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Lesley Pearse - Denn dunkel ist dein Herz

===Buchdaten===
Autor: Lesley Pearse
Titel: Denn dunkel ist dein Herz
Taschenbuch: 496 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Verlag); Auflage: 1 (17. März 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3404165578
ISBN-13: 978-3404165575
Originaltitel: Till we meet again
Kosten: 8,99€
Serie: -

===Leseinformationen===
Genre: Krimi

Niveau: durchschnittlich
Leserschaft: Frauen
Lesedauer: 4 Tage


===Autor/in===
Lesley Pearse wurde in Rochester, Kent, geboren und lebt mit ihrer Familie in Bristol. Ihre Romane belegen in England regelmäßig die ersten Plätze der Bestsellerlisten. Neben dem Schreiben engagiert sie sich intensiv für die Bedürfnisse von Frauen und Kindern und ist Präsidentin für den Bereich Bath und West Wiltshire des Britischen Kinderschutzbundes. (Quelle: Amazon)

Weitere Titel:
#Mein Herz war nie fort
#Wenn tausend Sterne fallen

===Optischer Eindruck===
Ein dunkler Himmel, ein Weg am Strand und eine Frau, die uns den Rücken zu dreht. So dürft ihr euch das Buch vorstellen. Mir gefällt diese düstere Stimmung, die das Cover vermittelt sehr gut.

===Zitierter Klappentext===
Seit fast dreißig Jahren haben sie sich nicht mehr gesehen: Beth und Susan, die in ihrer Kindheit eine innige Freundschaft verband. Als sie einander nun, als erwachsene Frauen, plötzlich wieder gegenüberstehen, ist Susan des zweifachen Mordes angeklagt - und Beth ihre Pflichtverteidigerin. Wie konnte aus dem fröhlichen Mädchen von einst bloß eine kaltblütige Mörderin werden? Doch nicht nur Susans Vergangenheit birgt viele Rätsel. Beth weiß, dass auch sie sich ihren eigenen Traumata endlich stellen muss, um die Freundschaft zu retten - und um ihr eigenes Glück zu finden. (Quelle: Klappentext)

===Leseprobe===

===Sarahs eigene Inhaltsangabe===
Es ist ein regnerischer Tag, als Susan die Praxis betritt, den Revolver aus ihrem Mantel zieht und die Sprechstundenhilfe und den Arzt, der ihr zur Hilfe eilen will, erschießt. Anschließend setzt sie sich einfach nur hin und wartet bis die Polizei sie verhaftet. Da Susan nur als alkoholabhängige Passantin vor der Praxis bekannt ist, bekommt sie einen Pflichtverteidiger. Genauer gesagt ist es eine Verteidigerin namens Beth. Ein Zufall der die beiden Frauen wieder zusammenführt. Vor 30Jahren, beide waren 10 Jahre alt, haben sie sich kennengelernt. Beth, die einen brutalen Vater hat und durch ihre Größe keine Freunde hat, und Susan, die wegen ihrer Alzheimer-Oma und ihrer pummeligen Figur ebenfalls sehr einsam ist. Ihre Freundschaft ist für sie beide der einzige Halt und Glücksmoment im Leben. Jedes Jahr haben sie einen Monat, und nutzen ihn voll aus. Als Susans Großmutter stirbt, kann sie sogar ihre Freundin zu sich einladen. Doch mit dieser Einladung überschlagen sich die Dinge. Erst bekommt Susans Mutter einen Schlaganfall und Beth selbst sagt sogar den ganzen Sommer wegen eines Jobs nicht ab. Die Briefe, die früher herzlich waren, sind ab diesen Zeitpunkt nur noch belanglos und brechen irgendwann ganz ab. Während Beth ihr Jura-Studium anfängt, muss Susan zu Hause bleiben und ihre Mutter, die sich nie erholt hat, pflegen. Obwohl Susan die Verteidigung seitens Beth ablehnt, haben sie von da an trotzdem Kontakt. Schnell wird beiden klar, dass in den letzten Jahren viel passiert ist, und sie beide ihre Geheimnisse haben. Während Beth ihr Geheimnis verrät, entschließt sich Susans ihres nur nach und nach zu erzählen. Sie erzählt Beth, dass sie die beiden Leute nur umgebracht hat, weil diese ihrer Tochter, die mit 4 Jahren Menengitis hatte, nicht geholfen haben, und sie deswegen starb. Anfangs sieht es aus, als sei ein Mensch, der sein ganzes Leben ausgenutzt wurde, ausgerastet ist, doch bald zeigt sich, dass dies nur die Teilwahrheit ist. Susan ist nicht die Person, die Beth zu kennen glaubt.

===Sarahs Meinung===
Lesley Pearse ist eine eindrucksvolle Autorin von der ich schon so zwei Bücher gelesen habe. Das erste Werk spielte hauptsächlich in Australien und spielte in den 40-60er Jahren. Das zweite Werk hingegen war in den USA und das Ende des 19. Jahrhunderts. Dementsprechend war ich überrascht, als dieses Buch mit aktuellen Zahlen begann. Es spielt zwar auch in der nahen Vergangenheit, jedoch auch viel in der Gegenwart. Mein erster Gedanke: Charlotte Link.

Das Buch befasst sich mit einem interessanten Thema, nämlich Kinderfreundschaft. Manchmal gibt es Freunde, die man als Kind hatte, die man in so guter Erinnerung hat und über dessen Entzweiung man traurig ist. Dieses Buch greift die Thematik auf und zeigt, wie es sein kann, wenn man sich viele Jahre später wiedersieht. Es ist ein Buch, dass bei mir selbst den Wunsch geweckt hat, meine Brieffreundin wiederzufinden, aber das ist gar nicht so leicht, selbst mit dem Internet. Dementsprechend neugierig habe ich mich natürlich ans Lesen gemacht.

Der Einstieg in das Buch beginnt in der aktuellen Zeit und man erlebt hautnah mit, wie eine unbekannte Frau zwei Menschen tötet. Vom Klappentext kann man ableiten wer diese Unbekannte ist, jedoch lernt man sie erst mit den nächsten Seiten grob kennen. Ihr wahres Wesen wird jedoch erst zum Schluss hin offenbart. Es beginnt also das alte Spiel. Sowohl Beth, als auch Susan, sorgen mit tiefen Einblicken und verschiedenen Perspektiven für ein rundes Bild, was die Kindheit und Jugend der beiden Mädchen betrifft. Schnell wird klar, dass beide die jeweils andere um ihre Familie beneidet haben, denn wie es zu Hause wirklich ist, haben sie trotz inniger Freundschaft nie verraten. Ein Punkt, der leider sehr real dargestellt wird, denn trotz jahrelanger Freundschaft, kennt man die Person nie wirklich.

Ich persönlich fand es sehr interessant zu sehen, wie die Figuren wirklich waren, und wie sie sich selbst gesehen haben. Genauso interessant empfand ich auch die Entwicklungen der Hauptfiguren, die Konsequenzen, die ihre Kindheit hatte und ähnliches.

Die Kombination aus Vergangenheit, Gegenwart und Rätseln macht das Buch zu einem Werk, dass wirklich auf dem Niveau von Charlotte Link ist. Ich wähle bewusst diesen Vergleich, denn ich kenne kaum eine Autorin / Autor, der Vergangenheit, Gegenwart, Geheimnisse und tragische Schicksale so gut kombinieren kann. Aus diesem Grund flogen die ersten Seiten nur so vor mich hin. Man gewinnt beide Hauptfiguren lieb, und die Frage, wie ich reagiert hätte, wenn meinem Kind so etwas passiert würde, könnte ich nicht ehrlich beantworten. Ich wüsste nicht, ob ich nicht auch so durchdrehen würde. Hier versucht die Autorin jedoch aufzuzeigen, dass jemand, der einen anderen Lebensweg entlanggegangen wäre, sicherlich anders reagiert hätte. Hierfür beschreibt sie vor allen Dingen die Vergangenheit von Beth immer ausführlicher und geht auf neue Details ein, wo sie zum Beispiel gewesen war nach dem Tod ihrer Tochter, oder wer der Vater ist. An diesem Punkt wird den meisten Lesern klar, dass Lesley Pearse auf einen bestimmten Ausgang hinauslaufen möchte. Dieser Ansatz ist zwar spannend und man merkt, dass die Autorin hofft, dass nicht jeder so weit vorausschaut, um eben noch mehr schockieren zu können. Dafür nutzt sie die Antworten von Susan auf wichtige Fragen, die schließlich überprüft werden müssen. Damit kommen natürlich noch ein paar düsterere Geheimnisse ans Licht.

Für mich ist das Buch bis zu diesem Zeitpunkt spannend, doch damit wird dem Buch die Luft genommen. Ich wusste, worauf es hinausläuft und die Seiten haben sich ganz schön gezogen. Zwar war es lesenswert und ich wollte auch wissen, wie alles genau abgelaufen ist, aber man hätte gut und gerne 100 Seiten abziehen dürfen. Nichtsdestotrotz habe ich gerne weitergelesen, und war glücklich und zufrieden, als ich das Buch aus der Hand gelegt habe. Lediglich von diesem langgezogenen Endteil war ich enttäuscht.

Alles in allem jedoch ein wirklich schönes Buch, dass mir eine neue Seite von Lesley Pearse gezeigt hat. Man erkennt jedoch am Stil, dass dieses ihr Werk ist, denn dieser ist gewohnt lebendig, liebevoll im Detail und charmant. Trotzdem beschreibt sie oft nur das Wesentliche und sorgt für eine Fesslung, die man einfach lieben muss.

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