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Gespenster - Mary Hottinger Rezension

Hallo lieber Leser, liebe Leserin.

Als Leseratte lese ich rund 250-300 Bücher im Jahr und muss sehr häufig feststellen, das meine Anforderungen mit jedem Jahr etwas steigen. Dabei ist es in meinen Augen gar nicht so schwer mich zufrieden zu stellen. Ein guter Plot, ein angenehmer Stil, eine ideale Umsetzung, authentische Protagonisten und je nach Genre ein gute Portion Romantik, Fantasy oder Spannung. Keiner dieser Punkte sollte jedoch übertrieben werden. Mehr verlange ich nicht.

===Buchdaten===
Autor: Mary Hottinger
Titel: Gespenstergeschichten
Verlag: Diogenes
Erschienen: 1996
ISBN-10: 3257009062
ISBN-13: 97832570090624
Seiten: 437
Kosten: 0,50€
Serie: Diogenes Anthologien

===Leseinformationen===
Genre: Kurzgeschichten, Grusel
Niveau: anspruchsvoll
Leserschaft: Jedermann
Lesedauer: 4 Tage

===Autor/in===
Marie (Mary) Donald Hottinger, geborene Mackie(* 20. Juni1893in Liverpool; † 1978), war eine schottische Übersetzerin und Herausgeberin. Im deutschen Sprachraum ist sie in erster Linie als Herausgeberin verschiedener Anthologien von Kriminal-, Gespenster- und Gruselgeschichten bekannt geworden. Ihr dreibändiges Standardwerk mit den Titeln Mord, Mehr Mordeund Noch mehr Morde, das seit Ende der 1950er Jahre immer wieder neu aufgelegt wurde, brachte die angelsächsische Kriminalgeschichte zu neuer Geltung und erhob die Zusammenstellung von Geschichten zur literarischen Kunstform. (Quelle: Wikipedia)

===Optischer Eindruck===
Schlichtes Cover, das mich weder in der Bibliothek, noch auf dem Flohmarkt angezogen hätte. Eine Strichmännchenzeichnung wirkt für ein gruseliges Buch doch zu schwach. Doch oft verbirgt sich hinter diesen Büchern weit mehr.

===Leseprobe===
Zitat S. 19: Die Umstände dieses Geschehens sind so außergewöhnlich und so gut verbürgt daß keine Lekütre und keine Unterhaltung mir jemals etwas Ähnliches geboten haben. Sie werden auch den scharfsinnigsten und ernsthaftesten Fragesteller befriedigen.

===Sarahs eigene Inhaltsangabe===
Es handelt sich bei dem Buch um eine Sammlung von erstklassigen englischen Gespenstergeschichten. Da jedes Werk von einem anderen Autor stammt, gehe ich einfach mal auf alle Geschichten im Einzelnen ein. Ein Vorwort und etwas über die Autoren sind zusätzlich vertreten. Der Übersicht halber stelle ich euch erst einmal die Titel vor und dann gehe ich zu jeder Ziffer passend auf die Inhalte ein.

  1. Daniel Defoe – Die Erscheinung der Mrs. Veal
  2. Edward Bulwer-Lytton – Das verfluchte Haus in der Oxford Street
  3. Wilkie Collins – Das Traumweib
  4. W.W. Jacobs – Die Affenpfote
  5. E.F. Benson – Das Gesicht
  6. Richard Middelton – Auf der Landstraße
  7. W.F. Harvey – Nacht über dem Moor
  8. Enid Bagnold – Das verliebte Gespenst
  9. A.J Alan – Mein Abenteuer in Norfolg
  10. Mary Hottinger – Der Ring
  11. Elizabeth Bowen – Der dämonische Liebhaber
  12. Algernon Blackwood – Die Puppe
  13. Daphne du Maurier – Der Apfelbaum
  14. M.R. James Die verwunschene Pfeife

Kommen wir nun zu den Inhalten der einzelnen Geschichten.

  1. Mrs Veal und Mrs. Bargrave sind so etwas wie die besten Freundinnen gewesen. In ihrem Leid haben sie sich angefreundet, haben sich unterhalten, Bücher gelesen und sich ewige Freundschaft geschworen. Als Mr. Veal, der Bruder von Mrs. Veal einen neuen Job bekommt schläft die Freundschaft ein, und wird erst wieder geweckt, als am 8.9.1705 Mrs. Veal bei Mrs Bargrave um Schlag 12.00 am Mittag vor derTür steht. Sie möchte die Freundschaft erneuern, und unterhält sich lange mit ihrer alten Freundin. Sie reden über den Tod, wie schön es danach sein soll und das Gott nichts ohne Grund macht. Irgendwann, kurz bevor Mrs. Veal wieder aufbrechen muss, bittet sie ihre Freundin noch einen Brief an ihren Bruder zu schreiben. Als sich Mrs. Bargrave wenige Tage später wegen ihr erkundigt, muss sie erfahren, dass sie an jenem Tag, Schlag 12.00 am Mittag, die Reise ins Jenseits angetreten hat. Mrs.Veal ist als Geist noch einmal zu ihrer Freundin.
  2. In London in der Oxford Street steht ein altes Haus, wo es spuken soll. Niemand hält es länger als maximal drei Tage in dem Haus aus. Verschiedene Erscheinungen, Dinge und Ängste sollen dafür sorgen. Niemand sieht das Gleiche, aber jeder hat panische Angst. Als der Erzähler davon hört, schnappt er sich seinen Diener und bittet den Besitzer Mr. J----- für einige Tage darin wohnen zu dürfen. Er erhält die Erlaubnis und macht sich am selben Abend auf den Weg. Es beginnt mit Fußabdrücken, verschlossenen Türen, Windzügen und vielen anderen Dingen. Während der Erzähler trotz Panik immer wieder ruhig bleibt, bekommt sein Diener panische Angst und flieht. Kurze Zeit später findet er seinen treuen Hund mit gebrochenem Genick. Er verbringt die Nacht trotzdem dort, verlässt das Haus jedoch am kommenden Tag. Nicht jedoch ohne einen Hinweis, nämlich alte Briefe, in denen ein Mord gestanden wird. Der Erzähler und der Besitzer stellen Nachforschungen an, und lüften ein düsteres Geheimnis.
  3. In dieser Geschichte geht es um einen Mann, der nur Pech im Leben hat. Als er nach einer solchen Pechsträhne in einer Herberge übernachtet, kommt eine Frau in sein Zimmer und versucht ihn mit einem Messer umzubringen. Er weicht jedoch geschickt aus, und plötzlich ist sie verschwunden. Wie ein Traum verblasst, ohne Spuren oder ähnliches. Seine Mutter notiert diesen Traum, und als er Jahre später eine Frau entdeckt und heiratet, erkennt seine Mutter eben dieses Traumweib wieder. War es damals eine Warnung?
  4. Eine verwünschte Affenpfote gewährt insgesamt drei Menschen drei Wünsche. Der erste Besitzer nutzte seinen letzten Wunsch für den Tod, der zweite hätte sie lieber verbrannt, als einem anderen zu geben, und trotzdem schenkt er es einem alten Bekannten, der sie auch gleich einsetzt und am eignen Leibe erfährt, das Wünsche immer Konsequenzen haben
  5. Seit Jahren wird eine Frau von Alpträumen geplagt. Ein Warntraum und am nächsten Tag kommt er. Immer ist es gleich und immer wird ihr gesagt, dass er sie später holt. Als die Alpträume verschwinden ist sie einfach nur glücklich. Doch dann holen sie sie wieder ein. Aus Sorge schickt ihr Mann sie zum Arzt, der ihr wiederum eine Pause verordnet. Sie packt, verreist und erkennt, dass dies der Ort ist, von dem sie stets geträumt hat. In Panik ruft sie ihren Mann an, der auch sofort losfährt. Doch wird er es rechtzeitig schaffen?
  6. Ein Mann verliert alles und wandert als Landstreicher über die winterlichen Straßen von einem Ort zum nächsten. Als er nach einer besonders kalten Nacht erwacht, ist er froh überlebt zu haben, weiß jedoch, dass dies nicht noch mal passieren wird. Er macht sich auf den Weg und trifft auf einen Jungen, der ihn begleitet. Dabei philosophiert er über unterschiedliche Dinge, wie zum Beispiel das Leben auf der Straße. Als er am nächsten Morgen schwer erkrankt ist, hat der Junge Glück. Ein Auto hält an, und fährt ihn ins Krankenhaus. Der alte Mann möchte jedoch lieber laufen, bis er dem Jungen wieder begegnet und seine Aussagen eine ganz neue Bedeutung bekommen.
  7. Ein Mädchen bekommt eine Blinddarmentzündung und alle Fahrer sind mit Aufträgen unterwegs. So wird das eine Dienstmädchen losgeschickt, um auf dem Nachbarshof den Arzt, der dort Urlaub macht, zu kontaktieren. Mitten durchs Moor führt ihr Weg und als sie erfährt, dass der Arzt nicht mehr da ist auch zurück. Unterwegs begegnet sie einem alten Pfarrer, der sie begleitet und ihr eine total unheimliche Geschichte erzählt.
  8. Eine Frau verreist und zurück bleibt ihr Mann, der jedoch allein nicht wirklich schlafen kann. Die letzten Nächte haben ihn immer merkwürdige Dinge gezeigt, so als wäre ein Geist gegenwärtig und würde den Platz seiner Frau einnehmen. Als diese ihre Rückkehr ankündigt, ist ihr Mann überglücklich. Er versucht wach zu bleiben bis sie kommt, dämmert jedoch weg. Irgendwann hat er das Gefühl sie sei da, noch kalt von der Fahrt und muss feststellen, dass sie gerade erst die Halle betritt, was die Geräusche betrifft.
  9. Seine Frau möchte wie jedes Jahr in Urlaub fahren und hat auch schon das richtige Objekt gefunden. Nur einfach zu teuer, weswegen ihr Mann erst einmal eine Nacht hinfahren, alle Betten probieren und dann den Preis verhandeln soll. Dort angekommen macht er es sich gemütlich, bis es klopft. Eine Frau steht vor der Tür und hat Probleme mit dem Auto. Als zufällig ein Lastwagen vorbeifährt, bietet es sich an, dass dieser sie mit in die Stadt nimmt, während das Auto in der Garage untergestellt wird. Sie fahren weg und als er sich den Wagen noch einmal genauer ansehen will,entdeckt er eine Leiche. Am nächsten Morgen ist das Auto verschwunden und auf der Polizeiwache erfährt er etwas ganz unglaubliches.
  10. Ein neues Haus soll endlich Ruhe bringen, doch eines Tages findet die Hausbesitzerin einen Ring, den ein Mädchen zurückverlangt. Sie unterhalten sich und dabei findet die neue Besitzerin heraus, dass das Mädchen schon lange Tod ist.
  11. Es ist Krieg und als der Liebhaber eines Mädchens an der Front stirbt, ist sie nicht traurig, sondern erleichtert. Sie heiratet einen anderen und ist wunschlos glücklich. Als sie aus London wegziehen, gilt es noch einmal etwas im alten Haus zu regeln. Sie fährt hin und findet einen Brief. Es geht um eine Zeit, wo sie und ihr verstorbener Liebhaber sich treffen wollten. Panisch regelt sie alles, und flüchtet aus dem Haus, in das nächstbeste Taxi.
  12. In einem feinen Hause klingelt es abends an der Tür. Ein dunkler Mann bringt ein Paket, dass der Herr des Hauses zu vernichten wünscht. Als darin eine Puppe entdeckt wird, gibt die Hausdame es einfach seiner Tochter und erzählt, sie habe es vernichtet. Wenige Tage später beginnen merkwürdige Sachen zu passieren. Die Tochter redet mit der Puppe, die sich wie ein echter Mensch in den Abendstunden bewegt. Panisch flüchtet die Erzieherin, um dann doch zurückzukehren, und dem Herrn des Hauses davon berichtet. Dieser wird total panisch und gibt sich die Schuld an allem.
  13. All die Jahre ist er unglücklich. Seine Frau Mardge ist keine Schönheit und macht alles so verkehrt, dass er einfach nur noch flüchten kann. Als sie eines Tages stirbt, ist er froh. Doch mit ihrem Tod fängt ein alter Apfelbaum an zu blühen. Das Holz davon will nicht brennen, die Äpfel schmecken nicht und auch sonst bereitet er ihm nur Ärger.
  14. Ein Professor fährt zum Golfurlaub und findet in einer Ruine eine Art Hundepfeife mit komischen, lateinischen Sätzen. Er bläst sie und ruft einen alten Geist zu sich.

===Sarahs meine Meinung===
Das Buch habe ich von einer befreundeten Autorin geschenkt bekommen, die mir immer alte ausrangierte Bücher zukommen lässt. Da ich gerne gruselige Geschichten gelesen habe, habe ich mir das Buch aufgespart, und nun endlich angefangen. Da es in diesem Buch um verschiedene Kurzgeschichten unterschiedlicher Autoren geht. Möchte ich explizit auf die einzelnen Geschichten eingehen, damit ihr wisst, wie sie mir im einzelnen gefallen haben. Vorab kann ich nur sagen, dass es eine interessante Sammlung ist, von der ich lediglich Daniel Defoe kannte. Allerdings stellen sie alle Größen der englischen Literatur dar, sodass in meinen Augen der Autorin und Herausgeberin eine gute Zusammenstellung gelungen ist.

'''Daniel Defoe – Die Erscheinung der Mrs. Veal''' ist eine Geschichte mit rund 15 Seiten. Daniel Defoe legt einen gehobenen Stil an den Tag, der zudem noch recht altmodisch ist. Dies wird besonders am Satzbau und der Wortwahl deutlich. Anspruchsvoll, wie er die Geschichte verfasst, muss man genau lesen. Zudem ist diese Gespenstergeschichte alles andere als gruselig, sondern regt eher zum Nachdenken an. Sie lässt die Frage offen, ob es sich um eine wahre Geschichte oder ein Fantasieprodukt des Autors handelt. Alles in allem ist es eine sehr schöne alte Geschichte, die besonders kranken und alten Menschen Hoffnungen macht. Mir hat sie trotz des alten Stils, oder vielleicht auch genau deswegen, ausgesprochen gut gefallen. Eine gute Wahl für den Einstieg in eine solche Sammlung. Von mir bekäme sie 4/5 Sternen.

'''Edward Bulwer-Lytton – Das verfluchte Haus in der Oxford Street''' ist eine Geschichte, wie ich mir eine Gespenstergeschichte wünsche. Spannend, gruselig und nicht übertrieben. Von der ersten Seite ist gefesselt. Das liegt hauptsächlich an dem erstklassigen Stil des Autors. Eindrucksvoll erschafft er mit wenigen Worten eine düstere Atmosphäre, die schon beim Lesen die Nackenhaare hochstehen lässt. Diese Atmosphäre hält er bis zum Schluss, und abgesehen von einigen Ausschweifungen und Vermutungen am Ende, eine perfeke Kurzgeschichte. Alleine der Schluss ist ein Meisterwerk und hätte nicht besser gewählt werden können. Von mir bekäme es trotz Ausschweifungen 5/5 Sternen.

'''Wilkie Collins – Das Traumweib'''ist eine Geschichte, die ich absolut klasse fand. Es ist zwar alles etwas länger, dafür aber nach einiger Zeit gruselig. Es ist ein leichtes Gruseln, denn im Grunde ahnt man schon, worauf der Schreiberling hinaus wollte. Durch den zeitlosen und illustrativen Stil, jedoch ein Genuss. Ich persönlich hätte mir jedoch ein rasanteres Ende mit einem kleinen Pointe gewünscht. Daher auch nur 4/5 Sternen.

'''W.W. Jacobs – Die Affenpfote'''erinnert stark an ein Märchen der Gebrüder Grimm, doch die Umsetzung ist meines Erachtens mau. Spannung, Grusel oder ähnliches kommt gar nicht auf, und als es dann doch so weit ist, endet die Geschichte mit einem dritten Wunsch, der zudem noch für den Leser offen bleibt. Sicherlich eine Möglichkeit der Umsetzung, die mir jedoch nicht gefallen hat. Blass und schwach, daher nur 2/3 Sternen.

'''E.F. Benson – Das Gesicht''' ist eine Geschichte, wie man sie in England erwarten würde. Sie ist in einem eher altmodischeren Stil verfasst, nutzt Worte, die nicht unbedingt geläufig sind und benutzt recht blasse Charaktere. Trotz der unheimlichen Art ist sie nicht wirklich spannend, aber dafür sehr angenehm zu lesen. Man zieht eigene Schlüsse und ist dann etwas enttäuscht, wenn man dann am Ende leicht in der Luft hängenbleibt, weil man einiges nicht erfährt. Nett, aber sie wäre in meinen Augen ausbaufähiger gewesen. 3/4 Sternen gibt es von mir.

'''Richard Middelton – Auf der Landstraße'''– Langweilig oder Meisterwerk. Es ist auf seine Art und Weise gruselig und gespenstisch, denn man möchte wissen, was an den Worten des Jungen stimmt, und was nicht. Ohne viel Worte oder eine lange Geschichte kommt eine traurige Stimmung auf, die den Leser fesselt, und zum nachdenken anregt. Sicherlich gibt es bessere Gespenstergeschichten, aber sie ist auf ihre Art und Weise ein Meisterwerk. 5/5 Sternen

'''W.F. Harvey – Nacht über dem Moor''' ist interessant, aber nicht unbedingt der Hit. Bei einer Blinddarmentzündung hilft schlafen nicht unbedingt und das hätten die Menschen damals auch schon wissen können. Stattdessen macht sich eine Magd auf den Weg, obwohl jeder weiß, dass es nicht lohnt, weil sie eben nur Schlaf bräuchte. Genauso sinnlos wie dies, sind auch die anderen Punkte. Als dann der Pfarrer auftaucht, geht man von Spannung aus, einem bösen Gespenst, der sie ins Moor führt, doch stattdessen nur leere Luft, die eben am Ende enttäuscht. Nett zu lesen, aber mehr nicht. 2/3 Sternen gibt es von mir.

'''Enid Bagnold – Das verliebte Gespenst'''ist eine nette Geschichte, die jedoch für heutige Verhältnisse nicht spannend genug ist. Der Leser wird allein gelassen mit seinen Fragen. Wer ist dieser Geist, warum ist sie in ihn verliebt und ähnliches. Stattdessen bricht die Geschichte am Höhepunkt ab. Trotzdem es nett zu lesen war, konnte es mich nicht überzeugen. 2/3 Sternen

'''A.J Alan – Mein Abenteuer in Norfolg'''ist die perfekte Geistergeschichte. Man würde sich zwar andere Gründe am Ende wünschen, aber sie ist genau das, was der Leser unter einer zeitlosen Geschichte versteht. Auch heute packt sie noch, ist illustrativ und verursacht ein leicht mulmiges Gefühl. Keine offenen Punkte und an keiner Stelle langweilig. 5/5 Sternen

'''Mary Hottinger – Der Ring''' mag sein, dass meine Ansprüche für alte Geistergeschichten zu hoch sind. Doch auch hier fehlt mir persönlich der Grund. Es werden Punkte in den Raum geworfen und dann heißt es tschüss, dass war es. Ohne weitere Informationen, fragt man sich, warum der Geist zurückkam und was er wollte. Ohne wirklich schlau zu werden, nützt mir eine solche Geschichte nichts, da kann der Stil noch so lebendig sein. 2/5 Sternen

'''Elizabeth Bowen – Der dämonische Liebhaber'''ist wieder eine Geschichte, die Potential hat, es aber nicht ausreizt. So geht es um eine Frau und ihren toten Liebhaber, aber warum sie ihn damals heiraten wollte, wo sie und ihre Familie doch eigentlich gar nicht wollten, bleibt genauso unklar, wie der Aspekt, warum er genau jetzt auftaucht. Es lässt sich leicht lesen, aber Fragen sollten bei einem Gespensterbuch doch geklärt sein. 2/5 Sternen

'''Algernon Blackwood – Die Puppe''' ist eine echt gruselige Geschichte, die jedoch wieder ein offenes „Warum“ hat. Sie ist spannend umgesetzt, gruselig und macht riesigen Spaß zu lesen, zumal der Stil trotz des Alters sehr angenehm ist. Trotzdem bleibt immer die Frage, was der Hausherr nur angestellt hat, und ich hasse offene Punkte. Daher nur 4/5 Sternen.

'''Daphne du Maurier – Der Apfelbaum''' ist eine komische Geschichte. Das der Geist der verstorbenen Frau ihm das Leben schwer machen will, ist eine Sache, aber man fragt sich hier immer wieder, was der junge Baum damit zu tun hat. Dank einiger Andeutungen geht das Spekulieren gut voran, um dann plötzlich im Leeren stehen gelassen zu werden.Es ist mit die längste Geschichte im Buch, und trotzdem bleibt so viel offen. 3/5 Sternen

'''M.R. James Die verwunschene Pfeife''' ist eine Geschichte um einen Professor, der nicht an übernatürliche Dinge glaubt und mit einer Pfeife das Gegenteil bewiesen kommt. Es ist spannend, und abgesehen von den anfänglichen Namenshindernissen, da der Professor nur mit „Jemanden“ redet, eine gute Geschichte über Gespenster. 4/5 Sternen.
Wie oben schon gesagt, ist es eine nette Sammlung, die jedoch am Ende zeigt, dass alte Gespenstergeschichten ein großes Manko haben. Vielleicht auch heutige Gespenstergeschichten – In Kurzform lassen sie zu viele Fragen offen. Wen das nicht stört, sollte es sofort lesen, denn ohne die Fragen, eine tolle Sammlung.

===Abschließendes Fazit===


Pro: viele Geschichten
Contra: offene Fragen
Empfehlung: Ja, sofern man offene Fragen mag 3Sterne


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