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Sarah Beth Durst: Ivy - Steinerne Wächter


Heute möchte ich euch ein Buch vorstellen, welches von mir schon heiß erwartet wurde. Nachdem ich im Mai ein absolut geniales Werk gelesen habe, und gesehen habe, dass im August der zweite Teil erscheint, habe ich darauf gewartet.

===Buchdaten===
Autor: Sarah Beth Durst
Titel: Ivy – Steinerne Wächter
Verlag: Egmont Lyx
Erschienen: 2012
ISBN-10: 3802586034
ISBN-13: 9783802586033
Seiten: 349
Kosten: 12,99€
Serie: Magische Wesen Band 2

===Leseinformationen===
Genre: Fantasy
Niveau: durchschnittlich
Leserschaft: ab 14
Lesedauer: 2 Tage

===Autor/in===
Sarah Beth Durst wurde in Massachusetts geboren. Sie hat an der Princeton University Englisch studiert und begann danach eine Karriere als Jugendbuchautorin. Heute lebt sie mit ihrem Mann und zwei Kindern in New York. (Quelle: Egmont-Lyx) Weiteres Werk: Ice – Hüter des Nordens

===Optischer Eindruck===
Nachdem ich mich in das Cover von Ice – Hüter des Nordens verliebt habe, ist dieses Cover eher schlichter. Der Grund sie die erdverbundenen, warmen Töne, die zwar perfekt zum Inhalt passen, aber jemanden, der eher blau, lila und Glitzer liebt, kaum faszinieren. Trotzdem ein beruhigendes Cover.

===Zitierter Klappentext===
Die sechzehnjährige Lily hat einen Traum: Sie möchte auf die renommierte Princeton University gehen, die auch ihr Großvater schon besucht hat. Dazu muss sie einen geheimnisvollen Test bestehen und einen Schlüssel suchen, der ein Tor zu einer anderen, magischen Realität öffnet. Auf dem Campus begegnet Lily der gut aussehende Tye, der ihr seine Hilfe anbietet. Doch Tye ist nicht, was er zu sein scheint … (Quelle: Klappentext)

===Leseprobe===
http://www.amazon.de/Ivy-Steinerne-Sarah-Beth-Durst/dp/3802586034/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1345970338&sr=1-1

===Sarahs Videobesprechung===
Da es einige Leseratten gibt, die sich lieber eine Review per Youtube gönnen, als so viel zu lesen, gibt es auch von mir eine Online-Besprechung samt genehmigter Leseprobe.


===Sarahs eigene Inhaltsangabe===
Lily ist 16 Jahre alt und zusammen mit ihrer leicht verrückten Mutter und ihrem Opa auf den Weg nach Princeton. Ihr Großvater und ihr Vater waren dort eingeschrieben, und ihr Großvater fährt jedes Jahr zum Ehemaligentreffen. Ihr Vater kann dies nicht, da er ziemlich früh verstorben ist. Normalerweise kommen Lily und ihre Mutter gar nicht mit, aber diesmal hat ihr Opa darauf bestanden. Gar nicht so leicht oder schön, denn Lilys Mutter hat Hirnhickser und erinnert sich an vieles einfach gar nicht mehr. Zudem dreht sie ständig am Rad, bemalt Wände, färbt sich die Haare grün und ähnliche Dinge. Doch statt auf ihre Mutter aufzupassen, bekommt Lily vom obersten Mitglied von Opas Club das Angebot, ein Rätsel zu lösen. Wer es löst, ist automatisch eingeschrieben, und braucht keine Bewerbung samt Aufsatz mehr einreichen. Für Lily ein Traum, sodass sie sofort zustimmt. Ihre Aufgabe ist, sie soll einen Schlüssel suchen, ohne zu wissen, wie er aussieht, für welche Tür er ist, oder sonst welche Informationen. Glücklicherweise begnet sie Tye, der ihr unerwartet mit Tipps hilft und so findet sie heraus, dass die Figuren in Princeton alles magische Wesen aus einer Parallelwelt sind, die ohne den Schlüssel nicht in ihre Welt können, und um ohne Magie nicht zu sterben, müssen sie entweder in Stein verwandelt verweilen, oder anderen magischen Wesen oder gar Menschen die Magie aussaugen. Einem solchen Wesen begegnet Lily auch sehr schnell und wird sogar gebissen. Sie überlebt nur, weil sie die Medizin ihrer Mutter genommen hat. Nach und nach findet sie heraus, dass sie selbst der Schlüssel ist, und das ihre Mutter ein magisches Wesen ist, und ihre Medizin pure Magie ist. Mit diesem Wissen könnte sie viele magische Wesen retten und den Kontakt für beide Universitäten wieder herstellen, sodass jeder in der anderen Welt forschen könnte, doch ein Mitglied der Ritter, wie sich die Wissenden nennen, hat andere Pläne, und möchte das Tor für immer schließen. Das geht nur, wenn der Schlüssel stirbt und dafür ist ihm jedes Mittel recht. Lily gerät in tödliche Gefahr.

===Sarahs meine Meinung===
Sarah Beth Durst ist eine Autorin, die ich seit „Ice – Hüter des Nordens“ über alles liebe. Sie hat einen so angenehmen Stil, ihre Fantasie ist atemberaubend detailliert und es wurde nie langweilig.

Ivy – Steinerne Wächter ist ein Buch das mit dem ersten Band so wenig zu tun hat, wie Mond und Feuer. Nämlich nichts. Warum es als Reihe bezeichnet wird, kann ich nicht sagen, denn außer außergewöhnlichen Fantasy kann ich keine Gemeinsamkeit entdecken.

Der Einstieg in das Buch ist auch gar nicht so leicht, wie ich es mir gewünscht hatte. Basierte das andere Buch noch auf einem traumhaften Märchen, war hier alles eher langatmig und man wollte einfach nur wissen, worauf die Autorin hinaus wollte. Vor allen Dingen wollte man wissen, was diese Hirnhickser sind, denn sie werden ständig erwähnt, aber nie wirklich geklärt. Nichtsdestotrotz sind die Figuren lebhaft, jugendlich und Lily ist eine Protagonistin, die man sofort ins Herz schließen kann. Sie ist liebenswürdig, liebt ihre Familie, hat Ziele und liest sehr gerne. Ein Mädchen, wie ich es in ihrem Alter auch war. Und genau aus diesem Grund fliegen die Seiten nur so an einem vorbei. Dafür sorgt auch der illustrative, magische Stil, den ich schon aus dem ersten Teil kannte. Kopfkino ist garantiert.

Neben dem anfänglichen Rätsel, welches es zu lösen gibt, kommt die Spannung nicht zu kurz. Dafür ist die Autorin auch bekannt. Sie mischt Fantasy, Action und Liebe gekonnt miteinander, wodurch die perfekte Mischung entsteht. Unter den magischen Wesen befinden sind eigentlich Märchenfiguren, Figuren aus Sagen und Mythen. Dryaden, Gargoyles und viele mehr warten hier auf den Leser. Zwar sind dies nicht unbedingt meine Favoriten, da ich persönlich lieber Meerjungfrauen, Vampire, Feen, Dshinis oder bekannte Märchenfiguren mag. Damit möchte ich jetzt aber nicht ausdrücken, dass ich hier nicht auf meine Kosten gekommen wäre, denn die magischen Wesen sind nicht nur toll beschrieben, sondern auch durchweg sympathisch, selbst wenn sie teilweise gar nicht so nett sind, wie der Drache.

Damit es wirklich nicht nur zu magisch wird, setzt die Autorin eben auf die anderen Punkte. Wie bei jeder guten Liebesgeschichte, gibt es einen Herzensbrecher und einen netten, ungewöhnlichen Jungen. Diesmal findet die Protagonistin beide sehr attraktiv und wie sie sich entscheidet, müsst ihr selbst lesen. Es ist auf alle Fälle schön zu verfolgen. Romantisch, aber nicht zu kitschig. Der letzte Aspekt ist die Spannung, und die ist ebenso perfekt dosiert. Zwischen Rätseln, bösen Leuten und actionreichen Kämpfen zwischen Rittern und magischen Wesen gibt es viel Blut, Waffen und so manch ängstigender Moment. Langweile kommt beim Lesen nicht auf. Genauso wenig ist es übertrieben brutal.

Wie auch schon beim ersten Band ist es Sarah Beth Durst nicht nur wichtig ihre Geschichte perfekt zu recherchieren, hierfür war sie übrigens mehrfach in Princeton und hat jeden Weg mit den Kartenmaterial authentisch umgesetzt. Ihr ist es auch wichtig etwas zu vermitteln. In „Ice“ ging es noch um die wahre und echte Liebe, während es hier um verschiedene Welten, den Glaube an Magie und die Tatsache, dass man von anderen Personen lernen kann, geht. Besonders dieses letzte Argument ist für junge Leser wichtig, denn von Büchern soll man schließlich etwas lernen.

Mitgerissen im dem temporeichen, spannenden und noch fantasievolleren letzten Drittel fiebert man dem Ende entgegen und hofft zeitgleich diese Welt nie verlassen zu müssen, denn die Figuren, die Handlung und die Schauplätze sind einem mit jeder Seite mehr ans Herz gewachsen. Zwar nicht so farbenfroh und magisch, wie im ersten Band, aber auch hier mag man die Figuren gar nicht gehen lassen. Doch auch hier bricht das Ende irgendwann über den Leser ein. In diesem Fall weder überraschend, noch schlecht. Einfach ein logischer Schluss, der zum Rest der Geschichte passt, wie die Faust aufs Auge.

Auch wenn mir das Buch vielleicht 5-10% weniger gut gefallen hat, als die Geschichte rund um „Ice“ hoffe ich doch, dass bald ein weiterer Band erscheint und Sarah Beth Durst uns wieder in ein märchenhaftes Abenteuer entführt. Schließlich erwähnt sie im Interview, welches auf den letzten Seiten des Buches veröffentlicht wurde, dass sie zahlreiche Lieblingsmärchen hat, so wie „Die Schöne und das Biest“, „Aschenputtel“ oder gar „Dornröschen“. Selbst hier wäre ich sicher, dass ihr eine moderne Umsetzung gelingen würde, die ich begierig und sicherlich auch begeistert verschlingen würde.

Für mich ist auch mit diesem Exemplar bewiesen, dass Sarah Beth Durst zu den aktuell besten Fantasy-Autorinnen zählt und ein Ausnahmetalent ist, denn ehrlich gesagt, schafft es kaum ein Autor mich mit zwei so unterschiedlichen Plots so zu faszinieren.

Aus diesem Grund kann das Werk uneingeschränkt empfehlen. Die Kombination aus realer und magischer Welt, der moderne und jugendliche Stil und die gelungene Verschmelzung von Spannung und Romantik, konnte mich wieder überzeugen.

===Abschließendes Fazit===
Gelungene Verschmelzung zwischen Magie,Romantik und Spannung

Pro: Stil, Figuren, Idee, Recherche, Magie
Contra: Einstieg
Empfehlung: Ja mit 5 Sternen


 



~*~ Danke ~*~ fürs ~*~ Bewerten ~*~ Lesen ~*~ Kommentieren ~*~


© Eure CQ für www.sarahs-buecherwelt.blogspot.com
Verwendete Zitate werden ausgewählt und eingebaut um den Stil, Spannungsanteil, Detailreichtum oder ähnliches aufzuzeigen. Sie gehören nach wie vor dem rechtlichen Eigentümer und dienen lediglich der Unterstützung meiner Rezension.





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