seit „Cold Case“ mag ich Thriller rund um alte, ungelöste Fälle. Das es sich hierbei um eine verschwundene Politikerin handelt, gefiel mir zwar weniger gut, weil ich Bedenken hatte, dass hier sehr viel auf politische Aspekte eingegangen wird, aber spätestens nach der Hälfte, wurde mir klar, dass dies nicht der Fall ist, sondern die Thematik für einen spannenden Fall genutzt wurde. Politik hat nur eine kleine Rolle, die mir den Spaß am Lesen nicht nahm.

Durch den Prolog, in dem man die aktuelle Situation von Merete erfährt, ist der Leser schon gefesselt. Brutal, beängstigend und schockierend beschreibt Jussi Adler-Olsen ihr Gefängnis. Die Frage nach dem Warum stellt sich auch der Leser, und möchte unbedingt die Antwort erfahren. Damit gelingt es dem Autor seine Leser bis zur Aufklärung der grundlegenden Frage zu fesseln.

Nach dem Prolog hatte ich zwar meine Bedenken, dass ich als Quereinsteiger, der mit dem dritten Fall schon viel mehr über die einzelnen Charaktere weiß, etwas gelangweilt sein könnte. Es war aber eher das genaue Gegenteil der Fall. Ich lernte den Ermittler von Anfang an kennen, entdeckte Seite und Macken, die ich beim Lesen des dritten Falls noch nicht entdeckt hatte. Neueinsteiger, wie auch Quereinsteiger werden an den eingeführten Charakteren ihre wahre Freude haben. Nach und nach rundet sich das Bild, welches ich schon vorher hatte, ab.

Genauso gelungen wie die Protagonisten in den ersten Teil eingeführt werden, ist auch die Umsetzung der Grundidee. Besonders die Schilderungen, wie sich die Politikerin in ihrer Zelle fühlt und was sie erlebt, werden so dramatisch, blutig und grausam geschildert, dass es einem beim Lesen kalt den Rücken hinunterläuft. Man möchte gar nicht mehr aufhören und ich fühlte mich teilweise sehr gestört, wenn die Perspektive wieder zu den Ermittlern zurück wechselte. Schließlich wollte ich wissen, wie es ihr ergeht. Trotzdem sind die Ermittlungen keineswegs langweilig. Neue Hinweise bringen immer neue Erkenntnisse und treiben den Fall in Windeseile voran. Dafür sorgt der Stil des Autors, der bildhaft ist und sich flüssig lesen lässt. Selbst die gewöhnungsbedürftigen Namen habe ich diesmal nicht als hinderlich empfunden, so gut schildert der Autor alles. Man sieht das gesamte Buch vor seinem inneren Auge. Das spricht für einen grandiosen Schreibstil. Dadurch entsteht eine mitreißende Spannung, die bis zur letzten Seite anhält. Zwar wusste ich schon recht früh, wie das Buch ausgehen würde, aber man fiebert trotzdem mit und überlegt, ob es vielleicht doch noch eine andere Lösung geben kann.
Der ausgewählte Schluss ist logisch und sorgt für Nervenkitzel pur. Er rundet die entstandene Atmosphäre ab und führt dazu, dass man unbedingt mehr von diesem skurrilen Inspektor lesen möchte.

Auf Grund der brutalen Szenen ist das Buch nicht unbedingt was für schwache Nerven, aber ich kann es uneingeschränkt empfehlen.

===Bewertung===

Erbarmen“ ist der erste Teil der Carl Mørck Reihe und zeigt das gesamte Können des Autors. Kein Wunder, dass er damit so erfolgreich geworden ist. Spannend, packen, brutal, detailliert und sehr authentisch wirkt der erste Fall. Für mich fünf Sterne

Pro: Idee, Umsetzung
Contra: Namen
Empfehlung: Ja