Currywurst Sizilianer Art

Für mein nächstes Rezept habe ich mir wieder eine Packung aus der Iglo Gemüse Mittelmeer Küche genommen. Wie ihr wisst gibt es drei leckere Sorten, und nachdem ich Provence schon getestet habe, ist es diesmal Sicilia geworden. Es ist zwar kein 5 Sterne Gericht, aber es geht fix und die Kinder mögen es. Ich bin gespannt, was ihr dazu sagt.

o0o Currywurst Sizilianer Art o0o

Personen: 4
Zubereitungszeit: 20 Minuten

Zutaten
500g Nudeln z.B Mini Penne
1 Dose passierte Tomaten
500g Bratwurst
2 Packungen Iglo Sicilia
Öl
Salz, Pfeffer, Kräuter de Provence, Curry      

Zubereitung
Wasser für die Nudeln aufsetzen, wenn es kocht, einen Teelöffel Salz und die Nudeln hinein. Diese nach Vorgabe kochen.

Während das Wasser anfängt zu kochen, wird die Bratwurst ist mundgerechte Stücke geschnitten und in Öl angebraten. Sind die Bratwurststücke für euch optimal gebräunt, kommen die Iglo Sicila Packungen hinzu. Bratet diese leicht mit an, bis sie ebenfall eine schöne Farbe haben, und gebt nun die pasierten Tomaten hinzu und schmeckt das ganze mit den Gewürzen ab. Wer sich dies nicht traut oder wem das zu lange dauert, dem kann ich Knorr Tomato al Gusto "Kräuter" empfehlen. Das ganze nun noch einmal aufkochen lassen, damit es warm ist, und zusammen mit den Nudeln genießen.  
 


Alle Bilder dieses Posts wurden von mir selbst gemacht und unterliegen meinem Copyright. Sie dürfen nicht genutzt werden. Bilder vom jeweiligen Hersteller unterliegen dessen Copyright und werden separat gekennzeichnet. Sie wurden mir für den Bericht freundlicherweise genehmigt. Alle Texte sind mein gedankliches Gut und unterliegen meinem Copyright. Ohne Genehmigung dürfen diese nicht verwendet werden. Alle ausgewiesenen Hersteller-Namen / Logos - Warenzeichen / Marken-Namen / auf den Bildern, sowie zitierte Sätze des Artikels / Buches gehören ihren jeweiligen Eigentümern - auch können Verpackungen / Cover rechtlich geschützt sein Die Nennung / Aufzählung und Bilder dienen lediglich der Produktbeschreibung!

Brandherd - Ein Kay-Scarpetta-Roman / Patricia Cornwell



Hallo meine Bücherratten...

Dieses Mal habe ich ein ganz besonderes Buch für euch. Lange habe ich darum einen Bogen gemacht, denn gekauft habe ich mehrere Werke dieser Reihe eigentlich schon vor drei Jahren für meinen Mann, der damals Fan von Kathy Reichs war. Da ich nun bei einer Leseschallenge teilnehme, und die Aufgabe war, keine neuen Werke einer Reihe zu kaufen, habe ich sie zum Anlass genommen mit meinen Reihen anzufangen. Nun habe ich mich mehrere Tage durch dieses Buch gekämpft und will euch davon erzählen

'''Buchdaten'''
Autor: Patricia Cornwell
Titel: Brandherd
Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (1. Dezember 2002)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442439035
ISBN-13: 978-3442439034
Originaltitel: Point of Origin
Preis: 0,01€

'''Leseinformationen'''
Genre: Thriller
Niveau: durchschnittlich
Leserschaft: Erwachsene
Lesedauer: 5 Tage


'''Leseprobe'''
http://www.amazon.de/Brandherd-Ein-Kay-Scarpetta-Roman-Patricia-Cornwell/dp/product-description/3442439035/ref=dp_proddesc_0?ie=UTF8&n=299956&qid=1365441045&s=books&sr=8-1

Aus rechtlichen Gründen verlinke ich nur die Leseprobe auf eine Seite, wo die Genehmigung vorliegt.

'''Reihenfolge'''
(1990) Mord am Samstagmorgen / Ein Fall für Kay Scarpetta / Post mortem
Postmortem
(1991) Ein Mord für Kay Scarpetta / Flucht
Body of Evidence
(1992) Das fünfte Paar (Herzbube) (mit Leseprobe)
All that remains
(1993) Vergebliche Entwarnung / Phantom
Cruel and unusual
(1994) Body Farm (Das geheime ABC der Toten)
The Body Farm
(1995) Die Tote ohne Namen
From Potter´s field
(1996) Trübe Wasser sind kalt / Schuld
Cause of Death
(1997) Der Keim des Verderbens / Verderben
Unnatural Exposure
(1998) Brandherd
Point of Origin
(1999) Blinder Passagier
Black Notice
(2000) Das letzte Revier
The last Precinct
(2003) Die Dämonen ruhen nicht
Blow Fly
(2004) Staub
Trace
(2005) Defekt
Predator
(2007) Totenbuch
Book of the Dead
(2008) Scarpetta
Scarpetta
(2009) Scarpetta Factor
The Scarpetta Factor
(2010) Bastard
Port mortuary
(2011) Blut
Red mist
(2012) The bone bed

'''Pressestimmen'''
Ein atemberaubender Thriller in altbewährter Cornwell - Manier Freundin
Glücklicherweise ruht Patricia Cornwell sich nicht auf ihren Lorbeeren aus. Im Gegenteil, sie wird immer besser. Brandherd ist eine prickelnde Geschichte voller überraschender Wendungen - für Fans und solche die es bei der Lektüre sicher werden. Für Sie

===Nach dem Lesen===

'''Sarahs eigene Inhaltsangabe'''
Kay und Benton sind schon mit einem Bein im Urlaub. Es soll ein erholsamer Liebesurlaub werden, der jedoch durch einen Anruf jäh ausfallen muss. Kay wird als Gerichtsmedizinerin gebraucht. Eine Farm ist abgebrannt und neben zahlreichen Pferdeleichen gibt es auch eine menschliche Leiche. Anfänglich wird vermutet, dass es sich hierbei um den Besitzer Kenneth Sparkes handelt. Vor Ort muss Kay jedoch entdecken, dass es sich bei der Leiche um eine vollständig bekleidete junge Frau handelt, die augenscheinlich die Ex-Freundin von Kenneth Sparkes ist. Warum sie jedoch in dem Haus war, und vor allen Dingen, warum das Haus oder besser gesagt die Farm in Flammen aufgegangen ist, ist dem Team von McGovern und Kays Nichte Lucy jedoch ein Rätsel. Zumal der große Brand ohne jegliche Brandbeschleuniger entstanden ist, obwohl die Größe ohne Hilfsmittel gar nicht möglich gewesen wäre. Rätselhafter wird es jedoch, als Kay bei Recherchen auf weitere solcher ungeklärter Fälle stößt.

Aber nicht nur dieser Fall bereitet Kay Kopfzerbrechen und schlaflose Nächte, denn sie bekommt von Carrie, einer Psychopathin, die schon mehrere Morde begangen hat, und seit Jahren in der Psychiatrie sitzt, einen Brief. Als diese dann noch spurlos verschwindet und der Presse Kay und Lucy, mit der sie vor Jahren eine Affäre hatte, zum Fraß vorwirft, muss Kay nicht nur um ihr eigenes Leben, sondern auch das von ihrem Partner und Lucy fürchten. Schließlich waren alle daran beteiligt Carrie zu überführen.

Kay hat jede Menge zu tun, und macht dabei eine schreckliche Entdeckung, die zum tödlichen Wettlauf mit der Zeit wird. Einem Wettlauf, der blutig endet.

'''Sarahs Meinung'''
Gleich vor weg möchte ich sagen, dass mir diese Rezension sehr schwer fällt. Buch-Reihen sind dazu da, dass man sie der Reihenfolge nach liest. Ich hab jedoch ein Buchpaket ersteigert, wo fünf Werke von Patricia Cornwell vertreten waren. Wie bei Büchern von anderen Autoren, habe ich mir einfach eins herausgegriffen ohne auf die Reihenfolge zu achten. Meist hat man nach 50 Seiten ein klares Bild von den aktuellen Protagonisten, und findet sich dank liebevoller Rückblenden fix ein. Bei „Brandherd“ trifft dies jedoch nicht zu. Mag sein, dass es das einzige Buch ist, wo so extrem Bezug auf einen anderen Band genommen wird, aber damit hatte ich natürlich richtig Pech. Dementsprechend fällt es mir schwer das Buch so zu beurteilen, wie es mir möglich gewesen wäre, wenn ich den anderen Band gelesen hätte. Allerdings bin ich der Auffassung, dass auch solche Werke für Quereinsteiger umgesetzt sein müssen, und daher bewerte ich so, wie ich es empfunden habe.

Der Einstieg in das Buch war für mich unglaublich schwer. Kay und Benton sind zwei Figuren, die so völlig in den Raum geworfen wurden. Ohne große Beschreibung musste ich versuchen die Figuren kennenzulernen. Für einen Quereinsteiger wie mich schon sehr schwer. Für Fans der Reihe ist dies sicherlich angenehmer, denn sie kennen die Hauptfiguren schon. Ich empfand es jedoch mühsam diese halbwegs zu einem runden Bild zusammenzusetzen. Die wenigen Fetzen, die mir gereicht wurden, wiederholten sich zudem in vielen unterschiedlichen Szenen, sodass man hier sogar leicht genervt war. Zum Beispiel wird immer wieder darauf eingegangen, dass Lucy lesbisch ist, und Kay augenscheinlich ein Problem damit hat. In jeder weiblichen Person, sieht sie eine Affäre oder ähnliches.

Hinzu kommt die Tatsache, dass der Leser gleich zu Beginn auf einen alten Fall losgelassen wird. Kleinere Anspielungen, aber keine wirkliche Rückblende, die es mir als unwissenden Leser ermöglicht hätte, zu verstehen, worum es wirklich gegangen ist. Ein paar Morde, die Affäre mit Kays Nichte, aber es sind nur ein paar grobe Überschriften, wo der Inhalt einfach fehlt. Gut für Fans, die keine Lust auf ellenlange Wiederholungen haben, aber ihr seht, es ist nichts für Neulinge. Ständig habe ich mir zumindest die Frage gestellt, gehört der Brand zu Carrie und wenn ja inwiefern. Ich persönlich finde es zwar schön mit Rückblenden auch etwas über die Figuren und ihre Entwicklung zu erfahren, aber einen Fall auf einen anderen aufzubauen.... Ich hätte mich gefreut, wenn die Autorin hier wirklich nur die Brände als Thema genutzt hätte. Genug Potential hat auch dieser Ansatz in meinen Augen.

Erschwerend kommt der Stil hinzu. Habe ich mich bei Reichs schon stets über französische Sätze, Fachausdrücke und zähe Einstiege beschwert, kann ich zum ersten Mal sagen: Es geht noch schlimmer. Die ersten 100 Seiten habe ich mich durch die Szenen gequält. Zahlreiche Obduktionsbeschreibungen bis ins kleinste Detail. Einmal okay, aber muss man es ständig nochmals einbauen. Irgendwann war bei mir der Punkt erreicht, wo ich nicht mehr über das Abschaben der Knochen lesen wollte. Hier ein kleines Beispiel: Um vier Uhr war mein Stab im Autopsiesaal immer noch an der Arbeit, und ich ging hinein und hielt Ausschau nach Chuck. Er und zwei meiner Assistenzärzte arbeiteten an der Leiche der verbrannten Frau, entbeinten sie so gut es ging mit Hilfe von Kunstoffspateln, denn alles Härtere hätte die Knochen zerkratzen können.
Chuck schwitzte unter OP-Kappe und -Maske, während er Gewebe vom Schädel kratzte.(ZITAT S. 129). Eswird sogar darauf eingegangen, wie in einem Gastro-Handel eingekauft wird, welche Töpfe gewählt werden und ähnliches. Die Spannung leidet in meinen Augen sehr unter diesen zahlreichen Passagen, denn sie geht gänzlich unter. Ich liebe einen detaillierten und bildhaften Stil, aber man sollte dabei nicht das eigentliche Ziel aus den Augen verlieren, und bei einem Thriller oder Krimi kann es leicht passieren.

Nach gut 250 Seiten kam ich das erste Mal in Versuchung das Buch abzubrechen, denn ein atemberaubender Thriller ist etwas anderes. Immer wieder passiert etwas total zähflüssiges und dadurch ist die Lektüre echt quälend zu lesen. Ich habe es dann durchgezogen und mus sagen, dass die überraschenden Wendungen, wie sie die Pressestimmen angekündigt habe, überhaupt nicht eintreffen. Ich habe mir schon von Anfang an etwas ähnliches gedacht. Der Schluss selbst ist keine Überraschung, aber zumindest gut geschrieben. In meinen Augen der einzige Spannungsmoment im Buch.

Das Buch hat mir zumindest die Lust an weiteren Werken genommen, und trotzdem bin ich gespannt, wie die anderen Werke geschrieben sind. Alles in allem bekommt das Buch von mir drei Sterne.


© Eure CQ für www.sarahs-buecherwelt.blogspot.com
Verwendete Zitate werden ausgewählt und eingebaut um den Stil, Spannungsanteil, Detailreichtum oder ähnliches aufzuzeigen. Sie gehören nach wie vor dem rechtlichen Eigentümer und dienen lediglich der Unterstützung meiner Rezension.

Gewinnspiel - Gewinne eine von zwei tollen Schneekugeln

Letztes Jahr habe ich euch eine tolle Schneekugel aus dem Schneekugelhaus vorgestellt. Hier könnt ihr den Bericht lesen. 



Das Schneekugelhaus hat mir nun ein kleines Gewinnspiel ermöglicht. 

Was gibt es zu gewinnen
Zu gewinnen gibt es 2 Schneekugeln. Einmal gibt es das Modell Ich hab dich so lieb und einmal gibt es das Modell Rote Rosen. Beides sind süße Foto-Schneekugeln.


Was müsst ihr tun
Beantwortet einfach per Kommentar, auf Facebook oder per Kontaktformular folgende Frage:

Was war die schönste Liebeserklärung, die ihr je bekommen oder gemacht hat.

Das Gewinnspiel endet am 09.06.2013 um 23.59. Die Gewinner ermittel ich via Fruitmaschine.  

Ich wünsche allen viel, viel Glück  
Alle Bilder unterliegen dem Copyright von Schneekugelhaus. Sie wurden mir für den Bericht freundlicherweise genehmigt. Alle Texte sind mein gedankliches Gut und unterliegen meinem Copyright. Ohne Genehmigung dürfen diese nicht verwendet werden. Alle ausgewiesenen Hersteller-Namen / Logos - Warenzeichen / Marken-Namen / auf den Bildern, sowie zitierte Sätze des Artikels / Buches gehören ihren jeweiligen Eigentümern - auch können Verpackungen / Cover rechtlich geschützt sein Die Nennung / Aufzählung und Bilder dienen lediglich der Produktbeschreibung!

Blogtour Nebelflut


Ich habe die Ehre und darf die nächste Etappe der Blogtour übernehmen. Nachdem ihr gestern eine tolle Hörprobe von Nebelflut bekommen habt, geht es nun an gleicher Stelle weiter, denn von mir gibt es eine Leseprobe, die genau dort weitergeht, wo es gestern aufgehört hat. Für die Leseprobe möchte ich mich natürlich bei den beiden lieben Autorinnen bedanken, denn sie haben sie mir zur Verfügung gestellt.

Bevor es nun losgeht.. *Tusch* gibt es auch bei mir eine Gewinnspielfrage. Wie schon bei den anderen Blogs gibt es drei Gewinne, die unter allen Teilnehmern ausgelost werden.

1. Der erste Platz darf das Mordopfer im nächsten Buch bestimmen. Ich persönlich wüsste schon wen.
2. Ein signiertes Exemplar
3. Ein Irland-Paket

Was ihr dafür tun müsst? Beantwortet als Kommentar folgende Frage: Nachdem ihr nun die komplette Leseprobe gelesen habt. Was denkt ihr, wie gefällt sie euch und was erwartet ihr?

Nun aber zur Leseprobe..


enau wie zu Hause hatte Tammie auch im Haus ihrer Großeltern ihr eigenes Reich. Amys altes Kinderzimmer war extra für sie renoviert und völlig neu hergerichtet worden. Patrick konnte nicht ausmachen, ob ihn das erleichterte oder kränkte, doch auf jeden Fall war es so einfacher für ihn, den Raum zu betreten.
Tammie fürchtete sich nicht im Dunklen und war keines dieser Kinder, die nachts ins Bett ihrer Eltern kamen. Im Gegenteil: Sie schlief, als gäbe es nichts auf der Welt, vor dem sie Angst haben müsse.
Patrick trat ans Fenster und blickte hinaus in die trübe Nacht. Automatisch suchte er die Umgebung mit den Augen ab, den Garten mit der alten Reifenschaukel und den Waldrand, doch es rührte sich nirgends etwas. Was erwartete er auch? Eine Gestalt, die sich aus den Schatten löste und herauf zu Tammies Fenster stierte? Ja, vielleicht. Vielleicht verbarg sich dort jemand, regungslos abwartend und bereit, sich die Nächste zu holen …
Patrick wandte sich ab und versuchte sich zu beruhigen. Tammie würde nichts geschehen, sie war im Haus und somit sicher. Amys Geschichte würde sich nicht wiederholen.
Amy. Seit dem Auftauchen der Polizisten hatte Patrick das Gefühl, dass sich eine eiserne Faust um sein Herz geschlossen hatte, die es nun mit aller Erbarmungslosigkeit zusammendrückte. Amys Sachen, in einem Fluss treibend, halb verrottet und achtlos weggeworfen. Müll, den keiner mehr brauchte. Allein die Vorstellung war so bitter, dass Patrick sie kaum aushalten konnte und er wusste, dass es seinen Eltern nicht anders ging. Nachdem Callahan und sein Kollege gegangen waren, war Weihnachten schlagartig vorbei gewesen. Grace hatte die Regie übernommen. Sie hatte zuerst Evelyn halbwegs beruhigt und sie dann alle an einen Tisch gebracht. Sie hatten noch eine Weile zusammengesessen und versucht, mit der Situation zurechtzukommen, sich Mut zu machen, neue Hoffnung zu schöpfen, dann aber schließlich entnervt und entkräftet aufgegeben. Noch nie hatten Patricks Eltern so desillusioniert, so müde auf ihn gewirkt wie heute Abend. Er selbst hingegen spürte eine Spannung in sich, an der auch Graces beschwichtigende Worte und die einlullende Stille dieses Dezemberabends nichts ändern konnten.
Nachdem seine Frau ins Bett gegangen war, hatte er rastlos versucht, ein bisschen Ordnung im Haus zu machen, und sich schließlich zu Tammie geschlichen, in der Hoffnung, beim Anblick seiner schlafenden Tochter ebenfalls Ruhe zu finden. Doch ihre Unschuld, ihre offensichtliche Wehrlosigkeit hatte ihn nur umso mehr aufgestachelt.
Er warf einen letzten Blick auf Tammie, die friedlich wie ein Engel da lag, dann verließ er das Zimmer und beschloss, auch das stickige Haus zu verlassen. Vielleicht würde die kühle Dezemberluft ihm helfen, seine Gedanken zu ordnen.

-4-

Das Erste, was Amy fühlte, war Überraschung. Es war wie an ihrem Geburtstag, wenn sie aufwachte und die ganze Familie an ihrem Bett stand, um Happy Birthdayzu singen. Oder wie das eine Mal, als sie in einen Apfel gebissen hatte und ihr ein Wurm entgegen schaute, weiß und klein und glänzend.
Bis jetzt war die Sache mit dem Wurm die schlimmste Überraschung ihres Lebens gewesen – doch das hier war schlimmer. Sie war aufgewacht, hatte die Augen geöffnet und um sie herum war alles dunkel gewesen, bis auf ein kleines Viereck aus Licht. Ein Fenster, das von einem dicken blauen Vorhang verdeckt war. In ihrem Zimmer gab es aber keine Vorhänge und ihre Mum hätte es niemals so dunkel darin gemacht.
Amys Herz begann zu pochen und ganz automatisch wollte sie aufspringen und einfach wegrennen, nach Hause laufen und alles ihrer Mum erzählen. Sie versuchte es. Sie versuchte, von diesem Bett aufzustehen und merkte, dass sie ihre Arme nicht bewegen konnte. Sie waren an den Bettpfosten festgebunden und wenn sie zog, fühlte sich das dicke Seil auf ihrer Haut wie Brennnesseln an. Ihre Beine waren mit dem gleichen Seil zusammengebunden, ihre Fußknöchel aufgescheuert und taten weh.
Sie gewöhnte sich langsam an die Finsternis und entdeckte dunkle Flecken an ihren Beinen. Vielleicht war das Blut. Vielleicht war sie schon vorher aufgewacht und hatte das Gleiche versucht wie jetzt, gestrampelt und an den Seilen gezogen. Sie wusste es nicht mehr. Sie wusste auch nicht, wie sie hierher gekommen war und falls ihr jemand erklärt hatte, warum sie hier sein musste, hatte sie es vergessen. Ihre Augen begannen zu brennen und sie fühlte dicke Tränen auf ihren Wangen. Eine davon rollte über ihre Lippen und sie merkte, dass sie Durst hatte, so schlimmen Durst wie noch nie zuvor, und der Durst machte ihr zusätzlich Angst. Sie konnte nicht einfach runter in die Küche laufen und sich ihren pinken Barbie-Becher von Mum mit Saft füllen lassen. Sie konnte gar nichts machen.
Erschöpft ließ sie sich zurück auf die Matratze fallen, die nach Schlamm und Keller roch. Sie machte die Augen zu und stellte sich vor, dass das alles hier nur ein Traum wäre, dass es gar nicht anders ging, weil ihre Eltern nie erlauben würden, dass sie jemand an einen Ort wie den hier brachte. Sie musste nur aufwachen, es musste irgendeinen Trick geben, um wach zu werden. Sie dachte an Toast mit Marmelade und roten Früchtetee, im Winter warm, im Sommer kalt. Sie dachte an Bugs Bunny, den sie sich samstags und sonntags morgens früh im Fernsehen ansehen durfte. Sie dachte an Mia und Sally und Abigail, die Nachbarsmädchen, die oft schon vor der Tür warteten, bis sie endlich zum Spielen raus kam. Sie wollte aufwachen, sie wollte es wirklich, aber als sie die Augen aufmachte, war sie immer noch in dem fremden Zimmer.
Jetzt erkannte Amy, wie klein der Raum war und sie sah die Tür. Sie konnte auch die Wand erkennen, auf der ein Blumenmuster war wie in ihrem eigenen Zimmer. Aber die Blumen waren an manchen Stellen von großen schwarzen Sprenkeln verdeckt, wie in Die unendliche Geschichte, wo das Nichts immer mehr von der Welt auffraß. Amy wollte nicht von dem Nichts aufgefressen werden. Sie wollte wieder nach Hause und ihren Eltern alles sagen und dann in ihr eigenes Bett, wo es keine Seile und keinen Schlammgeruch gab. Sie presste die Augen zusammen und wünschte es sich ganz fest und dann dachte sie an ihre Kindergärtnerin, die gesagt hatte, dass man sich manche Dinge auch von Gott wünschen durfte.
»Lieber Gott«, flüsterte sie. »Tut mir leid, dass ich nicht die Hände falte, aber ich hoffe, du hörst mir trotzdem zu. Bitte mach, dass ich aus diesem Zimmer raus darf. Bitte mach, dass meine Eltern mich abholen und alles gut wird. Ich verspreche dir, dass ich dafür auch nie wieder ungezogen bin.«
Sie hörte Schritte und riss die Augen auf. Es funktionierte. Gott hatte ihr zugehört und schickte ihren Dad, der sie nach Hause holte. Sie hörte einen Schlüssel, der sich drehte, dann öffnete sich die Tür. Doch es war nicht ihr Dad, der ins Zimmer kam. Es war der schwarze Mann.

-5-

Es nieselte. Brady hatte die Schultern hochgezogen und die Hände in den Jackentaschen vergraben. Sean stand nicht weniger verkrampft neben ihm und fluchte von Zeit zu Zeit leise. Vor ihnen waren Beamte der Spurensicherung zugange und durchkämmten die Umgebung rund um den River Camac nach Hinweisen auf Amy Namara. Sie hatten ein provisorisches Zelt über der Stelle errichtet, an der Sean den nassen Beutel aus dem Wasser gefischt hatte, doch Brady bezweifelte, dass das etwas nützen würde.
»Dieser Scheißregen verwischt jede Spur«, schimpfte Sean. »Falls es hier überhaupt irgendwo eine gibt.«
»Ich wüsste zu gerne, wo die Klamotten plötzlich herkamen. Ganz schön seltsame Geschichte.«
Sean zuckte die Achseln. »War es schon damals. Ein kleines Mädchen verschwindet spurlos aus dem elterlichen Haus und niemand will etwas gemerkt haben. Keine Einbruchsspuren, keine Anzeichen eines Gewaltverbrechens, gar nichts.«
»Habt ihr die Eltern überprüft?«
»Natürlich.« Sean warf Brady einen verständnislosen Blick zu. »Die Eltern, den Bruder, die Freundin des Bruders.«
»Nichts?«
»Nichts, was wir beweisen könnten.« Er kniff die Brauen zusammen und ließ den Blick über den River Camac wandern.
Der Regen wurde stärker und Brady drängte sich näher an den Stamm des Baumes, unter dem sie standen. »Und dein Verdacht?«
»Verdachte zählen nicht, McCarthy.«
»Ich weiß. Aber wenn du jemanden verdächtigen müsstest?« Brady musterte seinen Partner, dessen Gesicht wie meistens regungslos blieb. Seine Augen waren auf einen imaginären Fleck in der Ferne gerichtet, undurchdringlich und verschlossen.
»Schwierige Frage. Bei so einem Fall sieht man schnell Gespenster: Die Eltern waren ein bisschen zu überbesorgt, der Bruder ein wenig zu ahnungslos und die Nachbarn zu schockiert. Mit der Zeit sieht man in jedem einen potenziellen Mörder. Aber jetzt …« Sean kratzte sich nachdenklich an der Schläfe. »Nach all den Jahren sehe ich den Fall ein bisschen nüchterner. Es kann jeder gewesen sein und vermutlich werden wir den wahren Täter niemals finden.«
Brady spürte das dringende Bedürfnis, ihn aufzumuntern, wusste jedoch nicht wie.
»Auch wenn ich nichts von Vermutungen halte, sag ich dir, was ich über den ganzen Fall denke«, fuhr Sean fort. »Irgendwer, lass es nun die Eltern, andere Verwandte oder einen Fremden gewesen sein, hat die kleine Namara entführt, vergewaltigt und ermordet. Der Täter hat Panik gekriegt und das Mädchen verscharrt. Das Nachthemd und den Teddy hat er mitgenommen, um sich an die Tat zu erinnern oder aus Angst, Spuren zu hinterlassen. Jetzt ist der Mord lange genug her und er wollte den Krempel loswerden, ein für alle Male. Dabei hat er aber nicht mit der schwachen Strömung und unserem wachsamen Jogger gerechnet.«
»So einfach?«
»So einfach wie grausam, ja.«
Brady atmete durch und beobachtete die Männer in ihren weißen Schutzanzügen, die wie Phantome umher schlichen. Sie sprachen nicht, untersuchten konzentriert jeden noch so winzigen Flecken Erde. Einzig das leise Plätschern des Flusses und das Prasseln des Regens im dichten Geäst erinnerten Brady daran, dass dies kein surrealer Traum, sondern die Wirklichkeit war.
»Vielleicht haben wir trotzdem eine Chance, den Täter zu finden«, brach er das Schweigen. »Jetzt, wo wir die Sachen haben.«
»Mit viel Glück. Aber wann hat man schon viel Glück?«
Hinter ihnen waren Motorengeräusche zu hören. Brady wandte sich um und entdeckte einen schwarzen Übertragungswagen, gefolgt von zwei PKW und einem Sprinter.
»Verfluchtes Pressepack«, zischte Sean. »Die riechen Polizisten zehn Meilen gegen den Wind wie Fliegen die Scheiße.«
Brady sah zu, wie der Übertragungswagen direkt vor der provisorischen Absperrung hielt, die die Kollegen errichtet hatten, damit die Spurensicherung in Ruhe arbeiten konnte. Ein paar Sekunden später hatten auch die anderen Autos vor dem Flatterband gehalten und ihre Insassen waren dabei, sperrige Kameras und Tonangeln auszuladen.
»Danke fürs Mitnehmen«, rief eine Blondine in einem roten Kostüm und sprang aus einem der PKW. Sie hielt einen Notizblock in der Hand und drängte sich zwischen ihren Kollegen nach vorne an die Absperrung.
»Kein Zutritt.« Einer der Streifenbeamten vertrat ihr den Weg, als fürchte er, dass sie kurzerhand über das Flatterband springen würde.
»Ich möchte den Detectives nur ein paar Fragen stellen.«
»Die haben keine Zeit, Miss. Müssen arbeiten.«
Sean wandte sich ab, doch Brady betrachtete das Schauspiel amüsiert. Zu dem ersten Beamten hatte sich ein zweiter gesellt. Beide standen breitbeinig da und hatten die Arme in die Hüften gestemmt.
»Vielleicht können Sie mir ein paar Antworten geben?«, versuchte es die Blonde jetzt an den Kollegen gewandt.
»Kein Interesse.«
Mittlerweile waren auch die anderen Journalisten näher gekommen. Einige von ihnen schienen sich zuerst einen Überblick verschaffen zu wollen, andere fotografierten bereits wild drauflos, als würde es irgendetwas geben, was über das übliche Spurensicherungsspektakel hinausginge. Brady fragte sich, wie die Bluthunde von der Presse immer so schnell Wind von einer Polizeiaktion bekamen.
»Detective!« Ein dürrer, junger Mann machte winkend auf sich aufmerksam. Brady ignorierte ihn. »Wir haben gehört, im Fluss wurde eine Leiche versenkt. Ist der Mord der irischen Mafia zuzuschreiben?«
»Hör gar nicht hin«, riet ihm Sean und entfernte sich ans Flussufer.
»Können Sie uns wenigstens verraten, ob–«
»Gerüchten zufolge war–«
Brady verstand nur noch Bruchstücke. Die Reporterinnen und Reporter übertönten sich zunehmend gegenseitig und verursachten ihm jetzt schon Kopfschmerzen. Einer reckte sogar seine Tonangel über das Sperrband und hielt Brady sein Mikrofon beinahe unter die Nase.
»Detective, hat der Mord etwas mit Weihnachten zu tun? Handelt es sich um eine Opferung?«
»Schluss jetzt!« Brady schlug das Mikrofon zur Seite und stampfte auf das Absperrband zu. Die beiden Streifenpolizisten ließen ihn durch.
»Ich weiß nicht, wer Sie alle auf die gottverdammte Idee gebracht hat, dass wir eine Leiche gefunden haben! Wir führen hier nur eine Übung durch. Und da jegliches Aufzeichnen von Polizeiarbeit untersagt ist, bitte ich Sie, nun wieder abzuziehen.« Brady hoffte, dass die Presse ihm den Bluff abkaufte. Ein paar der Reporter schienen zumindest unschlüssig, weshalb er noch einen draufsetzte. »Wenn Sie nicht sofort verschwinden, dann lasse ich Ihr gesamtes Equipment konfiszieren und auf illegale Aufnahmen überprüfen. Wird es bald?«
Ein unwilliges Raunen ging durch die Menge, dann zogen sich die ersten Journalisten in ihre Wagen zurück. Zwei, drei hartnäckige Gesellen entfernten sich lediglich wenige Meter und sprachen mit verstohlenen Seitenblicken in ihre Aufnahmegeräte. Brady ging zurück unter den Baum, an dem er zuvor schon gestanden hatte. Ihm würde ganz sicher niemand mehr nervige Fragen stellen und so war es wahrscheinlich, dass die Journalisten bald wieder fuhren. Es konnte ihm egal sein, was weiter passierte. Es gab nichts zu sehen, also gab es auch nichts, was morgen in der Zeitung stehen würde. Der Regen und der aufziehende Wind würden ein Übriges tun, um die Störenfriede zu vertreiben.
»Detective?«
Brady fuhr herum und sah sich der aufdringlichen Blondine gegenüber. Offenbar hatte sie den Tumult genutzt, um die Absperrung ungesehen zu überwinden.
»Sie dürfen hier nicht sein.«
»Mich hat niemand daran gehindert.« Sie schlug ihren Notizblock auf und zückte einen Stift. »Drei Fragen, dann gehe ich.«
»Sie gehen jetzt.«
»Zwei Fragen.« Sie lächelte ihn an und klimperte mit den Wimpern.
»Auch nicht eine. Sie haben hier nichts zu suchen. Dies ist ein Tat–« Brady brach ab.
»Ups, verraten.« Die Blondine kritzelte etwas auf ihren Block. »Was für ein Tatort?«
»Es reicht jetzt!« Unter anderen Umständen hätte er sich darüber gefreut, wenn eine Frau derart hartnäckig war, jetzt machte ihn ihre Anwesenheit lediglich unruhig. Er packte sie am Arm und zog sie mit sich.
»Nicht so eilig. Wir fangen doch gerade erst an, uns so nett zu unterhalten.«
Brady antwortete ihr nicht. Stattdessen zerrte er sie weiter und hob dann mit einer Hand das Flatterband hoch. »Durchklettern.«
»Ist ja schon gut.« Die Blondine bückte sich unter den verdutzten Blicken der Streifenbeamten unter der Absperrung hindurch und richtete ihre Kleidung.
»Ihr Taxi macht sich aus dem Staub.« Brady deutet auf den PKW, mit dem sie gekommen war. Der Fahrer hatte den Motor eingeschaltete und schlängelte sich an dem Sprinter vorbei.
»Was? Mist.« Sie wedelte mit den Armen und lief los. »Hey, warte!«
Brady schaute ihr kopfschüttelnd dabei zu, wie sie das Auto anhielt und schimpfend hinzu stieg. Dann widmete er sich wieder der traurigen Szenerie unten am Ufer des River Camac.




Müller’s Mühle Weiße Riesenbohnen im Test

Vor einem Jahr habe ich euch Müller's Mühle vorgestellt. Das Unternehmen bietet nicht neben Reis auch eine tolle Auswahl an getrockneten Hülsenfrüchten, wie Linsen oder Erbsen an. Nun wurde das Sortiment um ein Produkt erweitert, und dieses möchte ich euch heute nun einmal vorstellen. Weiße Riesenbohnen sind nicht nur sehr eiweißhaltig, sondern können in viele Gerichte integriert werden. Zum Beispiel als Salat, Suppe oder als Beilage. Wer schon mal beim Griechen war, der kennt sicherlich Weiße Bohnen in Tomatensauce. 



o0o Facts, Facts, Facts o0o

Müller's Mühle Weiße Riesenbohnen kommen aus den USA, Asien und Europa. Bohnen brauchen zum Wachsen und Reifen ein gemäßigtes mild-warmes Klima und sind buschartige Gewächse, deren Aussaat meist im Frühjahr und die Ernte im Herbst erfolgt. Müller’s Mühle verarbeitet Hülsenfrüchte als reine Naturprodukte; direkt so, wie sie vom Feld geerntet werden. Müller’s Mühle Hülsenfrüchte enthalten keine weiteren Zutaten, Zusatz- oder Konservierungsstoffe. (Quelle: Müller's Mühle)

Nährwerte je 100g

Brennwert: 1248kJ (297kcal)

Eiweiß: 18g

Kohlenhydrate: 41g; davon Zucker: 6g

Fett: 2,3g; davon ges. Fettsäuren: 0,4g

Ballaststoffe: 20g

Natrium: <0 g="" span="">

Zubereitung laut Hersteller
  • 1 Teil trockene Weiße Riesenbohnen zusammen mit 3 Teilen Wasser zubereiten. Die normale Kochzeit für Weiße Riesenbohnen beträgt uneingeweicht etwa 120 - 180 Minuten.
  • Werden die Weißen Riesenbohnen über Nacht eingeweicht, benötigen diese noch eine Kochzeit von etwa 90 – 120 Minuten.
o0o Im Test o0o
Ich habe mich für ein klassisches Rezept entschieden. Zumindest ist es das Lieblingsgericht meines Jüngsten und auch wir lieben es. Mit den Bohnen schmeckts noch viel besser, als wenn ich sonst gerne auf TK-Varianten zurückgreife.



Serbischer Bohneneintopf für 4 Personen
150g Weiße Riesenbohnen
150g Kartoffeln
200g Möhren
100g grüne Bohnen
1 Paprika rot
100g Sellerie
1 große Zwiebel
100g Bauchspeck
1 Knoblauchzehe
1 Dose stückige, passierte Tomaten
3 EL Tomatenmark
100g Salami
Salz, Peffer, Paprikapulver    

Die weißen Riesenbohnen in einen Suppentopf geben und mit kalten Wasser bedecken, damit sie über Nacht quellen können. Danach wie oben angegeben kochen und erst später salzen, damit die Kochzeit sich nicht unnötig verlängert. 

Kartoffeln, Möhren, Sellerie, Knoblauch und Zwiebeln putzen, schälen und in kleine Würfel / Scheiben schneiden. Bauchspeck ebenfalls in kleine Würfel schneiden. In der Pfanne mit etwas Öl wird das Gemüse mit dem Bauchspeck  kurz angebraten. Die Dose mit passierten Tomaten hinzugeben. Nach 30 Minuten Garzeit der Bohnen kommt das angebratende Gemüse hinzu. Die grünen Bohnen putzen, enden abschneiden und halbieren. Diese ebenfalls dazu geben und noch einmal alles 30 Minuten köcheln lassen. 

Rote Paprika entkernen und in Würfel schneiden. Die Salami in kleine Streifen oder Viertel schneiden. Alles in die Suppe geben und weitere 10 Minuten mit dem Rest köcheln lassen. Mit den Gewürzen abschmecken. Mit Baguett servieren.
 
Bericht mit Kostenfreien Testprodukt

Neuschwanstein / Norbert Klugmann

Diesmal habe ich ein Buch für euch, dass ich seit 2008 in meinem Buchregal habe. Als ich es im Buchpaket ersteigert hatte, fand ich den Inhalt zwar interessant, aber die vielen Seiten wirkten abschreckend. Bei guten Büchern können sie ruhig über 800 Seiten haben, aber die Erfahrung hat mich gelehrt, dass ich die meisten guten Bücher lediglich 500 Seiten haben. Hinzu kam ein Bauchgefühl, dass eher negativ war, und so habe ich das Buch stets vor mir hergeschoben. Für eine Lesechallenge brauchte ich jedoch ein Buch mit über 800 Seiten und so kam dieses in meine Hand.

'''Buchdaten'''
Autor: N. Klugmann
Titel: Neuschwanstein
Taschenbuch
Verlag: Heyne (1997)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453130561
ISBN-13: 978-3453130562
Kosten: 0,01€
Seiten: ca 800
Serie: -


'''Leseinformationen'''
Genre: Thriller
Niveau: leicht
Leserschaft: Erwachsene
Lesedauer: 10 Tage

'''Sarahs eigene Inhaltsangabe'''
Es ist ein Auftrag wie jeder andere. Tom soll eigentlich nur ein paar Bilder knipsen, und ich einen lumpigen Text schreiben. Okay, ich muss mich etwas anstrengen, denn es ist die erste Story für ein US-Magazin, aber eigentlich kann ein Bericht über Neuschwanstein und König Ludwig II doch nicht so schwer sein. Doch kaum sind wir angekommen, werden wir auch schon am ersten Tag brutal überfallen. Vier Halbstarke verprügeln uns und verlangen die sofortige Abreise. Nicht mit uns, und werden so Zeuge, dass am nächsten Tag ein Kronleuchter plötzlich herunterfällt. Schon komisch, denn genau an diesem habe ich am Tag vorher ein merkwürdig, fremdes Kabel entdeckt. Damit sind die Gewalttaten jedoch nicht beendet, und wir sind mitten drin.

'''Sarahs Meinung'''
Viele werden sich nun wundern, warum ich die Inhaltsangabe einmal anders, und zwar in der Ich-Perspektive geschrieben habe. Einfach weil ich einmal zeigen wollte, was euch erwartet. Mag sein, dass ich es mit meinem schlechten Namensgedächtnis überlesen habe, aber wie die Ich-Person heißt, habe ich bis zum Schluss nie bewusst gelesen.

Generell ist der Einstieg in das Buch ähnlich dem eigentlichen Klappentext. Nicht der im Buch steht, sondern der Klappentext von der Rückseite. Abgehackt, zusammenhangslos und blass. Ich fühlte mich regelrecht allein gelassen. Wer waren diese Figuren, warum waren sie dort. Was interessiert es mich, dass „Ich“ 38 bin und noch nie ein so knuspriges Brötchen gegessen habe, wenn ich nichts sonst zur Person, Lebensumstände, Aussehen oder so erfahre. Während die Ich-Perspektive recht blass definiert ist, wird sein Begleiter sehr ausführlich beschrieben. So muss der Leser damit leben, dass er regelmäßig von Pflaumengeschichten hört. Pflaumen sorgen bei unserem Arbeitskollegen nicht nur für stinkende Luft, sondern auch zum rasanten Gang zur Toilette. Etwaige Verstopfungen dieses Objektes werden natürlich nicht außen vor gelassen. Was jedoch der genaue Auftrag ist, wo die Figuren herkommen oder ähnliches wird nicht großartig beleuchtet.

Während manche Dinge kurz und bündig angesprochen und abgeschlossen werden, sind andere Szenen so ausschweifend beschrieben, dass man sich fragt, wo der Autor mit seinen Gedanken war. Sicherlich ist manches witzig gemeint, aber in der Regel kann man nur den Kopf schütteln, wenn es eben um die Pflaumen oder gar Spuck-Arien am Waschbecken geht. Oder stellt euch mal die Situation vor. Es ist früh am Morgen, ihr seid mit einem Freund auf einem Feld voller Kühe. Was würdet ihr machen? - Reden, die Kühe ärgern, mit ihnen aus Spaß reden.. Alles dabei, aber muss denn so was sein. Zitat Seite 10: „Versonnen zutzelte ich an einem Kuheuter.“Abgesehen davon, dass ich dieses Wort nur in Kombination mit Weißwürsten kenne, eine komische Vorstellung.

Was mich auf den ersten Seiten verwirrt hat, stellenweise noch als lustig empfunden wurde, ist spätestens nach 100 Seiten einfach nur noch nervig. Das Schlimme ist in meinen Augen, dass der Autor durch seinen Stil und die unnötigen und aberwitzigen Schilderungen keinerlei Spannung aufbaut. Zwar wird es nachher etwas besser und ist nicht mehr so schlimm wie am Anfang, aber es ist auch nur minimal, und viele werden sicherlich nicht durchhalten, wenn die ersten 100 Seiten schon katastrophal sind. Es ist schwer zu beschreiben, daher versuche ich es mal auf meine Art und Weise. Ihr müsst euch den Einstieg so vorstellen. Zwei völlig fremde, leicht chaotische Männer haben den Auftrag über Neuschwanstein zu berichten. Sie gehen tralalalala den Berg zum Schloss hoch, der eine findet tralalala bei einem Durchfall-Verschwinderli ein Kabel. Genau so eins entdeckt sein Kollege wenig später auf einem Überwachungsmonitor und als er es sich ansehen will – Hokuspokus ist es weg. Dafür werden sie zusammengeschlagen, was jedoch eher wie TV-Erlebnis vermittelt wird. Ganz nach dem Motto, wir sehen es, aber fühlen oder ernst nehmen tun wir es nicht, da es ja nur auf dem Bildschirm passiert ist. Tralalla wir lachen darüber gehen schlafen und ui wie lustig, da ist doch glatt der Kronleuchter heruntergefallen.
Ich habe es nun bewusst so idiotisch geschildert, weil es so bei mir ankam. Alles Friede-Freude-Eierkuchen. Wir haben uns lieb und die Welt ist aus rosa Zuckerwatte. Ich habe noch nie erlebt, dass eine Schlägerei mit Einschüchterung so harmlos und langweilig dargestellt wurde.

Selbst später, wo es Schlag auf Schlag geht und immer wieder etwas passiert, weil jemand diese schöne Idylle stören will, wirkt es alles so harmlos. Spannung ist für mich was anderes. Nach 400 Seiten war ich wirklich am Punkt, wo ich erst einmal ein anderes Buch lesen musste, bevor ich mich an die letzten 400 Seiten gewagt habe. Der Schluss war wie eine Erlösung für mich. Dieser ist im Vergleich recht nett gelungen, aber kann den davor liegenden Teil nicht retten. Der Süddeutsche Rundfunkt sagt, ich zitiere vom Klappentext: „... und ihm fließen mitunter Dialoge aus der Feder, die hochgerühmte amerikanische Kollegen wie Langweiler aussehen lassen.“Sind es Dialoge wie (Zitat Seite 11.): „Das knips ich locker auf einem Ei ab.“, die der Süddeutschen so gefallen? Oder sind es die Telefonate mit der Freundin, wo sie sich nur falsch meldet, und er dann auflegt. Für mich ist das keine Glanzleistung, sondern eher umgangsprachlich und oftmals schwach. Langweilig also in der Tat, weil keiner der amerikanischen Kollegen sich zu so etwas hinreißen lassen würde, denn die Dialoge sind massig, oft sinnlos und einfach nur unnötig. Zum Beispiel geht ein Dialog um den Kauf von Pflaumen. Tom versucht alles um sie zu kaufen, lockt mir Profi-Fotos und vielen mehr, während der Ich-Erzähler alles versucht, um die Verkäufer-Familie davon abzuhalten. Dieser Dialog ging gut eine Seite.

Es mag sein, dass viele das Buch gut finden, für mich war es jedoch eine echte Herausforderung.Wer mit der realitätsfremden Umsetzung und wirren Plot von Klugmann etwas anfangen kann, dann gut, ich kann es leider nicht und daher gibt es von mir nur einen Stern.


© Eure CQ für www.sarahs-buecherwelt.blogspot.com
Verwendete Zitate werden ausgewählt und eingebaut um den Stil, Spannungsanteil, Detailreichtum oder ähnliches aufzuzeigen. Sie gehören nach wie vor dem rechtlichen Eigentümer und dienen lediglich der Unterstützung meiner Rezension.