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Das Ungeheuer von Florenz - Guarnaccias zehnter Fall / Magdalen Nabb

Dieses Buch liegt nun schon seit 4 Jahren auf meinem Stapel mit ungelesenen Büchern. Ich habe es damals gesehen und fand es interessant, sodass ich es vom ersten Blick auf den Stapel mit 3 Sternen gelegt habe. Da es sich jedoch um eine Serie handelt und ich mir ein so spätes Band recht schwer fand, habe ich es lange vor mir hergeschoben. Nachdem ich den ersten Versuch abgebrochen hatte. Bis jetzt.

'''Buchdaten'''
Autor: Magdalen Nabb
Taschenbuch: 544 Seiten
Verlag: Diogenes Verlag; Auflage: 1.auflage (2002)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3257230974
ISBN-13: 978-3257230970
Kosten: 11,90€
Serie: Maresciallo Guarnaccia

'''Leseinformationen'''
Genre: Krimi
Niveau: anspruchsvoll
Leserschaft: Erwachsene
Lesedauer: 3 Tage


'''Serie'''
Tod eines Engländers (Death of an Englishman, 1981)
Tod eines Holländers (Death of a Dutchman, 1982)
Tod im Frühling (Death in Springtime, 1983)
Tod im Herbst (Death in Autumn, 1985)
Tod in Florenz (The Marshal and the Murderer, 1987)
Tod einer Verrückten (The Marshal and the Madwoman, 1988)
Tod einer Queen (The Marshal's Own Case, 1990)
Tod im Palazzo (The Marshal Makes His Report, 1991)
Geburtstag in Florenz (The Marshal at the Villa Torrini, 1993)
Das Ungeheuer von Florenz (The Monster of Florence, 1996)
Alta moda (Property of Blood, 1999)
Nachtblüten (Some Bitter Taste, 2002)
Eine Japanerin in Florenz (The Innocent, 2005)
Vita Nuova (Vita Nuova, 2008)

'''Autor/in'''
Magdalen Nabb wurde in Church am 16.1.1947 geboren. Gestorben ist sie im August 2007 in Florenz, wo sie seit 1975 lebte, an einem Hirnschlag. Die Autorin verlor schon jung ihre Eltern. Sie studierte Kunst und Töpferei und unterrichtete auch in diesem Bereich. 1975 zog sie mit ihrem Sohn nach Florenz. Dort widmete sie sich ihrer zweiten Leidenschaft, dem Schreiben.

'''Optischer Eindruck'''
Optisch muss ich sagen, dass mir selten die Cover dieses Verlages gefallen. Sie sind meist sehr schlicht. In diesem Fall sehr dunkel. Ein helles Licht, Wasser und ich vermute eine Boje, denn das kann ich alles nur schwer erkennen.

'''Zitierter Klappentext'''
Als Kind war er rundlich und in sich gekehrt - und das hat sich bis heute kaum geändert. Beim neuesten Auftrag fühlt sich Maresciallo Guarnaccia überfordert: Stapel von Unterlagen sollte er studieren, zu acht Mordfällen, die alle demselben Triebtäter angelastet werden: dem Ungeheuer von Florenz, einem Mann, der Liebespaare nicht nur umbrachte, sondern auch noch ihre Leichen schändete. Der Hauptverdächtige - seit Jahren hinter Gittern - muß aus Mangel an Beweisen freigelassen werden. Geht jetzt das Morden weiter? Dies zu verhindern ist Aufgabe einer Sonderkommission, der auch der Maresciallo angehört. Er ist eher ein gemütlicher Mensch, doch ein langsamer Carabiniere kann ein gewitzter Menschenkenner sein. (Quelle: Klappentext)

'''Leseprobe'''
Eine Leseprobe, die ich verlinken kann, habe ich leider nicht gefunden. Wer kleinere Eindrücke haben möchte, kann diese dem Zitat, welches meine Meinung untermalen soll, entnehmen.

'''Das Monster von Florenz'''
Für alle, die diese Mordserie nicht kennen hier ein paar Fakten. Sie begann am 21.8.68 mit dem ersten Doppelmord und endete mit dem achten Doppelmord am 8.9.85. Bis auf einmal wurden stets Mann und Frau ermordet. Sie wurden erschossen und später mit dem Messer übel zugerichtet und verstümmelt. In den nächsten Jahren wurden mehr als 100.000 Personen befragt. So geriet Anfang der 90er Jahre Pietro Pacciani ins Visier der Ermittlungen, und wurde im November 1994 zu 14 Mal Lebenslänglich verurteilt. Im Februar 1996 wurde er jedoch wieder freigesprochen, denn Zweifel und ungeklärte Indizien wiesen auf einen andren Haupttäter oder zumindest Mittäter. Zwei Jahre Später starb er auf ungeklärte Weise.

===Nach dem Lesen===

'''Sarahs eigene Inhaltsangabe'''
Das Ungeheuer von Florenz, der Mörder von insgesamt acht Liebespaaren ist endlich gefasst. 20 Jahre wurde ermittelt, recherchiert und nun konnte er gefasst werden. Maresciallo Guarnaccia, der einer Sondereinheit zugeteilt wurde, war an dem Aufrollen des ungeklärten Falls beteiligt. Allerdings ist er nicht wirklich überzeugt von dem angeblichen Täter, denn die Mühlen der Justiz sind korrupt und viele Pannen sind nicht unbedingt zufällig passiert, denn es gibt auch hier Beamte, die Beweise fälschen, um an ihr Ziel zu kommen. Guarnaccia hat die Nase voll, und begibt sich mit Hilfe der alten Akten auf eigene Suche, und was er entdeckt, ist noch schlimmer.

'''Sarahs Meinung'''
Magdalen Nabb ist eine Autorin von der ich zwar schon etwas gehört hatte, aber von der ich bis dato noch nie etwas gelesen hatte. Dieses Buch habe ich durch Zufall in einem Überraschungspaket bei Ebay ersteigert, und da der erste Anlauf alles andere als einen guten Einstieg verhieß, habe ich es eben immer wieder vor mir hergeschoben. In meinen Augen hat sich das warten und der Kampf jedoch gar nicht gelohnt. Mein erster Eindruck von drei Sternen, war alles andere als korrekt.

Als Ausgangspunkt hat die Autorin sich ein Thema für den 10. Fall ausgesucht, dass auf einer realen Mordserie basiert. zwischen 1968 und 1985 wurden in der Nähe von Florenz mehrere Doppelmorde begangen. Eine Geschichte, die damals nicht nur in den Medien präsent war, sondern die Autorin, die zu dem Zeitpunkt schon in Florenz lebte, besonders berührt hat. Kurzer Hand lässt sie ihren Roman-Helden ebenfalls ermitteln. Ein wahrer Fall bietet auf der einen Seite eine gute Vorgabe, weckt alte Erinnerungen und man kann nicht unbedingt viel verkehrt machen. Auf der anderen Seite bieten er aber auch einen gewissen Freiraum, wenn der Täter damals nie eindeutig geklärt wurde. Thematisch fand ich die Wahl jedoch schon einmal gut.

Doch der Einstieg in das Thema erwies sich als gar nicht so einfach. Nach neun Fällen ist Guarnaccia eine etablierte Figur, die schon so manche Entwicklung mitgemacht hat. Für jemanden, der nur dieses Buch ersteigert hat, ist es unendlich schwer. Es wollte die ersten 50 Seiten kein rechtes Bild entstehen und auch später hatte ich Probleme mich in die Hauptfigur hineinzuversetzen. Dies ist jedoch oft ein Problem von Quereinsteigern. Das Problem lag jedoch nicht nur in der Figur. Ist diese mit kleinen Rückblenden gut integriert, kommt man trotzdem schnell in die Handlung. Ich persönlich hatte auch mit dem Stil der Autorin meine Probleme. Damit möchte ich nichts schlecht reden, sondern einfach nur sagen, dass es mir persönlich nicht gefallen hat. Entweder gefällt der Stil oder eben nicht. Sie nutzt einen sehr detaillierten, aber manchmal auch leicht sachlichen Stil, der in meinen Augen zu makellos wirkt. Dadurch wirkt das Ganze leicht künstlich und weniger natürlich. Dazu kommt die Tatsache, dass die Autorin sehr psychologisch orientiert ist. Sie nimmt vieles auseinander, analysiert und dadurch wirkt es langatmig. Außerdem passt es in meinen Augen nicht so recht zu dem ausgewählten Fall. Warum? Bei dem Fall geht es in meinen Augen eher um Ermittlungen, Indizien und offene Augen. Klar, muss man auch etwas psychologisch betrachten, um gewisse Fehler zu enttarnen, aber nicht so extrem. Zudem ist es schade, dass sich nicht nur auf den Fall konzentriert wird,sondern auch Nebenhandlungen eingebaut werden. Die privaten Situationen oder ähnliches gibt es immer wieder in Büchern und warum auch nicht. Einen zweiten Fall sozusagen, hier geht es nämlich noch um einen Kunstfälscher, wirkt in diesem Fall deplatziert. Nebenstränge sind schön und gut, aber nicht bei einen so dramatischen und wichtigen Fall. Ich empfand es sogar stellenweise sehr anstrengend mich durch die Nebenhandlungen zu kämpfen.

Ich weiß nicht, wie die anderen Werke dieser Reihe sind. Für mich war das Buch generell einfach nur anstrengend und ich fand es unglaublich Schade, dass die Autorin „Das Monster von Florenz“ so nebensächlich dargestellt hat. Von anderen Lesern wird das Buch im Internet als Ausrutscher bezeichnet, der so gar nicht zur sonstigen Reihe passt. Hierzu kann ich leider nichts zu sagen. Mir hat dieses Werk jedoch gereicht, sodass ich mich an kein weiteres Werk von dieser Autorin wagen möchte.


© Eure CQ für www.sarahs-buecherwelt.blogspot.com
Verwendete Zitate werden ausgewählt und eingebaut um den Stil, Spannungsanteil, Detailreichtum oder ähnliches aufzuzeigen. Sie gehören nach wie vor dem rechtlichen Eigentümer und dienen lediglich der Unterstützung meiner Rezension.


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