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Die Libelle und die Seerose / Carl Ewald

Obwohl ich schon groß bin, liebe ich noch heute Märchen. Weihnachten darf nicht verstreichen ohne das ich mir mein Lieblingsmärchen „Drei Nüsse für Aschenbrödel“ ansehe. Als mich dann vor zwei Jahren ein Buchpaket von einer Freundin erreichte, und ich darin ein Märchenbuch fand, kam es gleich in die 5 Sterne Kategorie. Also ein Buch, das ich hoch einordne und mir daher aufhebe. Spaß muss doch vorprogrammiert sein, oder etwa nicht. Ihr dürft auf jeden Fall gespannt sein, denn bei dem Buch heißt „Der Erste Eindruck kann täuschen“.

===o0o Allgemeine Daten o0o===
Autor: Jack Zipes und Carl Ewald
Titel: Die Libelle und die Seerose. Naturmärchen
Verlag: Fischer-TB.-Vlg.,Ffm (1983)
ISBN-10: 3596228514
ISBN-13: 978-3596228515
Seiten: ca.152
Preis: 0,01€

===o0o Leseinformationen o0o===
Genre: Märchen
Niveau: anspruchsvoll
Leserschaft: Jedermann
Lesedauer: 3 Stunden

===o0o Autor/in o0o===
Herausgegeben wurde das Buch von Jack Zipes, aber die Märchen selbst stammen von Carl Ewald, sodass ich euch diesen Mann vorstellen möchte. Karl Ewald, auf dänisch Carl Ewald, wurde am 15.10 1856 geboren und verstarb 1908 in der Nähe von Kopenhagen. Er war ein dänischer Schriftsteller. Vom Gymnasium zog es ihn zum Studium der Philosophie und Naturkunde. Allerdings musste er diese Ausbildung wegen einer langwierigen Krankheit abbrechen. Stattdessen unterrichtete er in verschiedenen Schulen und fing an Texte zu verfassen. Wissenschaftliche Tatsachen kombiniert mit moralischen Erkenntnissen und einer Prise Humor. So entstanden zahlreiche seiner Werke. Er selbst war verheiratet und hat zwei Söhne, einen ehelichen und einen unehelichen Sohn.

===o0o Optik o0o===
Optisch ist das Buch sehr schlicht gehalten.Das Cover selbst ist in einem vergilbten Weiß gehalten. Darauf ist eine farbenfrohe und künstlich sehr moderne Libelle mit einer Seerose abgebildet. Es ist sehr schön, aber auch irgendwie zu modern für ein Märchenbuch.

===o0o Leseprobe o0o===
Eine Leseprobe, die ich verlinken kann, habe ich leider nicht gefunden. Wer kleinere Eindrücke haben möchte, kann diese dem Zitat, welches meine Meinung untermalen soll, entnehmen.

Als die Menschen nun dort standen und staunten, richtete sich die Figur auf und rief mit einer Stimme, die wie Glocken klang: „Ich bin die Wahrheit!“ „Ein Märchen ist es!“ sagte die Wissenschaft. ZITAT S. 14


===o0o Meinung und Inhalt zu den einzelnen Märchen o0o===
Das Buch ist unterteilt in verschiedene kurze und lange Märchen, die sich alle mit dem Thema Naturkunde befassen. Um euch die Märchen näher zu bringen und meine Meinung besser darstellen zu können, gibt es diesmal Meinung und Inhalt kombiniert in einem Abschnitt. Ich hoffe, dass ist für euch in Ordnung. Naturmärchen sind keine Märchen im allgemeinen Sinne von Prinzen, Hexen, verwünschten Tieren. Kein Märchen im allgemeinen Sinne, aber Märchen heißt ja auch nur, dass von wundersamen Begebenheiten berichtet wird, und da muss doch nicht immer ein Prinz vorkommen. ;)

'''Die Geschichte vom Märchen'''
Die Wahrheit ist verschwunden. Einfach so und niemand weiß wo sie ist. Fünf Männer werden losgeschickt, um diese zu suchen. Sie kehren alle wieder und sind der Ansicht, dass sie die Wahrheit gefunden haben. Der erste hat sie in der Wissenschaft gefunden, der zweite fand sie in der Theologie, der nächste im Gold, der nächste in der Liebe und einer im Wein. Jeder war überzeugt von seiner Meinung, als ein Mädchen ankommt und sagt sie habe die Wahrheit gefunden.

Dieses Märchen habe ich angefangen und nachdem ich es beendet hatte, legte ich das Buch ganze drei Monate zur Seite. Für mich ist diese Geschichte kein Märchen. Es hat nicht viel mit der Natur zu tun, und das jeder eine andere Wahrheit sieht und für wahr hält, mag zwar eine realistische Moral oder Erkenntnis sein, aber was hat das mit einem Naturmärchen zu tun. Hätte der Autor mit Prinzen diese Erkenntnis gewonnen, hätte man es in meinen Augen noch grob als Märchen einstufen können, aber so hat es weder was mit Natur, noch mit Märchen am Hut. Enttäuscht, wollte ich gar nicht mehr weiterlesen. Der Stil gefiel mir überhaupt nicht, ich wusste nicht, was ich von der Geschichte halten sollte, und kam mir veräppelt vor. Das in der Leseprobe angegebene Zitat stammt im Übrigen aus diesem Märchen. Aus diesem Grund bekommt das Märchen auch nur 2/5 Sternen.

'''Der gute Mann'''
Auf der ganzen Welt herrscht Krieg und so zieht ein Mann von gutem Herzen aufs Land. Eines Tages muss er entdecken, dass eine gierige Maus seinen Schinken auffrisst. Daraufhin geht er zum Besitzer des Hauses und heuert dort eine Katze an, die auch sogleich die Maus fängt. Als am nächsten Tag jedoch genau diese Katze einen Vogel etwas antut, ist der gute Mann nicht mehr so angetan von ihrem Jagdinstinkt. Vorher noch gelobt, will er ihr nun an die Gurgel. Die Katze spricht ihn jedoch auf seine Doppelmoral an, und fragt ihn ob ihm denn auch das Hähnchen geschmeckt hat, was er erst gegessen habe. Aufgeschreckt schwört der Mann nie wieder Fleisch zu essen. Doch nun hört er auch das Gemüse jammern, und so isst er nichts mehr, bis er erkennt, dass man manchmal Dinge tun muss, die man sonst nicht mag.

Diese Geschichte hat mich dann doch überzeugt und so konnte ich gar nicht mehr aufhören zu lesen. Die Doppelmoral gab auch mir zu denken, und fängt man erst einmal an, dann merkt man, wie unterschiedlich man manche, gleiche Dinge bewertet. Genauso ist es mit dem Krieg und den Morden. Manchmal ist es einfach sinnvoll. So wie die Katze Mäuse ist, essen wir eben gerne Schnitzel. Und auch wenn ich nicht der Ansicht bin, dass eine Erdbeere Gefühle hat, ist es doch interessant einen solchen Ansatz einzubauen. Mir hat die Geschichte gefallen. Sie ließ sich gut lesen, hatte eine Moral und es spielte in der Natur. 5/5 Sternen.

'''Der Kuckuck'''
Familie Neuntöter bekommt Nachwuchs. Drei Eier sind gelegt und ein letzter Ausflug soll die Brutzeit versüßen. Familie Kuckuck nutzt jedoch diese Zeit und legt ihr Ei heimlich ins Nest. 15 Tage später schlüpfen die vier Küken und Familie Neuntöter wundert sich, warum eins so groß und hungrig ist. Doch sie nehmen es einfach hin, und freuen sich. Selbst als ihr Großer eins der kleinen Brüderchen aus dem Nest wirft und ein Fuchs es mitnimmt, sind seine Eltern nicht böse. Die anderen beiden Geschwister folgen kurze Zeit später. Noch immer ahnt Familie Neuntöter nichts. Erst der Zaunkönig verspottet sie und klärt sie über ihr Kuckuckskind auf. Dieses wird verstoßen und trifft seine Mama. Voller Wut und Vorwürfe kommt es zum Gespräch.

Das berühmte Kuckuckskind ist ein schönes Märchen. Sowohl bei den Menschen, als auch den Tieren kommt es vor. In diesem Fall versucht der Autor zu zeigen, dass alles seine Gründe hat. In diesem Fall muss der Kuckuck ja sein Kind weggeben, damit die nächste Generation überhaupt eine Chance hat. Wut ist vorprogrammiert, aber manchmal muss man den Hintergrund kennenlernen, bevor man wirklich alles begreift und urteilen kann. Das musste auch der kleine Kuckuck lernen. Ich finde die Geschichte schön, und sie eignet sich sehr gut zum Vorlesen, denn der Lehrgehalt ist in meinen Augen wertvoll. Daher habe ich sie auch mit 5/5 Sternen bedacht.

'''Der Wind'''
Der Wind hat es nicht leicht. Alle macht er unglücklich. Dem Apfelbaum weht er alle Blüten ab. Für den Müller flaut er ab. Für den Fischer weht er falsch. Und beim Löwenzahl ist er still, wie der Tod. Eines Tages schüttet er einer winzigen Maus sein Leid, weil alle sich beschweren und er ja nichts dafür kann. Gerne würde er jeden Wunsch erfüllen, aber die Sonne, sein Chef, hat nun einmal meist andere Pläne, die er befolgen muss. Die Maus hört geduldig zu, äußert hier und da ein Kommentar, und plötzlich muss auch hier der Wind gehorchen, und tut der Maus unendlich weh.

Es ist keine besonders lustige, spannende oder unterhaltsame Geschichte, aber sie hat einen so schönen Wahrheitskern, dass man sie gerne liest. Oftmals muss man Dinge tun, die anderen Leuten weh tun. So trennt man sich vom Partner, muss länger arbeiten, sagen wenn das Essen nicht schmeckt oder ähnliches. Genauso gehen die meisten von uns nicht gerne Arbeiten, müssen es aber tun, weil sie sonst nicht überleben können. Das Leben ist leider nicht immer so schön, wie wir es gerne hätten. Das versucht uns dieses Märchen an Hand eines perfekten Beispiels zu sagen. Mal ehrlich, wie oft habt ihr euch schon über den Wind aufgeregt. Ich habe erst heute gemeckert, weil er so kühle Luft bringt. 5/5 Sterne sind diesem Naturmärchen sicher.

'''Die Libelle und die Seerose'''
Eine Libellenlarve sitzt auf einer Seerose und träumt davon, wie es wäre eine Libelle zu sein. Durch die Luft schwirren, statt hier unten träge herumzuliegen. Die Seerose findet ihr Leben beschaulich und kann nicht nachvollziehen, warum die Tiere nach etwas höheren streben. Die Larve frisst jedoch mit jeden Tag mehr, und bereut dies schon, denn plötzlich tut ihr alles weh und sie denkt, sie muss deswegen sterben. Stattdessen wird ihr jedoch ihr Wunsch erfüllt. Sie wird eine Libelle. Anfangs glücklich merkt sie jedoch bald, dass die Seerose recht hatte. Sie muss immer hin und her fliegen, Eier ablegen, hat kaum Zeit zum Essen und zum Ruhen. Völlig kaputt redet sie bei ihrer Suche mit der Seerose und als sie ihr Leid geklagt hat, und weiter musst, wird sie gefressen. Die Seerose schüttelt ihr Haupt und kann nur froh sein, dass sie ihre Ruhe hat, als sie plötzlich von einem Mädchen herausgerissen wird, das mit ihrem Boot vorbeifährt.

Dieses Märchen hat dem vorliegenden Buch seinen Namen gegeben, aber ich muss sagen, dass mir die Geschichte an sich nicht so gut gefallen hat, wie andere. Sie zeigt, dass jeder Ziele hat, und der Weg dorthin nicht immer leicht ist. Schmerzen sind genauso vertreten wie Neider oder Langweiler, die einen im Weg stehen. Auf der anderen Seite geht es aber auch um die Ziele selbst. Der eine sucht sich extrem hohe Ziele und erkennt erst die Schattenseiten, wenn er das Ziel erreicht hat. Er sehnt sich oft nach dem Alten zurück und muss erkennen, dass es kein zurück gibt. Die anderen bleiben lieber wo sie sind, aber müssen auch erkennen, dass ihnen das keinen Vorteil bringt. Ein gesundes Maß an Entwicklung ist die bessere Wahl. 4/5 Sternen sind es bei mir geworden.

'''Standesunterschiede'''
Storch, Schwalbe, Star und Sperling leben unter einem Dach. Alle Vögel, die nach Süden fliegen, halten sich für vornehm und nur der Sperling ist immer da, und regt sich über das vornehmen Herrschaften auf. Den ganzen Frust, den er in diesem Winter aufgebaut hat, lässt er nun heraus. So schimpft er wie ein Spatz und erzählt, wie er um sein Essen jeden Winter kämpfen muss, und sie alle nur ein angenehmes Leben führen. Nach und nach merkt er, dass alle verschwunden sind, und ihm keiner mehr zuhört.

Diese Geschichte ist kurz erzählt und auch wenn die Moral:Jeder sieht nur seine Welt; passend ist, ist die Geschichte selbst eher langweilig. Mich hat sie eher enttäuscht, und auch nicht wirklich unterhalten. Das lag vielleicht daran, dass die Tiere wirklich sehr hochnäsig, aber auch motzend dargestellt wurden. Ich war froh, als die letzte Zeile hinter mir war, und eine neue Geschichte begann. Daher gibt es nur 3/5 Sternen.

'''Ein vornehmer Herr'''
Mitten im Wald steht eine alte Eiche. Um sie herum wachsen viele neue Buchen. Als der Kuckuck der alten Eiche verrät, dass sie sich gegen die Buchen verteidigen muss, lacht die Eiche nur. Sie sei schon seit Jahren hier, und wird auch noch viel länger da sein als die kleinen Buchen. So zeigt sie sich in diesem Jahr besonders gastfreundlich und sieht immer wieder belustigt auf die Buchen, die neidisch jeden Gast abwerben wollen. Von der Gallwespe über Adler bis hin zum Floh ist alles vertreten. Der alten Eiche ist es egal, dass sie kaum noch atmen kann, und viele von ihr zehren. „Adel verpflichtet“ sagt sie nur. Ihr Stamm fängt an hohl zu werden, und als im Winter kaum noch Eicheln fallen, erkennt sie, dass sie alt wird. Die Buchen freut das sehr. Doch als die Eiche stirbt, ist sie auch danach noch ein Held von dem alle sprechen, und die Buchen werden noch immer links liegen gelassen.

Die Geschichte hat mich sehr berührt. Einfach weil hier eine so liebe, sympathische Figur, die durch die Eiche dargestellt wird, stirbt. Trotzdem ist die Geschichte nicht nur traurig, sondern auch lehrreich, denn sie zeigt, dass man Niveau und Stil haben muss, um anderen in Erinnerung zu bleiben. Die Eiche war beliebt, weil sie nie nein gesagt hat, ihr letztes Hemd gegeben hat und trotz ihres Adels auf die eine oder andere Weise bescheiden war. Das hat den Bewohnern gefallen, und so bleibt sie auch noch lange nach ihrem Tod, die beliebte,alte Eiche. Verdiente 5/5 Sternen.

'''Wald und Heide'''
Ein Wald steht mit seiner Pracht ganz in der Nähe einer Heide und muss mit ansehen, wie diese mit jedem Jahr immer näher rückt, und irgendwann sogar bei ihm einzieht. Sie spottet und will ihn verdrängen, doch der Wald ist schlau und setzt all seine Tiere auf die Heide an. Sie tragen Eicheln und andere Dinge in die Heide in der Hoffnung, dass daraus neue Bäume entstehen. Am Anfang klappt dies, doch die Bäume können in der Heide keine Nahrung finden. Gleichzeitig finden die Tiere in dem alten Wald dank der Heide kein richtiges zu Hause mehr. Sie verschwinden und der Wald fängt an zu sterben. Als der Mensch das erkennt, greift er ein, und mit Dünger pflanzt er einen neuen Wald. Der alte kann jedoch nur aus der ferne zusehen, wie seine Kinder die Heide besiegt haben.

Ich muss zugeben, dass ich hier persönlich auf dem Schlauch stehe. Habe ich sonst immer erkannt, worauf der Autor hinaus möchte, weiß ich es hier ehrlich nicht. Es geht zwar darum, dass man manchmal Hilfe von Fremden braucht, weil man alleine nicht über die Mittel verfügt, aber ich habe das Gefühl, dass noch etwas mehr dahintersteckt, ich aber nicht erkenne, was es ist. Die Geschichte selbst empfand ich auch eher langweilig, und daher gibt es hier auch nur 3/5 Sternen. In diesem Fall würde ich mich wirklich freuen, falls jemand weiß was hinter der Geschichte steckt, und er mir das verraten kann.

'''Die Buche und die Eiche'''
In einer Zeit, wo es noch wenig Menschen gab, waren die Eichen in der Mehrzahl. Eines Tages besucht sie ein Bär und berichtet von exotischen Bäumen, die sich selbst die Buchen nennen. Niemand glaubt ihm, und so nimmt er etwas Samen mit. Die Buchen fangen an zu wachen und am Anfang helfen die Eichen wo sie können. Doch sie wachsen schnell und nehmen den Eichen den Platz weg. Zeitgleich kommen immer mehr Menschen, die das gute Holz der Eichen erkennen und sie ebenfalls fällen.

Ihr könnt euch schon denken, dass mir die Geschichte nicht soo gut gefallen hat. Im Grunde versucht die Geschichte darauf einzugehen, dass nicht immer alles Neue und Fremde wirklich gut sein muss. Es bringt zwar Fortschritt, vertreibt aber auch das altbewährte Gut. In diesem Fall haben die Eichen sich selbst vertrieben. Es ist zwar im Grunde schön verpackt, aber in meinen Augen hätte man die Spitze, dass die Buchen zwar neu sind, aber eben nicht besser sind, als das alte, noch etwas mehr ausbauen können, wie bei der anderen Geschichte rund um Eiche und Buche. So kam mir das Ganze etwas zu kurz, und das Buch bekommt nur 4/5 Sternen.

'''Vier Freunde'''
Nachtfalter, Uferschwalbe, Waldmaus und ein Igel sitzen im Wald. Der Igel überlegt wie er sie alle Essen würde. Da er eigentlich faul ist, und der Regen fällt, fordert er sie auf ihn mit Geschichten zu unterhalten. Es muss aber mit Essen zu tun haben. Der Nachtfalter erzählt eine Geschichte, und weil er Rest nicht will, übernimmt der Igel. So entsteht eine seltsame Freundschaft. Im nächsten Frühjahr nach dem Winterschlaf treffen sich die Freunde wieder. Der Nachtfalter ist verstorben und hat dafür seine Tochter geschickt. Die Freunde sind vom Winterschlaf ausgehungert und so kommt es, dass der Igel auf die Freundschaft pfeift und die Maus verspeist. Aus Angst will die Schwalbe fliehen, stupst den Igel an, der einen Hang hinunterrollt, ins Wasser fällt und ertrinkt. Daraufhin unterhalten sich Nachtfalter und Schwalbe kurz, bevor die Schwalbe auch ihren Hunger lindert.

Die Geschichte ist traurig, aber spiegelt auch die heutige Zeit wieder. Jeder muss an sich selbst denken, und macht dies auch. Es geht aber auch um Freundschaft, und das man nie erkennen kann, wer ein echter Freund oder nur ein falscher ist, der einen ausnutzen will. Aus diesem Grund gefällt mir die Geschichte sehr gut. Sie hätte nur gerne kürzer verpackt werden können, denn sie ist eine der langen Erzählungen. 4/5 Sternen gibt es von mir.

'''Ein Märchen von Gott und den Königen'''
Einst waren die Menschen ihrer Könige überdrüssig und wandten sich ihn ihrer Not an Gott. Dieser wollte ihnen gerne helfen, wusste aber nichts von Königen. Er ließ seine Engel suchen und fand nicht mal unter den Plagen einen Hinweis. So befahl er den Menschen sich selbst um ihre Erfindung „König“ zu kümmern.

Eine der wirklich kurzen Geschichten und in meinen Augen hat auch dies nicht viel mit Natur zu tun.Sie ist zwar sicherlich nett, aber das war es auch schon. Die Natur fehlt gänzlich. Im Grunde versuchte der Autor zu sagen, dass die Menschen sich ihre Sorgen meist selbst erschaffen. Wenn sie nichts haben, worüber sie sich ärgern können, irgendwas finden sie schon. Es stimmt und ich musste auch schmunzeln, aber ohne Natur nur 2/5 Sternen.

******
Einige der Geschichten sind also wirklich schön, andere empfand ich eher deplatziert. Zusammen ist es jedoch ein rundes Bild mit schönen Erkenntnissen und einem leicht lesbaren Stil. Aus diesem Grund bekommt das Buch vier Sterne als Gesamtpaket.


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