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Barbecook Brahma 4.0 im Test


Grillen ist schon eine feine Sache. Man ist an der frischen Luft, das Fleisch hat weniger Fett als in der Pfanne und gehört in meinen Augen zu einem warmen Sommer dazu. In unserer alten Wohnung mussten wir noch einen üblichen Elektro-Grill für den Balkon benutzen und auch mit unserem Haus blieb es anfänglich nur bei einem Kohlegrill. Bis zu meinem Geburtstag. Wir wollten für unsere Gäste grillen, aber mit einem normalen Schwenkgrill, 47cm Durchmesser, hatte mein Mann einfach keine Lust. Ständig fiel was runter, die Ketten waren im Weg und man musste immer aufpassen, das nichts verbrennt. So entstand die Idee nach einem größeren Kohlegrill. Als er jedoch einen Gasgrill reduziert fand, war seine Neugierde für dieses Objekt geweckt. Eigentlich wollte er nur spaßeshalber nach einem noch günstigeren Modell schauen, obwohl 300€ schon recht günstig waren. Aus Spaß wurde Ernst und dieser ist nun einen halben Monat alt.
Kaufpreis und Ort
Wie es der Zufall wollte, fand mein Mann einen großen Gasgrill, der ihn optisch sofort gefiel und mit 199€ dazu noch sehr günstig erschien. Wir griffen bei unserem Hagebaumarkt zu. Zu Hause schauten wir bei Google und Amazon nach den üblichen Preisen und mussten feststellen, dass dieser Gasgrill der Marke Babecook sonst eigentlich 399€ kostet. Ein besseres Schnäppchen hätten wir gar nicht machen können. Wir gehen hier sogar von einem Fehler aus, da es weder ein Aussteller war, noch Mängel zu erkennen waren.
Technisches
Abmessungen L x B x H : 146 (L) x 58 (B) x 119 (H) cm
Abmessungen L x B x H : 57, 48" x 22,83" x 46,85"
Gewicht : 42,5 kgAusklappbare Seitentische : 1
GroßeRäder : 2
Schwenkbare Räder mit Bremse : 2
3 Haken für Zubehör : vorhanden und abnehmbar
Fettauffangschale und -behälter : Wanne und Topf vorhanden
Edelstahl-Brenner : 3
Leistung : 15 kW

Turbo Heating System : vorhanden
Elektronische Zündung : vorhanden
Emaillierte Bratroste : vorhanden
Deckel aus Edelstahl : vorhanden
Thermometer mit Aromaz®-Zone : vorhanden
Brennstoff: Propangas
Aufbau
Das 51kg Paket hat es ganz schön in sich und beinhaltet viele große und
Bilder von Barbecook Brahma 4.0
Voller Grill diesmal ohne Aromaschalen
kleine Teile, die den Hobbybastler erfreuen. Im Grunde benötigt man als extra Werkzeug lediglich einen Schraubenzieher. Wir haben es mit dem IXO von Bosch probiert, aber dieser rutschte gerne ab und oft waren die Stellen mit einem normalen kleinen Schraubenzieher besser zu erreichen.Die Anleitung wirkte auf den ersten Blick kinderleicht. Jeder Schritt war mit Bildern und Buchstaben versehen, die aussagten, welche Schrauben und anderen Kleinteile man bei diesem Abschnitt benutzen muss. So machten wir uns fix an die Arbeit und kamen auch sehr gut voran. Zwar hätten die Schrauben aus Sicht meines Handwerkers besser sein können und die Platzierung an einer anderen Stelle besser gepasst, aber auch so entwickelte sich der Gasgrill sehr schnell. Irgendwann kommt aber der Punkt, wo die Bilder nicht mehr ganz so passen, wie sie sollten. Plötzlich öffnet man ein Teil, welches den Buchstaben Q hat und muss feststellen, dass es auf dem Bild ganz anders aussieht. Ein Blick nach vorne und man findet das richtige Teil. Jedoch geht man anfänglich davon aus, dass die Beschriftung auch korrekt ist. Am Ende hatten wir eine Schraube, eine Mutter und einen anderen Gegenstand über, die aber auch nicht in der Beschreibung genannt wurden. Der ganze Aufbau hat uns mit Auspacken und Müllentsorgung rund 50 Minuten gekostet. Danach musste nur noch die Flasche sachgemäß angeschlossen werden und schon konnten wir den Gasgrill in Betrieb nehmen. Dies funktionierte ohne Probleme und so konnten wir den Grill erst einmal zehn Minuten einbrennen lassen, damit sich eventuelle Rückstände auflösen und sich der Grill auch als funktionsfähig herausstellt.

Ausstattung und Grillen
Ausgestattet ist unser Gasgrill mit vielen Extras. Der eigentliche Grill hat drei Grillbereiche, die unterschiedlich hoch eingestellt werden können. So kann man ohne Probleme verschiedenes Grillgut, wie Fisch, Fleisch und Gemüse mit der richtigen Temperatur grillen. Darüber befindet sich eine kleine Ablagefläche zum Warmhalten des fertigen Grillguts. Geschlossen werden kann der Grill mit einem Deckel, der über ein Thermostat verfügt und die Temperatur anzeigt. Gestartet wird das Ganze mit einem elektrischen Anzünder, der mit einer Batterie AA betrieben wird. Dazu gibt es eine Fettwanne und einen kleinen Topf der unten angehängt werden kann, falls doch mal etwas ausläuft, denn die Wanne hat in der Mitte zum Reinigen ein Loch. Dazu gibt es links und rechts zwei Wannen im Grill, die sich Aroma-Wannen nennen. Dort können Wein, Kräuter, Bier und andere Dinge eingefüllt werden, um das Fleisch individuell beim Grillen zu würzen. Um das beste Aroma damit zu erlangen, muss der Deckel geschlossen sein.Wir selbst haben es einmal mit Kräutern und mit Bier probiert und müssen sagen, dass es sehr gut funktioniert, sofern man diesen Geschmack mag. Rechts außen befindet sich eine einklappbare Abstellfläche, die wir stets für unser rohes Grillgut nehmen. Zangen, Wender und ähnliches können an einem 3er-Haken aufgehangen werden. Dieser ist nur eingehakt und kann jeder Zeit abgenommen werden.
Links ist noch eine zusätzliche Gasplatte, die sich für Töpfe und Pfannen eignet. Im Gegensatz zum eigentlichen Grill, wird diese nicht mit dem Starter betrieben, sondern muss via Streichholz angezündet werden. Es funktioniert zwar auch mit dem Anzünder, aber das gibt eine kleine Explosion und ist nicht ratsam.
Gleich nach unserem Testlauf haben wir mit dem Grillen angefangen. Unser erster Grillversuch war für vier Personen und bestand zu 100% aus Fleisch. Was aber daran liegt, dass keiner von uns gegrillten Fisch mag und nur selten mal Gemüse gegrillt wird. Nach knapp vier Minuten hatte der Grill seine Betriebstemperatur und das Grillen konnte begonnen werden. Kein Vergleich zum Kohle-Grill, wo wir oft eine halbe Stunde warten mussten. Danach hat mein Mann das gesamte Fleisch rund 2kg auflegen können und nach zehn Minuten war wirklich alles fertig. Zu diesem Zeitpunkt wussten wir nicht, dass mariniertes Fleisch auch festkleben kann. Damit dies nicht passiert muss das Rost vor jedem Grillgang mit Margarine eingefettet werden. Die ersten Sekunden klebt es fest, danach aber nicht mehr. Das fertige Fleisch war auf den Punkt gegrillt, an keiner Stelle verbrannt und schmeckte in meinen Augen super. Klar fehlt dieser leicht rauchige Touch von einem Kohle-Grill aber ich fand es sogar noch besser. Hier ist es aber eine Frage des Geschmacks. Mein Mann, der stets sagte, Kohle-Grill geht über alles, den sonst schon der Elektro-Grill genervt hat, war begeistert vom Geschmack. Warmhalten kann man das Fleisch über die obere Ablagefläche, sodass es nicht austrocknet und angenehm warm gehalten wird. Selbst wo wir später für noch mehr Personen gegrillt haben. Meine Geburtstagsfeier fiel zwar grilltechnisch ins Wasser, aber wir haben danach noch mit Schwiegereltern und Co. gegrillt. Selbst dort was das Fleisch stets saftig, genau auf den Punkt und super lecker. Ab vier Personen muss man zwar nachlegen und kann nicht in einem Rutsch durchgrillen, aber mein Mann empfindet das dortige Aufsehen als wesentlich angenehmer. Zumal es auch deutlich schneller geht.
Die Pfannen-Platte haben wir bis dato nicht benutzt und werden sie wohl auch nie benutzen. Sie war dabei, aber zugeklappt wird auch dieser Ausleger als Abstellfläche genutzt. Zu mehr brauchen wir es einfach nicht. Ist man mit dem Grillen fertig, dreht man die Gasflasche zu und ist damit durch. Es qualmt nichts nach und stinken tut es auch nicht. Unser Nachbar zum Beispiel war sehr erfreut darüber, keine verkohlte Luft auf seiner Terrasse einatmen zu müssen, wie sonst wenn wir gegrillt haben und alles in seine Richtung zog.
Reinigung
Die Reinigung ist ein Kinderspiel. Beim ersten Mal haben wir ohne die Anleitung zu lesen spontan entschieden, die Roste, Wannen und Co. in die Geschirrspülmaschine zu tun. Sie kamen heil raus und 50% war auch lupenrein sauber. Bei den Wannen wurde jedoch das Schild barbecook abgewaschen und einige Gitter waren immer noch klebrig. Aus diesem Grund zogen wir die Anleitung zu rate. Schließlich will ich bei solchen Rosten nicht mit einem Stahlschwamm beigehen und zudem ist es unser erster Gasgrill.Dort wird empfohlen nach dem Grillen den Deckel zu schließen, die drei Flammen auf höchste Stufe zu stellen und zehn Minuten das Fett abbrennen zu lassen. Gesagt getan. Nach zehn Minuten ist alles was Fett oder Krümel waren in weiße Asche aufgegangen. Seit unserem ersten Test machen wir es stets so. Zwar wird dadurch unnötig Gas verbraucht, aber es lässt sich leichter reinigen. Der Hersteller empfiehlt nun eine Seifenlauge und mit einem einem Schwamm / Bürste vorsichtig alles zu reinigen. Verstopfte Düsen sollen sofort mit einer Nadel durchstochen werden. Wir halten uns jedoch nur bedingt an diesen Vorschlag und sind damit auch sehr zufrieden. Erst wird alles mit dem Gartenschlauch einmal abgespült. Danach werden die wichtigen Roste und Wannen mit Spülmittel und Schwamm ausgewaschen. Nach dem Abbrennen und Abduschen ist fast eh nichts mehr vorhanden. Nach dieser kleinen Seifeneinlage wird erneut alles mit dem Gartenschlauch abgespült und die Düsen einmal kontrolliert. Kurz noch einmal einschalten damit das restliche Wasser verschwindet und schon sieht der Grill aus wie neu. Die Reinigung ist, sobald er abgekühlt ist, eine Sache von fünf Minuten.
Damit er nicht rostet, wird er nach dem Abkühlen und Reinigen mit einer Plane zugedeckt. Die originale Plane hätte 50€ gekostet, sodass wir uns für eine Gartenbank-Plane für 7,95€ entschieden haben. Sie ist genauso gut und passt wie angegossen.

Fazit
Wir haben den Grill nun seit Ende Juni und sind begeistert. Jetzt, wo es die letzten Tage so schön warm war, haben wir täglich gegrillt. So leckeres Fleisch bekommt man sonst nur schwer hin. Egal ob Hühnchen, Steak oder Würstchen, es ist immer auf den Punkt gegrillt. Wir haben sogar den Drehspieß dazugekauft und uns ein Brathähnchen gegrillt. Es schmeckt wie im Imbiss perfekt. Der Brahma 4.0 ist definitiv jeden Cent wert. Man merkt die Qualität die hinter diesem Gasgrill steckt, auch wenn uns bis dato der Hersteller Barbecook ein Fremdwort war. Für 199€ war dies definitiv unser Schnäppchen des Jahres.

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