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Railworks 4 im Test


Kleine Jungs wollen entweder Polizist, Feuerwehrmann, Astronaut, Baggerfahrer oder eben Lokomotivführer werden. Das war schon immer so, und wird sich so schnell auch nicht ändern. Um diesen Traum ein Stück zu erfüllen, gibt es Zug-Simulationen. Microsoft war mit Train-Simulator erfolgreich, EA war mit Rail-Simulator am Start. Ebenfalls sehr beliebt, wenn nicht sogar die Beliebteste, ist die Reihe rund um Railworks. Der inzwischen vierte Teil ist erschienen und Fans fragen sich nun: hat sich das Warten gelohnt?




Vollgepackt mit technischen Innovationen kommt Railworks 4 auf den Markt und biete viele Stunden Spielspaß. Insgesamt vier Strecken stehen dem Spieler zur Verfügung. München-Augsburg, Hagen-Siegen, Oxfort Paddington & Isle of Wight. Auf der Isle of Wight kann sowohl mit uralten Londoner U-Bahnzügen aus dem Jahre 1938 gefahren werden, aber auch mit anderen Wagen, die über Stromschiene fahren. Auf der Oxford-Strecke sind Dieselfahrzeuge Pflicht. Hagen-Siegen beinhaltet alte DB-Modelle, aber auch IR-Züge. München kann ebenfalls mit verschiedenen Modellen, aber auch dem begehrten ICE aufwarten. In der Kollektion kann das ganze Rollmaterial und alle installierten Strecken angesehen werden, wenn man einen guten Überblick haben möchte.



Doch nun zum Spiel. „Schnelle Fahrt“ heißt der Modus, wo man Lok, Waggons und Strecke wählen kann. Wetter und Uhrzeit können festgelegt werden und dann fährt man einfach wie es einem gefällt. Hier kann man einfach fahren und muss nicht auf etwas bestimmtes reagieren, wie es der Fall bei Szenarien ist. Man kann üben und Spaß haben. Man sollte sich jedoch drauf einstellen, dass leider nicht alles so einzustellen ist, wie man es möchte, selbst wenn man zugtechnische Einschränkungen berücksichtigt. Da ich persönlich jedoch im Tutorial übe und lieber Szenarien spiele, störte mich dies weniger.



Die Szenarien sind für Solo und Mehrspieler ausgelegt. Letzteres bedeutet nur, dass man selbst aufhört und ein anderer Spieler über Internet die Fahrt weiterführen kann. Zudem gibt es noch eine Online-Karriere, die ich jedoch nicht angespielt habe, da ich nicht so gerne online spiele. Die Szenarien sind wieder schön durchdacht und fordern den Spieler. Manche kleine Umsetzungsfehler sind vorhanden. Zum Beispiel kommen alte Loks entgegen, obwohl man selbst nur modernes Rollmaterial zur Verfügung hat. Auf alle Fälle wartet extremes Wetter, defekte Weichen und vieles mehr auf den Spieler.



Die Bedienung des Zuges kann auf drei Arten durchgeführt werden. Im einfachen Modus, also der Anfänger Modus, sind nur einfache Bedienelemente vorhanden. So etwas wie bremsen und beschleunigen. Alternativ gibt es den Expertenmodus mit und ohne HUD. Das HUD wird mit der F4 Taste ein bzw. ausgeblendet. Mit dem HUD hat man alle wichtigen Hebel und Tasten vor sich, die sich leicht mit der Maus bedienen lassen. Man bekommt Informationen zur aktuellen Geschwindigkeit, zur zugelassenen Geschwindigkeit und bekommt Hinweise zu den nächsten Kilometern. Ohne HUD ist man auf sich gestellt, wie ein echter Zugführer. Hier sollten nur Profis fahren, die die Strecke kennen und zum Beispiel wissen, wann sie bremsen müssen, um im Bahnhof auch zu halten.



Es macht viel Spaß und das Fahrgefühl ist super. Es gibt zwar einige Macken, wo ich sage, dass ist aber in echt sicherlich nicht so, aber da meine Vergleichs-Spiele schon Jahre zurückliegen, kann ich dies mit dem heutigen Stand nicht vergleichen. Zum Beispiel werden Signale sofort rot, aber normalerweise dauert dies doch etwas länger. Es sind nur Kleinigkeiten. Die Grafik finde ich ansprechend, aber hier ist deutlich mehr machbar. Manchmal wirkt es doch recht pixxelig. Soundtechnisch ist Abwechslung und Realismus geboten.



Das einzige was mich wirklich stört, ist die Tatsache, dass man einen Steam-Account benötigt. Auch wenn dieser kostenlos ist und ich diese Art von Kopierschutz sicherlich nicht verkehrt finde, ist man gezwungen mit der Installation ins Internet zu gehen. Wer später auf dem Steam-Workshop zugreift, der kann sich noch kostenlose Aufgaben und ähnliches holen. Da es jedoch auch kostenpflichtige Angebote gibt, sollte man darauf achten, für welche man sich entscheidet.



Alles in allem ein Spiel, das sehr nett ist, und das Kind im Manne zum Vorschein bringt.



'''Preis und Ort'''

Amazon für 30,99€



'''Herstellerangaben'''

Hersteller: Railworks.com Ltd.

Publisher:

Aerosoft GmbH

Lindberghring 12

33142 Bueren



'''Systemanforderungen'''

Minimale Systemvoraussetzungen:

Windows XP / Vista / Windows 7 / 8

Prozessor (CPU): 2,8 Ghz Dual Core

Arbeitsspeicher: 2 GB RAM

Grafikkarte: 512 MB mit Pixel Shader 3.0 (nur AGB PCIe)

DirectX 9.0c kompatibel (DirectX Version 9.0 enthalten)

Internetverbindung erforderlich

Download-Größe: 3 GB

Installations-Größe: 6 GB





Alle Bilder dieses Posts wurden von mir selbst gemacht und unterliegen meinem Copyright. Sie dürfen nicht genutzt werden. Bilder vom jeweiligen Hersteller unterliegen dessen Copyright und werden separat gekennzeichnet. Sie wurden mir für den Bericht freundlicherweise genehmigt

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