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Emma McLaughlin und Nicola Kraus: Tagebücher einer Nanny

===Sarahs eigene Inhaltsangabe===
Nanny studiert und muss neben dem Studium ihr Geld als Kindermädchen der Reichen verdienen. Auf der Suche nach einem neuen Arbeitgeber trifft sie zufällig auf den kleinen Grover, wie sie ihn später liebevoll nennt. Seine Mutter sucht eine zweite Nanny, um die erste zu entlassen. Die Bedingungen sind verhältnismäßig human, sodass Nanny den Job annimmt. Was sie nicht ahnt, ist die Tatsache, dass sie das alte Kindermädchen ablösen soll, weil sie der lieben Mrs. X nicht in den Kram passt. So beginnt der Start in das neue Arbeitsverhältnis eher schlecht, denn Grover denkt, dass sie Caitlin vertrieben hat. Doch auch das Hindernis legt sich und die Beiden werden beste Freunde. Es könnte ein so angenehmer Job werden, würde Mrs. X nicht davon ausgehen, dass Nanny nicht nur auf Grover ab und an aufpasst. Erst beginnt es mit zusätzlichen Nachmittagen oder Abenden, dann muss sie für Grover kochen, oder kleine Einkäufe erledigen. Es dauert nicht lange, bis sie einen Vollzeitjob bei einem total niedrigen Gehalt hat. Zu Weihnachten gibt es sogar nur Ohrwärmer, während das restliche Personal mehr oder weniger große Schecks neben einem teuren Geschenk finden. Klar, dass Nanny darauf weniger Lust hat. Als sie im Teletubbie Kostüm zusammen mit Grover auf einer Halloween-Party entdeckt, dass Mr. X seine Frau betrügt, ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis sie zwischen den Fronten steht. Wäre da nicht der süße Student, der bei Grover im Haus wohnt, sie hätte schon längst alles hingeschmissen. Dabei ist es dieser Schnösel gar nicht wert, denn seine beleidigenden Freunde lässt er gewähren. So vergeht das Jahr und es muss kommen, wie es kommen muss.....

===Sarahs meine Meinung===
Kindermädchen werden immer gebraucht und das man dort Einblicke in das Leben anderer Menschen bekommt und nicht alles Sonnenschein ist, dass wissen auch kleine Babysitter. In diesem Fall haben sich zwei Frauen zusammengetan, die selbst in über 30 Familien als Nanny Kinder betreut haben. Einblicke in den Alltag von reichen Familien, und wie sie die eigenen Kinder vernachlässigen, ist ein Anreiz, den sicherlich so manchen Leser zum Lesen animiert.

Der Einstieg in das Buch ist noch eine wahre Freude, wenn man einmal von dem einfallslosen Namen „Nanny“ absieht, den die Autorinnen ihrer Protagonistin gegeben haben. Ansonsten ist ihnen die Figur sehr authentisch gelungen und spiegelt eine junge moderne Studentin perfekt wieder. Lebenslustig, kinderlieb, frisch, liebenswert, humorvoll und zielstrebig. Ihre Gedanken sind logisch und ihre klare Linie sorgen für ein schnelleres Einfinden in die Geschichte. Mit ihrem Witz und Charme wird es nie langweilig. Auch die anderen Figuren sind aus dem Leben gegriffen. Mrs. und Mr. X sind genauso wie man es immer wieder von reichen Leuten liest und auch der reiche Stunden wird mehr als authentisch dargestellt.

Positiv wird dies unterstützt durch den illustrativen, modernen, klaren und treffenden Stil, der ein Kopfkino entstehen lässt, wie man es sich nur wünschen würde.

Damit sind dann jedoch auch schon die positiven Merkmale abgearbeitet. Inhaltlich ist schon nach nicht mal 50 Seiten klar, wie das Buch enden wird. Bis auf die Formulierung habe ich komplett richtig gelegen. Sieht man einmal davon ab, dass es bei diesem Genre nicht so wichtig ist, ist es trotzdem leicht enttäuschend. Durch den sich immer ähnelnden Ablauf als Nanny, der sich nur durch unterschiedliche Schauplätze variiert, verliert auch der Alltag der Reichen, die Peinlichkeiten und die Ärgernisse ihren Reiz. Lediglich die Liebesgeschichte klingt auf den ersten Blick vielversprechend. In meinen Augen geht diese allerdings neben all den Geschichten rund um ihre Tätigkeit unter.

Trotzdem ist es eine interessante Geschichte, die zwar zum Nachdenken anregt, aber doch eher leichte Kost ist. Ich will damit nicht sagen, dass es nicht wichtig ist die Fehler von Eltern aufzuzeigen, aber so wie die Autorinnen es umgesetzt haben, ist es schon eher unterhaltend, als ernst.

Das Hauptproblem was ich jedoch bei diesem Roman hatte, war die Umsetzung, und diese hat mir definitiv die ganze Lust am Lesen genommen. Beim Titel geht man von einem bzw. mehreren Tagebüchern aus. Eine Umsetzung, die mir in diesem Fall sehr entgegen kam, da sie gute Einblicke in den Alltag als Nanny gewähren würde und trotzdem lustig und fesselnd sein würde. Stattdessen ist es ein durchgängiger Roman der lediglich von geschriebenen Zetteln, auf denen Anweisungen von Mrs. X stehen, unterbrochen wird. Diese sind übrigens in einer anderen Schrift, die man zwar lesen kann, wer jedoch schlechte Augen hat, wird an seine Grenzen stoßen. Kursiv wäre hier die optimale Lösung gewesen. Ein weiterer Kritikpunkt und der größte, ist in meinen Augen das Abgehackte. Ganz oft habe ich unten die Seite beendet, umgeblättert und befand mich auf einmal an einen ganz anderen Ort, in einer anderen Situation oder ähnlichem. Die ersten Male dachte ich, dass ich zu weit geblättert hätte, was sich jedoch als falsch erwies. Mein zweiter Verdacht, dass ich nicht genau gelesen habe, wurde jedoch schnell widerlegt. Hier wird einfach gesprungen. Durch Absätze oder neue Kapitel sichtbar kein Problem, aber ich hatte zu oft das Gefühl in einer wichtigen Szene zu sein, und dann bin ich plötzlich woanders.

Nach gut 200 Seiten kam zusätzlich der Punkt wo ich dachte: War das alles? Mit einem Kind und so vielen Büchern zu Hause ist mir meine Zeit zu kostbar, wenn einfach bei einem Buch der Funke nicht überspringt. Ich hatte mir eine heiße Liebesgeschichte vorgestellt, die nachher in den Vordergrund rücken würde. Dem ist nicht so. Und aus diesem Grund habe ich mir die letzten 10 Seiten des Buches durchgelesen in der Hoffnung, dass ich merke, es passiert hier noch etwas. Bis auf den Schluss, den ich mir schon so gedacht habe, war nur ein Satz dabei, der mich neugierig machte doch nicht abzubrechen. Am Ende kann ich sagen: Ich hätte ruhig abbrechen können, denn verpasst hätte ich null.

Und genau das alles frustriert mich so sehr, dass mir das Buch, obwohl es sich halbwegs flüssig ließ und die Thematik mich auch gereizt hat, überhaupt nicht zugesagt hat.

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