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R. L. Stine - Prüfungsangst


===Buchdaten===
Autor: R. L. Stine
Titel: Prüfungsangst
Taschenbuch: 153 Seiten

Verlag: Loewe Verlag; Auflage: 2 (2003)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3785532210
ISBN-13: 978-3785532218
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
Kosten: 0,28€ gebraucht
Serie: Fearstreet

===Leseinformationen===
Genre: Thriller
Niveau: durchschnittlich
Leserschaft: Kids ab 14
Lesedauer: 1 Stunde


===Autor/in===
Robert Lawrence Stine, 1943 geboren, entdeckte bereits mit neun Jahren seine Liebe zum Schreiben. Seit 1965 lebt er in New York City, wo er zunächst als Lektor tätig wurde. Seine ersten Bücher waren im Bereich Humor angesiedelt. Seit 1986 hat sich R. L. Stine, jedoch ganz den Gruselgeschichten verschrieben. 1992 kam für ihn mit der Kindergruselserie "Gänsehaut" der ganz große und weltweite Erfolg. Die Zeitung USA Today hat 1999 ermittelt, dass er der erfolgreichste Kinderbuchautor aller Zeiten ist (Quelle:Amazon)

===Optischer Eindruck===
Optisch wurde wieder in Kassel gewählt das sehr treffend ist. Ein Schreibtisch mit Mathematikaufgaben und ein umgekippter Stuhl passen in meinen Augen sehr gut zu dieser Handlung.

===Zitierter Klappentext===
Terry kann es selbst kaum glauben. Sie hat es getan. Sie hat Adam Messner gebeten für sie die Mathearbeit zu schreiben. Alles hat geklappt. Niemand hat etwas gemerkt. Aber nun setzt Adam Terry unter Druck. Zuerst will er nur mit ihr ausgehen, aber dann fordert er plötzlich Geld. Sehr viel Geld … (Quelle: Klappentext)

===Leseprobe===
Eine Leseprobe, die ich verlinken kann, habe ich leider nicht gefunden. Wer kleinere Eindrücke haben möchte, kann diese dem Zitat, welches meine Meinung untermalen soll, entnehmen.

===Sarahs eigene Inhaltsangabe===
Für Terry ist es das letzte Jahr an der Highschool. Ihre Noten sind sehr gut. Nur in Mathe erfüllt sie die Erwartungen von 700 Punkten, die ihr Vater voraussetzt, nicht. Diese benötigt sie jedoch um in Princeton angenommen zu werden. Eine Nachprüfung soll die geforderten Punkte erbringen. Doch Terry setzt sich so sehr unter Druck, dass sie genau weiß, das sie es nicht schafft. Aus Spaß fragt sie ihren Freund Dan, ob er nicht für sie die Prüfung schreiben kann. Schließlich ist für ihn Mathe nur ein Kinderspiel. Als er nein sagt, wird sie von Adam Messner, einem rüpelhaften Mathegenie, gefragt, ob er für sie die Arbeit schreiben soll. Als Gegenleistung erwartet Adam ein Date mit Terry. Sie willigt ein, und Adam schreibt für sie die Arbeit. Das Ergebnis ist unglaublich. Ihr Vater war noch nie so stolz auf sie. Dementsprechend fällt es ihr leicht mit Adam auszugehen, und denn einmal dafür zu versetzen. Doch schnell wird klar, dass Adam nicht nur ein Date haben möchte. Erst lauert er ihr Tennisclub auf, dann zwingt er sie ihre beste Freundin mit seinem besten Freund zu verkuppeln, und als er merkt, dass Terry Dan nie verlassen würde, erpresst er sie. Immer wieder fordert er horrende Beträge. Geld, dass Terry nicht hat. Damit diese Lüge jedoch nicht herauskommt, fängt sie an Schmuck oder andere Wertgegenstände zu verkaufen. Als Adam nach einer solchen Geldübergabe tot aufgefunden wird, ist jedoch keine Uhr, denn seine Ex Freundin behauptet, dass sie Beweise hat, das Terry ihn umgebracht hat. Terry, die weiß dass sie damit nichts zu tun hat, will jedoch wissen, welcher Beweis angeblich gemeint ist. Sie trifft sich mit ihr und macht eine Entdeckung, die zeigt wer der wahre Täter ist. Ein echter Schock für Terry, zumal sie an dieser Sache nicht ganz unschuldig ist. Kann sie den Täter dazu bringen, dass er sich outet?

===Sarahs Meinung===
Viele werden nun sicherlich sagen, dass ich das Buch gar nicht mehr richtig beurteilen kann, denn mit meinen 29 Jahren, gehöre ich gar nicht mehr zur Zielgruppe. Dieses Buch habe ich jedoch auch schon mit 17 Jahren gelesen, so dass ich mich noch recht gut erinnern kann. Zudem lese ich auch heute gerne noch Bücher dieses Autors, denn seine Werke sind leicht zu lesen, greifen wichtige Themen auf und sind zu 99 % hervorragend umgesetzt. Ich kann hierbei einfach entspannen und einen Thriller lesen ohne nachdenken zu müssen.

Anfangs dachte Terry nur im Spass daran zu mogeln. Immerhin hatte sie so etwas noch nie getan. Doch je länger sie darüber nachdachte, desto ernster wurde es ihr damit. Würde ich denn eine solche Unverschämtheit wagen?, fragte sie sich. Und die erschreckende Antwort lautete: Ja. (Zitat S. 9)

Dies sind die ersten Zeilen des vorliegenden Buches. Im Grunde sind sie das gesamte Thema, denn R. L. Stine möchte in diesem Werk das Thema aufgreifen, was passieren kann, wenn man schummelt. Prüfungsangst ist ein ernstzunehmendes Thema, denn in der heutigen Zeit ist der Leistungsdruck bei Jugendlichen enorm groß. Jobs sind spärlich und wenn man was erreichen möchte, sollten die Schulnoten nicht schlecht sein, dass zeigen einem die Eltern ständig. Das jedoch genau durch diesen Druck, die Angst immer größer wird, und mehr Fehler passieren, wird gerne vergessen. Doch leider sind wir Eltern so. Auch ich lerne mit meinem Sohn ständig, wenn wichtige Arbeiten anliegen, damit er eine gute Note nach Hause bringt.Glücklicherweise hat er keine Prüfungsangst, auch wenn es mal keine so gute Note wird, weiß er, dass er dann nur etwas mehr lernen muss. Trotzdem ist es nicht überall so, und deswegen finde ich es sehr wichtig, dass Autoren auch solche Themen aufgreifen. Dadurch ist es auch ein Buch, das sich hervorragend für den Schulunterricht eignet. In meinen Augen bietet ein solches Thema vielen Diskussionsmaterial.

Der Einstieg in das Buch beginnt durch die oben genannter Ausgangsposition. Es ist eine Situation, die sich viele Schüler gut vorstellen können, oder in der sie sich schon befunden haben. Der Leser bekommt Terry, Dan und Adam kurz vorgestellt. Obwohl die Charaktere mit einzelnen Charakterzügen sehr unterschiedlich dargestellt werden, muss ich sagen, dass sie in diesem Buch doch recht blass gestaltet sind. Zumindest trifft dies auf Adam zu, denn ihn verstehe ich in der Regel nicht. Das liegt hauptsächlich daran, dass Stine nicht lange fackelt und sofort mit dem Betrug anfängt. Leider es ist ein Betrug, denen wir uns hier in Deutschland nur schwer vorstellen können. Das liegt daran, dass nachgeholte Prüfungen entweder an der Schule vor Ort, oder zumindest mit einem Ausweis belegt werden müssen. Zudem geht der Autor in meinen Augen zu wenig auf diese Situation ein. Im Grunde besprechen sich zwei Schüler in einem Café und ohne sich wirklich zu kennen, vertraut Terry ohne Kontrolle diesem Adam, dass er für sie auch wirklich die Prüfung schreibt. Jeder normale Mensch hätte zumindest einmal nachgeschaut, ob er auch am Prüfungstag vor Ort ist. Nun gut, jeder weiß dass ein Autor gerade bei diesen Serien Seitenvorgaben haben, sodass nicht alles ausführlich beschrieben werden kann. In meinen Augen schadet dies doch der Authentizität.

Einmal in dieser Lügenfalle wird schnell deutlich, wie schwer es ist dieses Lügengerüst aufrechtzuerhalten. Wer seine Eltern schätzt und liebt, wird ihnen bei dieser Note nicht mehr in die Augen sehen können. Zudem ist es auch für einen selbst kein gutes Gefühl, wenn man weiß, dass die Note nicht von einem selbst erbracht wurde. In diesem Fall sind es jedoch nicht nur die Schuldgefühle, sondern auch die Tatsache, dass sich Terry mit einem Menschen eingelassen hat, der weiß, wie man schamlos Situation ausnutzt. Und genau dies bietet den Lesern viel Diskussionsmaterial. Sie können sich fragen, ob sie selbst einen solchen Deal eingegangen wären, sicherten erpressen lassen oder schon viel früher gebeichtet hätten.

Obwohl die Geschichte aufgrund des Themas wirklich spannend ist, fehlt es zumindest in meinen Augen an greifbarer Spannung. Bei anderen Werken dieses Autors haben die Leser schon von Anfang an die Möglichkeit mit zum grübeln oder zu raten, wer der Täter ist oder wer hinter bestimmten Sachen steckt. Hier ist dies nicht gewährleistet, einfach weil alle Personen bekannt sind und die Situation von Anfang an klar ist. Das wird irgendwann auch dem Auto bewusst, sodass er zumindest einen spannenden Ausgang heraufbeschwören muss. Leider versuchte dies meines Erachtens zu spät. Warum? Ganz einfach, denn R. L.Stine lässt die Situation erst auf den letzten 10-15 Seiten ausarten. Hier übertreibt er etwas und merkt auch schnell, dass dies nicht unbedingt die glücklichste Wahl ist. Das liegt zum einen daran, dass die Spannung nur noch auf wenigen Seiten präsent ist, und zum anderen das es schwer ist hier einen logischen und konsequenten Ausgang zu präsentieren. Stine setzt in diesem Fall auf Ehrlichkeit und Vertrauen. Eine klare Aussage, die jedoch in der Realität so wahrscheinlich nicht aufgegriffen werden würde.

Alles in allem ist die Umsetzung sehr gut gelungen. Emotionen, Ängste und Sorgen seitens Terry werden authentisch dargestellt. Selbst der Leistungsdruck den Eltern auf ihre Kinder ausüben, ist greifbar. Das einzige, was dem Buch wirklich schade, ist der Versuch von Stine ein tolles Buch das auch gut umgesetzt ist, mit seiner typischen Wendung und einem Hauch Thriller noch einmal spannender zu gestalten. Ohne dies hätte es mir deutlich besser gefallen. Trotz dieses kleinen Nachteils ist es eins der besseren Werke aus der Fearstreet-Reihe.


© Eure CQ für www.sarahs-buecherwelt.blogspot.com
Verwendete Zitate werden ausgewählt und eingebaut um den Stil, Spannungsanteil, Detailreichtum oder ähnliches aufzuzeigen. Sie gehören nach wie vor dem rechtlichen Eigentümer und dienen lediglich der Unterstützung meiner Rezension.

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