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Dark Skies / Wolfgang Hohlbein

Das Buch, welches ich euch heute vorstellen möchte, stammt noch aus einem XXL-Hohlbein-Paket, welches ich 2008 bei Ebay ersteigert habe. Viele Hohlbeins haben mich abgeschreckt und als bekennender Sci-Fi-Vermeider habe ich mich lange um dieses Buch gedrückt. Nun habe ich mir jedoch vorgenommen, endlich mit allen Hohlbeins abzuschließen und mit diesem Werk habe ich angefangen. Es fing schön an und wurde dann doch wieder zur Katastrophe. Diesmal kann jedoch Hohlbein nichts dafür, sondern der Autor des Drehbuches, denn dieses Buch basiert auf einer erfolgreichen TV-Serie.

'''Buchdaten'''
Autor: Wolfgang Hohlbein
Titel: Dark Skies
Taschenbuch: 316 Seiten
Verlag: Heyne (1999)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453152042
ISBN-13: 978-3453152045
Kosten: 0,01€
Serie: -

'''Leseinformationen'''
Genre: Sci Fi
Niveau: leicht
Leserschaft: Jedermann
Lesedauer: 3 Tage


'''Autor/in'''
Wolfgang Hohlbein, 1953 in Weimar geboren, ist der meistgelesene und erfolgreichste deutschsprachige Fantasy-Autor. Seine Bücher decken die ganze Palette der Unterhaltungsliteratur ab - von Kinder- und Jugendbüchern über Romane und Drehbücher zu Filmen, von Fantasy über Sciencefiction bis hin zum Horror. Der Durchbruch gelang ihm 1982 mit dem Jugendbuch "Märchenmond", für das er mit dem Fantastik-Preis der Stadt Wetzlar ausgezeichnet wurde. 1993 schaffte er mit seinem phantastischen Thriller "Das Druidentor" im Hardcover für Erwachsene den Sprung auf die Spiegel-Bestsellerliste. Die Auflagen seiner Bücher gehen in die Millionen und immer noch wird seine Fangemeinde Tag für Tag größer. Der passionierte Motoradfahrer und Zinnfigurensammler lebt zusammen mit seiner Frau und Co-Autorin Heike, seinen Kindern und zahlreichen Hunden und Katzen am Niederrhein. (Quelle: Amazon)

'''Optischer Eindruck'''
Optisch gefällt mir der gezeichnete Außerirdische sehr gut. Es ist ein sehr schönes und passendes Cover.

'''Zitierter Klappentext'''
Für den jungen John Loengard wird die Realität ganz plötzlich zum Albtraum. Bei Recherchen über UFO-Sichtungen stößt er auf das geheimste Projekt der US-Regierung: Majestic 12. Unfaßbares soll vertuscht werden - unter die Menschheit haben sich Aliens gemischt. Sie nisten sich im Hirn eines Menschen ein und übernehmen die Kontrolle über den Körper. Bald wissen John und seine Verlobte zuviel. Ihnen bleibt nur noch die Flucht. (Quelle: Klappentext)

'''Leseprobe'''
Eine Leseprobe, die ich verlinken kann, habe ich leider nicht gefunden. Wer kleinere Eindrücke haben möchte, kann diese dem Zitat, welches meine Meinung untermalen soll, entnehmen.

===Nach dem Lesen===

'''Sarahs eigene Inhaltsangabe'''
John Loengard und seine Freundin Kim zieht es nach dem Schulabschluss in den 60er Jahren nach New York. Als unverheiratetes Paar haben sie es nicht leicht und so muss jeder viel arbeiten. John hat Glück und findet einen guten Einstieg als Assistent eines Kongressabgeordneten. Als er eines Tages Zeuge wird, wie sein Arbeitskollege etwas nicht schafft, bietet er kurzer Hand seine Hilfe an. Er sollt herausfinden, ob das Geld für die Ufo-Forschung wirklich eingestellt werden kann. Alles läuft gut, und schon nach wenigen Wochen hat er alles für den Bericht zusammen. Am letzten Tag seiner Reise trifft er jedoch auf einen hochrangigen Militär-Mitarbeiter, der ihm eine Akte zeigt. Er redet mit der Familie Hill und glaubt deren Geschichte, dass sie von einem UFO entführt wurden. Warum sonst sollte eine Frau über Nacht um zehn Jahre altern. Als er zudem auf dem Rückweg im Grunde überfallen und ihm gedroht wird, weiß er, dass hier mehr dahinter steckt. Zu Hause angekommen, kann er es Kim nicht erzählen und eine gewisse Distanz macht sich breit. Während sie arbeitet und zu Hause ist, kann er nicht die Finger von diesem Auftrag lassen und recherchiert immer weiter. Seine Suche führt ihn zum Projekt Majestic 12, die unglaubliches vertuschen soll. Aliens sind unter den Menschen. Sie nisten sich im Gehirn eines Menschen ein, übernehmen die Kontrolle über den Körper und nutzen diesen Schutz für Morde und vieles mehr aus. Es gibt zwar Kleinigkeiten woran man einen besetzen Menschen erkennt, aber es ist schwer. John wird eingeweiht, doch er und seine Freundin wissen bald zu viel und müssen verschwinden.

'''Sarahs Meinung'''
Als ich meinen ersten Hohlbein „Die Templerin“ gelesen und zum Fan geworden bin, habe ich nicht geahnt, dass ein Autor so unterschiedlich schreiben kann. Von genial bis absoluter Schrott ist alles dabei. Inzwischen tue ich mich sehr schwer und gehe mit eher negativen Erwartungen ans Lesen. Dadurch werde ich dann ab und an überrascht, bin aber nicht zu traurig, wenn es wieder heißt: Das ist kein Hohlbein für mich. Obwohl ich kein Fan von Sciencefiction bin, kann ich trotzdem behaupten, dass manche Werke, wie „Nach dem großen Feuer“ wirklich gut zu lesen sind.

Der Einstieg in das Buch beginnt vielversprechend. Die Serie, die in den 90er Jahren, soweit mir bekannt ist, recht erfolgreich war, ist mir gänzlich unbekannt. Aus diesem Grund kann ich völlig unvoreingenommen an das Werk herangehen. Ein junger, motivierter Mann und seine bezaubernde Freundin kommen in die Großstadt und entdecken, dass die Regierung einiges vertuscht. Sicherlich keine verkehrte Idee, und auch die Umsetzung der Protagonisten lässt großes hoffen. Ich fühlte mich sofort mit den Figuren verbunden und konnte ihre Handlungen, Gedanken und Wünsche ohne Probleme nachvollziehen. Ein klares Bild, welches jedoch keine überflüssigen Details beinhaltet. Von den Protagonisten her sehr schön. Gerade wenn man viele Hohlbein-Werke gelesen hat und weiß, dass er zu gerne lange einführt und die ersten 100 Seiten oftmals langatmig sind. Das ist hier nämlich gar nicht der Fall. Spritzig ohne viele ausschweifende Erzählungen kommt er diesmal gekonnt auf den Punkt. Vielleicht liegt es daran, dass er sich keine Figuren, Orte und ähnliches ausdenken, sondern einfach nur die Vorgabe schön verpacken muss. Auf jeden Fall fliegen die ersten Seiten nur so an einem vorbei.

Was steckt dahinter und wie findet er es heraus. Man ist gefesselt, rätselt mit und mag das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Zumindest erging es mir so, denn ich kannte die Serie wirklich nicht. Vergleichbar ist sie mit einer Mischung aus Akte X und MIB. Doch irgendwann kommt leider bei mir der Punkt, wo ich ahne, worauf das Buch hinauslaufen wird. Und ab diesem Punkt sinkt meine Motivation ungemein. Eigentlich ist es schon beim Erwähnen der Jahreszahl oder spätestens von Kennedys Namen klar, aber man hofft doch, dass es nicht der Fall ist. Damit erfüllt die Geschichte das typische Verschwörungs-Klischee, welches ich hasse.

Dementsprechend ist der Schluss alles andere als eine gelungene Überraschung und auch nicht meisterhaft umgesetzt. In dem Punkt kann man Hohlbein jedoch keinen Strick daraus drehen. Schließlich hat er sich an die TV-Serie gehalten, die von einem anderen geschrieben wurde. Aus dieser Perspektive betrachtet, kann ich persönlich nur sagen, dass Hohlbein wirklich ein schönes Werk gelungen ist, denn er hat endlich mal ein kurzes und dennoch lebendiges Buch geschafft.

Allerdings fällt es mir dadurch auch schwer das Buch zu bewerten. Ich weiß nicht wie ich den für mich enttäuschenden Inhalt mit einer guten Hohlbein-Leistung kombinieren soll. Daher entscheide ich mich für die diplomatische Mitte.


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