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Levy,Marc: Kinder der Hoffnung


==Kinder des 2. Weltkrieges==


Und ich weiß nicht, dass ich in zehn Jahren am Denkmal von Auschwitz in einem etwa fünf Meter hohen Berg von Brillen das Gestell wiedererkennen werde, das mein Vater, als ich ihn zum letzten Mal im Café des Tourneurs gesehen hatte, in die Brusttasche seiner Jacke steckte. Mein kleiner Bruder Claude weiß nicht, dass ich ihn bald holen werde und dass, wenn er nicht ja gesagt hätte und wir diese Jahre nicht gemeinsam durchgemacht hätten, keiner von uns überlebt hätte. (Zitat von S. 11)

Dieses Zitat stammt vom Anfang des Buches „Kinder der Hoffnung“. Es handelt sich um einen Roman über den Widerstand im zweiten Weltkrieg. Da ich gerne solche Werke lese, habe ich es von meiner Mutter geschenkt bekommen. Wie mir das Werk vom Bestseller Autor Marc Levy gefallen hat, lest selbst.


===Buchdaten===
Autor: Marc Levy
Titel: Kinder der Hoffnung
Originaltitel: Les efants de la liberté
Verlag: Knaur
Erschienen: 2011
ISBN-10: 3426500205
ISBN-13: 9783426500200
Seiten: 368
Kosten: gebraucht ab 3,01€ bei Amazon

===Zitierter Klappentext===
Toulouse in den vierziger Jahren: Frankreich ist von den Deutschen besetzt, täglich werden Juden und politische Gegner deportiert – auch die Eltern des achtzehnjährigen Raymond und seines jüngeren Bruders Claude. Eines Tages steigt Raymond in eine Straßenbahn. Als er sie wieder verlässt, nennt er sich Jeannot und hat den Beschluss gefasst, zusammen mit Claude in der Résistance zu kämpfen – ein folgenschwerer Entschluss, denn zusammen mit ihren jungen Kameraden riskieren die beiden mehr als einmal ihr Leben. Was sie antreibt, ist der Glaube an die gerechte Sache, und was sie beseelt, die Hoffnung, dass ihre eigenen Kinder einmal in einer besseren Welt und in Freiheit leben werden.

===Meine Meinung===
Bücher über den zweiten Weltkrieg gibt es zahlreich. Warum nicht auf den Zug aufspringen und als Bestseller Autor sein Bestes zu diesem Thema geben. Das dachte sich wohl auch Marc Levy, als er sich an das Buch „Kinder der Hoffnung“ setzte. Wie viele Leser gehöre ich zu den Skeptikern, da es einfach zu viele Werke gibt, die sich mit diesem Thema beschäftigen. Da aus der Menge positiv hervorzustechen, ist gar nicht so einfach. Dementsprechend gespannt war ich, wie ein so bekannter Autor den zweiten Weltkrieg sieht.

Der Leser wird in „Kinder der Hoffnung“ in das Frankreich der 40er Jahre entführt. Raymond alias Jeannot und sein Bruder Claude schließen sich dem Widerstand an, um gegen die Nazis und die französischen Sympathisanten zu kämpfen. Aus dem Untergrund versuchen sie die Nazis mit Sabotage zu schwächen. Ihre Aktionen bleiben nicht unentdeckt, sodass es immer wieder zu blutigen Kämpfen mit Verlusten auf beiden Seiten kommt. Es kommt, wie es kommen muss, sie werden verhaftet. Sie werden Zeugen von Folter, Exekutionen und den anderen Gemeinheiten, die sich die Nazis ausdenken. Kurz vor Ende des Krieges werden sie nach Deutschland gebracht. Für die Brüder bleibt nur noch eine Hoffnung zu Überleben – sie müssen fliehen.

Eigentlich bietet dieser Inhalt alles was eine spannende Geschichte benötigt – einen bewegenden Hintergrund, dramatische Ereignisse, etwas Blutvergießen und zahlreiche Höhepunkte. Doch eine gute Idee alleine reicht selbst bei einem bekannten Autoren wie Marc Levy nicht aus. Man merkt, dass der Autor hauptsächlich durch seine Liebesromane berühmt wurde. Mit diesem Werk konnte mich der Autor überhaupt nicht überzeugen.

Es beginnt schon mit den Protagonisten. Der Ich-Erzähler, aber auch die anderen Protagonisten bleiben für mich blass und schwammig. Es entstand bis zum Schluss kein Bild vor meinem inneren Auge. Dadurch ist es beim Lesen schwer die Handlungen, Gedanken und Emotionen nachzuvollziehen. Für mich erschwerte dieser Aspekt das Lesen ungemein. Besonders der Einstieg wurde für mich dadurch sehr schwer. Der Stil, den Marc Levy verwendet, erschwert das Ganze noch mal eine Spur. Abgehackte, kurze Beschreibungen und zahlreiche Sprünge lassen keine Spannung oder Verbundenheit aufkommen. Zudem geht der Autor nach einem Schema vor, das sämtliche Spannung im Ansatz zu Grunde richtet. Kaum wird eine Figur umgebracht, folgt die nächste Figur. Es ändert sich lediglich die Art und Weise. Sicherlich hätte dies auch spannend dargestellt werden können, wenn der Stil nicht so gähnend langweilig und abgehackt gewesen wäre. Teilweise wirken die Beschreibungen monoton. Hier hätte der Autor lieber zusammenhängender und ausführlicher manche Szenen beschreiben müssen, um mich als Leser zu überzeugen. Es wirkte auf die Dauer eher verwirrend durch die immer neuen Charaktere, die dann doch wieder sterben. Irgendwann kommt der Punkt, wo man die Lust am Lesen verliert. Trotz zahlreicher Kämpfe und der dramatischen Grundsituation mit den Nazis ist es zähflüssig, alles andere als spannend, sodass ich mich nicht gefesselt fühlte. Auf den letzten Seiten ändert sich diese Schwäche jedoch schlagartig. Plötzlich gelingt es dem Autor mit einem flüssigen und zusammenhängenden Text zu überzeugen, der einen bis zur letzten Seite mitfiebern lässt. Besonders überrascht der Schluss mit der Tatsache, dass es hierbei um eine familiäre Geschichte seitens Marc Levy handelt.

Der Schluss alleine kann den schlechten Anfang jedoch nicht verblassen lassen. Die schwachen Charaktere und Beschreibungen, sowie der abgehackte Stil konnten mich persönlich nicht überzeugen. Die Geschichte selbst ist weniger spannend, aber wirkt trotzdem authentisch, wenn man selbst die damalige Zeit kennt oder zumindest schon viel darüber gelesen hat. Für meinen Geschmack hätte Marc Levy bei seinen Liebesromanen bleiben sollen.

===Bewertung===
Marc Levy ist ein Bestseller Autor, der mit seinen Liebesromanen zahlreiche weibliche Leser überzeugen konnte. Obwohl es sich um eine familiäre Begebenheit handelt, gelingt ihm die Umsetzung eines so wichtigen Buches nicht. Unspannend, ruckelig und blass wirkt der Großteil des Buches. Für den guten Schluss gibt es jedoch zwei Sterne.

Pro: Idee, Schluss
Contra: Stil, Charaktere
Empfehlung: Nein


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