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Beyrichen, Jutta: Die Tochter der Pferdefrau

==Schwache Fortsetzung==

Mein letztes Leseerlebnis hat den Titel „Die Tochter der Pferdefrau“. Es ist ein Buch, welches ich letztes Jahr von meiner Mutter geschenkt bekommen habe, nachdem sie es ebenfalls von einer Freundin empfohlen bekam. Da ich schon als Kind nicht so ein Fan von Pferdebüchern war, obwohl ich selbst geritten bin, hab ich das Buch bis jetzt vor mir hergeschoben.




Dieses Kalb hier war das letzte der Herde, und Christine unterdrückte ein erleichtertes Aufstöhnen, als sie endlich die Injektion setzen und das Tier wieder freilassen konnte. (Zitat S.9)

Dieses Zitat stammt aus den ersten Seiten dieses Buches, und spiegelt perfekt den leichten und langweiligen Stil wieder, der typisch für dieses Buch ist. Was ihr sonst noch zu erwarten habt, lest selbst.


Die Tierärztin Christine lebt glücklich mit ihrem Mann Denis auf seinem Gestüt in Irland. Eines Tages taucht auf dem Reiterhof ein junges Mädchen auf, das bei einem Unfall seine Mutter verloren hat. Christine bemüht sich um das verstörte Mädchen, scheint aber keinen Erfolg zu haben. Doch die junge Ärztin gibt nicht auf - auch nicht, als ihre Beziehung zu Denis in Gefahr gerät. Und am Ende sind es einmal mehr die Pferde, die die Menschen zueinander führen ...(Quelle: Klappentext)


===Sarahs Meinung===
Der Leser wird in die Welt von Christine entführt. Als deutsche Tierärztin in Irland hat sie alle Hände voll zu tun, und ist froh, wenn sie mit Denis ruhige Stunden verbringen kann. Die Ruhe ist jedoch vorbei als Fiona, die Schwester von Denis, sie um Hilfe bei einem Sozialprojekt bittet. Ein deutsches Mädchen, Jessica, hat ihre Mutter bei einem Verkehrsunfall verloren und liegt völlig verschlossen und verängstigt in einem Kloster. Christine soll dieses Mädchen abholen und Zugang zu ihr finden. Leichter gesagt als getan. Erst ein schwerwiegender Zwischenfall verändert die Situation gänzlich.

Es beginnt schon mit dem passenden und trotzdem langweiligen Cover. Ein paar schöne Pferde, die im Galopp ihren Weg suchen, passt zwar perfekt zum Inhalt, sprach mich jedoch nicht unbedingt an. Mir fehlte ein kleiner Eye-Catcher, und das, obwohl ich Pferde wunderschön finde.

Pferde sind zwar wunderschöne Tiere, aber mit diesen Werken kann ich einfach wenig anfangen. Ich muss sogar zugeben, dass ich den ersten Teil „Die Pferdefrau“ nicht mal vom Titel her kannte und gehört habe ich schon von einer Menge Bücher. Fortsetzungen sind zudem immer recht schwierig, aber es war nun mal ein Geschenk und sollte auch gelesen werden. Leser des ersten Teils sagen zwar, dass sie sich gefreut haben alte Bekannte erneut zu treffen. Aber als Quereinsteiger kann ich nur sagen, dass es nicht nötig ist, den ersten Teil gelesen zu haben.

Als Leser wird man sanft in das Leben von Christine, ihrer Arbeit als Tierärztin und ihrer wohnlichen Situation vertraut gemacht. Nachdem in einem Prolog versucht wurde, mit dem tragischen Verkehrsunfall die Grundlage zu schaffen und den Leser die volle Aufmerksamkeit zu entlocken, baut sich die Geschichte eher langsam auf. Der allwissende Erzähler lässt den Leser aus Sicht von Christine die Situation miterleben. Leider gelingt es der Autorin mit dieser Erzählperspektive nicht unbedingt Spannung aufzubauen. Wortreich, streckenweise zu langatmig und ohne jegliche Höhepunkte setzt sich alles zusammen. Dies wäre bei weitem nicht so schlimm, wären die Protagonisten nicht so blass geblieben. Christine empfand ich noch im Großen und Ganzen gesehen recht sympathisch. Jessica hingegen konnte ich oft nicht verstehen, nicht mal, wenn ich im Hinterkopf den Verlust ihrer Mutter geparkt hatte. Sie wirkt aggressiv, verantwortungslos, aufsässig, zickig und komplett unfreundlich. Ein typisches Teenager Verhalten, aber nach dem Klappentext bin ich mehr von einem verstörten Teenager und nicht von einem rebellischen Mädchen ausgegangen. Zwar legt sich dieses Verhalten im Verlauf des Buches, aber sympathisch wird mir dieses Mädchen an keiner Stelle. Gerade bei einem so tragischen Erlebnis hätte ich etwas anderes erwartet, da ich solche Emotionen gut nachvollziehen könnte. Generell hätten die Emotionen mehr ausgebaut werden können. Oberflächlich werden sie recht gut beschrieben, aber bei einem solchen Thema ist der Tiefgang bei den Gefühlen wesentlich wichtiger.

Mir persönlich war der Lesefluss trotz trivialen Stils einfach zu zähflüssig. Obwohl mir das Thema nicht liegt, hatte ich die Hoffnung, dass auch dieses Werk mich überzeugen würde, wie viele andere Bücher, auf die ich vorab nicht unbedingt Lust hatte. Dies war bei diesem Buch nicht der Fall. Dementsprechend kann ich es nicht empfehlen. Mich konnte die Autorin definitiv nicht überzeugen.

===Sarahs Fazit===
Die Tochter der Pferdefrau“ besticht durch blasse Charaktere, oberflächliche Emotionen und keinerlei Spannung. Von mir bekommt das Buch lediglich zwei Sterne.

Pro: Idee
Contra: Umsetzung
Empfehlung: nein

Autor: Jutta Beyrichen, Titel: Die Tochter der Pferdefrau
Verlag: Knaur Galeria Edition, Erschienen: 2008
ISBN-10: 3426627884, ISBN-13: 9783426627884
Seiten: 379, Kosten: 4,99€


© Eure CQ für Sarahs Bücherwelt
Verwendete Zitate werden ausgewählt und eingebaut um den Stil, Spannungsanteil, Detailreichtum oder ähnliches aufzuzeigen. Sie gehören nach wie vor dem rechtlichen Eigentümer und dienen lediglich der Unterstützung meiner Rezension.


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