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Sophie Aigner - Heinermädsche

Copyright Gmeiner
'''Buchdaten'''
Autor: Ann-Sophie Aigner
Titel: Heinermädsche
Broschiert: 244 Seiten
Verlag: Gmeiner; Auflage: 1 (4. Februar 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3839213460
ISBN-13: 978-3839213469
Kosten: 11,99€
Serie: -

'''Leseinformationen'''
Genre: Frauenliteratur
Niveau: trivial
Leserschaft: Frauen
Lesedauer: 2 Tage


'''Autor/in'''
Ann-Sophie Aigner, geboren 1980, arbeitet als Personalbuchhalterin in Darmstadt. Mit ihrer Familie lebt sie in Hessen. (Quelle: Amazon)

'''Optischer Eindruck'''
Ein schwarzer Hintergrund und ein Cocktailglas, welches mit einer pinken Flüssigkeit gefüllt ist, hätte mich auch im Laden neugierig gemacht. Ich liebe solche Kontraste und dieses Farbspiel, welches ich selbst gerne als Wallpaper verwende.

'''Zitierter Klappentext'''
Eva fällt aus allen Wolken und landet auf dem exklusiven Teppich in ihrer Darmstädter Villa: Ihr treu sorgender Hermann hat eine Geliebte! Sie beschließt, die Wahrheit über seine Dienstreisen herauszufinden, und durchforstet sein Handy. Angesichts der delikaten SMS, die sie findet, droht sie, in Ohnmacht zu fallen. Sie schmiedet einen bittersüßen Racheplan. Dabei stellt sich heraus, dass sie mehr mörderisches Potenzial besitzt, als sie selbst ahnte. (Quelle: Klappentext)

'''Leseprobe'''
http://www.amazon.de/Heinermädsche-Ann-Sophie-Aigner/dp/3839213460/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1361738392&sr=8-1

Aus rechtlichen Gründen verlinke ich nur die Leseprobe auf eine Seite, wo die Genehmigung vorliegt.

===Nach dem Lesen===

'''Sarahs eigene Inhaltsangabe'''
Eva ist in den besten Jahren, hält ihrem Mann, der in einer Bank arbeitet, den Rücken frei, kümmert sich ums Haus, ihren Sohn und ist eigentlich glücklich. Sicherlich könnte Hermann öfters zu Hause sein, aber um sich die Villa und all den anderen Luxus leisten zu können, nimmt sie es in Kauf. Doch das alles ändert sich, als sie ein langes, ein sehr langes blondes Haar auf einem seiner Anzüge entdeckt. Sofort ist ihr klar, dass er eine Geliebte hat und beschließt etwas zu spionieren. Damit er ihr nicht in die Quere kommt, hilft sie mit etwas Schlafmittel im Essen nach, und so kann sie all die schlimmen SMS in seinem Handy lesen. Nach einer mehr als unruhigen Nacht ist sie fix und fertig mit ihren Nerven. Sie beschließt ihren Sohn zu bitten, das Handy so zu manipulieren, dass sie alle SMS erhält und auch mit seiner Nummer antworten kann. Um seinen untreuen Herrn Papa eins auszuwischen, macht er es, und so tritt Eva mit Audrey in Kontakt. Doch aus dem Kennenlernen wird schnell ein Mord, denn das junge Ding kann beim besten Willen nicht ihren Mund halten. Sie plappert und lästert über Hermanns Frau ohne zu wissen, wer ihr Gegenüber ist. So landet das Bügeleisen nur zu Recht an ihrem Kopf. Die nächste Geliebte lässt nicht lange auf sich warten, denn Hermann hat unzählige Frauengeschichten am Laufen. Die nächste Geliebte wird einfach vergiftet und zwar mir einem Gift, dass erst später mit Alkohol wirkt. Pech nur für Hermann, dass er gerade mit ihr verabredet ist. Irgendwann wird ihr jedoch klar, dass es gar nichts bringt, all die Frauen aus dem Weg zu räumen, denn es sind einfach zu viele. Das Schicksal hilft ihr, und so muss sich Hermann mit ihr auseinandersetzen, aber Reue zeigt er keine. Ein Plan muss her, denn aus dem Haus geworfen und gegen eine jüngere, will sie nicht eingetauscht werden, und wenn ihre Freundinnen es geschafft haben, ihre untreuen Männer aus den Weg zu räumen, dann wir sie es doch auch schaffen mit all ihrer Erfahrung, oder nicht?

'''Sarahs Meinung'''
Als ich das Buch gesehen und den Klappentext gelesen habe, musste ich das Buch haben. Ich finde so seichte Unterhaltung, die auf die vielen untreuen Männer abzielt, immer schön amüsant. Zwar schreckte mich die Tatsache ab, dass die Protagonistin schon einige Jahre mehr auf dem Buckel hatte, aber am Ende siegte meine Neugier. Und ich muss sagen, dass dieses Buch wieder ein zwiespältiges Gefühl bei mir hinterlassen hat.

Der Einstieg in das Buch beginnt mit dem Auffinden des Haares und dem nächsten Gedanken, dass der Mann der Protagonistin eine Affäre hat. Eine Szene, wie sie sicherlich sehr authentisch, aber auch nichts Besonderes ist. Trotzdem ist man sofort in der Geschichte und mit der Figur verbunden, denn welche Frau hat nicht Angst nach all den Jahren gegen ein jüngeres Modell ausgetauscht zu werden. Auch so ist der Autorin mit Eva ein liebenswerter Mensch gelungen, der mich teilweise etwas an mich erinnert hat. Es ist eine aus dem Leben gegriffene Persönlichkeit. Auch ihre Freundinnen und ihr Mann sind richtig authentisch geworden. Die Sprüche von Hermann, bekomme ich als Mutter in Erziehungszeit, auch ab und an zu hören, sodass ich diesbezüglich regelmäßig schmunzeln musste. Alleine hiermit hatte die Autorin einen dicken Pluspunkt kassiert.

Generell ist die Geschichte sehr humorvoll erzählt. Der Stil ist einfach, modern, witzig und sorgt für so manche Lachträne. Man merkt, dass die Autorin ein gewisses Talent mit sich bringt, dass jedoch in meinen Augen eines besseren Lektorats bedarf. Schon früh fallen viele Fehler auf, die man jedoch einfach überliest, verdrängt oder in meinen Fall einfach als, ach vielleicht neue Rechtschreibung abtut. Irgendwann fällt es jedoch immer gravierender ins Gewicht. Zum Beispiel auf den Seiten 182/183 ist es extrem. „Spilt“ statt „spielt“ und dann wurden zahlreiche Anführungszeichen vergessen. Obwohl Eva redet, sind sie nicht vorhanden. Nimmt man beim ersten Fehler es noch als Gedanken an. So sieht man später, dass ein anderer Satz mit Anführungszeichen endet, aber nicht beginnt. Fehler die eigentlich nicht sein sollten, und die ich schon etwas schade fand. Mir unterlaufen auch viele Fehler, aber in einem Buch...Nichtsdestotrotz ein angenehmer Stil, der eben nur durch die Fehler einen kleinen Makel bekommt.

Inhaltlich wird mein Zwiespalt allerdings richtig deutlich. Auf der einen Seite habe ich mich in den letzten Wochen noch nie so gut unterhalten gefühlt. Die Rache von Eva ist einfach unglaublich. Man fiebert mit und fragt sich ständig, was als nächstes passiert. So manche Lachträne hat sich auf den Weg gemacht und wenn man nicht viel darüber nachdenkt, sondern sich treiben lässt, wird man am Ende wirklich begeistert sein. Die eine Seite von mir denkt auch so. Schließlich finde ich die Idee hervorragend und auch mal abseits der Masse umgesetzt. Aber....

Das aber ist leider mit dem tieferen Blickwinkel verbunden. Wenn man solche Morde oder solche Werke schreibt, sollte man sich wirklich genau informieren, die Leser informieren und auf jede Kleinigkeit achten. Es müssen nicht die perfekten Morde sein, aber Logik sollte schon dahinter stecken. Und hier merkt man, dass die Autorin eher auf Neuland gesetzt hat. Das Buch hat in meinen Augen eine Menge Logikschwächen bzw. verwendet zu viele Ideen, die lediglich oberflächlich erwähnt werden, weil es zu weit gehen würde, dies näher zu erklären. Aber auch die Tatsache, dass die Autorin mit der Zeit übertreibt und nicht weiß, wann es zu viel wird, stört. Fangen wir an dies näher zu erklären. Ich fand es schon faszinierend, dass sie statt auf die alte Art und Weise, die Nummern herauszuschreiben und von dem Handy zu schreiben, einfach eine Software installieren lässt, sodass sie alle SMS empfängt und mit der Nummer ihres Mannes schreiben kann. Aber hier kenne ich mich nicht aus, und dementsprechend fand ich den Ansatz noch lustig, genauso wie das unbekannte Gift, dass erst in Kombination mit Alkohol wirkt. Ein Name hätte gefreut, aber so was ist auch noch verzeihbar. Was mir jedoch immer wieder negativ aufgestoßen ist, sind die ganzen Morde. Audrey erschlägt sie einfach in ihrer Wohnung. Niemand vermisst sie, niemand findet sie, niemand ermittelt und das obwohl sie jeder kannte, und sogar jemand Eva gesehen und mit ihr vorab geredet hatte. Bei einer anderen Leiche hilft ihr Sohn, der glaubt, dass die Frau einfach tief und fest schläft. Auch sie wird nicht vermisst. Dazu kommt, dass alle ihre Freundinnen selbst die Ehemänner umgebracht haben und alle ganz offen darüber reden. Da sterben plötzlich mal innerhalb von wenigen Tagen mehrere Männer, die sogar befreundet waren, und niemand ermittelt. Selbst Hermann, der ständig mit ihnen unterwegs war, bekommt von deren Ableben etwas mit. Ich fand das alles eher oberflächlich durchdacht. Die Ideen und Mordgedanken hingegen waren wieder so unterhaltsam, dass man es dann einfach hingenommen hat. Trotzdem wurde der Punkt irgendwann erreicht, wo es zu viel wurde. Leichen pflastern den Weg, und es wurde irgendwo nervig. Zumal die Autorin immer einen drauf setzen muss, und dadurch die Geschichte eher verschlechtert. Ihre Ideen sind nicht schlecht, aber falsch umgesetzt. Ein kleines Beispiel mit dem ich hoffentlich nicht zu viel verrate. Ihre Freundin beerdigt ihren Fremdgänger. Der Pfarrer liest eine ganz andere Rede vor und begründet es, dass eine andere Frau sich auch vorgestellt hat, und das er es erwähnen muss. Die Frau ist jedoch nicht mal da. Stattdessen erscheint ein Einsatzkommando der Polizei. Was dieses allerdings will, müsst ihr selbst lesen.

Besonders der Schluss ist eine Zusammenfassung all dieser Dinge und besonders die Mafia, die schon früher erwähnt wurde, kommt hier zum Einsatz. Manchmal ist weniger mehr, zumindest wenn man nicht in der Lage ist, gewisse Dinge später noch zu erklären, die zumindest einige Leser interessieren würden. Das Problem war schon von Anfang an vorhanden. Es sind nur Kleinigkeiten, wie zum Beispiel, dass man die Leiche gar nicht entdeckt oder offensichtliche Fragen gar nicht aufkommen.

Alles in allem ist es ein schönes Buch, dass wirklich auf der einen Seite so unterhaltsam ist und so realistisch dargestellt ist, dass die kleinen, humorvollen Übertreibungen noch belustigt hingenommen werden. Es ist ein guter Kontrast, allerdings sollten andere Aspekte zumindest auch so realistisch umgesetzt werden, um das Gesamtbild nicht zu zerstören. In diesem Fall waren es einfach die Übertreibungen zum Schluss, aber auch, dass vieles einfach erwähnt, aber später gar nicht mehr darauf eingegangen wird. Gerne hätte die Autorin hier 100 Seiten mehr verwenden können, um einige Lösungen expliziter zu erklären. In Kombination mit den vielen Fehlern.. Trotzdem habe ich mich unterhalten gefühlt, und aus diesem Grund bekommt das Buch vier Sterne.

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