Der kleine Hobbnix - A. R. R. R. Roberts

==Pflichtlektüre in Berlins Hauptschulen...?==

Hallo lieber Leser, liebe Leserin.

===Vor dem Lesen===

Als Leseratte lese ich rund 200 Bücher im Jahr und muss sehr häufig feststellen, das meine Anforderungen mit jedem Jahr etwas steigen. Dabei ist es in meinen Augen gar nicht so schwer mich zufrieden zu stellen. Ein guter Plot, ein angenehmer Stil, eine ideale Umsetzung, authentische Protagonisten und je nach Genre ein gute Portion Romantik, Fantasy oder Spannung. Keiner dieser Punkte sollte jedoch übertrieben werden. Mehr verlange ich nicht.

Bevor mir nun jemand den Kopf wegen der '''Überschrift''' abreißt, ich habe sie nur gewählt, weil die Sprache mich an viele Kids aus Berlin erinnert. Schaut man sich Taff an ist „Alter, Krass, Disch und Co“ Standard. Ist aber nur ein kleiner Witz. Wie ihr vielleicht schon mitbekommen habt, habe ich das Buch bei einem Weihnachtswichteln im Jahre 2010 geschenkt bekommen, und da nun der Hobbit anlief, wollte ich nicht nur den Film sehen, das Buch lesen, sondern auch die Parodie endlich anfangen. Gesagt, getan.. Meine Meinung in endkrasser Ehrlichkeit nur für euch.

'''Buchdaten'''
Autor: A. R. R. R. Roberts
Titel: Der kleine Hobbnix
Taschenbuch: 270 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (1. Juni 2004)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453879473
ISBN-13: 978-3453879478
Originaltitel: The Soddit.
Kosten: ab 2€ gebraucht
Serie: -

'''Leseinformationen'''
Genre: Fantasy-Parodie
Niveau: trivial
Leserschaft: Jedermann
Lesedauer: 2 Tage

'''Autor/in'''
Adam Roberts ist eine der vielversprechendsten Stimmen in der neueren britischen Sci-Fi. Geboren wurde er 1965. Nach der Schule studierte er Englische Literatur in Aberdeen und Cambridge und arbeitet derzeit als Dozent an der University of London. Er ist bekannt für seine Parodien über bekannte Fantasy-Romane, wie „Der kleine Hobbit“.


'''Optischer Eindruck'''
Das Cover trifft genau meinen Geschmack. Ich liebe Comic-Zeichnungen, die zudem so schön farbenfroh gestaltet sind. Im Laden hätte ich das Buch sofort mit zur Kasse genommen. Es ist lustig und macht auch Lust das Buch zu lesen.

'''Zitierter Klappentext'''
Mit "Der kleine Hobbit" begann das größte Fantasy-Epos aller Zeiten: "Der Herr der Ringe". Doch wie der nun vorliegende Text beweist, hat uns J.R.R. Tolkien offenbar einige wesentliche Informationen vorenthalten: Denn schon einmal hat sich ein sagenhaftes Wesen auf die Suche nach dem Ring der Macht begeben – der Hobbnix Bingo Beutelsack, der eigentlich ein geruhsames Leben in seinem Erdloch führen wollte, bis eines Tages ein etwas verwirrter Zauberer an seine Tür klopfte … (Quelle: Klappentext) (Quelle: Klappentext)

'''Leseprobe'''
Eine Leseprobe, die ich verlinken kann, habe ich leider nicht gefunden. Wer kleinere Eindrücke haben möchte, kann diese dem Zitat, welches meine Meinung untermalen soll, entnehmen.

===Nach dem Lesen===

'''Sarahs eigene Inhaltsangabe'''
Der Hobbnix, unter sich nur liebevoll der Hoppler genannt, ist ein kleines Wesen mit verkrüppelten Arthritis-Füßen. Auch Bingo Beutelgrabscher gehört zu dieser Gattung. Tief unter der Erde ist sein verschimmeltes Reich voll Würmer, denn so schreibt es die Verordnung vor. Partyräume oder Weinkeller an die Oberfläche, damit sie besser überfallen werden können, Hobbnixe hingegen unter die Erde, um die Leiden zu verstärken. Doch wir schweifen ab. Bingo, also genauer gesagt Bingo Dietrich Beutelgrabscher, ist dementsprechend mehr als nur genervt, als seine wohlverdiente Ruhe gestört wird. Ganzalt, der schwerhörige Zauberer bittet um Einlass. Genauergesagt hat er ihn kurzerhand für ein Abenteuer eingeplant. Abenteuer? Bingo würde ihn am Liebsten vor die Türe werfen, doch diese wurde von Zwergen aus der Angel gerissen. Pralin, Qwalin, Milli, Vanilli, Mori, Ohri, Nasi, Bohri, Klön, Bifi, Bofi und Thothorin, der stotternde Zwergenkönig sind auf den Weg zum Einzigen Berg, wo der Drache Schmauch lebt. Sie wollen seinen Schatz stehlen, und brauchen dafür aber Bingo. Nach ganz viel Zureden, Alkohol und vielleicht auch einiger Drogen willigt Bingo ein, um nicht von den Zwergen getötet zu werden. Denn diese können ein nein nicht akzeptieren. Es ist ein Entschluss, den der wehleidige Bingo Beutelgrabscher schon nach wenigen Metern bereut. Unterwegs lauern zahlreiche Gefahren. Trolle in Frauenkleidung, Feige Elfen, ein philosophierender Schmollum oder bayrische Bierbrauer. Das nicht alle ihre Freunde sind, dürfte klar sein, obwohl er eigentlich den philosophierenden Schmollum echt cool findet, denn der löst seine Rätsel nicht und geschenkt ihm sogar ein Dingda mit TM. Ein Dingsda mit TM, dass im Schicksal ihrer Truppe die entscheidende Rolle spielt. Von Ganzalt brauchen sie schließen keine Hilfe zu erwarten, denn der hustet oder schläft vor sich hin. Doch der scheintote Ganzalt muss unbedingt dabei sein, wenn sie das „Gold“ finden, sagen die Zwerge. Bingo fängt jedoch an zu zweifeln, und zwar genau, als sie den Einzigen Berg und somit den allseits gefürchteten Drachen Schmauch erreichen. Bleibt nur zu hoffen, dass das krasse Dingsda mit TM auch seinen Zweck erfüllt und das Schicksal nicht abändert.

'''Sarahs Meinung'''
Parodien gehören heute einfach dazu. Viele große literarische Werke oder Filme mussten daran schon glauben. Man nehme nur „Scream“. Doch auch Tolkien bleibt nicht verschont. All das, was er in seiner poetischen Sprache über den Hobbit Bilbo Beutlin erzählt hat, wird mit dieser Parodie endlich richtig gestellt.

Schon das Cover stimmt perfekt auf die Parodie ein, und ein Blick auf die Karte von Obermittelerde, die gleich zu Beginn des Buches zu sehen ist, sorgt für so manchen Lacher. „Brechtal“, „Oben ohne“, „Unten ohne“ „Ein einziger Baum“, „Noch zwei Bäume“, „Ballermann“ oder gar „Ähm, Tja, Also“. Lustiger geht es bei den Bezeichnungen der Karte gar nicht. Nutzt dies schon einmal, eure Lachmuskulatur aufzuwärmen, denn so wie es begonnen hat, geht es auch weiter. Naja, zumindest am Anfang. Da wären zum Beispiel die Zwerge, die an die Assi-Jugend erinnert. Ihr wisst nicht was ich mein... Gut.. „ Hey, wenn du dann net da sein tust, bist du krasser Todfeind von uns Zwerge und wir jagen disch und machen disch kalt, du Abschaum hey!“(Zitat S. 38) oder auch die französischen Trolle in Frauenkleidung sorgen für anfängliche Freudentränen in den Augen. Doch leider werden die Begeisterungsschübe immer schwächer und man muss schon mit sich kämpfen, wenn man die Mundwinkel nach oben bekommen möchte. Das liegt nicht daran, dass der Autor kein Talent hat oder seine Pointen und Anspielungen schon zu Beginn verschießt. Es liegt viel mehr daran, dass es zum einen immer mehr wird, und zum anderen, dass es zumindest mich einfach nur noch genervt hat. Aber es ist nicht nur die ständige Assi-Sprache, der man überdrüssig wird. Im Buch lässt sich fast keine Seite lesen, ohne dass man von den Worten erschlagen wird.Übrigens ist sprachtechnisch alles vertreten, was Rang und Namen hat. Assi-Sprache, Barzi-Dialekt, französische Anhauchungen oder rappige Texte. Fehlt nur noch der Chinaman und obligatorische Nix verstehen Mensch, und alles wäre vollständig. Schauen okay, aber lesen ist in diesem Fall sehr anstrengend. Im Grunde ist es auch die ständige Wiederholung in so manch anderen Bereichen. Ganzalts Taubheit ist nur ein kleines Beispiel. Auch die Rätsel bei Schollum sind unterstes Niveau und waren auch der Punkt, wo ich zum ersten Mal nicht gelacht, sondern eher den Kopf geschüttelt habe, denn eins der Rätsel ist der Zungenbrecher Fischers Fritze...All das was mich die ersten 100 Seiten wirklich noch amüsiert hat, empfand ich später als negativ.

Die Geschichte selbst folgt linear dem Vorbild vom „kleinen Hobbit“. Ich selbst habe gerade erst „Der Hobbit“ gelesen und ich kann euch nicht empfehlen, die Werke direkt hintereinander zu lesen. Oft mache ich dies gern, um direkter und besser vergleichen zu können. Doch der sehr ähnliche Inhalt kombiniert mit den negativen Gedanken zum Ende hin, wirken sich nicht unbedingt positiv auf die Leselust aus. Glücklicherweise bin ich in diesem Punkt sehr ausdauernd. Andere Leser hätten sicherlich abgebrochen. Dementsprechend war ich auch nicht enttäuscht, als das Buch mich am Schluss gar nicht mehr überzeugen konnte. Man kann im Grunde sagen, dass die Parodie ihren Höhepunkt am Anfang erlebt hat, wo es die Leser noch mitreißen konnte.

Trotzdem ist das Buch nicht schlecht. Es ist eine schöne Parodie, die sicherlich um Längen besser gewesen wäre, wenn auf andere Jokes, Pointen und weniger Assi-Sprache gesetzt worden wäre. Auch hätte in meinen Augen gerne die Werbung auf den letzten, sagen wir 20 Seiten, ja auch ich kann übertreiben, weggelassen werden dürfen. Zu viel Werbung stinkt.

Alles in allem ist es ein nettes Buch, dass besonders am Anfang die Lachmuskulatur bis zum Muskelkater vorantreibt, Taschentücherberge entstehen lässt und große Freude bereitet. Dass es aber der Mitte nachlässt, muss man einfach hinnehmen. Manchmal ist weniger mehr. Übrigens fände ich es lustig, wenn ein solches Werk mal in Schulen durchgenommen werden würde, wo diese Sprache an der Tagesordnung steht, denn dann würden die Kids vielleicht auch merken, wie assi oder anstrengend das ist. Andere würden so vielleicht generell mal ein Buch lesen. Nur mal als Tipp für lesende Lehrer.
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Der Fluch der Dunkelelfen - Die Legende von Drizzt / Robert A Salvatore

Eigentlich richten sich diese Bücher eher an Rollenspieler, aber nachdem ich die Bücher bei einem Adventskalender gewonnen habe und nun schon ein Jahr lang unberührt in meinem Bücherregal stehen, habe ich mich nun für eine Buch Challenge durchringen können diese Werke zu lesen. Wie mir der dritte und letzteTeil gefallen hat, lest einfach selber.

===Buchdaten===
Autor: R.A. Salvatore
Titel: Der Fluch der Dunkelelfen
Taschenbuch: 448 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (18. April 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442267560
ISBN-13: 978-3442267569
Originaltitel: Forgotten Realms. The Dark Elf Trilogy 03: Sojourn
Serie: Dunkelelfen

===Leseinformationen===
Genre: Fantasy
Niveau: durchschnittlich
Leserschaft: Jedermann
Lesedauer: 4 Tage


===Autor/in===
R. A. Salvatore wurde 1959 in Massachusetts geboren, wo er auch heute noch lebt. Bereits sein erster Roman "Der gesprungene Kristall" machte ihn bekannt und legte den Grundstein zu seiner weltweit beliebten Reihe von Romanen um den Dunkelelf Drizzt Do´Urden. Die Fans lieben Salvatores Bücher vor allem wegen seiner plastischen Schilderungen von Kampfhandlungen und seiner farbigen Erzählweise. (Quelle: Amazon)

===Optischer Eindruck===
Düster, geheimnisvoll und magisch kommt das Cover daher. In meinen Augen passt es perfekt zu dem Titel und auch genau in die Reihe.

===Zitierter Klappentext===
Die Dunkelelfen sind die unangefochtenen Herrscher der Unterwelt. Jedes andere Volk der Dunkelheit duckt sich vor ihrer Grausamkeit. Doch die Oberwelt – die Welt der Sonne und des Lichts – ängstigt selbst die mächtigen Dunkelelfen. Nur einer von ihnen wagt es, in diese gefährlichen und unbekannten Regionen vorzudringen – der Verräter Drizzt do Urden. Dies ist seine Geschichte... (Quelle: Klappentext)

===Leseprobe===
http://www.amazon.de/Der-Fluch-Dunkelelfen-Legende-Drizzt/dp/3442267560/ref=pd_sim_b_1

===Sarahs eigene Inhaltsangabe===
Drizzt Do'Urden hat das Unterreich verlassen und ist zum ersten Mal wirklich auf sich allein gestellt, als es an die Oberfläche geht. Die Sonne, die Jahreszeiten – All das ist eine Qual. Doch die Feindlichkeit der Oberflächen-Bewohner ist noch tausend Mal schlimmer, und trotzdem tut es ihm immer weh, wenn er dessen Bewohner angreifen muss, um zu überleben oder gar andere, wie eine Menschenfamilie, zu retten. Ein langer Weg und zahlreiche Kämpfe stehen zwischen ihm und dem endgültigen Ziel, dem Eiswindtal.

===Sarahs Meinung===
1988 veröffentlichte der Autor seine Eiswind-Trilogie. In diesen Werken trifft der Leser zum ersten Mal auf dem Dunkel Elfen Drizzt Do'Urden. Eine Figur, die von nun an nicht mehr wegzudenken ist. Das vorliegende Buch ist eine Neuauflage zwei bereits erschienener Bücher. Diese sind früher einzelnen in Deutschland erschien, und wurden nun unter einem neuen Titel zusammengelegt. Vielen Fans ist dies ein Dorn im Auge, denn dies ist nicht auf den ersten Blick ersichtlich. Erst im Impressum des Buches findet man einen kleinen Hinweis. Dementsprechend wird es wohl einige Leser geben, die diese Geschichte doppelt haben. Da mich selbst die ersten beide „Doppel-Bände“ überzeugt hat, und ich wissen wollte, wie es weitergeht, habe ich mir den letzten Teil der Trilogie, ebenfalls ein Adventskalender-Gewinn, auch gleich zu Gemüt geführt.

Auch diesmal hat R. A. Salvatore sein Augenmerk auf die Entwiklung der Charaktere gerichtet, als auf wirklich große Ereignisse. Es ist spannend mitzuerleben, wie sich auch magische Wesen an einem neuen, fremden Ort zurechtfinden müssen. Die Entwicklung von Drizzt ist gewohnt konstant, logisch und authentisch. Seine Ängste, Sorgen und andere Gedanken sind greifbar und vergleichbar mit jemanden, der in ein fremdes Land geht, wo er selbst nicht willkommen ist. Es wird deutlich wie schwer Vorurteile wiegen und das die Mehrheit sich gar nicht vom Gegenteil überzeugen lassen will. Und trotzdem muss er immer zwischen gut und böse unterscheiden, und richtig handeln. So sieht es leider Gottes auch in unserem schönen Land aus, wenn wir ehrlich sind. Deswegen finde ich diesen Teil auch von allen am Besten.

Wer nun befürchtet, dass es diesmal ruhig vor sich geht, weil das Augenmerk eben auf die Charaktere gerichtet ist, kann beruhigt sein. Salvatore lässt die grandiosen Kampfszenen, die seine Werke zu etwas Besonderen machen, nicht zu kurz kommen. Sie sind zahlreich und gewohnt detailliert vertreten, sodass Fans von Sword & Sorcery auf ihre Kosten kommen. Ich selbst bin definitiv kein Fan davon, aber seine Schilderungen sind wirklich atemberaubend und so realistisch geschildert, dass man nicht das Gefühl hat sich zu langweilen. Kopfkino auf höchsten Niveau.

Während ich diesmal wieder auf den ersten Seiten gezittert habe, ob auch bei diesem Band negative Aspekte vorhanden sind, so wie zähflüssige Passagen oder ähnliches, muss ich sagen, dass ich diesmal hier nichts gefunden habe. Ich war sofort in der Geschichte, die gewohnt komplex, interessant und spannend war. Diesmal war ich jedoch vom Ausgang des Buches enttäuscht oder von mir aus auch überrascht. Erwartet man einen großen Kampf, wird man definitiv enttäuscht sein, denn stattdessen erwartet den Leser eher eine kleine Auseinandersetzung, die kombiniert wird mit einem tiefgründigen Gespräch. Es ist nicht schlecht, aber eben nicht das, was ich persönlich erwartet hätte. Anderen kann es sicherlich besser gefallen.

Alles in allem also ein krönender Abschluss dieser Trilogie und ein guter Start in eins der vielen nachfolgenden Abenteuer, wo Drizzt ebenfalls vertreten sein soll, wenn ich mich nicht falsch informiert habe.

Die Rache der Dunkelelfen - Die Legende von Drizzt / Robert A Salvatore

Eigentlich richten sich diese Bücher eher an Rollenspieler, aber nachdem ich die Bücher bei einem Adventskalender gewonnen habe und nun schon ein Jahr lang unberührt in meinem Bücherregal stehen, habe ich mich nun für eine Buch Challenge durchringen können diese Werke zu lesen. Wie mir der zweite Teil gefallen hat, lest einfach selber.

===Buchdaten===
Autor: R.A. Salvatore
Titel: Die Rache der Dunkelelfen
Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (15. November 2010)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442267552
ISBN-13: 978-3442267552
Originaltitel: Forgotten Realms. The Dark Elf Trilogy 02: Exile
Kosten: 12€
Serie: Dunkelelfen

===Leseinformationen===
Genre: Fantasy
Niveau: durchschnittlich
Leserschaft: Jedermann
Lesedauer: 4 Tage


===Autor/in===
R. A. Salvatore wurde 1959 in Massachusetts geboren, wo er auch heute noch lebt. Bereits sein erster Roman "Der gesprungene Kristall" machte ihn bekannt und legte den Grundstein zu seiner weltweit beliebten Reihe von Romanen um den Dunkelelf Drizzt Do´Urden. Die Fans lieben Salvatores Bücher vor allem wegen seiner plastischen Schilderungen von Kampfhandlungen und seiner farbigen Erzählweise. (Quelle: Amazon)

===Optischer Eindruck===
Düster, geheimnisvoll und magisch kommt das Cover daher. In meinen Augen passt es perfekt zu dem Titel und auch genau in die Reihe.

===Zitierter Klappentext===
Die Dunkelelfen der unterirdischen Stadt Menzoberranzan verzeihen nahezu jedes Verbrechen. Nur ein Vergehen darf niemals ungesühnt bleiben:
Untreue gegenüber der finsteren Spinnengöttin Lolth.
Dem in Ungnade gefallenen Haus Do`Urden bleibt nur eine Möglichkeit, die Gunst der Göttin zurückzugewinnen. Allein der qualvolle Tod und das Blut des verräterischen Sohns des Hauses können Lolth besänftigen – das Blut von Drizzt Do'Urden. Doch der Abtrünnige hat im Unterreich längst neue Verbündete gefunden … (Quelle: Klappentext)

===Leseprobe===
http://www.amazon.de/Die-Rache-Dunkelelfen-Legende-Drizzt/dp/3442267552/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1357554462&sr=8-1

===Sarahs eigene Inhaltsangabe===
Seit zehn Jahren lebt Drizzt Do'Urden schon allein in der Unterwelt. Er hat gelernt in dieser feindlichen Umgebung zu überleben. Dies hat zur Folge, dass er sich immer mehr verliert, wenn es um seine Persönlichkeit geht. Hier muss er instinktiv handeln. Gut und böse sind hier egal, denn nur das Überleben ist wichtig. Drizzt Do'Urden wird nach und nach immer mehr zur Hülle, die einfach nur funktioniert und keinen moralischen Kompass mehr besitzt. Nur seine ständige Begleiterin, seine beste Freundin, bewahrt ihn davor endgültig in den Jäger abzugleiten. Irgendwann ist der Punkt erreicht, wo der Wunsch nach einer Gemeinschaft zu wird. Nach und nach nähert er sich einer kleinen Stadt an, die ihn eigentlich als Feinde betrachten müsste. Statt ihn jedoch als Feind zu betrachten, begegnen sie ihm mit Gastfreundschaft und sogar mit ehrlicher Freundschaft. Eigentlich ist alles perfekt. Doch seine Mutter sind auf Rache und will nur seinen Tod. Die entfesselt eine Macht, die ihn vor seine größte Herausforderung stellt.

===Sarahs Meinung===
1988 veröffentlichte der Autor seine Eiswind-Trilogie. In diesen Werken trifft der Leser zum ersten Mal auf dem Dunkel Elfen Drizzt Do'Urden. Eine Figur, die von nun an nicht mehr wegzudenken ist. Das vorliegende Buch ist eine Neuauflage zwei bereits erschienener Bücher. Diese sind früher einzelnen in Deutschland erschien, und wurden nun unter einem neuen Titel zusammengelegt. Vielen Fans ist dies ein Dorn im Auge, denn dies ist nicht auf den ersten Blick ersichtlich. Erst im Impressum des Buches findet man einen kleinen Hinweis. Dementsprechend wird es wohl einige Leser geben, die diese Geschichte doppelt haben. Da mich selbst der erste „Doppel-Band“ überzeugt hat, und ich wissen wollte, wie es weitergeht, habe ich mir auch das zweite Buch, ebenfalls ein Adventskalender-Gewinn, auch gleich zu Gemüt geführt.

Der zweite Band fällt etwas kürzer aus als der erste Band, was auf den ersten Blick schade ist, denn die Vorfreude ist groß. Diesmal fiel mir der Einstieg in das Abenteuer deutlich leichter, da ich sowohl mit der Welt, als auch Drizzt vertraut war. Seine Figur ist genauso sympathisch, wie auch schon im ersten Band. Allerdings entwickelt er sich hier auf Grund seiner Lebensumstände zu einem komplett anderen Charakter. Es ist eine Wandlung, die in kleinen Schritten von statten geht, jedoch deutlich wahrzunehmen ist. Ob mir so die Figur besser gefällt, sei einmal dahin gestellt, aber da es eine lückenlose, authentische Änderung ist, die auch komplett nachvollziehbar ist, kann ich sagen, dass sie mir gefällt. Figuren müssen sich weiterentwickeln, und leider gelingt es nicht immer allen Autoren so gut, dies umzusetzen. Auch die Handlungen und Gedanken der handelnden Figuren sind ihm unglaublich gut gelungen. Die inneren Konflikte sind richtig greifbar. Solche Beschreibungen sind es, die das Talent eines Autors aufzeigen.

Wie schon im ersten Band gibt es viele Feinde, die auf Drizzt warten. Zahlreiche Kämpfe, die sogar noch einen Tick besser beschrieben sind. Sie sind detailliert und ermöglichen ein unglaublich anschauliches Kopfkino. Für mich stellen sie das Highlight dieser Reihe dar. Im Grunde ist es ab der ersten Seite spannend und man ist so gefesselt, dass man das Buch gar nicht aus der Hand legen mag. Als Frau finde ich es zwar schade, dass das Augenmerk im männlichen Sektor liegt, zumal ich viele Rollenspiel-Fans kenne, die weibliche Protagonisten bevorzugen, aber es kommt auf den Inhalt drauf an, und dieser ist durchweg spannend und fesselnd. Trotzdem muss ich sagen, dass es am Anfang auch in diesem Teil einen Störfaktor gibt. An den flüssigen, leicht gehobenen und illustrativen Stil habe ich mich ja schon seit dem ersten Band gewöhnt, sodass ich hier glücklicherweise keine Startschwierigkeiten hatte und ihn von Anfang an genießen konnte. Doch am Anfang kommt es leider ab und an zu zähflüssigen Beschreibung, als hätte der Autor Startschwierigkeiten bezüglich des weiteren Verlaufs. Es sind nur kurze Passagen, aber sie sind vorhanden.

Alles in allem ist auch dieses Abenteuer Sword & Sorcery vom Feinsten. Wer diese Fantasy-Richtung mag, sollte sich das Buch auf alle Fälle holen.

Eucerin HYALURON-FILLER Tag und die Haut dankt dir


Gesichtspflege ist ein Punkt, wo ich zwar immer offen bin für Neues, aber auch sagen muss, dass ich mit meiner aktuelle Pflege recht zufrieden bin. Aufeinander abgestimmte Produkte sind bei mir zumindest im Gesicht Pflicht. Eigentlich bin ich mit meiner Gesichtspflege absolut zufrieden, trotzdem habe ich mich sehr gefreut, als ich von meinem Wichtel einige Proben geschenkt bekommen habe. Dieses Produkt habe ich jedoch mal nicht an meiner eigenen Haut getestet, denn die Pflegeserie ist für die Haut ab 40. Da ich gerade auf die 30 zugehe, wollte ich meiner Haut nicht unbedingt schaden, sondern habe eine gute Freundin, die gerade 39 ist, gebeten, es für mich unter die Lupe zu nehmen. Sie hat oft sehr empfindliche Haut und ist dementsprechend eine gute Testerin. Für den Testzeitraum haben wir uns fast täglich getroffen, sodass ich auch auf dem aktuellsten Stand war.

===oo0oo...Der Hersteller...oo0oo===


BDF

Beiersdorf AG

Hamburg

Eucerin Hautforschung

Unnastr. 48, 20245 Hamburg



www.eucerin.de

Hotline 01805/001200 (0,12 Euro/Min)

===oo0oo...Preis und Co...oo0oo===


Wie gesagt habe ich an dieser Stelle eine Probe bekommen, die dank meiner Apotheke um 6 weitere Proben aufgestockt wurde, sodass eine Woche getestet werden konnte. Die Packung gibt es zum Beispiel in Apotheken. Sie enthält regulär 50ml und kostet 17,99€



===oo0oo...Inhaltsstoffe...oo0oo===


Aqua, Glycerin, Ethylhexyl Methoxycinnamate, Hydrogenated Coco-Glycerides, Butylene Glycol, Butyrospermum Parkii, Butyl Methoxydibenzoylmethane, Dimethicone, Glyceryl Stearate Citrate, Homosalate, Stearyl Alcohol, Cetyl Alcohol, Glycine Soja, Sodium Hyaluronate, Titanium Dioxide, Sodium Carbomer, Phenoxyethanol, Mica, Methylparaben, Caprylyl Glycol, Trisodium EDTA, Silica, Acrylates/C10-30 Alkyl Acrylate Crosspolymer, Propylparaben, BHT, Parfum

===oo0oo...Was sagt der Hersteller...oo0oo===


HYALURON-FILLER - intensiv Falten-auffüllende Tagescpflege, LSF 15 + UVA Schutz. Polstert die Haut von innen heraus auf zur sichtbaren Milderung selbst tiefer Falten, mit Hyaluronsäure und Saponin.

Medizinische Hautpflege.

Dermatologische Studien beweisen:

► Sichtbare Milderung von Stirn-, Mund- und Nasenfalten

► Reduktion der Tiefe selbst ausgeprägter Falten

► Ausgezeichnete Hautverträglichkeit klinisch bewiesen

Beurteilung der Ergebnisse durch Frauen in einem 4-wöchigen Test:

Sichtbare Tiefe-Reduktion der Stirnfalten von 80% der Frauen bestätigt

Sichtbare Tiefe-Reduktion der Nasolabial-Falten von 80% der Frauen bestätigt

Test mit 50 Frauen(Alter 40-49 Jahre)



Funktion der Hyaluronsäure in der Haut

Reduzierter Hyaluronsäure-Spiegel lässt das Bindegewebe einsinken. Sichtbare Falten entstehen.

Erhöhter Hyaluronsäure-Spiegel polstert das Bindegewebe auf, Falten werden von innen heraus aufgefüllt und wirken dadurch sichtbar gemildert.

(durch bildhafte Darstellungen untermauert)

Vor erstmaliger Anwendung und für weitere Informationen beachten Sie bitte die Packungsbeilage oder kontaktieren Sie bitte die Eucerin Hotline 01805/001200 oder im Internet www.Eucerin.de

Die Innovation

Die Eucerin Anti-Age Hautforschung hat HYALURON-FILLER entwickelt, eine neue Generation Anti-Faltenpflege, die die hauteigene Hyaluron-Produktion reaktiviert und so selbst tiefe Falten - wie von innen aufgefüllt - sichtbar mildert.

1. Sichtbarer Glättungseffekt

Die in der Creme enthaltene Hyaluronsäure gibt der haut neues Volumen. Die Haut wird sichtbar geglättet.

2. Effektiver Falten-Fülleffekt von innen

Bioaktives Saponin redynamisiert tiefenwirksam die Produktion der hauteigenen Hyaluronsäure, so dass das eingefallene Bindegewebe auf natürliche Weise wieder aufgepolstert wird. Selbst tiefe Falten werden von innen heraus aufgefüllt und dadurch sichtbar gemildert. (Quelle: Hersteller)

===oo0oo...Sarah hats getestet...oo0oo===


Falten sind ein Thema, dass besonders Frauen gerne aufgreifen. Bei Männern ist es ein Zeichen für Reife, bei Frauen aber ein Störfaktor. Dabei sind Falten besonders im Gesicht etwas ganz normales. Die richtige Pflege kann sie mildern, und bei meiner Creme habe ich nach einer Woche eine deutliche Besserung feststellen können. Dementsprechend war ich gespannt, was der 7-Tage Test hier bringen würde.



Die Creme selbst in einem weißen Ton gehalten. Die Konsistenz ist nahezu perfekt. Weich, aber nicht zu flüssig und auch nicht zu fest. Sie lässt sich gut im Gesicht verteilen. Die Creme ist zudem leicht parfümiert und erinnert an den typischen Eucerin-Duft. Frisch und angenehm. Leider verfliegt er recht schnell, aber das ist bei den meisten Cremes so.



Die Creme wird auf das gereinigte Gesicht, die Halspartie und das Dekolleté verteilt und leicht einmassiert. Der Augenkontakt sollte vermieden werden. Für die Augen gibt es eine spezielle Pflege. So haben wir es auch gemacht und die Creme ist auch nach wenigen Minuten eingezogen. Nach rund 30 Minuten kann dann auch das Make Up aufgetragen werden. Wir haben es beim ersten Tag früher probiert und da wirkte es leider leicht fleckig. Nach 30 Minuten fühlt sich die Haut jedoch auch gut an, und dann ist das Make Up wie gewünscht.



Am Ende der Woche haben wir einfach mal im Foto-Vergleich geschaut, ob sich die Falten verbessert haben. Das können wir trotz der gesamten Pflegeserie nicht bestätigen. Die Haut fühlt sich gut an, und es gab auch keine Reizungen oder Irritationen, aber die Falten waren noch immer genauso da. In meinen Augen fühlt sich die Haut auch weicher an, was anderen eher auffällt, als einem selbst. Die Tagescreme hat meine Freundin total überzeugt, da ihre Haut eben sehr weich geworden ist. Auch wenn man mit dem Make Up etwas warten muss, und der Preis etwas höher ist, würde sie dieses Produkt nicht mehr eintauschen wollen. Trotz der Tatsache, dass die Fältchen noch genauso „tief“ sind wie vorher.

===oo0oo...Sarah hats getestet sagt: ...oo0oo===



Zwar werden die Versprechen nicht gehalten, aber die Haut ist unglaublich gut gepflegt.




Bericht mit Kostenfreien Testprodukt au einer Zeitung

Jaouen, Hervé - Pardon, Monsieur, ist dieser Hund blind?

Dieses Buch habe ich gesehen und da mich der Erfolg in Frankreich neugierig gemacht hat, wollte ich das Buch unbedingt lesen. Sofort habe ich mich ans Lesen gemacht, denn ich wollte wissen, ob mich ein solches Buch auch überzeugen kann. Aber lest nun einfach selbst...

===Buchdaten===
Autor: Hervé Jaouen
Titel: Pardon, Monsieur, ist dieser Hund blind?
Gebundene Ausgabe: 192 Seiten
Verlag: Urachhaus; Auflage: 1 (März 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3825177866
ISBN-13: 978-3825177867
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 14 Jahre
Kosten: 14,90€
Serie: -

===Leseinformationen===
Genre: Jugendbuch
Niveau: anspruchsvoll
Leserschaft: ab 12
Lesedauer: 1 Tag


===Autor/in===
Der Autor wurde 1946 geboren und mit dem vorliegenden Roman ist ihm sein größter Erfolg gelungen. In Frankreich gehört er zur Pflichtlektüre und wurde sogar auf die Bühne gebracht.

===Optischer Eindruck===
Optisch wurd das Buch an den Titel angepasst. ein süßer Hund mit Sonnenbrille. Mir gefällts, mein Mann fragte jedoch, was der Hund mit Sonnenbrille soll. Erst wenn man das Buch kennt, wird man dieses Cover schätzen lernen.

===Zitierter Klappentext===
Véro, 13, hat es nicht leicht: Ihre wechselnden Lover sind notorisch untreu,
ihr Bruder ist ein Ekel, und jetzt soll sie auch noch ihr Zimmer räumen,
weil ihre Oma dort einzieht. Und die leidet an Alzheimer
Innerhalb kürzester Zeit ist das Familienleben komplett auf den Kopf gestellt.
Omama plündert nachts die Küche, hortet Unmengen Schokoriegel und
Silberlöffel unter ihrem Bett, weil sie glaubt, dass der Krieg noch immer
andauert, telefoniert stundenlang ins Ausland oder löscht versehentlich
extrem wichtige Dateien auf Mamans Computer … (Quelle: Klappentext)

===Leseprobe===
Eine Leseprobe, die ich verlinken kann, habe ich leider nicht gefunden. Wer kleinere Eindrücke haben möchte, kann diese dem Zitat, welches meine Meinung untermalen soll, entnehmen.

===Sarahs eigene Inhaltsangabe===
Véro ist 13 Jahre alt und hat das im Kopf, was alle Mädchen in diesem Alter bewegt. Jungs und Spaß. So wie es ist, ist es eigentlich perfekt. Naja, ein eigenes Telefon im Zimmer wäre nicht schlecht, aber das zählt schließlich nicht. Doch so wie es meist ist, ändert sich genau dann alles. So ist es auch bei Véro, denn ihre Großmutter zieht zu ihnen und bekommt ihr schönes Zimmer. Da sie ihre Omama aber sehr liebt, ist es ihr egal. Schließlich geht es ihr nicht gut. Sie hat Alzheimer und erst vor kurzem ihr ganzes Haus fast abgefackelt, hätte ein Nachbar nicht unverzüglich die Feuerwehr gerufen. Omama war schließlich mit den Rosen beschäftigt. Mit Omama kommt Lebens ins Haus. Auf der einen Seite witzig, auf der andern Seite wahnsinnig anstrengend. Mitten in der Nacht steht sie auf, und sucht ihre Brosche, die sie verlegt hat. Genauso wie man alle verschwundenen Gegenstände, die im 2.Weltkrieg rar waren, unter ihrer Matratze wiederfinden kann. Selbst als sie versehentlich die Übersetzungen ihrer Tochter löscht oder im Supermarkt etwas klaut, kann man es ihr nicht übel nehmen. Sie lebt halt in der Vergangenheit und das mitten im zweiten Weltkrieg. Als die Familie in den Urlaub fliegen will, muss ihr anderer Sohn sie für die Zeit zu sich nehmen. Doch danach ist Omama nur noch verstörter, denn ihre Schwiegertochter hat sie einfach ins Altersheim gesteckt, weil sie auf die Diebstähle und ihre Fantasie-Welt keine Lust hat. Für Véro und ihre Mutter, ihren Bruder und Vater wird es danach noch schwerer, aber zusammen meistern sie es, denn sie möchten dem Menschen, den sie so viel zu verdanken haben, ein Stück Erinnerung bewahren und das Alter so erträglich wie möglich gestalten. Gar nicht so leicht, denn man weiß nie, wie Omama reagiert.

===Sarahs Meinung===
Eigentlich bin ich nicht so der Fan von französischer Lektüre. Die Übersetzungen waren bei meinen Versuchen stets etwas geschwollen und ich persönlich mag auch die wohlklingenden Namen nicht so gern. Zudem ist Frankreich ein Land, dass mir während meines Paris-Urlaubs schon weniger gefallen hat. Trotzdem habe ich den Klappentext dieses Buches gelesen, den Hinweis, dass es in Frankreich Pflichtlektüre ist, und so musste ich das Buch lesen. Es klang für mich einerseits nach Spaß, lustigen Szenen, aber auch nach Romantik und nach einem sehr ernsten Thema.

Der Einstieg in die Lektüre beginnt an einer perfekt gewählten Stelle. Der Leser wird in die Umzugssituation hineingeworfen, aber auf eine einfache Art und Weise sogleich aufgeklärt, warum es so ist, wie es nun ist. Auf die gleiche einfache und doch punktgenaue Art und Weise werden auch die Figuren eingeführt, sodass man besonders Véro und ihre Omama sofort ins Herz schließen muss. Schon ab diesem Zeitpunkt bietet das Buch genügend Diskussionsmaterial, sodass ich nachvollziehen konnte, warum es in Frankreich so gerne gelesen wird.

Alzheimer ist ein Thema mit dem wir in der heutigen Zeit vertrauter sind, als vor vielen Jahren. Trotzdem ist es eine Krankheit, die noch immer nicht heilbar ist und für alle Beteiligten schlimm ist. Die Gehirnzellen geben ihre Arbeit auf und so leben die Betroffenen oft in einer längst vergangen Zeit, wie ihrer Kindheit oder erinnern sich an gar nichts mehr. Und hier setzt das Buch an. Es klärt auf eine lustige, aber traurige Art über die Krankheit auf. Was bedeutet es, wenn man sich darauf einlässt einen erkrankten Menschen aufzunehmen. In diesem Fall geht er Autor auf beide Seiten ein. Einerseits die liebevolle Familie, die den Stress in Kauf nimmt, um den Menschen einen würdigen Lebensabend zu ermöglichen. Auf der anderen Seite ist da der Rest der Familie, der nur ans Geld denkt und schon beim ersten Hindernis die Flinte ins Korn wirft.

Aus dem Blickwinkel eines heranwachsenden Teenagers, der eigentlich eher mit seinen Freunden am Strand abhängen oder mit dem aktuellen Freund knutschen würde, ist die Betrachtung und der Alltag mit Alzheimer umso interessanter. Es zeigt auf der einen Seite die Leichtigkeit, aber auch die Problematik gekonnt auf. In einem Moment lacht man noch, wenn die Oma zum Beispiel im Fernsehen eine Geburtstagsfeier sieht und sich wundert, warum ihr die Gäste nicht gratulieren und kein Stück Kuchen abgeben. Doch schon im nächsten Moment wird klar, dass es nicht lustig ist, wenn die Person es für echt hält und innerlich tief verletzt wäre, wenn man nicht schnell einen Kuchen und Champagner besorgen würde. Oder beim Essen... Die Backen füllen sich, weil die Person einfach vergiss, dass man Essen kauen muss. Es sind diese kleinen Schilderungen, die aufzeigen, wie gravierend diese augenscheinlich harmlose Krankheit wirklich ist. Ich sage augenscheinlich harmlos, denn Jugendliche nehmen dies oft so war. Wir hatten schon damals die Diskussion in der Schule, und damals waren viele der Ansicht, dass man dann eben vieles vergisst und das doch auch gar nicht schlimm sei, weil sich die Person eh nicht daran erinnert und für die anderen ist es lustig, wenn man ihnen einen Müll erzählen kann, den nun wirklich sie dann glauben. Dementsprechend finde ich das Buch wertvoll und kann es auch hier den Schulen nur ans Herz legen.

Schließlich wird nicht nur auf alltägliche Situationen, sondern auch den Verlauf der Krankheit gut eingegangen. So werden bei Omama Tests durchgeführt. Beim Erstbesuch gibt es zwar schon viele Fehler, weil sie zum Beispiel das heutige Datum nicht weiß (weiß ich oft übrigens auch nicht) oder sich im Tag vertan hat (passiert mir auch). Andere Dinge, wie zum Beispiel den Befehl „Falten sie das Papier in der Mitte und werfen sie das Papier dann auf den Boden“ hinterfragt sie und erfüllt damit die Aufgabe. Mit jedem weiteren Besuch werden wieder diese Tests auf eine andere Art und Weise durchgeführt und hier zeigt sich der rasche Abbau, denn schon einige Wochen später, weiß sie nicht einmal mehr, wie man ein Papier faltet.
Es ist traurig, bewegend und trotzdem irgendwo minimal amüsant, denn die Szenen bringen einen trotz der Dramatik zum Schmunzeln.

Kommen wir nun zum Stil. Die Originalausgabe kenne ich nicht, aber die Übersetzung ist vom Stil her so, wie ich es mir gewünscht hätte. Leicht, auf den Punkt genau, illustrativ und emotional ausgereift. Die Worte sind so gewählt, dass sie genau das zum Ausdruck bringen, was relevant ist, ohne es zu beschönigen oder etwas wegzulassen. Sie machen das Buch zu etwas Besonderen, denn sie sind nicht einfach, sondern schon so anspruchsvoll gewählt, dass die Leser sprachlich sogar etwas lernen können.

Wie ihr seht hat mir das Buch soweit sehr gut gefallen, doch auch ein kleines Aber habe ich persönlich gefunden. Und das ist der Klappentext, der mich in eine leicht andere Richtung gelotst hat. Es soll hinreißenden Humor haben und ein herrlich positives Buch sein. Auch wenn viele Szenen humorvoll sind, erkennt man deutlich den Ernst hinter jeder Situation. So humorvoll, wie es der Klappentext darstellt, ist das Buch definitiv nicht. Das ist jedoch nur ein kleiner Kritikpunkt, der definitiv nicht in meine Bewertung einfließen wird, da es mir ansonsten sehr gut gefallen hat. Übrigens in einer humorvollen Szene wird auch geklärt, wie das Buch zu ihrem Titel kommt. Wer dies wissen möchte, sollte es unbedingt lesen.

===Abschließendes Fazit===
Auf humorvolle Weise: Todernst

Pro: Stil, Figuren, Thema, Umsetzung, Aufklärung
Contra: Klappentext
Empfehlung: Ja 5 Sterne

Na, wer hat aufmerksam gelesen? .... Ja, genau.. Das Buch erscheint im März. Da sich das Buch jedoch um Alzheimer und Vergessen dreht, dachte ich, wäre es doch mal eine schöne Möglichkeit euer Gedächtnis zu trainieren. Also, das Buch lohnt sich und ihr solltet es euch umbedingt merken!!!!