Olympus SZ-14 im Test

===Vorwort===
Eine Digital-Kamera ist inzwischen unverzichtbar. Private Fotos, Bilder für Ciao oder meine Blogs – ich brauche sie auf alle Fälle fast täglich. Meine letzte Kamera ist zwar noch gar nicht so alt, und eigentlich durch den Kindermodus und die zwei Bildschirme, die gute Bilder und dem super Akku genau nach meinem Geschmack. Aber auf die Dauer stört es mich, dass die Kamera einen Mindestabstand von 1m braucht, denn sonst werden die Bilder unscharf. Auch stört mich inzwischen, dass viele Bilder überbelichtet sind, wenn die Sonne scheint und das inzwischen die Übertragung nur noch über die Karte und nicht mehr über eine Verbindung zum Laptop klappt. Und wenn ich nicht zufrieden bin, dann muss was Neues her. Und so bin ich auf die Olympus SZ-14 aufmerksam geworden. Aufgefallen ist sie mir, weil sie optisch eher in Richtung Spiegelreflex geht, und nicht wie eine typische Digital-Kamera ausschaut.

===Kosten===
Die Kamera hat eine UVP von 249€. Sie kostet bei Amazon aktuell 174,01€. Ein faires Mittelfeld. Sicherlich gibt es auch welche für 50€ und andere, die über 500€ kosten, aber ich denke diese ist für private Zwecke ausreichend.

===Produktbeschreibung===
Filme und Fotos, so lebendig, als wäre der Betrachter mittendrin. Und jede Reise wird noch einmal zum Abenteuer. Wer wünscht sich nicht solche Aufnahmen? Die SZ-14 von Olympus bietet die dafür nötige Ausstattung: ein leistungsstarkes 24-fach-Weitwinkelzoomobjektiv mit einer Brennweite von 25 bis 600 mm* - damit sind sogar Close-ups von weit entfernten Motiven machbar. Dazu kommt die Multi-Motion Movie Image Stabilisation (Movie IS) für HD-Videos in Spitzenqualität. Dieser spezielle Bildstabilisator minimiert Unschärfen, die entstehen können, wenn Videos aus der Bewegung aufgenommen werden. Kreative können sich auf noch mehr Magic Filter freuen, mit denen auf Knopfdruck kleine Kunstwerke entstehen. Als eine der ersten Kameras hat die SZ-14 den neuen Filter „Splittereffekt“. (Quelle: Olympus)

===Technische Details===

Aufnahmeeigenschaften und Standards
Megapixel (effektiv): 13,8 Megapixel
Maximale Bildauflösung: 4.288 x 3.216 Bildpunkte
Sensortyp und -größe: CCD, 1/2,3 Zoll
Serienbilder pro Sekunde: 0,9 Bilder pro Sekunde
Bild-Format: JPEG
Audio-Format: AAC
Video-Auflösung: 1.280 x 720 Bildpunkte
Video-Frequenz: 30 Bilder pro Sekunde
Video-Einschränkung: 1740 Sekunden
Video-Format: MPEG4
Speicherung nach DCF: Ja
DPOF Unterstützung: Ja
EXIF Version: 2,30

Speicher, Akku und Anbindung
Speicherkarte: SD, SDHC
Interner Speicher: 59,0 MB
Druckeranbindung: PictBridge
Akkuleistung: keine Angaben
Schnittstellen: HDMI Mini Anschluss, Netzgerät, NTSC mit Audio, PAL, USB
USB Version: 2,0

Optik
Zoom optisch / digital:
24,0fach / 4,0fach
Brennweite (KB): 25mm bis 600mm
Blende (w/t): 3,0 / 6,9
Filtergewinde: Nein
Schärfebereich normal: 10cm bis unendlich
Schärfebereich Makro: 3cm bis keine Angaben

Display und SucherDisplaygröße: 3,0 Zoll
Displayauflösung: 460.000 Bildpunkte
Sucher: Nein

Funktionen
Optischer Bildstabilisator: Ja
ISO Empfindlichkeit: 80, 100, 200, 400, 800, 1600
Selbstauslöser: 2, 10 Sekunden
Belichtungssteuerung: Programmautomatik
Belichtungskorrektur: +-2 in 1/3 Stufen
Belichtungsreihe möglich: keine Angaben
Scharfstellung: Autofokus
Manueller Weißabgleich: Ja
Gesichtserkennung: Ja

Physikalische Eigenschaften
Verschluss-Art:elektronisch, mechanisch
Belichtungszeiten: 4s bis 1/1700s
Blitzgerät eingebaut: Ja
Blitzschuh vorhanden: Nein
Monitor klappbar: Nein
Monitor drehbar: Nein
Stativgewinde vorhanden: Ja
Größe: 107mm x 69mm x 40mm
Gewicht: 216g (betriebsbereit)

SonstigesBesonderheiten:
24mm Weitwinkel, 24fach optisches Zoom, TruePic III+ Bildprozessor, ein HD Video kann maximal 4GB groß oder 29 Minuten lang sein, Mechanischer Bildstabilisator, Serienbildaufnahme (High Speed): schafft bis zu 0,89 Bilder in der Sekunde (18 Bilder in Folge) bei voller Auflösung; 7,6 Bilder pro Sekunde (42 Bilder in Folge) bei einer Auflösung von 5 Megapixeln; 10 Bilder pro Sekunde (43 Bilder in Folge) bei einer Auflösung von 3 Megapixeln, das 3,0 Zoll große Display löst mit 460.000 Bildpunkten auf, Fish-Eye, Smart Panorama, Schattenaufhellung, Erweiterte Gesichtserkennung (erkennt bis zu 16 Gesichter), Haustiererkennung (Kamera löst aus wenn der Hund/Katze in die Kamera schaut), Magic Filter, 16 Motivprogramme, Metallgehäuse.

Fernbedienung möglich: Nein

===Lieferumfang===
LI-50B Lithium-Ionen-Akku
F-2AC Netzteil
CB-USB6 USB-Kabel
CB-AVC3 Audio/Video-Kabel
Trageschlaufe
Bedienungsanleitung
Weltweite Garantiekarte
[ib] Bildverwaltungssoftware

===Hersteller===
Olympus Deutschland GmbH
Wendenstr. 14-18
20097 Hamburg
Germany
© Sarah hats getestet

==Der Test==
Die SZ-14 kommt in einem schlichten, aber stabilen Metallgehäuse daher und wirkt absolut hochwertig gearbeitet. Diese Eindruck vermittelt die Digital-Kamera auch auf Grund der Tatsache, dass sie alles andere als kompakt ist, wie schon die 4cm Gehäusetiefe zeigen. Dabei wirkt sie jedoch nicht klobig. Allerdings gibt es genügend Ecken und Kanten, die dafür sorgen, dass sie nicht in jede Kameratasche passen und auch in der Jackentasche für eine Ausbeulung sorgen. Zudem muss man aufpassen, dass lose in der Jackentasche nicht der Blitz ausgeklappt wird und dafür sorgt, dass die Kamera hängen bleibt, wenn man sie herausnehmen möchte. Der hochwertige, erste Eindruck wird auf den zweiten Blick hauptsächlich vom großen 3 Zoll Display mit 460.000 Pixeln bestätigt. Darauf ist jede Vorschau perfekt. Der Rest wirkt auf den zweiten Blick an einigen Stellen eher billig. Das Menü-Rad zum Beispiel wirkt sehr klapprig und billig. Alles in allem aber für den Preis eine gute Verarbeitung, die ich mir in einem schlichten Schwarz gegönnt habe. Es gibt jedoch auch noch Silber oder Rot.

Die Bedienung ist sofort intuitiv möglich. Selbst technische Laien, werden sofort damit klar kommen. Die Anleitung beinhaltet zwar alles Wichtige im Überblick, aber sowohl mein Mann, als auch ich haben es nicht benötigt, da es eben kinderleicht ist. Im Grunde könnte man sofort zielen und knipsen. Im Grunde gibt es kaum zusätzliche Einstellungen, sodass ich sie persönlich als Anfänger-Kamera betiteln würde. Es sind eben nur so kleine Einstellungen wie feine oder grobe Auflösung, Weißabgleich, Belichtungskorrektur, Megapixel-Zahl oder verschiedene Modi. Insgesamt gibt 16 Motiv-Programme, die einzeln aber auch als „i-Auto“, also intelligente Automatik ausgewählt werden können. Hier schaut die Kamera eigenständig, welches Programm passt. In meinen Augen erkennt diese Kamera die verschiedenen Motive sehr gut. Kleinere Fehler sind aber auch hier nicht ausgeschlossen. Das Menü kann durch einfaches Hoch-und Runter bedient werden oder aber durch das Drehen des Rades. Es ist auf alle Fälle kinderleicht und übersichtlich. Lediglich den Blitz haben wir einige Sekunden gesucht, denn auch diesen vermuteten wir über das Menü, aber wie eingangs erwähnt, muss dieser manuell ausgewählt werden.
© Sarah hats getestet

Kommen wir zum Zoom. Hier ist die SZ-Reihe für seinen enormen Zoom bekannt. In diesem Fall ist ein 24-fach Zoom. Das Brennweitenspektrum ist unglaublich und fast einzigartig am kompakten Digital-Kamera-Himmel. Gerade im Urlaub ist dies unglaublich hilfreich, denn man kann wirklich viel heranholen und somit Kunstwerke, Sehenswürdigkeiten auch aus der Ferne ins rechte Licht setzen. Man hat das Gefühl direkt davor zu stehen. In diesem Punkt kann mich die Kamera absolut überzeugen. Ansonsten bietet sie 14 Megapixel und einen ISO-Bereich von 100-1600. Die Bilder sind gut und von der Qualität sieht man keinen Unterschied zu meiner alten Kamera. Auch hier sind manche Bilder überbelichtet oder etwas unscharf. Das liegt aber, wie auch bei der Samsung an Nähe, eigenen Verwackelungen oder absolut schlechten Lichtverhältnissen. Ansonsten sind sie jedoch überzeugend. Nicht professionell, aber es reicht für den Otto-Normal-Verbraucher. Ich persönlich sehe da definitiv keinen Unterschied zu meinem vorherigen Modell. Dank der Automatik-Erkennung hat man auch meist das richtige Programm, welches ein gutes Foto ermöglicht. Lediglich die Aufmerksamkeit meines Sohnes erlangt sie ohne vorderen Monitor nicht, sodass hier keine lächelnden Kinderbilder garantiert werden können. Zudem finde ich die Nachtbilder hier nicht so gut. Ist es zu dunkel ist der Blitz übertrieben grell, das sah bei der DV300F besser aus.

Neben den Fotos kann die Kamera auch für Videos genutzt werden. Sie hat einen HD-Videomodus vorzuweisen, der hochwertige Videos produziert, sofern die Person vor oder hinter der Kamera keinen Mist verzapft. Für meinen Blog drehe ich inzwischen einige Video, aber hier muss ich sagen, verwende ich lieber einen Camcorder. Die Videos sind hochauflösend und für den privaten Gebrauch auch sehr gut. Dank des Multi-Motion Movie IS sind sogar Schwenks nicht verwackelt oder unscharf, aber ist die SZ-14 nicht auf den Stativ wird es bei einem längeren Video unhandlich. Da war meine alte Kamera leichter und handlicher, aber ich muss sagen, die Vergleichsvideos um einiges schlechter.

Zusätzlich gibt es noch zahlreiche lustige Filter, die sowohl für Videos, als auch für Fotos angewendet werden können. Pop Art, Splittereffekt, FishEye und vieles mehr. Man kann sogar echte 3D Bilder erschaffen oder eine Panoramafunktion nutzen. Es ist eine nette Spielerei, die ich persönlich jedoch nicht nutze, da ich es einfach nie brauche.

Geschwindigkeitstechnisch schafft sie 10 Bilder pro Sekunden, allerdings ist hier dann auch bei 3MP Schluss. Wer die volle Auflösung will braucht rund 1,25Sekunden für ein Bild. Ein Unterschied, den man auch wirklich so merkt. Vom Einschalten bis zum ersten möglichen Bild sollen es 1,6 Sekunden sein, aber hier hat man das Gefühl, dass es schon 2-3 Sekunden sind. Für mich ausreichend schnell. Die Verzögerung des Auslösers liegt bei 0,3 Sekunden. Gefühlt sind es jedoch 1 Sekunde, aber das kann auch täuschen.

Was die Akkulaufzeit betrifft, muss ich sagen, dass sie inzwischen nicht so gut ist, wie meine Samsung. Dort habe ich locker 200 Bilder auf mehrere Tage verteilt geschafft und sogar einige Videos mit gedreht. Wenn ich wirklich nur meine Privat- und Produktfotos gemacht habe, war die Kamera erst nach 2-3 Wochen leer. Letztens habe ich sie aufgeladen und auch nach einer Stunde Video, war sie noch bei rund 80%. Die SZ-14 ist hier gut, aber nicht so gut. Ich habe sie komplett aufgeladen und natürlich viele Testbilder und Videos zum Vergleich gemacht. Nach 4 Stunden Dauernutzung war sie leer. Das ergab 80 Bilder und 3 Videos mit rund 3-4 Minuten. Natürlich kommt es hier auf die Nutzung drauf an, wie lange sie durchweg an ist, aber von der ersten Einschätzung ist der Akku der Samsung langlebiger. Leider passen auch hier keine Batterien rein, sodass sie, wenn die SZ-14 leer ist, der Akku erst einmal aufgeladen werden muss.

==Fazit==
Nach der ersten Zeit muss ich sagen, dass ich mir persönlich diese Kamera hätte schenken können. Sie war nicht nur 50€ teurer, als meine Samsung DV300F, und auch wenn sie einen extremen Zoom hat, ist sie von der Bildqualität keinen Deut besser oder schlechter. Zudem ist der Akku, die Qualität von Nachtbildern und einige Extras, wie das Front-Display bei meiner alten Samsung deutlich besser. Dafür kann sie mit normaler SD-Karte, guten Videos und einem noch besseren Menü punkten.
Allerdings hätte ich bei dem Preis doch etwas mehr erwartet und das kann auch der Zoom nicht raus reißen. Wer eine neue Kamera sucht, wird hier ein gutes Mittelklasse-Produkt finden. Wer keinen extra großen Zoom braucht, kann also auch getrost weniger ausgeben. Da mein Problem mit den Nahaufnahmen hier auch besteht, habe ich nach abwägen der Vor-und Nachteile entschieden, der Kamera hier nur drei Sterne zu geben. Schließlich ist meine alte günstiger und hochwertiger verarbeitet, hat einen besseren Akku, ähnliche Bildqualität und viel mehr Extras, auch wenn einige inzwischen nerven.


+ SD-Karten-Slot
+ Gute Videos, aber Kamera schnell unhandlich
+ Enormer Zoom
+ Kinderleichte Bedienung, einfaches Menü
-  Akzeptable Akkuleistung
- Gute Bildqualität mit einigen Schwächen im Nacht und Nah-Bereich
- wenig Extras
- stellenweise durchschnittliche Verarbeitung
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Kommentare:

  1. Das ist wirklich ärgerlich wenn man sich eine neue Kamera holt und sie nicht wirklich besser ist. Ich habe mir eine Nikon im Angebot für 200 € gekauft. Sie ist echt klasse. War mir wichtig eine gute zu haben wegen der kleinen :)
    kennst das ja man könnte alle 2 minuten etwas filmen oder Fotografieren :) LG Desiree

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    1. Was Jack betrifft bin ich ja mit meiner Samsung absolut zufrieden gewesen. Nur eben für die Blog-Bilder war es nervig. Manchmal möchte man eben die Zutaten fotografieren und das war unleserlich. In dem Punkt hoffe ich, dass ich bei Amazon vielleicht irgendwann mal die ultimative Kamera zum Testen bekomme, wo wirklich alles stimmt. So habe ich jetzt eine für Videos und eine für Fotos mit Jack.

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