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Antonia Michaelis - Der Märchenerzähler

Vor einigen Tagen bekam ich einen Brief, dort lag das Buch drin, mit dem Schreiben: Wir haben gehört, sie wünschen sich das Buch. Lange habe ich überlegt, wo ich das Buch gesehen hatte, und wie sie drauf kommen, dass ich es haben wollte, dann fiel es mir ein, und die Freude war um so größer. „Der Märchenerzähler“ war ein Buch, dass ich sofort anfangen musste, einfach weil ich Märchen liebe.

===Buchdaten===
Gebundene Ausgabe: 446 Seiten
Verlag: Oetinger; Auflage: 1 (Februar 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3789142891
ISBN-13: 978-3789142895
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren

===Leseinformationen===
Genre: Jugendthriller
Niveau: anspruchsvoll
Leserschaft: Jugendliche
Lesedauer: 2 Tage

===Autor/in===
Antonia Michaelis wurde 1979 in Kiel geboren. Fünf Jahre später begann sie, ihre Umwelt mit (damals noch unleserlichen) Büchern zu überschwemmen. Seitdem hat sie nicht mehr aufgehört zu schreiben. In England ließ sie sich inspirieren von der englischen Literaturgeschichte. Heute lebt die junge Autorin, die inzwischen auch ein Medizinstudium abgeschlossen hat, im Nordosten Deutschlands. (Quelle: Amazon)

===Optischer Eindruck===
Grünes Cover mit einem Jungen und auf der Rückseite einer Waffe. Es passt, wirkt geheimnisvoll und gefällt mir sehr gut.

===Zitierter Klappentext===
Abel Tannatek ist ein Außenseiter, ein Schulschwänzer und Drogendealer. Wider besseres Wissen verliebt Anna sich rettungslos in ihn. Denn es gibt noch einen anderen Abel: den sanften, traurigen Jungen, der für seine Schwester sorgt und der ein Märchen erzählt, das Anna tief berührt. Doch die Grenzen zwischen Realität und Fantasie verschwimmen. Was, wenn das Märchen gar kein Märchen ist, sondern grausame Wirklichkeit? Was, wenn Annas schlimmste Befürchtungen wahr werden? Ein temporeicher Thriller und ein zu Herzen gehende Liebesgeschichte lässt nicht los! Eindrucksvoll, begeisternd und abwechslungsreich - eine ganz neue Antonia Michaelis. (Quelle: Klappentext)

===Leseprobe===
http://www.amazon.de/Der-Märchenerzähler-Antonia-Michaelis/dp/3789142891/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1346925362&sr=8-1

===Sarahs eigene Inhaltsangabe===
Anna und Abel gehen in eine Klasse, haben aber noch nie groß etwas miteinander zu tun gehabt. Anna hat reiche Eltern und ist wohlbehütet aufgewachsen. Abel kommt aus Polen, vertickt Drogen und ist auch sonst ein Einzelgänger. Als Anna eines Tages kurz vor dem Abitur eine Puppe unter dem Sofa im Kollegestufenraum findet, stellt sich heraus, dass sie angeblich Abels Schwester gehört. Mit dieser Begegnung nimmt sie Abel zum ersten Mal wahr und möchte mehr über ihn und seine angebliche Schwester erfahren. Obwohl sie nicht ,mal raucht, kauft sie Drogen bei ihm, und folgt ihm heimlich. So lernt sie ihn und seine Schwester Micha näher kennen. Die Mutter ist abgehauen, Abel kümmert sich um seine Schwester und unterhält sie mit schönen realen Geschichten. So wirklich Freunde werden die drei allerdings erst nach einer weiteren Gefälligkeit. Abel muss eine Klausur schreiben, aber Micha hat keinen Schlüssel. Da ihr Vater in der Stadt ist, und dieser nicht gerade harmlos ist, hat Abel die Wahl zu schmeißen, oder aber Anna den Schlüssel anzuvertrauen. Sie kommt noch gerade rechtzeitig, um Micha vor ihrem Vater zu retten, und so entsteht die Freundschaft, die später zarte Liebesknospen annimmt. Eine Situation, die gar nicht so leicht ist, denn alle wollen verhindern, dass Abel Micha betreut und als dann die ersten Leichen auftauchen, glaubt Anna an Zufälle. Kann ein Junge, der so schöne Geschichten erzählen kann, der so liebevoll und zärtlich ist denn ein Mörder sein?

===Sarahs meine Meinung===
Seit meiner Kindheit liebe ich Märchen und daran hat sich nie was geändert. Aus diesem Grund sprach mich der Titel schon an, aber auch der Klappentext war vielversprechend.

Und genau diesen guten Eindruck kann das Buch während des Prologs halten. Spannend muss der Leser Zeuge eines Mordes werden und fragt sich, ob es Gegenwart, Vergangenheit oder ein Blick in die Zukunft ist. Man grübelt mit, wer die tote Frau ist, und stellt schon mal seine eigenen Vermutungen an.

So ist der Einstieg in die eigentliche Geschichte gesichert. Mit vollkommenen Interesse wird der Leser nun verfolgen, wie Abel und Anna sich kennenlernen und die Problematik zwischen ihnen, aber auch von Abel und Micha deutlich bemerken. Bei den gut geschilderten Protagonisten, die wie aus dem Leben gegriffen sind, logisch handeln und trotz Macken sympathisch gestaltet sind. Ich für meinen Teil fühlte mich in die Schulzeit zurückversetzt, habe alte Bekannte getroffen, mich selbst mit einer Figur identifizieren können, und fühlte mich gut aufgehoben. Einziges Manko ist die rosarota Brille der Hauptfigur. Sie ist schon extrem ausgeprägt, aber wenn man die Ausgangsposition von ihr berücksichtigt, auch verständlich.

Unterstützt wird das klare Bild der Figuren durch einen unglaublich lebendigen, modernen Stil, der eine eindrucksvolle Atmosphäre schafft, wie sie Jugendliche am Besten nachvollziehen können. Ein Kopfkino ist vorprogrammiert, als hätte es tatsächlich einen Film gegeben.

Durch dieses Zusammenspiel wird in meinen Augen das wichtige Thema bestmöglichst umgestzt. Schließlich geht es um Kinder mit Zielen, unterschiedlichen familiären Situationen und dem Problem, dass niemand wirklich hilft, zuhört oder versteht. Es ist eine Thematik, die auch in der Schule behandelt werden sollte, damit vielleicht ein solches Schicksal niemals real werden muss. Auch wenn es sicherlich irgendwo schon der Fall war oder gar ist.

Inhaltlich also ein wertvolles Buch, dass in meinen Augen durch die Umsetzung interessant, aber auch zähflüssiger erscheint. Abel verarbeitet seine Erlebnisse in Geschichten. So ist er ein Seelöwe und seine kleine Schwester eine Königin. Alles was er erlebt oder was in seiner Nähe passiert, baut er irgendwie in die Geschichte ein. Dadurch sieht man, wie manche Leute ihr Schicksal und tragische Erlebnisse verarbeiten. Auf der anderen Seite erlebt man die Situationen immer zwei Mal. Manchmal hätte man am Liebsten diese doppelte Geschichte überschlagen, da es einfach langatmig war.

Das konnte man jedoch nicht machen, da man nie wusste, wo sie endet, denn eine klare Trennung durch eine andere Schrift oder ein extra Kapitel waren hier nicht gegeben. So habe ich brav vor mich hin gelesen.

Mit den ersten Morden und Andeutungen aus dem Umfeld gehen die eigenen Vermutungen ihrer Wege. Und ich muss sagen, dass ich mit diesem Ausgang nicht gerechnet habe. Aus diesem Grund ist auch der Schluss gelungen, denn er ist nicht nur unerwartet, sondern eben auch logisch und endlich mal kein gewöhnliches Happy End. Er bewegt und regt zum Nachdenken und Diskutieren an. Legt man das Buch aus der Hand, wird man merken, dass kleine Hinweise schon vorab Zeichen eingeläutet haben, aber ich muss sagen, dass ich sie zumindest auf diesen Punkt nicht wahrgenommen habe. Andere Dinge waren deutlicher und habe ich schon vorab gewusst.

Alles in allem ist es ein Buch, das ich persönlich für besonders wertvoll finde. Ich selbst komme eher aus einem einfachen Haushalt und weiß, wie man von anderen Leuten gerne schief angeschaut wird und das nur selten hinter die Fassade geschaut wird. Dementsprechend hoffe ich, dass dieses Buch auch an Schulen Einzug findet und viele Leser genauso begeistern wird wie mich. Einzig allein die Tatsache, dass ich nie wusste, wo ich mich befand, also von der Stadt her, und das irgendwann die Geschichtsperspektive zu viel wurde, sind in meinen Augen Mankos, weswegen ich nur 4 Sterne gebe.




Kommentare

  1. Dein Blog ist wirklich toll.Lese auch total gerne!Folge dir nun damit ich deine Seite nicht aus den Augen verliere magst du mir auch folgen?Lg Inamina

    AntwortenLöschen
  2. mahlzeit,

    habe Dir einen Award vorbei gebracht - schau mal bitte hier: http://lieblingshufie.blogspot.de/2012/09/kinderschuh-award.html liebe grüße vom Hufie

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