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Peg Perego Pliko P3 Classico im Test


Wer auf der Suche nach einem guten Kinderwagen ist, kommt um den Hersteller Peg Pérego nicht herum. In Italien produziert, bieten die Produkte jungen Familien ein Höhstmaß an Qualität, Sicherheit, Komfort und Design. 38% der Besitzerinnen sind mit diesem Modell laut dem Portal "Netmoms" zufrieden. Aus diesem Grund haben wir uns ebenfalls für dieses Modell entschieden, und möchten euch den Sportwagen nun einmal vorstellen 

Pliko P3
Der Pliko P3 ist ein sogenannter klassischer Liegebuggy, der mit einem abnehmbaren Stoffverdeck und einem geräumigen Netzkorb ausgestattet ist. Ausgeklappt hat er die Maße 87,5x53,5x108cm. Im gefalteten Zustand sind es immerhin noch 39x36x103cm und füllt somit gut die Hälfte unseres Ford Focus Kombi aus. Das Gewicht beträgt 8,9kg. Die Traglast des Trittbrettes beträgt 20kg, des Korbes 5kg (hält aber auch locker einen 6er Träger Wasser mit 1,5l) und die Sitzeinheit selbst mit mindestens 15kg.

Preistechnisch haben wir für unser Modell 239€ bezahlt. 
 

Die Schiebegriffe sind höhenverstellbar, und lassen sich um 5cm verlängern. Bei einer Größe von 165cm nutze ich schon diese 5cm. Ohne diese trete ich ständig gegen die Reifen des Kinderwagens. Mein Mann hat dieses Problem mit seinen 187cm auch bei den ausgezogenen Schiebegriffen. Für größere Eltern also eine Überlegung wert. Die Schiebegriffe dienen gleichzeitig als Öffnungs / Schließmechanismus, um den Sportwagen zusammenzufalten. Die geschieht mit einem Griff an der Rückseite. Ein kleiner Ruck und schon ist er klein. Leider verstellen sich hier ab und an die Öffnungsmechanismen und der Ruck ist mit Kind auf dem Arm eher unmöglich. Trotzdem eine sehr gute Lösung, da der Wagen so innerhalb von wenigen Sekunden zusammengeklappt ist.
Das Verdeck ist abnehmbar und kann mittels zweiseitigem Reißverschluss auch als Sonnendach genutzt werden. Wer viel mit seinem Kind draußen ist, wird dies mit der Zeit sehr schätzen.

Die Rückenlehne des Wagens ist individuell einstellbar und kann bis zur Liegeposition eingestellt werden. So kann das Kind alles sehen, aber wenn es müde wird, auch gemütlich eine Runde schlafen. Eine tolle Sache, die wir gerne nutzen, allerdings funktioniert das Einstellen nicht so perfekt. Dies fällt besonders in Kombination mit dem Fußsack auf. Meist lässt sich eine Seite sehr leicht feststellen, die andere Seite hakt jedoch und so muss man herumprobieren, um beide Seiten in der gleichen Position zu fixieren, damit das Kind nicht schräg sitzt.


Die Fußstütze kann ebenfalls in drei Positionen eingestellt werden. So kann das Kind seine Füße hochlegen, aber später auch hinunterhängen lassen, wenn es größer wird. 

Geschützt wird das Kind durch einen 5-Punkt-Sicherheitsgurt und einen Frontbügel, der geöffnet werden oder sogar ganz entfernt werden kann. Ein schöner Bonus, allerdings wirkt dieser recht klapprig, was er auf den zweiten Blick jedoch definitiv nicht ist.  


Die Vorderräder sind wahlweise auf schwenkbar oder festgestellt einstellbar. So kann man die Räder der Situation anpassen. Die Hinterräder können beidseitig mit einer Feststellbremse festgestellt werden.  Der Wagen steht damit sehr stabil und muss keine Angst haben, dass der Wagen wegrollt. 

Abgerundet wird der Kinderwagen durch ein Trittbrett, mit welchem der Kinderwagen ideal angekippt werden kann, aber wo auch die größeren Geschwister problemlos ohne extra Trittbrett mitfahren können. 

Stiftung Warentest
2004 wurde der Pliko P3 mit 16 anderen Kinderwagen von Stiftung Warentest auf Herz und Nieren getestet. Das Ergebnis lautet Testnote 3,6
  • Gesamturteil Stiftung Warentest: Note 3,6
  • Eignung für das Kind: Note 4,1.
  • Handhabung: Note 2,7.
  • Stabilität: Note 2,0.
  • Sicherheit: Note 3,5.
 
Im Alltag
Im Alltag gehen die Meinungen im Bezug auf den Pliko P3 auseinander. Selbst bei mir. Es sollte definitiv nach vielen Pleiten der letzte Kinderwagen sein. Mit ausgefahrenen Griffen lässt sich der Wagen gut schieben. Dadurch das die Griffe jedoch beim Zusammenklappen wieder eingefahren werden, vergisst man es öfters sie auszufahren. So trete ich nicht nur gegen die Reifen, sondern habe regeläßig Nackenschmerzen, weil ich recht verkrampft laufe. Inzwischen klappe ich ihn zu Hause nicht mehr zusammen und umgehe so meine Vergesslichkeit. Eine Fixierung der Griffverlängerung hätte mir deutlich besser gefallen. Die Griffe selbst lassen sich im Übrigen leicht nach links und rechts bewegen. Sie sind so flexibel, aber es klappert leider auch. Einhändig muss der Wagen schon recht stark geschoben werden, denn er kommt schnell aus der Spur. Hat man ein Kind, so wie ich, dass schon mal gerne an der Hand läuft, dann ist dies schon recht ärgerlich.


Davon abgesehen ist der Wagen sehr schön zu fahren. Einfach weil er leicht und wendig ist. Für die Stadt also ein perfekter Begleiter. Allerdings ist er alles andere als geländetauglich. Damit sind auch schon normale Parkanlagen gemeint. Sobald der Weg sandig wird, fängt der Wagen an zu klappern, rütteln und ob das fürs Kind sehr bequem ist, bezweifle ich. Diesen Nachteil hat jedoch jeder Kinderwagen, der auf "Luft-Reifen" verzichtet, also die Mehrheit der Sportwagen.

Wir selbst haben schon insgesamt 7 Kinderwagen / Sportwagen gekauft, und wahrscheinlich wird dieser auch durch den Peg Pèrego GT3, einem gängigen Geländejogger oder den Pliko Switch on Track getauscht. Diese Modell ist für die Stadt top, wer jedoch gerne mal auf sandigen Wegen fährt, sollte sich lieber ein anderes Modell ansehen. 

Unser Fazit
Im direkten Vergleich bekommt der Kinderwagen von uns eine Testnote von 2,3, denn wir haben schon Kinderwagen gehabt, die zwar mit einer Hand zusammengeklappt werden konnten, aber das Kind total schlecht darin saß und sich der Wagen schlecht schieben ließ, oder wo der Kofferraum komplett gefüllt war. Kleinere Nachteile hat jeder Wagen, und dieses Gesamtpaket kann überzeugen.




Alle Bilder dieses Posts wurden von mir selbst gemacht und unterliegen meinem Copyright. Sie dürfen nicht genutzt werden. Bilder vom jeweiligen Hersteller unterliegen dessen Copyright und werden separat gekennzeichnet. Sie wurden mir für den Bericht freundlicherweise genehmigt

Kommentare

  1. Vielen Dank für diesen Artikel. 7 Kinderwagen?? Ist das normal? Das hört sich für mich unglaublich viel an. Freunde wollen mich im Mai mit ihrer kleinen Tochter (ca. 1,5 Jahre) in Hamburg besuchen und sind gerade auf Ausschau nach einem Buggy. Da sie ziemlich über die Qual der Wahl gestöhnt haben, habe ich heute auch mal kurz nach dem Wort 'Buggy' gegoogelt. Welchen Buggy würdest du denn empfehlen? Hast du den GT3 schon getestet? Ist der besser?

    viele Grüße,

    Annika

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    Antworten
    1. Hallo Anika,

      ja, das ist sehr viel, aber wer Kinder hat, der weiß, dass man bei einem Wagen keine Kompromisse eingehen sollte. Am Ende habe ich meinen Traumwagen gefunden. Ich liebe meinen Orbit. De GT3 habe ich leider nicht getestet.

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