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Das Echo der Schuld / Charlotte Link

Das Buch liegt schon seit einiger Zeit auf meinen SUB, aber da ich aktuell nicht viel zum Lesen komme, habe ich ihn erst jetzt zur Hand genommen, denn mir fehlte noch ein Buch mit über 500 Seiten für eine Lesechallenge.

'''Buchdaten'''
Autor: Charlotte Link
Titel: Das Echo der Schuld
Taschenbuch: 544 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag; Auflage: Taschenbuchausgabe, 1. Auflage, (28. Januar 2009)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442468531
ISBN-13: 978-3442468539
Originaltitel: Das Echo der Schuld
Kosten: 9,95€
Serie: -

'''Leseinformationen'''
Genre: Thriller
Niveau: durchschnittlich
Leserschaft: Frauen
Lesedauer: 3 Tage


'''Autor/in'''
Charlotte Link wurde 1963 geboren und zählt inzwischen zu den erfolgreichsten Autorinnen aus Deutschland. Fast alle Werke wurden Bestseller. Hauptsächlich schreibt sie historische Romane oder Gegenwartsromane mit einem Hauch von Psychothriller. Viele Werke wurden verfilmt.

Weitere Werke:
"Das Haus der Schwestern", "Verbotene Wege", "Die Sünde der Engel"

'''Optischer Eindruck'''
Das Cover ist sicherlich nicht verkehrt. Menschen an einem Strand. Im Laden hätte es mich nicht unbedingt magisch angezogen, aber das ist bei fast allen Werken der Autorin so.

'''Zitierter Klappentext'''
In tiefer Nacht sinkt ein Boot vor der Küste Schottlands. Nichts als ihr Leben können die deutschen Aussteiger Nathan und Livia Moor retten. Von der Engländerin Virginia Quentin und deren Mann werden sie mit dem Notwendigsten versorgt, doch dann folgt der undurchsichtige Nathan Virginia ungebeten in das Zuhause der Familie nach Norfolk. Virginia, die ihn anfangs nur aufdringlich findet, öffnet sich ihm bald mehr als je zuvor einem anderen Menschen. Dann geschieht das Unfassbare: Virginias siebenjährige Tochter verschwindet spurlos …(Quelle: Klappentext)

'''Leseprobe'''
http://www.amazon.de/Das-Echo-Schuld-Charlotte-Link/dp/3442468531/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1361180223&sr=8-1

Aus rechtlichen Gründen verlinke ich nur die Leseprobe auf eine Seite, wo die Genehmigung vorliegt.

===Nach dem Lesen===

'''Sarahs eigene Inhaltsangabe'''
Livia und Nathan Moor sind deutsche Aussteiger, die sich ein Boot gekauft haben und nun um die Welt segeln. All ihr Geld steckt in dem Schiff und so müssen sie ihren Lebensunterhalt im jeweiligen Hafen verdienen. Doch der Traum von der Weltumsegelung platzt schon sehr bald, als ihr Schiff mitten in der Nacht an der schottischen Küste von einem Frachter überrollt wird. Ihnen bleiben nur die Kleider am Leib. Livia bricht völlig zusammen, während Nathan alles sehr gefasst trägt. Glücklichweise bekommen sie von Virginia Quentin, ihrem Mann Frederic und ihrer siebenjährigen Tochter Kim helfen dem Paar, denn Livia hat schließlich für sie gearbeitet. Sie überlassen den beiden ihr Ferienhaus, während es für sie zurückgeht. Frederic ist zwar nicht unbedingt begeistert, aber respektiert den Willen seiner Frau, und hofft nur, dass es sich nicht um Schnorrer handelt. Als wenige Tage später Nathan vor ihrer Tür in Norfolk steht, während seine Frau im Krankenhaus betreut wird. Da er noch immer kein Geld hat, lässt sie ihn bei sich wohnen, verheimlicht es aber ihrem Mann, der beruflich in London ist. Immer mehr gerät sie in den Bann von Nathan, dem es gelingt, was ihrem Mann nie gelungen ist, er erkennt, dass sie ein dunkles Geheimnis hat, dass sie in die Isolation gedrängt hat. Sie begibt sich in eine heiße Affäre und will sogar ihren Mann verlassen. Dass sie ihre Tochter dafür vernachlässigt, ist ihr in dem Moment gar nicht so klar, bis Kim verschwindet. Sie finden sie völlig verängstigt und sind heilfroh, denn in der letzten Zeit treibt sich in dieser Gegend ein Kinderschänder herum. Schon zwei Mädchen wurden missbraucht und auf grausame Weise ermordet. Als Kim ein weiteres Mal spurlos verschwindet, wissen wie, dass es diesmal nicht nur ein harmloses Verstecken ist. Steckt Nathan hinter all den Vorfällen, schließlich steckt er auch hinter dem Erpressungsversuch. Virginia, die Polizei und ein kleines Mädchen versuchen alles, um Kim zu retten.

'''Sarahs Meinung'''
Charlotte Link ist eine eindrucksvolle Autorin. Vor Jahren habe ich meiner Mutter „Das Haus der Schwestern“ geschenkt und das Buch hat mich auch zum Fan der Autorin gemacht. Während dieses Buch perfekt war, gibt es genügend andere Werke, die eher schwer und langatmig erscheinen. Aus diesem Grund lasse ich mir gerne Zeit zwischen Werken der Autorin.

Der Einstieg in das Buch fing schon alles andere als vielversprechend an. Während ich sonst vom Prolog total gefesselt war, empfand ich diesen hier eher langweilig. Ein Mann wird in der Nacht wach und seine Frau bekommt es nicht mit. Er kommt mit einem schweren Erlebnis und dem Tod eines Kindes nicht klar. Zwar wollte man wissen, welche Personen dahinter steckten, aber es war nicht so wichtig, wie sonst. Auch die nächsten Seiten sorgten nicht für das gewohnt leichte Leseerlebnis. Die Autorin ist für Sprünge bekannt, und hier zeigt sie wieder, dass viele Handlungen zu einer verflochten werden können. Viele verschiedene Szenen, noch mehr Namen und das in kurzem, raschen Wechsel, war etwas viel für den Anfang. Ich persönlich bin nicht so der Fan von vielen Szene-Wechseln. Zwei verschiedene Orte okay, aber in diesem Fall war es doch einfach deutlich mehr und es sind so viele Infos die auf einen einprasseln, dass es sehr schwer ist alles zu einem Bild zusammenzufügen. Irgendwann kommt jedoch der Moment, wo man die Zusammenhänge erkennt und ehe man sich versieht ist man in der Geschichte. Während ich zugeben muss, dass mir die Nebenhandlungen, rund um die verschwundenen Mädchen am Besten gefallen haben, empfand ich die Haupthandlung rund um die Familie Quentin, Virginias Geheimnis und das deutsche Ehepaar eher langweilig. Das liegt einfach daran, dass mir sowohl Virginia, als auch Nathan total unsympathisch waren. Das ändert sich nicht mal, als man in deren Vergangenheit eintaucht. Nathan wirkt noch schlimmer, und Virginias Eindruck wird auch nicht besser, obwohl man vieles einfach mehr versteht.

Nichtsdestotrotz macht es trotzdem Spaß die Entwicklung mitzuerleben. Dafür sorgt schon der realistische, illustrative Stil, der sich auf wichtige Details beschränkt. Kombiniert wird das Ganze mit einer Spannung, die besonders Eltern packen wird. Jede Mutter hat Angst, dass ihr Kind einmal nicht von der Schule oder Freunden kommt und ihm etwas passiert. Man bläut den Kindern zwar immer ein: Rede nicht mit Fremden, gehe nicht mit ihnen mit und nehme nichts an. Nur leider hören Kinder nicht immer so, wie man es möchte. Dementsprechend wird hier auch mit den Nerven der Leser gespielt. Die Spannung bleibt konstant vorhanden und wird schön aufgebaut. Viele verschiedene Indizien sorgen für falsche Fährten.

So ist der Schluss zumindest für mich überraschend gewesen, was den Täter betrifft. Gelungen finde ich ihn jedoch nicht. Einfach aus dem Grund, dass die Autorin hier noch einmal extrem in die Länge zieht. Täter und Hintergründe sind geklärt und nur Kim muss noch gefunden werden. Sicherlich nicht verkehrt, aber bedenkt man die Tatsache, dass der Täter in ihrem Fall sehr reumütig ist, wundert man sich, dass er ihr diesen qualvollen Tod wünscht und sich weigert das genaue Versteck zu verraten.

Alles in allem ist es ein schönes Buch, dass gerne 50 Seiten hätte weniger haben dürfen, aber das empfinde ich oft bei längeren Büchern. An sich habe ich mich stets unterhalten gefühlt. Charlotte Link hat alle Register gezogen. Vergangenheit, ein Verbrechen, Liebe, Schicksal und Geheimnisse eingebaut. In Kombination mit schön kurzen Kapiteln wieder ein sehr gutes Buch.

Kommentare

  1. Auch von einem Lieblingsautor kann mal was dabei sein, was den eigenen Geschmack nicht trifft. Aber insgesamt gefallen mir ihre Romane.

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