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Martin Edwards - Kein einsames Grab

===Sarahs eigene Inhaltsangabe===
Zehn Jahre ist es her als Emma ohne jede Spur verschwunden ist. Niemand hat sie zur fraglichen Zeit gesehen, es gibt keine Hinweise, sie hat nie versucht Kontakt aufzunehmen, keine Kreditkarte wurde je benutzt – es ist, als hätte sie sich in Luft aufgelöst oder sei tot. Jetzt, zehn Jahre später, rollt die Presse den Fall noch einmal auf und erhofft sich so ein paar Hinweise, die vielleicht damals nicht ans Licht gekommen sind. Und tatsächlich ruft ein Mann namens Guy beim Reporter an. Er weiß, dass Emma niemals wieder kommen wird, denn sein Geheimnis ist düster. Genau diese Informationen spielt er anonym der „Post“ zu. Der Reporter gibt dies an das Cold Case Team der Region weiter, die ebenfalls anfängt zu ermitteln und alte Zeugen zu befragen. Trotz vieler neuer Informationen kommt der entscheidende Hinweis erneut als anonymer Tipp von Guy, denn er verrät, wo sich die Leiche von Emma befindet. Doch Emmas Grab ist nicht nur das ihre. Eine weitere Leiche gibt Rätsel auf und Detective Chief Inspector Hannah Scarlett will nun alles daran setzen, das Geheimnis aufzuklären.

===Sarahs meine Meinung===
Kein einsames Grab“ ist auf den ersten Blick für Fans der Serie „Cold Case“ genau das Richtige. Ein besseres Wichtelbuch hätte ich mir nicht wünschen können. Obwohl mir der Name des Autors nichts sagte, waren meine Erwartungen an das Buch groß.

Der Einstieg beginnt mit einem Ereignis und den ersten Zeilen des Klappentextes. Die Aussage über Mord ist nämlich der erste Gedanke der beteiligten Protagonistin. Eigentlich hat mich der Autor damit schon gehabt. Doch die Spannung die er damit aufgebaut hat, wurde sofort wieder zerstört. Dies hat leider sehr viele Gründe, auf die ich nun eingehen möchte.

Es beginnt schon mit den Protagonisten. Es werden viele, viele Leute eingeworfen, die gerade durch ähnliche Anfangsbuchstaben erst einmal zum Nachschlagen führen. Mit der Zeit lässt dies zwar nach, aber ich persönlich bin kein Fan von Umsetzungen, bei denen ich mit Figuren am Anfang erschlagen werde. Hier hat der Autor es zwar wirklich nur auf die wesentlichen Charaktere beschränkt, aber durch ihre blasse Beschreibung ist es eben schwer sich zu merken, wer wer ist. Weder äußerlich entstand ein Bild, noch kann ich sagen, dass es mir gelang mich mit der Hauptfigur oder einer anderen zu identifzieren.

Das liegt aber auch am ständigen Wechsel der Perspektiven. Mal begleitet man Hannah, dann ist da Guy, der vom Reporter abgelöst wird. Dazu kommen dann noch Sichtweisen von Personen, die man noch weniger einordnen kann, wie zum Beispiel einen Daniel. Der Leser wird zwischen den Figuren regelrecht hin und her geworfen, sodass es echt schwer ist eine Verbindung zu den Personen, aber auch eine Verbindung untereinander zu begreifen.

Zudem sind die Dialoge eher schwach. Es ist kein Witz, keine Persönlichkeit und keine anderen Stärken zu erkennen. Zudem ergeben sich aus einigen Dialoge Schlussfolgerungen, die einfach aus der Luft gegriffen sind. Ganz nach dem Motto: Die Wettervorhersage für Morgen tendiert zu Regen, also schlussfolgere ich, dass das Opfer in den letzten unbekannten Stunden ihres Verschwindens auf dem Weg zum Griechen war. Ihr seht keinen Zusammenhang? Gibt es auch nicht, und ähnliche Beispiele kommen hier ständig vor, da man dazu aber die Geschichte hätte lesen müssen, gebe ich eben dieses Beispiel.

All dies wäre jedoch nur ein fader Beigeschmack, würde der Autor mal zur Sache kommen. Im Klappentext wurde ja schon sehr viel verraten und man wartet immer darauf, dass man diese Informationen hinter sich lässt. 100 Seiten und Emma wurde immer noch nicht entdeckt. Stattdessen wird langweilig und zähflüssig ermittelt. Es kommt keine Spannung auf, da es wirklich nur reine Ermittlungsarbeit ist. Es gibt zwar zahlreiche Verwicklungen und Verstrickungen, aber alles ohne jegliche Spannung. Irgendwann war ich dann an dem Punkt, nach gut 200 Seiten, dass man guter Hoffnung ist, denn der Klappentext ist endlich abgearbeitet. Tja, doch auch hier bleibt es langweilig, was mich sehr stört, denn theoretisch liebe ich Ermittlungen sind sie nicht gerade langatmig in Polizeirevieren vertreten. Als dann allerdings auch nicht passierte, habe ich etwas gemacht, was ich definitiv nur bei 1 von 200 Büchern mache, ich habe vorgeblättert und die letzten 30 Seiten gelesen. Jetzt werden viele sagen, dann hast ja einiges verpasst. Dem ist leider nicht so, denn auf diesen Seiten wird alles zu 100% aufgeklärt, Zusammenhänge erläutert und man erfährt zusammenfassend, was auf den Seiten, die mir fehlten passiert ist. Es ist ein überraschender Schluss und das ist auch das einzig Positive an dem Buch. Er war nicht vorhersehbar und in der Tag schlüssig und interessant.

Ich hatte trotzdem nicht das Bedürfnis noch einmal die fehlenden Seiten nachzulesen oder das Gefühl doch etwas nicht verstanden oder überlesen zu haben. Das zeigt mir wieder, wie schwach die Umsetzung bis auf den Schluss ist.

Für mich war dies das schlechteste Buch, das ich im Juli 2012 gelesen habe.Dementsprechend könnt ihr hoffentlich meine Bewertung nachvollziehen.

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