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J. Rallison - Feensommer

===Buchdaten===
Autor: Rallison, Janette
Titel: Feensommer: Dreimal verwünscht, verliebt für immer
Broschiert: 421 Seiten
Verlag: Arena (Juni 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3401503758
ISBN-13: 978-3401503752
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
Kosten: 14,99€
Serie: Feli Everstar

===Leseinformationen===
Genre: Fantasy
Niveau: durchschnittlich
Leserschaft: ab 14 Jahren
Lesedauer: 3 Tage


===Autor/in===
Janette Rallison wurde 1966 geboren und ist inzwischen eine bekannte US-Autorin. Sie lebt zusammen mit ihrem Ehemann und den fünf Kindern in Arizona. Mit ihrem ersten Jugendbuch „Echte Feen, Falsche Prinzen“ hat sich die Autorin einen Namen geschaffen.

===Optischer Eindruck===
Optisch enthält das Cover des Buches genau die Farben, die ich wirklich toll finde. Auch Schmetterlinge finde ich sehr ansprechend, aber diese Schlichtheit hätte mich im Laden keinen Blick auf das Buch werfen lassen. Hätte ich die Autoren vom Namen her nicht gekannt, wäre das Buch an mir vorbeigegangen.

===Zitierter Klappentext===
Tansy wünscht sich nichts weiter als wahre Liebe - und findet sich plötzlich in einem Verlies wieder. Ihre gute Fee hat gepatzt und sie in ein Märchen gezaubert! Nun soll Tansy einen Berg Stroh zu Gold spinnen und einen verrückten König heiraten. So hat sie sich das mit der Liebe nicht vorgestellt! Tansy ist kurz davor, zu verzweifeln - wäre da nicht der gutaussehende Ritter, der ihre Zelle bewacht … (Quelle: Klappentext)

===Leseprobe===
http://www.amazon.de/Feensommer-Dreimal-verwünscht-verliebt-immer/dp/3401503758/ref=sr_1_3?ie=UTF8&qid=1357292850&sr=8-3

===Sarahs eigene Inhaltsangabe===
Tansy ist das totale Papa-Kind. Schon von klein auf an wartet sie abends auf ihn im Garten, und freut sich auf die zahlreichen Bücher die sie gemeinsam lesen. Dass ihre kleine Schwester sich eher an die Mutter hält, ist ihr nur recht. Doch alles ändert sich mit dem Tag, als ihr Vater die Familie verlässt. Schnell hat er eine neue Familie gefunden. Für Tansy bedeutet dies einen Stiefbruder im gleichen Alter. Tansy sitzt fortan zwischen den Stühlen, denn ihr Vater kümmert sich mehr um seinen neuen Sohn, und ihrer Mutter sieht in ihr nur ihren Exmann. Als Tansys Schwester das Angebot bekommt am Broadway aufzutreten, begleitet die Mutter ihre Tochter während Tansy zu ihrem Vater ziehen muss. Sie fängt an zu rebellieren, indem sie sich mit Bo, einem Rowdy einlässt. Als ihr Vater und ihre Stiefmutter den Job verlieren, und umziehen müssen, beschließt Bo ihr zu helfen. Er randaliert am Rathaus, während Tansy hilflos versucht alles zu verhindern. Die alarmierte Polizei sie fest, denn ihr ach so toller Freund ist ohne sie verschwunden. In dieser Nacht erscheint ihr ihre gute Fee, Feli. Sie ist eine tragische Elfe, denn ihre Fähigkeiten sind unter aller Sau. Nachdem Tansy den ersten Schock überwunden und dem Vertrag unterschrieben hat, wünscht sie sich als erstes Robin Hood in die Gegenwart. Morgen soll verhindern, dass ihr Vater seinen Job verliert. Doch statt eines Helden kommt ein rüpelhafte Gauner in die Stadt. Robin und seine Männer rauben was das Zeug hält. Tansy muss ihren zweiten Wunsch opfern, damit die Bande wieder verschwindet. Ihren dritten und letzten Wunsch will sie dementsprechend sinnvoller nutzen. Sie wünscht sich, dass sie Gold herstellen kann, sofern sie es möchte. Als sie am nächsten Tag aufwacht, befindet sich mitten im Märchen Rumpelstilzchen. Schließlich hat die Müllerstochter auch Stroh zu Gold spinnen können. Während Tansy im Gefängnis sitzt, wird ihre Familie ausgeraubt und muss fliehen zeitgleich findet sie heraus, dass der Sohn des Polizeichefs bzw. der beste Freund ihres Stiefbruders ebenfalls in dieser Zeit gelandet ist. Zusammen versuchen sie ihre eigene Zeit zurückzukommen. Gar nicht so einfach, denn Tansy muss entweder das Märchen beenden, oder die Moral der Geschichte herausfinden.

===Sarahs Meinung===
2010 hatte ich das Glück, das deutsche Debüt der Autorin „Echte Feen, falsche Prinzen“ zur Rezension zur Verfügung gestellt zu bekommen. Die Idee, aktuelle Protagonisten in verschiedene Märchen zu stecken, empfand ich als unglaublich gut, sodass ich immer wieder nachsehen musste, ob die Autorin endlich ein weiteres Werk auf dem deutschen Markt veröffentlicht hat. Mit „Feensommer“ ist dies geschehen und so habe ich mir das Buch bei einer Weihnachtswichtelaktion gewünscht.

Der Einstieg in die Geschichte dürfte die meisten Lesern, die den ersten Band schon gelesen haben, bekannt vorkommen. Rallison fängt auch diesmal mit einer E-Mail an, die eine Vieh an ihrem Professor schreibt. Damals fand ich diesen Einstieg verwirrend, heute jedoch gut, einfach weil ich so die Verbindung zum ersten Band wieder aufleben lassen konnte. Auch diesmal hat die tollpatschig Fee die Aufgabe bekommen einen Erdenbewohner glücklich zu machen. Im Klappentext hieß es, dass die Protagonisten sich wahre Liebe wünscht. Diesen Wunsch konnte ich jedoch im Buch nicht wirklich wieder finden. Stattdessen wurde mir eine Protagonisten vor die Nase gesetzt, die sich eine heile Familie, und die Liebe ihres Vaters wünscht. Sie ist eine kleine Rebellin, mit der sich sicherlich einige Leser identifizieren können. Schließlich ist sie eine Rebellin, die trotzdem weiß wo Grenzen sind, und diese auch einhält. Im Vergleich zum ersten Buch wird der Leser nicht gleich ein Märchen hineingezogen, sondern das Märchen kommt in die Gegenwart. Ich muss allerdings sagen, dass ich mit der Wahl nicht wirklich zufrieden war. Robin Hood hat für mich weniger mit Märchen, als mit einer Legende zu tun. Während ich noch mit dieser Tatsache zu kämpfen hatte, musste ich jedoch feststellen, dass die Autoren diesmal nicht auf typische Märchen setzt, sondern versucht den Lesern die Moral von Märchen und einen neuen Blickwinkel auf gleichnamige zu zu vermitteln. Robin Hood nicht der freundliche Retter und hält, sondern wirklich ein schlimmer die Dieb, Rüpel und Taugenichts. Obwohl ich diesen Ansatz gar nicht schlecht empfand, schließlich ist es eine witzige Idee, war ich doch leicht gelangweilt. Nun werden einige sagen, dass ich nicht der eigentlichen Zielgruppe bin, aber ich kann euch versichern, dass ich gerne und viel solche Art von Lektüre lese.

Der zweite Wunsch entsprach dann schon eher meiner Erwartung. Rumpelstilzchen ist zwar nicht gerade mein Lieblingsmärchen, aber immerhin ein Märchen. Ebenfalls gut empfand ich, dass auch ihre ganze Familie diesmal mit von der Partie war. Spätestens beim Eintreffen im Schloss dürfte jedem Leser klar sein, wie das Buch ausgeht. Nicht ohne Grund wurde auch Hudson, der beste Freund ihres Stiefbruders, in diese Zeit gebracht. Wie oben in meiner Inhaltsangabe schon erwähnt, muss die Protagonisten das Märchen beenden oder zumindest die Moral herausfinden, bevor sie alle in die Gegenwart zurück können. Das ist jedoch nicht unbedingt traumhaft schön ist ein König zu heiraten, wird spätestens klar, wenn man den König zum ersten Mal trifft. Auch sonst ist das Märchen nicht unbedingt rosig beschrieben. Während die normale, kindgerechte Umsetzung von den Gebrüdern Grimm eher auf ein glückliches Ende zustrebt und alles in schillernden Farben erstrahlen lässt, wird hier wie gesagt eine andere Perspektive gewählt. Es wird zum Beispiel auf die Frage eingegangen, warum die Tochter Rumpelstilzchen ihr Kind versprochen hat, warum sie als Königin nur im Schloss war und ähnliches. Es sind erhaltende und einzigartige Ideen, die das Buch zu etwas Besonderem machen. Auch wird die Moral des einen oder anderen Märchens angeführt, was ich für junge Leser wirklich toll finde.

Die Figuren, Situationen und Emotionen sind gewohnt illustrativ, jugendlich und realistisch beschrieben, sodass ein schönes Kopfkino entsteht. Die Romantik, aber auch Spannung wird durch den lebendigen Stil nie zu kurz kommen. Das kann ich euch versprechen. Den Teil mit Robin Hood in der Gegenwart muss man mögen, aber spätestens mit Rumpelstilzchen ist die alte Rallison wieder da. Diese Meinung bekam zwar noch einen kleinen Einbruch, als die Autorin Feli mit dem Sohn von Tansy erscheinen ließ, aber dieser war auch nur sehr kurz. Ich persönlich empfand es leider nicht so glücklich, zumal Tansy plötzlich Muttergefühle hatte und ich mir das bei einer 17jährigen, die ein Baby präsentiert bekommt, einfach nur schwer vorstellen kann. Wächst das Baby im Bauch kein Problem, aber mal ehrlich, wie würdet ihr euch fühlen, wenn ihr ein Baby in den Arm gelegt bekommt, das ihr angeblich irgendwann bekommen hättet, nun aber schon so bekommt, um es zu schützen. Ich wäre erst einmal geschockt und würde mich langsam annähern. Es sind eben Kleinigkeiten, die mir im ersten Buch umsetzungstechnisch besser gefallen hatten.

Was den Humor des Buches betrifft, der kann sicher sein, dass Feli auch hier wieder ihr Bestes gibt. Zumindest bei mir blieb kein Auge trocken, wenn sie zum Beispiel ein Kind in einen Tintenfisch verwandelt, weil dieser sie mit seinem Zahn geärgert hat. Sie ist noch so tollpatschig, trottelig und süß wie im ersten Teil.

Kommen wir nun zum Schluss des Buches. Auch dieser ist wieder sehr knapp verfasst, aber in sich schlüssig. Wieder geht es in die Richtung wie ich es mir gedacht habe, aber auch hier kann ich sagen, der Weg zum Ziel war nicht ganz so, wie ich erwartet habe. Besonders die Moral der Geschichte, hier habe ich nämlich selbst lange gegrübelt, gefällt mir ausgesprochen gut.

Alles in allem war es wieder eine schöne Geschichte, die jedoch in meinen Augen nicht so an den ersten Band anschließen kann. Hauptsächlich liegt es in meinen Augen an der Wahl der „Märchen“. Aschenputtel, Dornröschen und wie sie alle heißen liebe ich, aber Robin Hood...Robin Hood war noch nie mein Fall. Nichtsdestotrotz können Mädchen oder junge Frauen mit dieser Geschichte träumen und erkennen, dass manche Wünsche gar nicht so gut sind bzw. fatale Folgen haben, die man auf den ersten Blick nicht erkennt. Ich finde es nämlich interessant zu sehen, welche Folgen die Wünsche in den Büchern von Rallison haben.

Obwohl mich dieses Werk nicht zu 100% so glücklich gemacht hat, wie ihre erste Idee, freue ich mich schon jetzt, auf eine Fortsetzung und die tollpatschigen Erfüllungen seitens Feli.


===Abschließendes Fazit===


Pro: Rumpelstilzchen, Moral der Geschichte, Figuren, Stil, Idee mit Märchen
Contra: Robin Hood ist eher Legende
Empfehlung: JA, 4 Sterne


Kommentare

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