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Der Hunde-Knigge / Gudrun Beckmann

Hallo lieber Leser, liebe Leserin.


Von einer Freundin habe ich zahlreiche Bücher geschenkt bekommen. Und nachdem ich nun schon alle halbwegs vielversprechenden gelesen habe, gibt es nun recht viele, die überhaupt nicht nach meinem Geschmack sind. Ich weiß, eigentlich, sollte ich sie verkaufen, aber wie oft habe ich mich dann an ein solches Werk gewagt, und ich war am Ende begeistert. Bei Sachbüchern ist es noch eine Spur schlimmer. Aber bevor ich meinem Motto „Jedes Buch verdient eine Chance“ untreu werde, habe ich mich auch an dieses uralte Sachbuch gewagt. Es handelt sich um einen Hunderatgeber.


'''o0o Allgemeine Daten o0o'''
Autor: Gudrun Beckmann
Titel: Der Hunde-Knigge
Broschiert: 349 Seiten
Verlag: Rowohlt TB-V., Rnb. (März 1994)
ISBN-10: 3499185725
ISBN-13: 978-3499185724
Preis: 0,01€

'''o0o Leseinformationen o0o'''
Genre: Sachbuch
Niveau: leicht
Leserschaft: Tierfans
Lesedauer: 12 Tage

'''o0o Autor/in o0o'''
Ich muss hier leider einmal passen, denn ich finde nichts über die Autorin bzw. kann an Hand ihres Namens nicht zuordnen, wer sie wirklich von den vielen Gudrun Beckmanns ist. Falls jemand helfen kann, immer her mit Informationen, dann ergänze ich sie gerne für euch.

'''o0o Optik o0o'''
Hat die Welt keinen Geschmack? Das Cover des Buches ist in meinen Augen grausam. Es gibt so schöne Hunde, und warum nutzt man das nicht. Bilder von verschiedenen Hunden, an verschiedenen Plätzen oder in unterschiedlichen Situationen, das wäre doch perfekt. Von mir aus sogar ein Hund mit Messer und Gabel aus Spaß wäre witzig. Das Buch ist jedoch mit zwei gezeichneten, mehr als komischen Hunden versehen, die alles andere als ansprechend aussehen. Tut mir leid, aber ich zähle es zu den Cover-Flops des Jahres.

'''o0o Zitierter Klappentext o0o'''
Wer die Verantwotung für einen Hund übernommen hat oder sich mit der Absicht trägt, sein Leben für die nächsten zehn oder fünfzehn Jahre mit ihm zu teilen, der sollte dieses Buch lesen.Auch dann, wenn er glaubt, er könne nicht mehr dazulernen. (Quelle: Klappentext)

'''o0o Leseprobe o0o'''
Eine Leseprobe, die ich verlinken kann, habe ich leider nicht gefunden. Wer kleinere Eindrücke haben möchte, kann diese dem Zitat, welches meine Meinung untermalen soll, entnehmen. Ich habe mal eine Stelle ausgesucht, die euch zeigen soll, was sie wissenswertes über Hunde schreibt, wie ihr Stil ist und was manchmal zu Protesten geführt hat. Dazu aber später mehr in der eigenen Meinung, genauso wie das Zitat selbst.

'''o0o Meine Meinung und Inhaltsangabe o0o'''
Der Knigge ist eins der bekanntesten Werke. Benehmen und zwar „korrektes“ wird seit Jahren darüber definiert und auch wenn ich nie ein Exemplar gelesen habe, weiß man grob, was drin steht. Das es jedoch auch eine Abwandlung für Hundebesitzer gibt, wusste ich nicht. Aber mal ehrlich, warum soll man nicht auf den bekannten Namen aufspringen. Das dachte sich auch Gudrun Beckmann, die schon zahlreiche Werke rund um das Thema Hunde in den letzten Jahren veröffentlicht hat. Meine Hundezeit ist zwar schon gut 20 Jahre her, denn nachdem unser Familienhund auf Grund vieler Krankheiten eingeschläfert werden musste, haben wir uns nie wieder einen geholt. Trotzdem denke ich, dass ich grob einschätzen kann, was es heißt einen Hund zu besitzen.

Übersichtlich gegliedert geht Gudrun Beckmann auf Vorurteile gegen und über Hunde selbst ein. Sie erläutert den korrekten Umgang in verschiedenen Situationen, wie beim Spielen oder im Straßenalltag, sie schildert wie man mit den unterschiedlichen Rassen, wie Windhunde oder Lagerhunde umgeht, und was mit einem Hund alles im juristischen Sinne auf den Besitzer zukommt. Die juristische Seite ist zwar inzwischen stark veraltet und auch die Geldfakten sind mit DM-Angaben, denn das Buch wurde in den 90er Jahren veröffentlicht, sind alles andere als auf den aktuellsten Stand. Nun sind das zwei Punkte, die gerade Hundehalter interessieren, sodass das Buch eigentlich ausscheidet, aber man darf nicht vergessen, dass es auch um den Umgang mit den Hund geht, und bis auf ein paar neue Tricks in den letzten Jahren, hat sich da nicht viel geändert. Zumindest ist das meine Meinung, wenn es um den Umgang geht. Ja, Kot einsammeln und so was lass ich mal außen vor, ich rede vom allgemeinen Umgang.

ZITAT S. 74
Ein Hund, der kein Zuhause hat, keine Gruppe, die ihn schützt, ihn liebt und die ihm Spaß macht, der wird mit der Zeit zum nervöse, gefährlichen Angstbeißer, mit dem schließlich kein Umgang mehr möglich ist.

Diese Zitat ist einer der vielen Lehrsätze oder Fazits des Abschnittes und ist auch heute noch aktuelle, wie ich finde. Er spiegelt genau wieder, worauf das Buch sein Augenmerk gerichtet hat. Es ist aber auch ein gutes Beispiel, was vielen Lesern missfällt. Es stimmt schon, dass Hunde verwildern, nervös werden und aus Angst beißen. Es gibt aber auch viele belegte Beispiele, wo Hunde ihre Angst verloren haben, und danach ihrem Herrchen treu ergeben waren. Im Allgemeinen stimmen die hervorgehobenen Sätze, oder auch alles andere in dem Buch, aber vieles hat zwei Seiten, und in meinen Augen wird vieles verallgemeinert. Leider sind auch viele Sätze hervorgehoben, die einem zukünftigen Hundebesitzer Angst machen können, aber auch nicht unbedingt korrekt ist. So sagt die Autorin aus, man müsse die Umgebung des Hundes anpassen, statt den Hund zu erziehen. Klar, kann man dies auch machen, aber viel wichtiger ist doch die Erziehung. Nun bin ich kein Experte, sondern Laie, sodass ich mich natürlich auch irren kann. Wir selbst hatten in meiner Kindheit lediglich einen Hund, einen Yorkshire Terrier (die große Ausgabe) und dieser war sehr lieb und gut erzogen. Dementsprechend kann ich nur die positiven Seiten bestätigen. Ein Hund ist und bleibt ein treuer Freund. Wir hatten unseren sogar so lieb, dass wir ihm sogar ein Kreuz im Garten gewidmet haben. Ein Grabstein für Hund sind keine Seltenheit, denn im Grunde ist es ein lieber Freund der einen verlässt.  

Nichtsdestotrotz kann man durch das Lesen dieses Buches eine Menge lernen, wenn es um das Verhalten eines Hundes geht. Dieser Teil überwiegt in meinen Augen. Im Grunde kann man dank eines tollen Sachregisters schnell alles wichtige, was einen interessiert nachschlagen und dank toller hervorgehobener Sätze müsste man nicht einmal alles lesen. Vom Unterwerfungsritual über Flöhe bis zum Gehorsam ist alles vertreten, was von Interesse sein könnte. Wie gesagt, ich bin aber kein Profi und meine Hundezeit ist knapp 20 Jahre her. Hätte mir meine Bekannte nicht das Buch geschenkt, ich hätte es auch nicht gelesen. So war es aber nett, und ich fühle mich theoretisch fitter, falls ich mich doch mal wieder für einen Hund entscheiden sollte. Was mir jedoch fehlte in dem Buch sind Bilder. Theorie schön und gut, aber man kann doch ein paar Hundebilder, Beispiele, Tabellen und so was einbauen, oder wie seht ihr das. Sachbücher leben in meinen Augen von Bildern.



© Eure CQ auch für Sarah hats getestet, Sarahs Bücherwelt und auf anderen Plattformen


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