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Toril Brekke: Elises Traum




Das vorliegende Buch habe ich von meiner Mutter geschenkt bekommen. Sie fand das Buch interessant, sodass ich mich wenige Tage nach dem Erhalt ans Lesen gemacht habe.“Elises Traum“ klang vielversprechend. Schließlich liebe ich Auswanderer-Romane. Doch warum ich nicht so begeistert bin, lest selbst.

Quelle: Droemer
===Buchdaten===
Autor: Toril Brekke
Titel: Elises Traum
Originaltitel: Drommen om Amerika
Verlag: Knaur
Erschienen: 2010
ISBN-10: 3426638592
ISBN-13: 9783426638590
Seiten: 400
Kosten: 8,95€
Serie: -

===Leseinformationen===
Genre: Historisch
Niveau: anspruchsvoll
Leserschaft: Erwachsene
Lesedauer: 4 Tage

===Autor/in===
Toril Brekke wurde 1949 geboren und zählt mit zu den erfolgreichsten Autorinnen Norwegens. Lange Zeit hat sie den Vorsitz des norwegischen PEN-Clubs übernommen. Trotzdem hatte sie ihre Lust am Schreiben nie an zweiter Stelle platziert. Über 30 Jahre als Autorin zeigen, dass sie im Bereich Kinder- und Jugendbücher, so manches Highlight veröffentlicht haben muss. Die Frauen vom Fjord oder Linas Kinder sind nur zwei ihrer Werke.

===Optischer Eindruck===
Optisch ist das Buch zwar nicht so, dass ich es in einer Buchhandlung zur Hand genommen hätte, aber es gefällt mir. Die Pastell-Töne, die Landschaft und die junge Frau am Wasser sind definitiv nicht von schlechten Eltern.

===Zitierter Klappentext===
Norwegen 1825: Elise und Håvard möchten in ein neues Leben nach Amerika aufbrechen. Doch als das Schiff ablegt, ist Håvard nicht an Bord. Die schwangere Elise ist verzweifelt. Sie weiß nicht, dass ihr Mann unschuldig im Gefängnis sitzt und es Jahre dauern wird, bevor sich ihre Wege wieder kreuzen. (Quelle: Klappentext)

===Leseprobe===
Wer einfach mal ins Buch lesen möchte, um sich selbst ein Bild zu machen, kann das hier.

http://www.droemer-knaur.de/livebook/LP_978-3-426-63859-0/index.html

===Sarahs eigene Inhaltsangabe und meine Meinung===
Tore Breckke ist keine Autorin, die ich bis dato gelesen habe. Ich bin persönlich nicht so der Fan von skandinavischen Büchern. Doch ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen.

Der Leser wird in das Jahr 1825 an die Südwest-Küste Norwegens entführt. Es ist eine Zeit des Umbruchs, denn die Leute sind es leid, anstrengende und gefährliche Wanderungen zu unternehmen. Es sind Wanderungen um Handel zu betreiben, die jedoch nicht genug einbringen, um auch nur den kleinsten Hunger zu stillen. In dieser Zeit leuchtet der Stern „Amerika“ besonders hell. Ausreichend Arbeit, gut genährte Böden und unendliche Möglichkeiten. Eines Tages macht sich eine Gruppe auf den Weg mit wenigen Habseligkeiten, um ein besseres Leben auf der anderen Seite der Welt zu führen. An Bord des Schiffes gehen junge, gesunde Menschen, aber auch viele alte oder kranke Personen. Darunter auch Elise mit ihrem Sohn Ansgar. Nur ihr Mann Harvard erscheint nicht. Ohne ihn legt das Schiff ab und muss so manche Notlage überstehen. Doch dann kommt endlich die neue Heimat in Sicht. Zum Greifen nah und doch so fern, denn sie müssen erst in Quarantäne. Als ihre Landsmänner, die mit früheren Schiffen angekommen sind ihnen helfen, ist die Freude groß. Endlich ist der Tag da, alle dürfen an Land und müssen feststellen, es ist kein Schlaraffenland, sondern genauso wie in Norwegen auch.

Eigentlich ein vielversprechender Plot. Doch schon nach den ersten 50 Seiten musste ich feststellen, dass die Erzählkunst der Autorin nicht meins war. Es liegt nicht nur an den norwegischen Namen, mit denen ich wenig anfangen konnte. Auch der Erzählstil mit seiner nüchternen und doch einfühlsamen Mischung bereitete mir Schwierigkeiten. Sinn und Hintergründe waren verständlich, konnten mich jedoch nicht berühren und mir so einen Zugang zum Geschehen ermöglichen. Obwohl der Stil modern und von einfachen Worten war, ließ es sich für mich nicht flüssig lesen. Durch ihren Stil blieben mir die Protagonisten leider völlig fremd. Wobei ich aber auch zugeben muss, dass ich mich bei Lektüren, die im skandinavischen Raum entstanden sind, oft schwer tue.

Unterteilt ist der Roman in drei Teile, die sich mit dem Auswandern und der damit verbunden Problematik befassen. Zusätzlich wird immer wieder aus anderen Blickwinkeln beschrieben. Eine gute Sache, wenn es ein bis zwei weitere Figuren betrifft. Doch im Verlauf sind es teilweise vier Personen, die eine tragende Rolle übernommen haben und zwischen denen die Szenen nur so hin und her wechseln. Zwar gut ersichtlich, wann ein Wechsel passiert, fand ich es doch auf die Dauer gesehen ermüdend. Gerade, wenn man wie ich mit einem Kind inzwischen viele Pausen einlegen muss.

Neben den Fakten erfährt man viel über das damalige Leben, die Menschen, Ängste und Träume. Und dieser Punkt wiederum gefällt mir sehr gut, denn es ist ein Thema das mich interessiert. Die Mischung aus Fakten und Geschichte ist ausgewogen und perfekt. Nur schade, dass in diesem Fall einfach der Stil den Inhalt so herunterzieht.

Die Protagonisten sollten die Stützen eines guten Inhaltes sein. In diesem Fall sind sie blass, was man als rissig bezeichnen kann. Fremd, verschlossen und doch so vielschichtig, dass man sie nichts als Einheitsbrei bezeichnen würde. Das Bild was der Autorin hier nicht gelingt entstehen zu lassen, schafft sie jedoch bei Landschaftsbeschreibungen. Ich selbst war weder in Norwegen, noch in den USA und trotzdem kam mir alles vertraut vor. So hätte ich mir auch die Figuren gewünscht.

Spannungstechnisch wird hier mit einigen Versuchen aufgewartet, der mit jeder Seite ansteigt, aber irgendwo auch vorhersehbar ist. Ausgelegt auf die Fortsetzung bleibt es bis zum Schluss mit einem Hauch Spannung, der dafür sorgen soll, dass der zweite Band gekauft wird. Mich persönlich hat es somit wenigstens etwas gefesselt, auch wenn ich früh ahnte, in welche Richtung es geht. Trotzdem war der Schluss nicht überraschend und auch wenn einige Punkte offen geblieben sind, hatte ich das zweite Mal in diesem Monat nicht den Wunsch die Fortsetzung eines Buches zu lesen.

Authentisch mit einigen wahren Begebenheiten die sich auf fiktive und reale Persönlichkeiten umsetzen, konnte mich das Buch jedoch nicht überzeugen. Stellenweise hätte ich es trotz guter Idee am Liebsten abgebrochen. Meine Mutter fand es interessant, aber meinen Lesegeschmack hat es nicht getroffen. Der Hauptgrund waren die Protagonisten, die mir weder sympathisch noch zugänglich waren. Aus diesem Grund werde ich das Buch auch nicht empfehlen.




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