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Eingeschlossen / R. L. Stine

Hallo lieber Leser, liebe Leserin.

Wie ihr wisst, lese ich sehr gerne einfach mal leichte Unterhaltung. Dazu zählt für mich auch jugendliche Literatur. Insbesondere R. L. Stine wird von mir bevorzugt gelesen. Da ich im Buchpaket noch einige Werke ungelesen liegen hatte, kam mal wieder eins zum Vorschein. Genau das möchte ich euch nun vorstellen.



'''o0o Allgemeine Daten o0o'''
Autor: R. L. Stine
Titel: Eingeschlossen
Gebundene Ausgabe: 160 Seiten
Verlag: Loewe Verlag; Auflage: 1., Aufl. (Juni 2003)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 378554829X
ISBN-13: 978-3785548295
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre
Preis: 0,01€

'''o0o Leseinformationen o0o'''
Genre: Thriller
Niveau: durchschnittlich
Leserschaft: Kids ab 12
Lesedauer: 2 Stunden

'''o0o Autor/in o0o'''
Robert Lawrence Stine, besser bekannt als R. L. Stine, wurde 1943 in Ohio geboren. Schon im zarten Alter von neun Jahren liebte er das Schreiben von Geschichten. Seine Karriere begann jedoch nicht schon in diesem Alter. Nach seinem Abschluss war er erst über Jahre als Lehrer tätig und hat auch Erfahrungen als Lektor gesammelt, bevor er selbst mit dem Schreiben begannt. Anfangs waren es jedoch eher humorvolle Sachen, bevor er sein Talent für Gruselgeschichten entdeckte. 1992 schaffte er mit der Reihe „Gänsehaut“ den Durchbruch. Inzwischen ist er nicht nur Millionär, sondern steht auf im Guinness-Buch der Rekorde. Neben Gänsehaut gibt es genauso viele Fans für die Jugendreihe Fear Street.

'''o0o Optik o0o'''
Eine Hand, ein Türschloss mit Riegeln und eine Tür. Ich würde sagen, dass passt doch zu einem Titel dieser Art. Wie immer schön gezeichnet, geht mein Daumen nach oben.

'''o0o Zitierter Klappentext o0o'''
Mitten in einem Unwetter haben Ally und ihre Freunde eine abgeschiedene Waldhütte entdeckt. Doch was zunächst wie eine Zuflucht erscheint, wird schnell zu einer lebensbedrohlichen Falle. Ist der Sturm tatsächlich so gefährlich, dass der Aufbruch in den nächsten Ort unmöglich ist? Oder werden sie von den merkwürdigen Gastgebern unnötig festgehalten? Als sie einen Fluchtversuch wagen, fällt plötzlich ein Schuss… (Quelle: Klappentext)

'''o0o Leseprobe o0o'''
Eine Leseprobe, die ich verlinken kann, habe ich leider nicht gefunden. Wer kleinere Eindrücke haben möchte, kann diese dem Zitat, welches meine Meinung untermalen soll, entnehmen.

'''o0o Inhalt in eigenen Worten o0o'''
Ally ist mit ihren Freunden zum Skifahren gefahren. Douglas und Shannon genießen den Tripp, aber Ally ist sauer, denn ihr Freund haut früher ab. Als sie dann von Marc angesprochen wird, fühlt sie sich kurzfristig besser, und ist auch dafür ihn auf der Rückfahrt mitzunehmen. Unterwegs kommen sie jedoch in einen Schneesturm, und bauen fast einen Unfall. Aus Sorge um ihre Sicherheit bestimmt Marc eine ruhige Seitenroute, die sich jedoch als nicht geräumt herausstellt. Als sie eine Skihütte mit Licht entdecken, halten sie an und suchen dort Schutz. Doch irgendetwas stimmt dort nicht. Richard ist ständig betrunken und aggressiv, Eva hat Angst und irgendwie wird Ally das Gefühl nicht los, dass Richard sie nicht mehr gehen lassen will. Plötzlich ist das Telefon defekt, ihr Auto am nächsten Tag in einem Graben gestürzt und Eva wurde sichtlich geschlagen. Die Kids bekommen es mit der Angst zu tun, und wollen fliehen. Sie nehmen eine Waffe mit, und als sich ein Schuss löst, ist dieser tödlich.

'''o0o Meine Meinung o0o'''
Ich weiß noch, wie ich als Jugendliche in der Bücherei war, und einfach eins dieser neuen schwarzen Bücher einpackte. Ich verliebte mich in die authentische Umsetzung, den Spannungsfaktor und die tollen Ideen. Diese Leidenschaft hat bis heute angehalten. Dieses Buch habe ich zum ersten Mal in den Fingern, denn damals gab es diesen Band noch nicht in deutsch.

Wie schon bei einem anderen Werk wird der Leser in eine verschneite Welt entführt, die abseits von Shadyside liegt. In einer kurzen Einleitung erfährt der Leser etwas über die Figuren und wie sie in die Situation gekommen sind. Anfänglich sind noch alle Charaktere sympathisch. Douglas ist eher der chaotische Draufgänger, der im Herzen jedoch lieb ist. Shannon ist eher die hübsche Persönlichkeit und Ally eher schüchtern, aber sie weiß was sie will. Die Figuren werden so beleuchtet, dass man sie, insoweit es für die Geschichte wichtig ist, kennenlernt. Der fremde Marc hingegen wird eher spärlich beleuchtet, sodass man gleich ahnt, dass er etwas zu verbergen hat. Das hat den Vorteil, dass sich der Leser sofort fragt, ob der Autor einfach nur keine Lust hat dies zu verschleiern oder vielleicht einfach später gekonnt eine spannende Wende einfließen wird. So oder so baut sich dadurch eine gewisse Spannung auf. Die wird jedoch auch durch das eigentliche Thema hervorgerufen. Ohne Eltern ein Wochenende wegfahren, im Schnee mit einem Fremden stecken bleiben, Hilfe suchen bei weiteren Fremden und dann in der Falle sitzen. Es ist beängstigend, aber auf realistische Art und Weise, denn so etwas kann passieren.

R. L. Stine ist bekannt für solche Umsetzungen und in der Regel versucht er mit seinen realistischen Thrillern wichtige Themen kindgerecht umzusetzen. Wie ihr sicherlich schon ahnt, geht es diesmal um „Fremde“. Schon als Kind bekommt man eingebläut nicht mit Fremden zu reden, nicht ins Auto einzusteigen und ähnliches. Wird man Größer ist die Gefahr nicht geringer, aber man unterschätzt sie mehr. In diesem Fall nimmt eine Gruppe einen Fremden mit und überlässt ihm die Führung. In meinen Augen eine gute Idee. Außerdem geht es um das Thema Bauchgefühl. Wenn sich etwas komisch vorkommt, sollte man auch seinen Instinkt hören. Genauso ist es mit Äußerlichkeiten. Auch hübsche Leute können Vergewaltiger und Mörder sein.

Es gibt jedoch einen Punkt, der mich von Anfang an stört. Normalerweise mag ich es nicht, wenn man schon vorab so auf eine Person gelenkt wird, obwohl es hier auf indirekte Art und Weise geschieht. Hier war das jedoch nebensächlich. Was mich wirklich störte war Ally. Ihr fallen viele Ungereimtheiten auf. Sie bekommt es mit der Angst und ständig kommen ihr Zweifel, die einfach nur nerven.

ZITAT S. 40
War ich zu misstrauisch? Oder war es wirklich seltsam?

Hinzukommt, dass leider ab und an gerne auf eine schlechte Logik gesetzt wird. Die Kids erschießen versehentlich gerade jemanden, und Ally kommen wieder Zweifel. Sie will die Leiche untersuchen und entdeckt dabei etwas ungeheuerliches. Sie hört Schritte und was macht sie?


ZITAT S. 126
Wer... Wer ist da?“ rief ich leise.Meine Stimme schallte durch die leeren Kellerräume. Ich hörte das Tropfen des undichten Wasserrohrs. Und die Schritte, die immer lauter wurden.

Wer würde rufen, wenn man in einer solchen Situation ist..Selbst in einem Trash-Horror würde die Protagonistin weglaufen, sich ruhig verhalten oder ängstlich in der Ecke wimmern, aber laut rufen? Es sind nur Kleinigkeiten, die einem jüngeren Leser, schließlich ist es ein Jugendbuch, gar nicht auffallen würden.

Abgesehen von diesen theoretisch Kleinigkeiten, ist das Buch wirklich toll, und lässt sich durch den gewohnt einfachen, jugendlichen Stil flüssig lesen. Dementsprechend schnell werdet ihr beim Schluss ankommen, und auch wenn ich wusste, dass gewisse Personen zusammengehören, wusste ich bis zum Schluss nicht, warum und wieso. Hier wurde ich mal überrascht, und dementsprechend gut gefiel mir das Buch. Hier wird sogar noch einmal auf gewohnte Action gesetzt. Ich möchte euch nur so viel verraten: Ein guter, logischer und spannender Schluss.

Alles in allem also ein schönes Buch, dass mich und sicherlich auch andere Leser überzeugen wird.


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