Stefan Burban - Der Ruul-Konflikt 3


===Buchdaten===
Autor: Stefan Burban
Titel: Der Ruul-Konflikt 3
Broschiert: 260 Seiten
Verlag: Atlantis Verlag Guido Latz (Juni 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3864020069
ISBN-13: 978-3864020063
Kosten: 13,90€
Serie: Ruul Konflikt

===Leseinformationen===
Genre: Sci-Fi
Niveau: durchschnittlich
Leserschaft: Jedermann
Lesedauer: 2 Tage

===Autor/in===
Stefan Burban wurde am 22.08.1975 in Schwäbisch Gmünd geboren. Er absolvierte eine Lehre als Industriekaufmann und arbeitete mehrere Jahre als kaufmännischer Sachbearbeiter. Irgendwann setzte sich jedoch der Wunsch durch, einen eigenen Sci-Fi-Roman zu veröffentlichen. Es sollte nicht lange dauern, bis sein erster Roman „Tödliches Kreuzfeuer“ 2008 in den Regalen stand.
Mehr über ihn und seine Werke unter: www.stefan-burban.de

===Optischer Eindruck===
Das Cover sieht böse und schön nach Sci-Fi aus. Mein Mann hatte sofort den Gedanken: Das Buch muss ich lesen, das muss doch was mit Halo zu tun haben

===Zitierter Klappentext===
Die Invasion hat begonnen. Die ruulanische Armada fegt wie eine unaufhaltsame Naturgewalt durch die Milchstraße und zerstört alles, was sich ihr in den Weg stellt. Die Koalition aus Menschen und Til-Nara steht dem Ausmaß der Gewalt nahezu hilflos gegenüber und ihre Streitkräfte werden bei mehreren Gelegenheiten vernichtend geschlagen. Innerhalb kürzester Zeit degeneriert der Krieg zu einer Abfolge verzweifelter Rückzugsgefechte.
Und in dieser dunkelsten aller Stunden, ruhen die Hoffnungen der Menschheit auf den Schultern eines verurteilten Mörders … (Quelle: Klappentext)

===Leseprobe===

===Was geschah bis jetzt===
'''BAND1:''' Die Menschheit hat sich das All zu eigen gemacht und kolonisiert. Dabei sind sie auf viele fremde Wesen gestoßen, die mal mehr oder weniger friedlich ihre neue Nachbarn wurden. Nur die Ruul, eine äußerst agressive Nomadenrasse, können es nicht lassen und legen es immer wieder auf kriegerische Auseinandersetzungen an. Um endgültig der Bedrohung Herr zu werden, entschließt sich die Menschheit zum Bau einer neuen militärischen Kriegsflotte. Als diese in die falschen Hände gerät, kommt es zum Ausnahmezustand.

'''BAND 2:''' Der Leser befindet sich inzwischen im Jahr 2143 und hat somit drei ruhige Jahre seit der entscheidenden Schlacht verpasst. Die Ruul sind so gut wie von der Bildfläche verschwunden, als plötzlich und unerwartet der Kontakt zu dem befreundeten Volk der Asalti abbricht. Um den Grund für diese Funkstille herauszubekommen, werden zwei Teams der neuen Rocket-Gruppe losgeschickt. Doch was die Teams auf ihrer Erkundungsmission entdecken, ist schlimmer als jede Befürchtung. Die Mission wird regelrecht zum Himmelfahrtskommando, denn die Ruul haben einen teuflischen Plan ausgeheckt.

===Sarahs eigene Inhaltsangabe===
Die kriegerischen Ruul haben mit ihrer Invasion begonnen. Ihre Armada fegt durch die Milchstraße, um die anderen Völker der Galaxis zu unterwerfen. Sie wollen endlich eine Großmacht werden, vor der jeder Angst hat. Die Menschen sind jedoch ihre größten Gegner und wollen sich nicht unterwerfen lassen. Für die Ruul ist es jedoch ein Muss, diese starken Gegner zu besiegen, denn damit sind sie ihrem Ziel einen riesigen Schritt näher. Eine Kolonie nach der anderen wird erobert und zahlreiche Menschen werden in diesen Schlachten zerstört. Ihre letzte Chance besteht in einem Plan, der jedoch wirklich ihre letzte Chance ist, denn sie bauen auf die Hilfe eines verurteilten Mörders. Die Verzweiflung ist überall zu spüren und niemand weiß, ob ihr Plan Früchte trägt.

===Sarahs Meinung===
Sci-Fi ist immer so ein Thema.. Es gibt hier wirklich nur wenige Bücher, die mich überzeugen können. Auch TV-Serien aus diesen Bereich reizen mich kaum. Stefan Burban hat es mit seiner außergewöhnlichen Reihe jedoch geschafft – Ich mag zumindest seine Werke sehr gerne.

Der dritte Band reiht sich wieder nahtlos an die Handlung aus dem zweiten Buch an. Auch wenn dies schon einige Zeit her ist, habe ich nicht das Gefühl gehabt, dass mir auch nur ein bisschen fehlte. Stefan Burban gelingt es ebenfalls die düstere Military-Sci-Fi-Stimmung, die mich in den ersten beiden Bänden so begeistert hat, wieder bis ins kleinste Detail ins Leben zu rufen. Diese düstere Stimmung harmoniert wieder mit einem sofortigen, spannenden Einstieg und mehr als authentischen Charakteren, die lebendig, logisch, konsequent und sehr charakterstark beschrieben wurde. Schnell hat man seinen Favouriten ausgewählt und ist somit wieder in der Handlung drin und das gelingt leider nicht allen Autoren. Dafür ziehe ich schon mal meinen Hut. Allerdings hätte ich mir hier auch gewünscht, öfters mal auf alte Bekannte zu treffen. Das ist leider auch in diesem Buch nicht der Fall.

Das ultimative Highlight beim dritten Band sind in meinen Augen jedoch nicht die Schilderungen von Orten oder Figuren, sondern die der Schlachten. Und endlich hat es der Autor mal richtig gemacht. Während er sich im ersten Band eher auf Schlachten mit und rund um Raumschiffe konzentriert hat, ist im zweiten Band sehr bodenlastig geworden. Das war sicherlich nicht verkehrt, aber eine ausgewogene Mischung fehlte mir doch. Und diese schafft er hier. Die Raumschiff-Schlachten wurden wieder beeindruckend detailliert geschildert und lassen ein Kopfkino entstehen, wie kein zweites. Doch auch die Bodenkämpfe müssen sich nicht verstecken. Durch das gute Gleichgewicht sind sie noch eindrucksvoller, imposanter und spannend inszeniert.

Im Grunde ist dem Autoren wieder ein schöner Roman, ja eine gelungene Fortsetzung gelungen. Fans der Reihe werden sicherlich schon den vierten Teil, der demnächst erscheinen soll, entgegenfiebern. Es ist schön die Fortschritte des Autors, aber auch die Entwicklung der Geschichte zu verfolgen. Allerdings muss ich zugeben, dass ich mir, bevor ich diesen Teil zu Gemüt geführt habe, bei Amazon etwas gelesen habe. Und dabei ist einem anderen Leser etwas aufgefallen, das mich selbst auch zum Nachdenken gebracht hat. Eigentlich sind die Ruuls ein Nomadenvolk. Beim Lesen ist man so fasziniert und gefesselt, dass man darüber gar nicht nachdenkt, aber wenn man es tut: Nomaden sind ein ziehendes Volk, das nicht sesshaft ist. Ein solches Volk kann vielleicht einen Krieg gewinnen, aber nicht so große Schlachten organisieren. Okay, vielleicht wäre auch das noch möglich, aber die Frage, die sich mir stellen würde, ist das „Warum“. Nomaden sind aus kulturellen oder weltanschulichen Gründen nicht sesshaft, warum sollten sie dann Lust haben die anderen Völker zu unterwerfen.

Naja, aber bei Sci-Fi sollte man nicht groß nachdenken. Und den meisten würde dieser Gedankengang gar nicht kommen. Von daher wieder ein echt tolles Werk. Und ich freue mich schon auf den nächsten.

Share:

0 Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Anregungen, Fragen, Kritik oder gar Lob? Immer her damit. Alle Fragen werden hier beantwortet. Kommentare werden nach Sichtung freigeschaltet. Mit Abgabe eures Kommentars stimmt ihr den Datenschutzbedingungen dieser Webseite zu. Diese findet ihr im Impressum