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Stadt, Land -- Schluss / Judith O'Reilly


Hallo lieber Leser, liebe Leserin.

Diesmal bin ich komplett unschuldig an dem Buch, dass ich euch nun vorstellen möchte. Meine Mutter, die sich selbst immer ein Landleben gewünscht hat, liebt solche Geschichten, und dementsprechend hat sie sich das Buch gekauft, und mir nachdem sie es gelesen hat, geschenkt. Eigentlich fand ich die Idee recht lustig, sodass ich mich nun ans Lesen gemacht habe.

'''o0o Allgemeine Daten o0o'''
Autor: Judith O’Reilly
Titel: Stadt, Land, Schluss
Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: Fischer Taschenbuch Verlag; Auflage: 4 (8. Oktober 2009)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3596178770
ISBN-13: 978-3596178773
Originaltitel: Wife in the North
Preis: 0,01€

'''o0o Leseinformationen o0o'''
Genre: Biographischer Alltagsbericht
Niveau: trivial
Leserschaft: Frauen
Lesedauer: 7 Tage

'''o0o Optik o0o'''
Ein helles Cover mit einer alten Tapete und hübschen Blumen gefällt mir sehr gut. In der Kombination mit dreckigen Gummistiefeln und High-Heels ein gelungenes Cover, dass auch mich angesprochen hätte. Es ist ein typisch, weibliches Cover, welches Kitsch verspricht.

'''o0o Zitierter Klappentext o0o'''
Eine Frau zieht ans Ende der Welt
Judith O'Reilly liebt ihr Leben in London über alles. Nur eines liegt ihr noch mehr am Herzen: das Glück ihrer Familie. Deshalb folgt sie dem Traum ihres Mannes und zieht, hochschwanger mit dem dritten Kind, in ein Cottage in Northumberland - und lernt High Heels und Karriere durch Schafescheren und Gummistiefel zu ersetzen.
»Mein Mann war derjenige, der unbedingt auf dem Land leben wollte. Als ich meinen jüngsten Sohn fragte, was er davon hält, sagte er mit großen ängstlichen Augen: Ein Bär könnte mich fressen! Da gibt es keine Bären , beruhigte ich ihn, schaute aus dem Fenster in die Dunkelheit und hörte das Brummen « (Quelle: Klappentext)

'''o0o Leseprobe o0o'''
Eine Leseprobe, die ich verlinken kann, habe ich leider nicht gefunden. Wer kleinere Eindrücke haben möchte, kann diese dem Zitat, welches meine Meinung untermalen soll, entnehmen. Das nachfolgende Zitat habe ich ausgewählt, weil es im Grunde darstellt, wie Judith denkt, fühlt und wie das gesamte Buch gestaltet ist.

ZITAT S. 180
Ich bin weggegangen und habe alle zu Hause zurückgelassen. Für eine Woche, und ich bin vom schlechten Gewissen geplagt und nervös bei dem Gedanken, allein Urlaub zu machen. Allerdings ist mein Gewissen nicht so schlecht, dass ich nicht doch den Flieger nach Los Angeles genommen hätte. Ich war schon so lange nicht mehr mit mir allein, dass ich gar nicht weiß, ob ich es noch kann. Und wenn ich nun unausstehlich bin?

'''o0o Inhalt in eigenen Worten o0o'''
Judith ist 42, erfolgreich, eine Powerfrau, glücklich verheiratet und Mutter von einem zweijährigen und vierjährigen Sohn. Aktuell ist sie mit einer Tochter schwanger, als ihr Mann sich immer mehr wünscht von London weg in den Norden zu ziehen. Dort haben sie ein Ferienhaus und er möchte es als dauerhaften Wohnsitz. Um ihren Mann glücklich zu machen, stimmt sie zu. Doch es gefällt ihr alles gar nicht. Dreck, keine Freunde und eigentlich will sie wieder zurück nach London. Vom23. August 2005 bis zum 31. Dezember 2007 schreibt Judith ihre Eindrücke des Landlebens in einem Blog- agebuch auf. Diese Einträge wurden zusammengefasst in diesem Buch veröffentlicht.

'''o0o Meine Meinung o0o'''
Stadt, Land, Schluss“ warum nicht. Das dachte ich mir, als meine Mutter es mir geschenkt hat. Ab und an braucht der lesende Mensch mal seichte Unterhaltung und warum nicht etwas alltägliches, wie das Landleben. Ein solcher Umzug bietet schließlich jede Menge Unterhaltung, Pannen und Ärgernisse. Durch ein anderes Werk, wusste ich, wie ein solches Blog-Buch umgesetzt werden kann. Ich muss zwar zugeben, dass ich es erst auf den zweiten Blick entdeckt hatte, aber dafür hat mich die Idee von den Eingewöhnungsproblemen gepackt.

Meine Erwartungen an das Buch waren gar nicht so groß.Ich wollte einfach unterhalten werden, aber das hat die Autorin nicht geschafft. Da bei einem solchen Buch keine Spannung oder Romantik aufkommt, muss der Humor wirklich vortrefflich sein. Zumindest möchte ich mich unterhalten fühlen. Sicherlich hat die Autorin ihren ganz speziellen Humor und mit diesem schafft sie das eine oder andere Schmunzeln zu erzeugen, aber bei einem Werk von 350 Seiten, sind 10 Schmunzler in meingen Augen dürftig.

Obwohl ich weiß, dass es sich um eine Umsetzung des Blog-Tagebuches handelte, hatte ich den Wunsch oder besser gesagt die Hoffnung, dass sie es als kleine Geschichte tarnt. Stattdessen wirft sie in der Tat mit Blog-Tagebuch-Einträgen um sich. Dadurch entsteht keine Geschichte und kein roter Faden, sondern man bekommt eine völlig merkwürdige Aneinanderreihung von Gedanken und Alltag-Erlebnissen präsentiert. Manchmal sind riesigen Sprünge in den Gedanken und Lücken in den Tagen. Manchmal ist das ja nicht schlimm, aber es gibt Passagen, wo man sich fragt, was in der Zwischenzeit passiert ist, was aus einer anderen Situation geworden ist und ähnliches.

Man mogelt sich durch die Seiten und irgendwann kommt man nach 100 Seiten zur Erkenntnis, dass man eigentlich gar nichts über die Schreiberin weiß. Äußerlich ist sie mir genauso fremd, wie die Namen ihrer Kinder. Zum Beispiel nennt sie ihre Söhne immer, der zweijährige und der vierjährige. Der Name ihrer Tochter ist an eine Freundin angelehnt und in freudiger Erwartung möchte man ihn lesen, aber vielleicht hatte meine Brille auch bei diesem Wort einen Schmutzfleck oder einen Schlieren, sodass ich ihn übersehen habe. Stattdessen durfte ich mir anhören, wer alles ihre Scheide gesehen hat, wie man sich als werdende Mutter fühlt und wie schwer doch alles ist. Ich bin selbst Mama und kann nicht bestätigen, dass ich auch nur eine Minute Zeit hatte über meine Frisur oder meine Scheide nachzudenken. Da hätte sie doch lieber Namen nutzen sollen, als solche flachen Dinge einzubauen, um witzig zu sein. Manchmal ist es ohne Namen wirklich schwer zu wissen, von wem sie redet. Irgendwann habe ich es aufgegeben mir zu merken, wer welche Person ist oder sein könnte.

Normalerweise lese ich gerne solche leichten Werke und kann sie auch oft nicht aus der Hand legen, aber hier war es egal. Egal wo man das Buch unterbrochen hat, man fand sofort wieder rein, auch wenn man gar nicht wusste, wo man pausiert hat. Ja, manchmal muss ich die letzten 10 Zeilen lesen, um wieder richtig drin zu sein.Hier war das egal, denn die Tagebucheinträge waren ja oft ohne Zusammenhang und dementsprechend war es nicht so tragisch. Hat einen Vorteil, weil man wirklich mal auf Klo lesen kann oder wenn die Kinder beschäftigt sind, aber der Nachteil ist, dass man die Lust an dem Buch verliert.

Das Hauptproblem ist in meinen Augen, dass in ihrem Auswandererleben, wie ich es spaßhaft nenne, nicht viel passiert, und da kann auch nicht der Versuch von Humor helfen. Es gibt eine Menge an Dingen, die passieren können, aber hier passiert nichts. Das Kind kommt in der Großstadt, oft flüchtet die Dame des Hauses vor der Situation und es ist einfach langweilig. In meinen Augen als Blog vielleicht ganz nett, aber mehr auch nicht.


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