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Nach dem großen Feuer - Hohlbein

Hallo lieber Leser, liebe Leserin.

Als Leseratte lese ich rund 250-300 Bücher im Jahr und muss sehr häufig feststellen, das meine Anforderungen mit jedem Jahr etwas steigen. Dabei ist es in meinen Augen gar nicht so schwer mich zufrieden zu stellen. Ein guter Plot, ein angenehmer Stil, eine ideale Umsetzung, authentische Protagonisten und je nach Genre ein gute Portion Romantik, Fantasy oder Spannung. Keiner dieser Punkte sollte jedoch übertrieben werden. Mehr verlange ich nicht.

===Buchdaten===
Autor: Wolfgang Hohlbein
Titel: Nach dem großen Feuer
Verlag: Bastei Lübbe (1997)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3404242327
ISBN-13: 978-3404242320
Kosten: ab 0,01€
Serie: -

===Leseinformationen===
Genre: Science Fiction
Niveau: durchschnittlich
Leserschaft: Jugendliche ab 14
Lesedauer: 1 Tag

===Autor/in===
Wolfgang Hohlbein, 1953 in Weimar geboren, ist der meistgelesene und erfolgreichste deutschsprachige Fantasy-Autor. Seine Bücher decken die ganze Palette der Unterhaltungsliteratur ab - von Kinder- und Jugendbüchern über Romane und Drehbücher zu Filmen, von Fantasy über Sciencefiction bis hin zum Horror. Der Durchbruch gelang ihm 1982 mit dem Jugendbuch "Märchenmond", für das er mit dem Fantastik-Preis der Stadt Wetzlar ausgezeichnet wurde. 1993 schaffte er mit seinem phantastischen Thriller "Das Druidentor" im Hardcover für Erwachsene den Sprung auf die Spiegel-Bestsellerliste. Die Auflagen seiner Bücher gehen in die Millionen und immer noch wird seine Fangemeinde Tag für Tag größer. Der passionierte Motoradfahrer und Zinnfigurensammler lebt zusammen mit seiner Frau und Co-Autorin Heike, seinen Kindern und zahlreichen Hunden und Katzen am Niederrhein. (Quelle: AMazon)

===Optischer Eindruck===
Optisch spricht mich das Buch nicht wirklich an. Es ist nett, aber nichts Besonderes. Eine afrikanische Person, die einen jungen Mann in ihren Armen hält.

===Zitierter Klappentext===
Wie hypnotisiert betritt Thomas das glitzernde UFO, das gekommen ist, um ihn zu holen, zu holen für ein Abenteuer, das er sein Leben lang nicht vergessen wird... Mit Boris, Stephen und Tai Lin landet er auf einem fremden Planeten. Schaudernd blicken sie auf eine bizarre Welt, auf brennende Savannen, dampfende Dschungel, rauchende Krater. Im Kampf mit den mörderischen Riesenameisen und anderen schrecklichen Monstern entgehen sie mehr als einmal nur knapp dem Tode. (Quelle: Klappentext)

===Leseprobe===
Eine Leseprobe, die ich verlinken kann, habe ich leider nicht gefunden. Wer kleinere Eindrücke haben möchte, kann diese dem Zitat, welches meine Meinung untermalen soll, entnehmen.

===Sarahs eigene Inhaltsangabe===
Thomas fliegt mit seinem Vater in die USA. Angekommen im Hotel, wird er von eine, Raumschiff entführt. Er soll zusammen mit anderen Kindern aus der ganzen Welt zu einem Planeten gebracht werden, wo sie über ihre Welt berichten sollen. Unterwegs kommt es zu einem Zwischenfall. Das Raumschiff kann nicht gerettet werden. Die Kinder kommen zu viert in eine Rettungskapsel. Thomas ist zusammen mit Boris, Tai Lin und Stephan. Als Begleitung ist der Roboter Max an ihrer Seite. Ihre Rettungskapsel soll sie zu einer Rettungsstation bringen. Doch auch dies geht schief. Sie landen zwar auf dem Planeten, aber Kilometer weit weg von der Station. Zusammen geht es auf einen beschwerlichen Weg. Rationiertes Wasser, denn viele Flüsse und Seen sind hier radioaktiv verseucht; riesige Spinnen und andere gefährliche Tiere sind genauso eine Gefahr wie Schwefelsäure-Regen. Trotz dieser Gefahren fühlen sie sich bei Max sicher, bis dieser sie versucht zu retten, und dabei stirbt. Nun sind sie allein auf sich gestellt, zumindest bis sie in die Hände der Mutanten geraten. Sie sehen teilweise aus wie Menschen, aber sind durch die Radioaktivität mutiert. Sie sehen in den Kindern eine Gefahr, die sie als Sandmänner bezeichnen. Erst ein Kampf gegen böse Ameisen sorgt für eine gewisse Freundschaft. Zumindest bis die Sandmänner angreifen, denn Thomas will die Sandmänner nicht umbringen. Mit dieser Aussage muss er jedoch erkennen, dass die Mutanten und anderen Wesen nur eins kennen. Töten oder getötet werden. Sie sind so wild und böse.Ganz anders als die Menschen, oder doch nicht?

===Sarahs meine Meinung===
Science Fiction... Wie einige wissen, ist es ein Genre, was ich eigentlich meide. Raumschiffe, andere Welten und Kriege interessieren mich einfach nicht. Dieses Buch hätte ich mir deswegen auch nie solo gekauft. Da ich jedoch nach meinem ersten Hohlbein „Die Templerin“ so begeistert von seinem Stil war, habe ich mir ein ganzes Paket ersteigert. Oft habe ich den Kauf bereut, und gerade bei diesem Buch habe immer gezögert, weil ich schon vom Klappentext eher abgeschreckt war.

Dementsprechend lustlos habe ich das Buch angefangen. Schnell wird jedoch deutlich, dass Hohlbein hier sein volles Schreibtalent an den Tag gelegt hat. Oft übertreibt er es mit seinen Beschreibungen und ist einfach nur langatmig oder greift zu sehr ähnliche Themen auf. In diesem Fall muss ich sagen, dass seine Figuren sehr authentisch, unterschiedlich und liebenswert waren. Ich konnte mich sofort in sie hineinversetzen, und hatte großen Spaß ihre Entwicklung in dem Abenteuer zu verfolgen. Selbst die Tatsache, dass ich mich auf einem UFO befand, war nebensächlich, so lebendig und interessant wurde alles beschrieben.

Spätestens ab diesem Punkt wird das Buch auch spannend, denn man möchte die Gründe für die Entführung, und die Fakten über den Planeten erfahren. Schließlich wurde auf dem Klappentext so manches angedeutet, sodass man unbedingt wissen wollte, warum dieser Planet so untergegangen, man könnte schon sagen, verflucht wurde. Die Beschreibungen lassen eine kleine Vermutung aufkommen, sind jedoch so wage, dass man es nicht glauben kann. Stattdessen leidet, und zittert man mit den Figuren. Zeitgleich lacht man über die außergewöhnlichen Figuren, wie die Mutanten.

Auf der anderen Seite kristallisiert sich nach der Hälfte des Buches das heraus, was der Autor eigentlich versucht zu zeigen, dass nicht andere Leute, wie die Galaktiker für den Untergang dieses Planeten verantwortlich sind, sondern die Bewohner selbst. Hohlbein versucht auf diese Art und Weise zu zeigen, dass man heute mit kindlichen Augen, etwas ganz anders sieht, wie zum Beispiel, dass es immer eine andere Lösung gibt, das töten nicht immer die beste Lösung ist, sondern reden so manches Schlimme aus der Welt räumen könnte. Ohne zu viel verraten zu wollen, kann ich euch verraten, dass das Ende nicht unbedingt überraschend, dafür aber schockierend und ehrlich war. Eine Umsetzung, die Aufrütteln soll.

In Kombination mit der abenteuerlichen Geschichte ein super gelungenes Buch, dass mich zum ersten Mal seit langem wieder von Science Fiction überzeugt hat.

===Abschließendes Fazit===


Pro: Stil, idee, Lehrgehalt, Figuren
Contra: nichts gefunden
Empfehlung: 5 Sterne



~*~ Danke ~*~ fürs ~*~ Bewerten ~*~ Lesen ~*~ Kommentieren ~*~


© Eure CQ für www.sarahs-buecherwelt.blogspot.com
Verwendete Zitate werden ausgewählt und eingebaut um den Stil, Spannungsanteil, Detailreichtum oder ähnliches aufzuzeigen. Sie gehören nach wie vor dem rechtlichen Eigentümer und dienen lediglich der Unterstützung meiner Rezension.


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