Nasenstaubsauger im Test

Wer ein Baby oder ein Kleinkind zu Hause hat, weiß, wie nervig Schnupfen ist. Die Nase läuft ständig, putzen können die Kleinen aber noch nicht. Was tun? Während unser Kinderarzt uns nur zu Nasentropfen geraten hat, haben wir schon beim ersten Schnupfen einen Nasensauger geholt. Allerdings ist dies schon unangenehm und jetzt mit 18 Monaten mag Jack ihn nicht in seine Nähe lassen, selbst wenn er ihm hilft. Genauso ist es mit Popeln. Oft hilft kein Öl, kein Wattestäbchen oder Baden. Als eins dieser Exemplare Jack seit fast einer Woche nervte, habe ich gegoogled und bin auf einen Nasenstaubsauger gestoßen.


Nasenstaubsauger?
Ich hatte so was schon mal gesehen, aber mein Kinderarzt riet mir davon ab, und die Meinungen gehen im Internet sehr auseinander.  Viele haben Angst, sind Skeptisch und raten ab. Auf der anderen Seite sind viele überzeugte Mütter. Warum die Meinungen so unterschiedlich sind? Ich persönlich schätze, dass die Methode einfach selbst abschreckt.  Der Nasenstaubsauger ist im Grunde ein Sauger, der an einen handelsüblichen Staubsauger angeschlossen wird. Er reguliert die Saugkraft automatisch und saugt so den Schnotter und so manchen Popel ohne Probleme aus der Nase.

Staubsauger und die Nase von meinem Baby?
Als ich meinem Mann davon erzählte, sagte er auch nur: Staubsauger und die Nase von Jack. Niemals! Und so reagieren leider viele. Desewegen habe ich mir den Medinaris Sauger für 23,90€ geholt. Er ist geprüft, erfüllt alle DIN-Vorgaben und verfügt über Zertifikate, die das Belegen. Wer genauso Angst hat, kann das Gerät kaufen, testen und zurücksenden, wenn er am Ende nicht überzeugt ist. Das klang für mich gut, und so habe ich es ausprobiert.

Im Test
Da ich auch zu den ängstlicheren Müttern gehöre, haben mein Mann und ich das Gerät erst einmal selbst ausprobiert. Er besteht aus einem Saugerkopf, Auffangkolben, Schlauch und einem Verbindungskolben. Es ist kinderleicht zusammengebaut und wir dann einfach an den Staubsaugerschlauch gesteckt. Egal welche Stärke eingestellt ist, er soll regulieren, so haben wir sowohl unseren Dyson, als auch den Philips angeschlossen. Es ist ein sehr lautes Geräusch und ich denke hier wird der Größte Wein-Faktor sein, denn ich kenne leider Kinder die generell schon Angst vor dem Staubsaugergeräusch haben. Reguliert man den Staubsauger jedoch von der Saugkraft herunter, wird es leiser. 



Mein Mann hat angesetzt und es kommt sofort Schnotter heraus. Sanft und ohne Schmerzen, was ihn sogar positiv überrascht hat.   Ich habe es ebenfalls probiert und fand es bis auf das Geräusch sogar sehr angenehm. Neugierig wie Jack ist, hat er sich uns ebenfalls angeschlossen, und anfangs hat er sich schon gewehrt. Er hat wie jedes Kind einen Reflex und mag keinerlei Kontakt an seiner Nase. Weder Tuch, noch Kucheltier, noch nen Kuss oder ähnliches. Nach einigen Sekunden hat er jedoch gemerkt, dass es gar nichts Schlimmes ist, nicht weh tut und es war das erste Mal beim Nasereinigen, dass er sogar ohne fixieren still gesessen hatte.  Seinen Popel haben wir damit gezogen und er kann nun wieder richtig gut atmen. Danach muss nur alles auseinandergebaut, eingeweicht und gereinigt werden. 




Auch mein Großer ist begeistert. Er hat gerade Schnupfen und mit diesem Sauger ist die Nase komplett frei und das auch längere Zeit, ohne das man Naseputzen muss. Inzwischen ziehen wir Popel und alles mit diesem Nasensauger. Lediglich komplett feste Popel, die wirklich steinhart sind, werden damit nicht angesaugt. Sie müssen schon etwas weicher sein.

Skeptiker
Ich kann jedem Skeptiker nur empfehlen, probiert es selbst aus. Kauft euch diesen Sauger und testes es an euch selbst, und ihr werde merken, dass die Angst und Sorgen unbegründet sind. Für die Kinder ist es die angenehmste Reinigung bei Schnupfen. Und da viele Babys nun einmal nicht durch den Mund atmen können, wird es euch zu ruhigeren Schnupfen-Nächten verhelfen. 

Fazit
Auch wenn der Staubsauger echt abschreckt, bin ich froh, dass ich den Sauger gekauft und getestet habe, denn es gibt nichts, was man hier bereuen kann. Die beste Erfindung für Mütter, seit es Schnupfen gibt, wie auch jetzt sehen durfte, wo Jack einen leichten Schnupfen bekommen hat. 

UPDATE 28.6.2014
Der Nasensauger hat uns schon so manchen guten Dienst erwiesen, aber inzwischen bin ich doch etwas enttäuscht. Vor zwei Wochen habe ich einen kleinen Jungen zur Welt gebracht. Auch er hat ab und an schon mit Popeln zu kämpfen und kann dann nicht zur Ruhe kommen. Allerdings ist das Staubsaugergeräusch für ihn doch sehr ängstigend und zudem passt der Sauger nicht in seine winzigen Nasenlöcher. Daher wollte ich euch kurz auf dem Laufenden halten. Ein toller Sauger, aber eher etwas für Kids ab 6-8 Monaten. 
  

  

   
  

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1 Kommentar:

  1. Wir haben sowas auch gekauft, unser Kinderarzt war nicht so überzeugt da man die Schleimhäute damit zu sehr reizen könnte. Allerdings darf man ja auch nicht vergessen was passieren kann wenn man bei einem Baby die Nase verstopft lässt, also haben wir es auch benutzt und waren sehr froh über diese Erfindung, sehr gefallen hat es ihr natürlich nicht aber Angst hatte sie auch nicht. Jetzt wo sie größer ist kann ich es aber nicht mehr verwenden da es ihr ein wenig suspekt ist aber sie ist ein Glück auch fast nie krank

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